Top 5 Bücher 2012

Katja fragt, und überschaubare Relevanz antwortet. Dies waren meine Top 5 Bücher 2012: [Spoilerwarnung: Ich halte zwar nichts von Spoilerwarnungen, habe aber nicht genug Leser, um zu viele durch sinnlose Rücksichtslosigkeit zu vergraulen, und man ist ja oft genug gezwungen, gegen die eigenen Überzeugungen zu handeln, dass es auf diese eine Mal nun auch nicht mehr ankommt. Also, falls ihr nicht von selbst drauf kommt, ich werde über die Bücher reden, die ich hier vorstelle. Also, über den Inhalt und so. Wenn euch sowas stört, solltet ihr keine Beiträge lesen, in denen Leute über Bücher reden.]

Reamde von Neal Stephenson 

Am Anfang ein bisschen schwer reinzukommen. Wer sind all diese Leute, warum interessieren die mich, und warum stehen die irgendwo in der Landschaft rum und schießen? Aber dann wird es schnell interessant, spätestens wenn die Tochter des MMORPG-Milliardärs gemeinsam mit ihrem Freund entführt wird, weil der nämlich Daten an einen Gangster verkauft hat, die mit einem Virus infiziert waren, der nun dessen gesamte Festplatte als Geisel genommen hat, die unter anderem sehr wichtige Daten einer russischen Verbrecherorganisation, deren Vertreter deshalb zusammen mit seinem Sicherheitsberater Sokolov dem Gangster zu der Tochter und dessen Freund folgt und diese bei dem Versuch unterbricht, dem Schöpfer des besagten Virus innerhalb der Spielwelt die gewünschte Menge Gold (Gegenwert irgendwas um 50 Dollar, wenn ich mich richtig erinnere) zu überbringen, was sich schwieriger gestaltet als erwartet, weil anderen Spielern aufgefallen ist, dass in dieser Gegend der Spielwelt auffällig viele Leute mit großen Mengen Gold herumlaufen, was wiederum diverse Scharen hoffnungsvoller Räuber anlockt, weshalb der besagte Vertreter der russischen Verbrecherorganisation beschließt, den direkten Weg nach China zu fliegen und dem besagten Programmierer des Virus in einem problemorientierten Gespräch die Notwendigkeit nahezulegen, die Daten umgehend freizugeben, was allerdings daran scheitert, dass ganz in der Nähe des besagten Programmierers ein weltweit gesuchter Terrorist seinen Unterschlupf gefunden hat, der vom MI6 beobachtet wird und den die russischen Gangster versehentlich aufscheuchen, als sie versuchen, des Programmierers habhaft zu werden.

Ein wunderbares, großartiges, sehr lesenswertes Buch, bis auf die letzten paar Seiten, denn das Ende ist Stephenson auf unfassbare, nachgerade tragische, man muss beinahe sagen: rätselhafte Weise missglückt, und ich empfehle dringend, es einfach auszulassen. Ihr merkt dann schon, wenn es so weit ist, aber falls ihr Gewissheit wollt: Wenn die finale Schießerei angefangen hat, wird es Zeit, das Ding zuzuklappen.

Benjamin’s Parasite von Jeff Strand

Wenn man sich ein bisschen unwohl fühlt, und insgesamt übellaunig, dann kommt man vielleicht nicht sofort auf die Idee, dass das an dem bösartigen Parasiten liegt, der sich in einem eingenistet hat, aber spätestens wenn er dann durch den Hals hochkriecht und einem die Zähne ausschlägt, damit man nicht versucht, ihn abzubeißen, während er einem aus dem Mund guckt, kann man sich ziemlich sicher sein, dass da das Problem liegt. Falls einem die wahnsinnigen Verbrecher, die einem folgen, um an den Parasiten ranzukommen, und die auffällig inkompetente, aber dafür spektakulär gutaussehende Kopfgeldjägerin, die einen zu jemandem bringen will, der auch an den Parasiten ranwill, aber angeblich einen Weg kennt, ihn aus einem rauszuholen, ohne einen dabei zu töten, noch nicht Indiz genug waren, meine ich.

Benjamin’s Parasite ist genauso wie alle Bücher von Jeff Strand (bis auf Dweller, das völlig anders ist als die anderen): Witzig, unterhaltsam, originell, einigermaßen abgedreht, und von vorne bis hinten gut.

