Statt Twitter

17. Januar 2013
  1. Wie ich mich über diese Leute aufregen kann, die vor mir an der Ampel stehen, alle paar Sekunden einen halben Meter nach vorne rollen und damit mein Auto dazu bringen, den automatisch abgestellten Motor wieder anzulassen und ihnen nachrollen zu wollen. #auchreicheLeutehabenProbleme
  2. Verdammt noch mal, Videospiele zockt man nicht. Zocken ist was anderes.
  3. Hasst ihr das auch so, wenn euch Fruchtgummistücke in der Nase stecken bleiben?
  4. +++ Rattenzahlung: Tierhandlungsinhaber stottert seine Schulden bei Schlangenbesitzer in Naturalien ab. +++

  5. Dschungelcamp

    Und wo kann ich mich eigentlich um eine Mitgliedschaft bei den anonymen Dirk-Bach-in-Wahrheit-gar-nicht-besonders-sympathisch-gefunden-habern bewerben?

Top 5 Bücher 2012

14. Januar 2013

Katja fragt, und überschaubare Relevanz antwortet. Dies waren meine Top 5 Bücher 2012: [Spoilerwarnung: Ich halte zwar nichts von Spoilerwarnungen, habe aber nicht genug Leser, um zu viele durch sinnlose Rücksichtslosigkeit zu vergraulen, und man ist ja oft genug gezwungen, gegen die eigenen Überzeugungen zu handeln, dass es auf diese eine Mal nun auch nicht mehr ankommt. Also, falls ihr nicht von selbst drauf kommt, ich werde über die Bücher reden, die ich hier vorstelle. Also, über den Inhalt und so. Wenn euch sowas stört, solltet ihr keine Beiträge lesen, in denen Leute über Bücher reden.]

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Angelic Duties (1)

12. Januar 2013

As you might remember from the trailer about half a year ago, I have been working on an English novel about angels and steampunk and a cleric called Profound Distress, which already sounds like a great idea, doesn’t it? And I maintain that it is, even though the steampunk element has turned out to be a little less prevalent than I first expected. Still, I think we can look forward to this new serialized novel. I know I do, and even though there will be no formal interactivity like in our last project, I encourage all you readers to tell me what you think about it and ask whatever you’d like to know.

So, please lean back and enjoy the first chapter of Angelic Duties. Or don’t. I guess you can enjoy it in any position you yourself might prefer, or you could even read it in spite of passionately hating each word of it if you’re into that. The main thing is: Please read my book. Okay? Okay. Meet Profound Distress:

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Was war da denn los?

10. Januar 2013

Warum Tarantino Sklaverei und Holocaust vergleicht

titelt Susan Vahabzadeh in der Süddeutschen Zeitung (Schreiben die Autoren überhaupt wirklich selbst die Titel?), und daraus kann man doch nun wirklich was machen, sollte man meinen, denn Holocaust ist doch immer gut, aber … irgendwie hat sie’s trotzdem nicht getan. Ein ganz merkwürdiger Artikel ist dabei rausgekommen, den ich dreimal lesen musste, um wenigstens einigermaßen sicher zu sein, dass es nicht nur an mir liegt, dass ich nicht begreife, was sie uns mitzuteilen versucht.

Der Teaser kündigt den Artikel so an:

Holocaust-Vergleiche klingen für deutsche Ohren immer anstößig. „Django Unchained“-Regisseur Quentin Tarantino zieht trotzdem einen und bezeichnet die Sklaverei in Amerika als ebensolchen. Zwar kann er das ordentlich begründen – Kritik hagelt es trotzdem.

