Restebloggen (92)

  1. Zum Glück nur in Amerika.
  2. „If you have faith and give me the $ 15,000, maybe one day the car will reveal itself to you.“
  3. Ey nee geh mir weg mit Into Darkness. Ich hab Star Trek 2009 gesehen, und damit war der Franchise für mich tot. Ja. Das ist eigentlich merkwürdig. Voyager hab ich hingenommen (nota bene hingenommen, nicht gesehen!), Enterprise hab ich hingenommen, Generations hab ich hingenommen, aber Star Trek 2009 hat dann meinen endgültigen Abschluss mit dem Thema markiert, und meine Entscheidung besiegelt, dass ich Star Trek insgesamt nicht mag. Bin durch mit dem Thema.
    Und ja, das ist mir zwei Absätze wert, so durch bin ich damit: Verdammt noch mal, wie kann das eigentlich sein, dass Firefly nach einer Staffel abgesetzt wird und Babylon 5 auch für immer verschwunden ist, aber zu Star Trek kommt nutzloser Drecksfilm nach nutzlosem Drecksfilm, und es geht einfach immer weiter? Verdammt noch mal, die Terminator-Serie hatte durchdachtere Plots und interessantere Charaktere und bessere Dialoge als Star Trek sie jemals zustande gebracht hat, sogar die, und die wurde natürlich auch abgesetzt, ist ja klar, weil es am Ende der zweiten Staffel wirklich so aussah, als könnte da was echt Gutes draus werden. Von Pushing Daisies will ich gar nicht erst anfangen, das hat nun auch wirklich gar nichts mehr mit Science Fiction zu tun, aber trotzdem. Ihr wollt doch, dass dieser Planet verglast wird, wenn ihn eines Tages mal echte Aliens entdecken, oder? Gut. Ich auch.
  4. Auch schön:

    „No good plan begins with magic sperm!“
  5. Ganz interessant: Postituierte lernen bei einer Beratungsstelle, wie sie auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung eingehen können. Mir fehlt in dem Artikel die Auseinandersetzung mit der Problematik der Sexualität von geistig Behinderten. Wir können doch schwerlich Sex mit Kindern (fast) bedingungslos unter Strafe stellen, weil wir sie nicht für mündig halten, in dem Bereich eine Entscheidung zu treffen, bei geistig Behinderten, die unter Umständen aber sogar noch weniger durchschauen, was geschieht, dann aber gar kein Problem sehen.
  6. Wie Heribert Prantl sich das mit dem Rechtsstaat vorstellt: „Die Auswertung von Festplatten und Steuer-CDs ist, auch bei fragwürdiger Herkunft, ein Akt der Notwehr gegen parasitären Reichtum.“ Ob er nun generell Verfahrensvorschriften und Grundrechte in der Strafverfolgung zur Disposition stellt oder Notwehr nur gegen das Behalten verdienten Geldes für zulässig hält, nicht aber gegen Vergewaltigung, Mord oder Entführung, lässt er zwar offen, aber ich darf schon mal sagen, dass das, was nach Implementierung seiner Vision bliebe, kein Rechtsstaat mehr wäre. Und das finde ich persönlich erheblich asozialer einen Parasitismus, der darin besteht, dass man sein Eigentum trotz massiver Drohungen nicht rausrückt.
  7. Und wo ich schon mal beim Nörgeln bin: Wie Kate Darling sich das mit der Ethik vorstellt: „Wir sollten Roboter schützen, wie wir es mit Tieren tun. […] Beim Tierschutz gehe es nicht primär um Tiere, sondern um Menschen. Wir schützen Dinge, die uns an uns selbst erinnern, weil wir uns selbst schützen wollen. Beim Tierschutz gehe es vor allem darum, Verhalten zu bestrafen, das in einem anderen Zusammenhang auch für Menschen gefährlich sein könnte.“ Ist klar. Und weil ja Gemälde und Statuen auch viele von uns an Menschen erinnern, sollten wir am besten auch gleich Leute bestrafen, die die beschädigen, weil es viel wichtiger ist, leblosen Gegenständen Leid zu ersparen, als echten Menschen, und weil es natürlich grundsätzlich eine total gute Idee ist, Verhalten gegen Gegenstände zu bestrafen, das Menschen gefährlich sein könnte, wenn es sich nicht gegen Gegenstände richten würde, sondern gegen Menschen. Ich brech ins Essen.
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28 Responses to Restebloggen (92)

  1. Triffels sagt:

    3. Der Orginal-Star-Trek-Serie konnte man wenigstens noch zugute halten, dass sie interressante Charaktere hatte. Die neuen Filme kenne ich nicht, aber Trailern und Spoilern nach zu urteilen ist das verlorengegangen.
    5. Der Grund für das Schutzalter ist doch, dass sich (explizite) sexuelle Empfindungen erst in der Pubertät entwicheln. Dementsprechend können doch erwachsene geistig Behinderte die notwendige Reife erlangt haben.