Red Country von Joe Abercrombie

Eigentlich einigermaßen Quatsch, dieses Buch hier zu erwähnen, denn wenn ihr die Serie bisher nicht kennt, werdet ihr nicht gerade jetzt mittendrin anfangen, sie zu lesen, aber wenn ihr dreckige, blutige, außerordentlich pessimistische Fantasyromane mögt, dann könnt ihr mit Joe Abercrombie nichts falsch machen. Für alle, denen George R. R. Martin zu zimperlich und zu spießig ist.

The problem with running away is, wherever you run, there you are.

The Hunger Games von Suzanne Collins

Mein Überraschungserfolg des Jahres. Nein, The Hunger Games ist kein außerordentlich gutes Buch. The Hunger Games ist okay, und das ist auch alles. Warum taucht es hier trotzdem auf? Naja, weil ich 2012 leider nicht besonders viele gute Bücher gelesen habe, und weil es mich so angenehm überrascht hat, dass es mir beim Lesen sogar ein bisschen besser als nur okay vorkam. Wenn ich ein Buch aufschlage und Twilight ohne Vampire, dafür mit nervigen Kampfkindern erwarte, und dann gleich am Anfang sowas lese:

Sitting at Prim’s knees, guarding her, is the world’s ugliest cat. Mashed-in nose, half of one ear missing, eyes the color of rotting squash. Prim named him Buttercup, insisting that his muddy yellow coat matched the bright flower. He hates me. Or at least distrusts me. Even though it was years ago, I think he still remembers how I tried to drown him in a bucket when Prim brought him home. Scrawny kitten, belly swollen with worms, crawling with fleas. The last thing I needed was another mouth to feed. But Prim begged so hard, cried even, I had to let him stay. It turned out okay. My mother got rid of the vermin and he’s a born mouser. Even catches the occasional rat. Sometimes, when I clean a kill, I feed Buttercup the entrails. He has stopped hissing at me.

Entrails. No hissing. This is the closest we will ever come to love.

Dann halte ich inne, blinzle, und lese noch mal, um sicher zu gehen, dass es nicht an mir liegt. Leider muss ich sagen, dass das Buch danach nie wieder dieses Niveau erreicht, aber entgegen meiner Erwartung tut es auch kein bisschen weh und liest sich durchaus angenehm weg. Prädikat: Joa, geht.

Mind Games von Carolyn Crane

Eigentlich auch ein Überraschungserfolg, aber bei Weitem kein so großer. Nicht, weil Mind Games schlechter wäre als Hunger Games. Es ist sogar marginal besser, würde ich sagen, aber meine Erwartung war hier auch viel weniger pessimistisch, deswegen blieb der Schock aus. Mind Games ist schon eher Chick Lit, und das merkt man auch, und hier und da hat es mich auch gestört (Im zweiten Band übrigens noch viel mehr, weshalb ich den dritten wahrscheinlich nicht mehr lese.), aber die positiven Seiten der Story um die hypochondrische Justine, die genau weiß, dass jeden Moment ein Blutgefäß in ihrem Gehirn platzen wird, bis ihr ein geheimnisvoller Fremder einen unerwarteten Ausweg aus ihrer Angst zeigt, gleichen das nicht nur aus, sie machen das Ganze zu einem richtig guten, mordsunterhaltsamen Buch. Wem die sehr gelungene Schilderung der Gedankenwelt einer extremen Hypochonderin noch nicht spaßig genug ist … Ach, wem will ich was vormachen: dem wird das Buch garantiert nicht gefallen, aber falls doch, dann findet ihr in der originellen Idee, dass sie lernt, ihre Angst in systematisch in andere Menschen zu projizieren, und damit nicht nur sich selbst befreit, sondern auch deren Leben zum besseren wendet (oder doch nicht?), und dem durchaus gelungenen Mystery-Element der Suche nach der rätselhaften Nemesis, die Justines neuen Sensei zu einem Leben in einem einfallslos dekorierten mittelmäßigen mongolischen Restaurant verdammt hat, noch genug zusätzliche Vergnügungsspender, um das Buch nach kurzweiligen 384 Seiten mit einem cremigen Grinsen wegzulegen und keine Sekunde zu bereuen, die ihr mit Justine und ihren neuen Freunden, Feinden und Sexualpartnern verbracht habt, auch wenn ihr vielleicht nicht besonders scharf drauf seid, das anderen gegenüber zuzugeben.