Quentin Tarantino hat also offenbar die Sklaverei in Amerika als Holocaust bezeichnet. Und kann das „ordentlich“ begründen, meint sie. Darauf wäre ich echt gespannt, denn ich sehe nicht, wie sich das ordentlich begründen ließe. Ein Vergleich, meinetwegen, vergleichen kann man alles, ob Gargamehl mit Hitler oder Garfield mit Captain America, irgendwas geht da immer, aber „als … bezeichnen“ ist kein Vergleich, sondern eine Gleichsetzung, und das kommt mir bei Holocaust und Sklaverei doch arg unsinnig vor, denn das eine ist die systematische Ausrottung eines bestimmten Volkes, das andere ist die Entrechtung und Einordnung als Eigentum. Beides ist schlimm, aber wenn ich die Wahl hätte, könnte ich mich schon sehr schnell sehr eindeutig entscheiden, dass ich viel lieber nur entrechtet als entrechtet und getötet werden möchte. Andere Menschen mögen das anders bewerten, aber wir können uns bestimmt zumindest darauf einigen, dass es einen großen Unterschied zwischen den beiden Dingen gibt. Große Gemeinsamkeiten gibt es natürlich – zum Beispiel, dass eine bestimmte Gruppe Menschen nicht mehr als Menschen behandelt wird -, aber auch feine Unterschiede – zum Beispiel, dass diese bestimmte Gruppe Menschen nicht gezielt vernichtet werden soll.

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Choose

9. Januar 2013

„The single clenched fist, lifted and ready,
Or the open asking hand held out and waiting.
Choose:
For we meet by one or the other.“

Carl Sandburg

 

Man kann ja auch mal ganz kurz, dachte ich.


Muriels Hausaufgaben (1) oder (2), je nachdem, wie man zählt. Ich sag jetzt mal (2), denn ich will nicht bei jeder neuen Folge zwei alternative Nummern angeben.

9. Januar 2013

Guinan fragte ja beim letzten Mal, ob ich noch mehr Hausaufgaben meines novel-writing-Kurses an der London School of Journalism veröffentlichen würde, und madove ärgerte sich ein wenig, dass das Fragment sie neugierig gemacht habe.

Heute ist nun der Tag, an dem ich beiden helfen kann, denn ich habe eine neue Hausaufgabe, und es besteht nicht die Gefahr, dass sie jemanden neugierig macht, denn sie ist in meinen Augen ausgesprochen mäßig interessant und in sich komplett abgeschlossen. Hätte meine Tutorin mir nicht erstaunlich freundliches Feedback gegeben (was sie keineswegs immer tut, nicht, dass ihr jetzt denkt, klar macht sie das, sie kriegt ja Geld von dir), hätte ich wahrscheinlich nicht einmal gewagt, euch sowas anzubieten, aber weil es ihr anscheinend gefiel, und weil es auch nur ein kurzer Fetzen ist, denke ich mir, es kann nicht schaden.

Die Aufgabe lautete:

Please write a short dramatic or humorous scene in which you include a letter or diary entry. (about 500 words)

Und dies ist meine Bearbeitung:

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Man kann sich drehen wie man will, der Arsch bleibt immer hinten.

7. Januar 2013

Es ist ein bisschen schwierig, Seriosität zu bewahren bei dem Versuch, darüber zu berichten, dass man es nicht statthaft hält, über ein bestimmtes Thema zu berichten. Ich habe in dieser Hinsicht zwar nicht viel zu verlieren, aber über die Trennung der Wulffs hätte ich aufgrund der monumentalen Egalheit der ganzen Geschichte wahrscheinlich trotzdem geschwiegen, hätte ich da nicht zufällig bei Spiegel Online diesen bemerkenswerten Beitrag Stefan Kuzmanys gelesen, der von dem putzigen kleinen Spruch da oben offenbar noch nicht gehört hat. Er beginnt durchaus vielversprechend:

Es geht uns nichts an. Wir wissen nichts.

Darauf folgt sogar noch ein ganzer Absatz, in dem Kuzmany uns erklärt, warum es uns nichts angeht. Und dann beginnt natürlich das unvermeidliche Aber, seinen unheilvollen Schatten über Kuzmanys bis hierhin noch durchaus zustimmungsfähige Argumentation zu werfen:

Es wird am Tag dieser Nachricht keinen Abendbrottisch in diesem Land geben, an dem nicht über diese Trennung geredet wird.

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