  2. Muriel sagt:

    @Triffels: 3. Ich mochte die Original-Serie auch schon nicht. So gar nicht. Also, überhaupt nicht.
    5. Was sind explizite sexuelle Empfindungen? Und sollte das Schutzalter dann nicht irgendwo bei 13 liegen statt bei 18?

  3. Muriel sagt:

    Nachtrag, 5.: VIelleicht ergibt sich das ja, wenn du das mit den Empfindungen erklärst, aber inwiefern wäre das denn überhaupt ein Argument für Strafe?

  4. Triffels sagt:

    @muriel:

    Und sollte das Schutzalter dann nicht irgendwo bei 13 liegen statt bei 18?

    Das Schutzalter liegt bei 14 Jahren.

    VIelleicht ergibt sich das ja, wenn du das mit den Empfindungen erklärst

    Ich wolle mich kurz fassen und dachte, das sei offensichtlich. Ich wolle damit sagen, dass Kinder zwar (meist) sexuelle Bedürfnisse haben, aber mit erwachsener Sexualität nicht umgehen können.

    … aber inwiefern wäre das denn überhaupt ein Argument für Strafe?

    Wieso es ein Argument für Strafe ist, wenn man Kinder mit etwas konfrontiert, das schwere psychische Schäden bei ihnen hinterlässt? Äh, .. ich hoffe, das hat sich schon geklärt.

  5. Triffels sagt:

    @muriel: Fuck, FUCK! Schon wieder Blockquote-Fehler. Tja Muriel, sieht so aus, als würdest Du mein erstgesporntes Tamagotchi doch noch bekommen. Aber dafür flickst Du den Kommentar, ja?

  6. Muriel sagt:

    @Triffels:

    Das Schutzalter liegt bei 14 Jahren.

    Das kommt darauf an, welches wir meinen, aber meinetwegen, nehmen wir das.

    Ich wolle mich kurz fassen und dachte, das sei offensichtlich. Ich wolle damit sagen, dass Kinder zwar (meist) sexuelle Bedürfnisse haben, aber mit erwachsener Sexualität nicht umgehen können.

    Inwiefern können sie das nicht, und woher kommt diese Erkenntnis, und die, dass das ab 14 dann doch geht?

    Wieso es ein Argument für Strafe ist, wenn man Kinder mit etwas konfrontiert, das schwere psychische Schäden bei ihnen hinterlässt?

    Und es gibt zuverlässige Erkenntnisse, dass 13jährige Kinder unweigerlich schwere psychische Schäden durch Sex davontragen, während 14jährige Kinder safe sind?
    Ja, man mag nun sagen, irgendwo muss man ja eine Grenze ziehen, macht man bei der Geschäftsfähigkeit und beim Wahlrecht ja auch.
    Trotzdem bräuchte man ja gesicherte Erkenntnisse, dass diese Grenze vernünftig gezogen ist, wenn man sie als Grundlage für die Beurteilung einer Handlung als schwere Straftat hernehmen will.
    Bei geistig Behinderten betrachten wir doch auch den Einzelfall. Warum nicht bei Kindern?

  7. Triffels sagt:

    @muriel:

    Inwiefern können sie das nicht?

    Insofern, als dass sexueller Kontakt (sprich:Missbrauch) Kinder schwer traumatisiert.

    woher kommt diese Erkenntnis?

    WTF? Was willst Du jetzt lesen? Eine Statistik darüber, welche Kinder unter Missbrauch wie stark leiden, oder was? Ich fürchte ich habe gerade keine parat.

    und die, dass das ab 14 dann doch geht?