****************

Achherrje, und jetzt fällt mir gerade ein, dass ich 2012 auch The Dragon Never Sleeps gelesen habe, und davon durchweg begeistert war. Verdammte Papierbücher, nirgends sind sie dokumentiert, wie soll man sich denn da an sie erinnern? Naja, fast durchweg. Es gab schon auch kritische Momente. Schade, davon hätte ich euch echt gerne auch noch erzählt, aber ich darf nur fünf, und ich mag zwar Anarchist sein, aber so crazy, dass ich in einer Top 5 einfach sechs Bücher besprechen würde, bin ich nun auch wieder nicht. Müsst ihr halt selbst rausfinden, was damit los ist. Ich bin sicher, ihr schafft das.

Viel Spaß!

Advertisements

27 Responses to Top 5 Bücher 2012

  1. Kallech sagt:

    Ein neues Buch von Joe Abercrombie in einer Top 5 Liste.
    So etwas zu sehen hätte ich nicht mehr für möglich gehalten.
    Ich habe die ‚first law‘ Bücher verschlungen aber die beiden Nachfolgeromane waren einfach nur grausam.
    Durch ‚best served cold‘ konnte ich mich noch gerade durcharbeiten aber ‚the heroes‘ war mir dann doch zu viel. Die Charaktere waren blass im Vergleich zu ‚first law‘ -Glokta und Logen waren einfach herrlich- und der schwarze Humor kam für mich auch nicht mehr so gut rüber.
    Aber vielleicht sollte ich mir ‚red country‘ ja doch noch gönnen falls ich mal Geld für ein neues Buch auf die Seite bekomme.
    Aber noch eine Frage: Ist ‚red country‘ wirklich ein Teil einer Serie oder ein stand alone wie ‚best served cold‘ und ‚heroes‘ im selben Fantasy-Universum wie die ‚first law‘ Bücher? Oder ein ganz neues Setting?

  2. Muriel sagt:

    @Kallech: Das ist für mich alles eine Serie. Weder best served cold noch heroes ist so richtig stand-alone. Aber ich habe den Unterschied auch nie so richtig verstanden.
    Wenn dir Best Served Cold und The Heroes nicht gefiel (The Heroes? Gefiel dir nicht? Alter.), dann würde ich aber auch von Red Country dringend die Finger lassen, es sei denn, du willst halt echt gerne wissen, wie es mit Logen weitergeht, aber ich wäre nun doch arg verblüfft, wenn du Spaß dabei hättest.

  3. Kallech sagt:

    Wenn Logen wieder dabei ist muss ich es lesen. Ich habe leider die schlechte Angewohnheit immer weiter zu lesen, auch wenn die Bücher einer Serie mir nicht mehr wirklich gefallen. Hab ich einmal einen Charakter lieb gewonnen muss ich einfach wissen wie es weiter geht. (Sword of truth, wieviel geld hast du mir geraubt?!)

    Vielleicht fange ich auch heroes nochmal an. Hab ja immerhin dafür bezahlt. Wäre doch eine Schande Geld auszugeben und es nie ganz zu lesen. Da kommt wohl mal wieder der Schwabe in mir raus…

  4. Ich kann mich deinem Reamde-Review voll und ganz anschliessen. Allerdings finde ich Buchenden in vielen Fällen schlecht, von daher ist es nicht allzu aussagekräftig, wenn das auch bei Reamde der Fall ist.

  5. Muriel sagt:

    @Kallech: Sword of Truth… Ja… Also… Da hab ich auch erst viel zu spät aufgehört, aber sag jetzt bitte nicht, dass du Richard mochtest. Ich meine, du weißt vielleicht wie wichtig mir Meinungsfreiheit ist, und dass ich in meinen Kommentaren eigentlich nie was zensiere, aber irgendwann ist auch mal eine Grenze erreicht.