    Weil mit 14 die allermeisten Kinder die Pubertät erreicht haben. Und für die wenigen Anderen gibt es das erweiterte Schutzalter bis 16 (selten: 21). Aber irgendwo muss man ja eine Grenze ziehen.

    Ja, man mag nun sagen, irgendwo muss man ja eine Grenze ziehen.

    wuff!

    Trotzdem bräuchte man ja gesicherte Erkenntnisse, dass diese Grenze vernünftig gezogen ist.

    Gibt es doch. Mit dem Ergebnis das die Meisten die Geschlechtsreife mit ca. 13 (w), bzw. 14 (m) erreichen. (Bin jetzt zu faul zum googeln).

    Bei geistig Behinderten betrachten wir doch auch den Einzelfall. Warum nicht bei Kindern?

    Deshalb die verschiedenen Schutzalter, abhängig von der Reife des Betroffenen. Und all die anderen Regelungen zu sexuellen Straftaten.

  8. Muriel sagt:

    WTF? Was willst Du jetzt lesen? Eine Statistik darüber, welche Kinder unter Missbrauch wie stark leiden, oder was? Ich fürchte ich habe gerade keine parat.

    Du scheinst doch zu wissen, dass es so ist.
    Dafür hast du bestimmt eine Grundlage.
    Welche ist das?

  9. Triffels sagt:

    @muriel:

    Dafür hast du bestimmt eine Grundlage.

    Wieder einmal nur persönliche Erfahrungen (positiver wie negativer Art). Meine Erfahrungen, die meines Bekanntenkreises, die von Fremden, welche der Öffentlichkeit berichten und die von Sachverständigen, die ihre eigenen persönlichen Erfahrungen kennen, ebenso wie die von Bekannten und von Fremden, welche der Öffentlichkeit darüber berichtet haben, und der Öffentlichkeit darüber berichten.

  10. Muriel sagt:

    @Triffels: Also nichts, das geeignet wäre, mich zu überzeugen? Schade.
    Muss ich beizeiten mal selbst recherchieren.

  11. Muriel sagt:

    @Triffels: Und um das fürs Protokoll noch mal festzuhalten: Eine Differenzierung nach Entwicklungsstand oder sonstigen Umständen gibt es meines Wissens in Deutschland nicht. Wer über 21 ist und sexuelle Handlungen mit jemandem unter 16 vornimmt, macht sich strafbar, unabhängig von Geschlechtsreife, Zustimmung, oder entstandenem Schaden.
    Oder übersehe ich da was?

  12. Triffels sagt:

    @muriel:
    Das ab-16-Schhutzalter greift, wenn der Täter „fehlende Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung“ seines Opfers ausnutzt. Dies ist unter anderem der Fall, wenn das Opfer z. B. zustimmt, die Folgen aber nicht abschätzen kann, weil ihm das notwendige Wissen/der notwendige Entwicklungsstand fehlt.

    Also nichts, das geeignet wäre, mich zu überzeugen?

    Die schiere Menge an Belegen und das vollständige Fehlen empirisch begründeten Gegenaussagen ist wohl nichts, was Dich beeindruckt. Aber deine eigenen Erfahrungen? Oder bist Du einfach schon zu alt, um dich an Deine Kindheit zu erinnern?

  13. Triffels sagt:

    unabhängig von Geschlechtsreife, Zustimmung, oder entstandenem Schaden.

    Eben nicht! Wenn Du die Zustimmung hast, ist es legal. (Es sei denn, irgeind ein dritter kommt zu dem Schluss, Du hättest besagte fehlende Selbstbestimmung ausgenutzt. Nachzulesen hier)

  14. Muriel sagt:

    @Triffels: Du hast Recht, ich habe Unrecht, ich habe § 182 II nicht richtig gelesen, mein Fehler. Diese Voraussetzung ist in der Tat enthalten. Hat natürlich nichts mit der Geschlechtsreife zu tun, aber trotzdem ist es eine Differenzierung. Undifferenziert verboten ist es nur bei Kindern unter 14.

    Die schiere Menge an Belegen und das vollständige Fehlen empirisch begründeten Gegenaussagen ist wohl nichts, was Dich beeindruckt.

    Du hast mir keinen Beleg gezeigt, und das Fehlen von Gegenbelegen sagt nichts über die Wahrheit einer Behauptung aus.

    Aber deine eigenen Erfahrungen? Oder bist Du einfach schon zu alt, um dich an Deine Kindheit zu erinnern?