    @ars libertatis: Da ist zum Beispiel The Dragon Never Sleeps auch eine positive Ausnahme. Wie ich schrieb, es gibt ein paar ärgerliche Stellen, aber das Ende fand dann wieder sehr befriedigend, und ganz ohne ärgerliche Stellen kommt nach meiner Erfahrung nur Daniel Handler / Lemony Snicket aus, ansonsten geht das anscheinend einfach nicht.
    Ich überlege gerade, wie ich das Ende des Malazan Book of the Fallen fand, aber ich glaube, das kann ich einfach aufgrund der tsunamihaften Woge der Erleichterung und Befreiung, weil es überhaupt zu Ende war, nicht mehr richtig einordnen.

  6. @Muriel: Hat The Dragon Never Sleeps ein Happy End?

  7. Muriel sagt:

    @ars libertatis: Würde ich nicht sagen, ist aber eine Definitionsfrage.

  8. Katja sagt:

    Die Liste finde ich wirklich sehr interessant und deine Beschreibungen bestätigen mir, was wir ja schon annahmen, dass unser Lesegeschmack sehr unterschiedlich ist.
    Vielen Dank für’s Mitmachen, Muriel! 🙂

  9. @Muriel: So lange es kein uneingeschränktes ‚Ja‘ ist, ist es gut.

  10. Kallech sagt:

    @Muriel: Nein ich mochte Richard nicht. Aber Zedd. Der hatte nur viel zu wenige Auftritte im späteren Verlauf der Serie. Ich ärgere mich heute noch mehr als das erste Buch gelesen zu haben. Hmpf.

  11. Muriel sagt:

    @Kallech: Ja, Zedd war auch mein Grund, nicht aufzugeben, und ich muss sogar zugeben, dass ich auch ansonsten immer mal wieder so gute Ideen in den Büchern fand, dass ich gar nicht genau sagen kann, ab wann ich der Meinung bin, dass die Lektüre insgesamt ein Verlust war. Aber Pillars of Creation war jedenfalls so unfassbar schlecht, dass Ich Naked Empire schon nur noch gekauft habe, weil ich einfach nicht glauben wollte, dass jemand zweimal nacheinander so schauderhaften Mist schreiben kann. In diesen Büchern waren Passagen, die ich wirklich dreimal gelesen habe, um sicher zu gehen, dass sie tatsächlich so von einem Beststellerautor geschrieben und dann von einem Verlag veröffentlicht wurden.
    Ich weiß bei sowas immer gar nicht, ob es mir Mut machen soll, weil ich dann denke, wenn so einer als Schriftsteller Erfolg haben kann, müsste ich es doch erst recht schaffen, oder ob es mich verzweifeln lassen sollte, weil, wenn so einer als Schriftsteller Erfolg haben kann, ich offenbar alles falsch mache.
    Aber wahrscheinlich ist einfach keins von beidem gerechtfertigt.
    Jedenfalls ganz. ganz grässliche Bücher.

  12. Kallech sagt:

    Noch eine Frage. Ich bin gerade in der Mitte des zweiten Buches der Malazan Book of the Fallen Serie und bin begeistert. Halten die Bücher das Niveau oder ist es auch eine Serie welche im Verlauf an Schwung verliert?

    Leider scheine ich nicht sonderlich fähig darin, Bücherserien zu finden, welche ihr Niveau halten.
    Von GoT bin ich ein Fan seit ich 15 bin auch wenn es damals harte Kost war…meinen damals überragenden Englischkenntnissen sei Dank hat es mich eine Ewigkeit gekostet durch das erste Buch zu kommen.
    Auch sehr genossen habe ich die Farseer und Tawny Man Trilogien von Robin Hobb.
    Mal sehen was The Liveship Traders von Robin Hobb und The Book of the New Sun von Gene Wolfe hergeben. Liegen schon seit geraumer Zeit (seit Jahren um genau zu sein) rum, aber ich komme einfach nicht dazu sie zu lesen. Ich verdamme dich Internet und Studium!

    Insgesamt finde ich es aber sehr schön, dass im Fantasy Bereich nicht mehr nur alles schwarz-weiß ist (ja Herr der Ringe, ich meine dich!). Ich mag grau. Und Antihelden.

  13. Kallech sagt:

    @Muriel: Ich schätze solange es solche Trottel wie uns gibt müssen die Nachfolgebücher einer Serie nich (sonderlich) gut sein solange man das/die ersten Bücher gut hinbekommt.
    Aber Sword of Truth wurde wirklich bis zum geht nicht mehr zu Tode gemolken.
    „Jedenfalls ganz. ganz grässliche Bücher.“
    Unterschreib ich direkt so. Ich hab gejubelt als die Serie zu Ende war und mich danach grässlich betrunken um zu vergessen wieviel Geld ich in den Sand gesetzt habe.

  14. Muriel sagt:

    @Kallech:

    Halten die Bücher das Niveau oder ist es auch eine Serie welche im Verlauf an Schwung verliert?

    Ach, das ist jetzt mehrfach schwierig. Malazan Book of the Fallen ist wirklich ein Ding für sich.
    Also, ich würde sagen, die halten das Niveau. Absolut. Niveau ist Eriksons große Stärke, da macht ihm niemand was vor. Niveau kommt ihm zu den Ohren raus. Es ist eher so, dass die Bücher immer so weiter machen, mit denselben Stärken und denselben Schwächen, und die einem als Leser irgendwann auch zu den Ohren rauskommen. Zumindest ging es mir so. Aber das merkst du dann ja schon.
    Außerdem muss ich schon zugeben, dass ich Memories of Ice zeitweile sehr mühselig zu lesen fand, und dass es insgesamt viel weniger denkwürdig war als Deadhouse Gates, das du ja gerade liest, und das für mich durchaus der Höhepunkt von Eriksons eigentlichem Kernwerk ist.
    Solltest du in Versuchung kommen, aufzugeben: Midnight Tides war für mich wirklich eine Offenbarung. Das darfst du meines Erachtens nicht auslassen. Es ist auch das einzige, das sich wirklich grundlegend von den anderen unterscheidet. Da es einen ganz neuen Handlungsstrang aufmacht, ist es auch überhaupt kein Problem, es außer der Reihe zu lesen. Midnight Tides ist, wie Terry Pratchett wäre, wenn er wirklich so klug und lustig wäre, wie alle glauben. Midnight Tides ist toll.
    Aber wenn du an Memories of Ice noch Spaß hast, dann musst du vor dem ganzen Rest eigentlich auch keine Angst mehr haben.

    Leider scheine ich nicht sonderlich fähig darin, Bücherserien zu finden, welche ihr Niveau halten.

    Kennst du The Black Company? Ist alt, wird aber sogst nach und nach besser.
    Und – ich weiß nicht, ob das dein Ding ist – A Series of Unfortunte Events. Keine Fantasy, aber eine Serie, die jeder gelesen haben muss, wenn du mich fragst.

    Auch sehr genossen habe ich die Farseer und Tawny Man Trilogien von Robin Hobb.

    Ohja, die sind gut. So richtig. Keoni liebt die über alles. Leider hat sie danach ein bisschen nachgelassen (also, Robin Hobb, nicht Keoni), aber ich glaube, ich werde Soldier’s Son demnächst noch mal eine Chance geben.

    Mal sehen was The Liveship Traders von Robin Hobb und The Book of the New Sun von Gene Wolfe hergeben.

    Oh, oh, oh, unbedingt lesenswert. Liveship Traders reicht an Tawny Man nicht ganz ran, ist aber immer noch besser als so ziemlich alles andere im Bücherregal.
    Und Gene Wolfe ist auch eine Klasse für sich. Manchmal anstrengend, aber richtig, richtig gut. Ein bisschen wie Erikson in der Hinsicht, aber leserfreundlicher. Entgegen meiner ersten Vermutung scheinst du tatsächlich sowas wie Geschmack zu haben. Glückwunsch.

    Insgesamt finde ich es aber sehr schön, dass im Fantasy Bereich nicht mehr nur alles schwarz-weiß ist (ja Herr der Ringe, ich meine dich!)

    Herr der Ringe… Meist überschätztes Buch aller Zeiten. ALLER Zeiten.

    Ich mag grau. Und Antihelden.

    Habe ich schon mal erwähnt, dass ich auch schreibe? Ich sag ja nur. Falls du mal … was Kostenloses für zwischendurch ausprobieren willst. Grau und Antihelden hab ich reichlich. Aber solange du Gene Wolfe und Liveship Traders noch vor dir hast, würde ich dringend abraten, deine Zeit mit Anfängern wie mir zu verschwenden. So schwer es auch fällt.