    Ich kann mich total gut an meine Kindheit erinnern, aber erstens wurde ich nicht sexuell missbraucht, weshalb ich mit keinerlei einschlägigen Erfahrungen dienen kann, und zweitens wären das sowieso keine Belege für die These, über die wir hier reden.

  15. Triffels sagt:

    @muriel:

    wurde ich nicht sexuell missbraucht

    Ich meinte eher harmlose negative Erfahrungen im Sinne von „bäh, meine Eltern haben rumgemacht“ oder dem verhassten Aufklärungsunterricht. Uns ist dann immer übel geworden ist und wir haben einander geschworen haben, keusch zu leben. Oder positive Erinnerungen, auf die ich hier nicht näher eingehen werde, ihr perversen Spanner!

    und zweitens wären das sowieso keine Belege für die These, über die wir hier reden.

    blubb? Wieso denn nicht?

  16. Muriel sagt:

    @Triffels: Ich würde gerne jetzt versuchen, ein bisschen Ordnung in diese Diskussion zu bringen, nachdem ich ja selbst mit meiner unnötigen Schlampigkeit ganz maßgeblich zu ihrer Unstrukturiertheit beigetragen habe.
    1. Handlungen an und mit anderen Menschen sind als Faustregel dann okay, wenn sie einvernehmlich stattfinden, sonst nicht.
    2. Problematisch ist das besonders dann, wenn Beteiligte nicht einwilligungsfähig sind, weil ihr Urteilsvermögen beeinträchtigt ist. Das kann durch Drogeneinfluss verursacht sein, durch eine geistige Behinderung, oder durch Jugend, als mangelnde geistige Entwicklung.
    3. Ich sehe überhaupt gar keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen diesen verschiedenen Möglchkeiten.
    4. Daher meine Bemerkung oben im Artikel.

    Das andere Thema, über das wir hier sprechen, hat damit herzlich wenig zu tun, scheint mir aber trotzdem interessant, deswegen weiter damit:

    Ich meinte eher harmlose negative Erfahrungen im Sinne von “bäh, meine Eltern haben rumgemacht” oder dem verhassten Aufklärungsunterricht.

    Das ist doch nun Quatsch.
    Du willst, dass ich einen Schluss ziehe von „Es war uns in der Schule immer irgendwie peinlich, von Penis und Vagina zu sprechen“ zu „Sexuelle Handlungen wirken auf Kinder immer schwer traumatisierend“?
    Ja, auch ich will anderen Menschen nicht beim Sex zusehen und komme mir komisch dabei vor, drüber zu reden.
    Dass unsere Gesellschaft ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität hat und dass deswegen auch die meisten Kinder dazu erzieht, nie ein vernünftiges Verhältnis dazu zu entwickeln, ist unbestritten, aber kein Beleg dafür, dass jeder sexuelle Kontakt mit Kindern Missbrauch ist und sie schwer traumatisiert.
    Den Unterricht zu dem Thema habe ich eigentlich nicht gehasst, und ich hatte auch nicht den Eindruck dass es anderen so ging. Er war nicht gut gemacht, weil auch die Lehrer und Kultusminister von der gesamtgesellschaftlichen Dummheit in diesem Bereich nicht verschont bleiben, aber trotzdem interessant.
    Ich sehe überhaupt keinen Grund für die Annahme, dass sexuelle Handlungen (soweit sie nicht mit Schmerzen oder sonstigem körperlichen Leid verbunden sind, klar) für ein Kind ein Problem sein sollten, wenn es in dieser Hinsicht vernünftig sozialisiert wurde. Ein Glück, das wohl leider niemand von uns hatte, das ja aber vielleicht für zukünftige Generationen noch erreichbar werden könnte.
    Dass sexuelle Handlungen mit Erwachsenen für Kinder in der Regel traumatisierend sind, glaube ich gerne, aber nicht nur wegen der Handlungen an sich (wenn überhaupt), sondern auch wegen der damit verbundenen Schuldgefühle, die das Kind sich selbst und der Täter ihm einreden, und dem ganzen anderen Brimborium drumrum.
    Ich schreibe das nicht, um mich für sexuelle Handlungen an und mit Kindern einzusetzen. Siehe dazu oben: Mit (qualifizierter) Zustimmung ist für mich alles okay, aber zu der sind Kinder strukturell oft nicht in der Lage.
    Ich schreibe das erstens, weil ich immer gerne widerspreche, wenn ich eine Argumentation für falsch halte, und weil ich zweitens ernsthaft davon überzeugt bin, dass die Haltung unserer Gesellschaft zu sexuellen Themen, die auch in deinen Beispielen zum Ausdruck kommt (was kein Vorwurf an dich sein soll, du kannst dafür so wenig wie ich oder Bibo), einen enormen Schaden anrichtet, den wir alle unterschätzen dürften, einfach weil wir es nicht anders kennen.
    Ich würde es begrüßen, in einer Welt zu leben, in der Sex dieses blödsinnige Stigma verliert und in der sexuelle Handlungen keine Sonderrolle neben anderen Handlungen mehr einnehmen, die je nach Kontext total angenehm und okay oder total inakzeptabel und scheußlich sein können.

    blubb? Wieso denn nicht?

    Weil Anekdoten keine Daten sind, erst recht nicht, wenn sie sich auf was völlig anderes beziehen als das, wozu man eigentlich Daten sucht.

  17. Triffels sagt:

    @muriel: Zugegebenremaßen habe ich auch schon die Übersicht verloren. Meine Beispiele bezogen sich auf die These, dass Kinder mit Erwachsenensexualität nichts anfangen können. (Ich hatte vergessen, dass zu erwähnen. Oder korrekturzulesen. Sorry)

    Ich sehe überhaupt keinen Grund für die Annahme, dass sexuelle Handlungen für ein Kind ein Problem sein sollten, wenn es in dieser Hinsicht vernünftig sozialisiert wurde.

    Okaaay, nun bewegst Du Dich auf verdammt dünnem Eis. Ich habe mal Berichte von 68er-Kindern gelesen, die so erzogen wurden und das als traumatisierend empfanden. Allerdings nur wenige. Sehr schwierig.

    … sondern auch wegen der damit verbundenen Schuldgefühle …

    Es ist aber auch allzuoft umgekehrt. Der Täter redet dem Kind ein, das sei doch ganz natürlich und es gäbe keinen Grund, sich zu schämen, etc.

  18. Triffels sagt:

    @muriel:

    Weil Anekdoten keine Daten sind.

    Keine Daten und nicht representativ, das weiß ich. Aber hier ging es um Gefühle in einer Situation und nicht um von (vermeindlichen) Sinneseindrücken abgeleitete vermeindliche Tatsachen. Da wir Menschen uns irgendwo irgendwie alle ähnlich sind, bedeuten die Gefühle des einen normalerweise auch, das andere in vergeichbaren Situationen gleich empfinden. Natürlich reagieren manche stärker als andere, trotzdem gibt es so etwas wie ein Grundschema.

  19. Muriel sagt:

    @Triffels:

    Meine Beispiele bezogen sich auf die These, dass Kinder mit Erwachsenensexualität nichts anfangen können.

    Was genau ist deine These? Dass sie damit nichts anfangen können, oder dass sie unweigerlich traumatisiert werden, wenn man sie damit konfrontert? Die meisten Kinder können auch mit Goethes Faust nichts anfangen.

    Ich habe mal Berichte von 68er-Kindern gelesen, die so erzogen wurden und das als traumatisierend empfanden.

    Die wie erzogen wurden? „So“? Was heißt „als traumatisierend empfanden“? Und was genau empfanden sie als traumatisierend?
    Ich habe doch gar nicht ausgeführt, wie Kinder meiner Meinung nach erzogen werden sollten. Ich behaupte auch nicht, das genau zu wissen. Ich finde es nur bannig unplausibel, dass es bei Kindern zwangsläufig schwere psychische Schäden verursachen soll, zuzusehen oder auch mitzuwirken, wie Menschen einander Freude bereiten. Vielleicht ist es so, aber ich sehe wirklich keinen Grund für die Annahme. Was nicht heißt, dass ich jetzt vom Gegenteil überzeugt bin. Ich schrieb ja oben schon, dass ich das beizeiten noch mal recherchiere.

    Es ist aber auch allzuoft umgekehrt. Der Täter redet dem Kind ein, das sei doch ganz natürlich und es gäbe keinen Grund, sich zu schämen, etc.

    Naja, irgendeine Methode muss er ja haben, damit das Opfer nicht anderen davon erzählt. Aus den Berichten, die ich kenne, habe ich den Eindruck gewonnen, dass er das in der Regel über die „Was bist du für ein böses Kind, dass du mich dazu treibst, sowas mit dir zu machen, sowas Ekliges, Unanständiges, sei bloß froh, dass das niemand weiß!“-Masche macht, aber jetzt sind wir wieder bei den Anekdoten, denn genauer weiß ich das auch nicht.
    Es spielt ja aber auch keine große Rolle, denn der Täter ist ja nicht der einzige Einfluss, dem das Kind ausgesetzt ist. Wenn ein Kind sein ganzes Leben lang von seinen Eltern und der Schule und seinen Freunden, dem Fernsehen, dem Radio und der Kirche und dem Kindergarten implizit die Botschaft bekommt, Sex sei peinlich und schmutzig und entwürdigend, und irgendwann schleicht sich dann ein Onkel in sein Zimmer, erzählt ihm fünf Minuten lang das Gegenteil und zwingt es dann mit mehr oder weniger sanfter Gewalt, irgendwas mit ihm zu machen, das es dann vor allen seinen Vertrauenspersonen verheimlichen muss – natürlich leidet das Kind dann darunter. Erstens, weil das Kind es ja in Wahrheit gar nicht will, und zweitens wegen des inneren Konflikts, der dadurch entsteht.
    Inwiefern die sexuelle Handlung an und für sich unabhängig von diesen Zusatzfaktoren (zu denen, wie ich noch mal betonen möchte, auch die Zwangssituation gehört, und noch andere, nicht nur die Sozialisierung) ein Problem sein sollte, sehe ich beim besten Willen nicht. Was nicht heißt, dass es nicht trotzdem so sein könnte, sondern nur, dass es ich zurzeit noch nicht glaube.

  20. Muriel sagt:

    @Triffels:

    Da wir Menschen uns irgendwo irgendwie alle ähnlich sind, bedeuten die Gefühle des einen normalerweise auch, das andere in vergeichbaren Situationen gleich empfinden.

    Damit wäre ich vorsichtig, denn wir sind uns zwar in manchen Bereichen ähnlich, in anderen hingegen wieder gar nicht.
    Ich habe als Kind total gerne zugesehen, wie Herr Wittmund unsere Hasen geschlachtet und ausgenommen hat. Andere Kinder fänden sowas total schlimm.
    Den Schluss von „Ich empfinde das so“ zu „Alle empfinden das immer so“ würde ich nie für zulässig halten.

  21. David sagt:

    7. I know now why you cry, but it’s something I can never do.

  22. Muriel sagt:

    Und ich frage mich manchmal, ob ich der einzige Mensch auf der Welt bin, der findet, dass der Film durch diesen Bullshit schlechter wurde, als er sonst gewesen wäre.

  23. David sagt:

    Egal. You must lower me into the steel, das versöhnt mich mit allem.

  24. Muriel sagt:

    Aber nur weil dus bist.

  25. […] ran across a video by darkmatter2525 again, and this time neither God nor this little angel whose name I forgot have an appearance. But just […]

  26. Nardon sagt:

    Ich finde die neuen Star Trek Filme besser als die alten. Ja und ich vermisse auch Firefly und vor allem Babylon5.
    Aber als Ersatz für B5 spiele ich einfach hin und wieder Mass Effect, das hat einfach diesen Babylon5 touch.

  27. Muriel sagt:

    @Nardon:

    Ich finde die neuen Star Trek Filme besser als die alten.

    Ich auch, in so ziemlich jeder Hinsicht.

    Aber als Ersatz für B5 spiele ich einfach hin und wieder Mass Effect, das hat einfach diesen Babylon5 touch.
    Das kann ich nun nicht verstehen. So gar nicht. Aber Menschen sind halt verschieden.

  28. Triffels sagt:

    Ich habe als Kind total gerne zugesehen, wie Herr Wittmund unsere Hasen geschlachtet und ausgenommen hat. Andere Kinder fänden sowas total schlimm.

    Jetzt vergleichst Du aber Äpfel mit Birnen. Was ich sagen wollte ist, Menschen empfinden (meist) ähnlich, wenn sie selbst betroffen sind. Wollte ich nur mal klarstellen. Ansonsten danke ich für das interressante Gespräch.

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