  15. Kallech sagt:

    @Muriel: Danke für die ausführliche Antwort. The Black Company und A Series of Unfortunate Events hören sich sehr interessant an. Wird definitiv vorgemerkt. Aber ich bezweifel leider, dass ich vor 2014 dazu kommen werde sie zu lesen. Oder vorher das Geld dafür haben werde. Wird wohl doch Zeit mit dem Rauchen aufzuhören!
    Malazan Book of the Fallen, Liveship Traders, Gene Wolfe werden wohl das Jahr 2013 an Fantasy ausfüllen. Ich glaube es wird ein gutes Lesejahr. Lesejahr, ist das überhaupt ein Wort? Hm, egal.

    Ja, dass du schreibst ist mir bekannt. Aber ich bin immer davon abgeschreckt zu Hause Geschichten am PC/Laptop zu lesen. Und in der Bahn etc. fehlt mir dazu die Konzentration. Wie machen das die anderen Leute?
    Aber ich denke ich habe eine schöne Unterhaltung für meine Vorlesungen gefunden. Und dann auch noch kostenlos, der Schwabe in mir macht Luftsprünge!

    Und für meinen Geschmack kann ich nichts. Sünden der Jugend!
    Ich wurde leider im sehr zarten und beeinflussbaren Alter von ca 10 Jahren (oder jünger?) in die Fantasy mit R.A.Salvatore eingeführt. Die Bücher kann ich heute wirklich nicht mehr lesen. Dann fielen mir durch unglückliche Umstände (=Stand im Regal des Buchladens und ich griff zufällig danach) Terry Goodkinds „Werke“ in die Hände.
    Seitdem habe ich mich aber doch durchaus zu besserer Fantasy-Literatur hochgemausert. Ausnahme: die ersten zwei Twilight Romane. (Ohje!) Und was ich von Brent Weeks The Night Angel Trilogy halten soll weiß ich auch noch nicht so recht. Nicht großartig aber auch nicht schlecht. War ganz unterhaltsam.

  16. Muriel sagt:

    @Kallech:

    Wie machen das die anderen Leute?

    Ich weiß nicht genau. Einen Kindle oder sowas hast du wahrscheinlich nicht?
    Manche drucken den Kram wohl auch eisenhart aus.
    Eventuell könnte ich demnächst mal was bei Amazon veröffentlichen, das wäre ein Projekt, über das ich derzeit verstärkt nachdenke, aber da wäre es dann natürlich nicht mehr kostenlos, und dir auch nicht geholfen.

    R.A. Salvatore kenne ich gar nicht, von Brent Weeks habe ich aber mal Black Prism gelesen, das ich auch als okay bewerten würde. Er macht das ganz nett, finde ich.

  17. Muriel sagt:

    Ach komm, was solls, wenn man erst mal mit der Eigenwerbung angefangen hat, kann man auch konsequent sein.
    @Kallech: Falls du für deine Vorlesungen Orientierung brauchst: Fantasy ist von den fertigen Romanen nur Gefallen. Das Leser-Feedback dazu war durchwachsen, aber ich persönlich mag’s. Hat aber den Nachteil, dass es der Anfang einer Serie ist, für die absehbar kein zweiter Teil erscheinen wird.
    Ebenfalls Fantasy (und auf englisch) ist Angelic Duties. Das hat gerade erst angefangen, und es wird voraussichtlich so alle zwei Wochen ein neuer Teil erscheinen.
    Aus meiner Sicht am besten ist Bright Outlook, hat aber nichts mit Fantasy zu tun.
    Kurz und ebenfalls sehr gut (Ich schäme mich schon lange nicht mehr, sowas zu behaupten.) sind die Teile von „Yours to keep“, falls es nicht gleich ein ganzer Roman sein soll. Sie sind zwar nicht unbedingt repräsentativ für meinen sonstigen Stil, aber zum Ausprobieren vielleicht trotzdem ganz nett.
    Das wären so meine Empfehlungen für den Anfang, falls du selbst noch nicht so recht weißt.

  18. Kallech sagt:

    @Muriel: Nein einen Kindle habe ich nicht. Aber ich denke das würde die Sache nicht viel besser machen. Ich finde es unangenehm an einem Bildschirm über längere Zeit zu lesen. Ein Buch ist für meine Augen einfach viel angenehmer.
    Außerdem bietet es die schöne Möglichkeit jemandem der mich beim Lesen stört damit eins überzubraten ohne kaputt zu gehen.

    Wenn du von R.A. Salvatore die Drizzt Romane nicht gelesen hast, sei froh. Die Story ist meist platt und eine Charakterentwicklung findet nicht wirklich statt. Und immer schön Gut gegen Böse.
    Aber die Star Wars Bücher von ihm waren okay. Ich mag eben Jedis…Lichtschwerter und die Macht, herrlich. Wer träumt nicht davon nicht aufstehn zu müssen um Gegenstände vom anderen Ende des Raums zu holen. Und unliebsame Menschen mit der Macht würgen zu können hört sich auch nicht schlecht an.

  19. Kallech sagt:

    Ich werde mir deine Schreibkunst in den nächsten Tagen definitiv zu Gemüte führen. Der langweiligen Höheren Mathematik sei dank.

  20. Muriel sagt:

    @Kallech: Der Kindle hat ja aber auch keinen ganz klassischen Bildschirm, sondern arbeitet mit Tinte. Aber ist natürlich Geschmackssache, und die Gefahr, dass er kaputt geht, wenn man ihn als Waffe verwendet, kann ich in der Tat nicht von der Hand weisen.
    Die Drizzt-Romane kenne ich in der Tat nicht, und Star Wars war auch nie mein Ding. Die Idee der Jedis finde ich zwar auch nett, aber bei Lichtschwertern hört es schon langsam auf, und Herr Lucas kann eben leider keine Filme machen. Ich würde ihm dabei zu gerne helfen, aber wahrscheinlich kann er meine guten Ratschläge, wie es richtig geht, nicht über das Klingeln seiner Kasse hören… Na gut, Star Wars macht ja jetzt eh jemand anders. Es kann eigentlich nur besser werden.

  21. Muriel sagt:

    Och, Mathematik ist doch an und für sich nicht unbedingt langweilig. Das muss am Dozenten liegen.

  22. Corina sagt:

    Oh! Auch von mir ein herzliches Dankeschön fürs Mitmachen und seit langem auch mal wieder ein fröhliches Hallo…

    Ich fühlte mich wunderbar unterhalten ob deiner Beschreibungen… ob es ein Buch auf meine Wunschliste schafft, weiß ich allerdings noch nicht so recht. D.h. „The Hunger Games“ hab ich gelesen und war ähnlich überrascht angetan. Und um Abercrombies „Kriegsklingen“ schleich ich ja auch schon ein Weilchen drumrum… Mal schauen 🙂

  23. Tim sagt:

    @ Muriel

    „Niveau ist Eriksons große Stärke“, Chapeau! 2013 hat sich schon gelohnt.

  24. Muriel sagt:

    @Corina: Vielen Dank für deinen freundlichen Kommentar. Solltest du mal eines der Bücher ausprobieren, interessiert mich natürlich dein Ergebnis.
    @Tim: Na dann, leg dich wieder hin.

  25. Joan sagt:

    „Reamde“ klingt ein bisschen, als hätte Stevenson Snow Crash nochmal und in etwas bodenständiger geschrieben. Den werd ich mir vielleicht mal zu Gemüte führen, und „Benjamin´s Parasite“ hat mich richtig neugierig gemacht. Ich hab ja jetzt wieder Zeit zum Lesen^^.

  26. Muriel sagt:

    @Joan: Also, Parallelen zu Snow Crash sind mir jetzt wirklich gar nicht aufgefallen. Aber du kannst mich ja wissen lassen, wie es dir ging, wenn du durch bist.
    Um ganz offen zu sein: Wenn du noch nie was von Jeff Strand gelesen hast, würde ich nicht unbedingt mit Benjamin’s Parasite anfangen. Er hat schon bessere geschrieben.

  27. Joan sagt:

    @Muriel: Hm, dann werde ich noch mal gucken. Danke jedenfalls für den Hinweis, und wenn ich die dann irgendwann gelesen habe – das nächste Bücherprojekt rollt ja schon heran.

Gib's mir!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: