Projekt 52 Bücher (15-18)

Na logo. Lebt Frank Zander eigentlich noch? Ich habe ihn ja mal persönlich kennengelernt. War profund gruselig.

Nach dem Podcast nun das zweite Format, das hier niemanden interessiert, das ich aber trotzdem gerne abhaken will.

Das schönste und das hässlichste Buchcover

war die 15. Aufgabe des Fellmonsters. Das hässlichste ist dabei schnell gefunden, denn darüber gab es hier schon einmal einen Beitrag.

A small percentage

Und wie ich damals bestimmt auch schon schrieb, ist es in diesem Fall wirklich sehr schade, denn A Small Percentage ist ein gelungenes Buch. Zwar merkt man dem Verfasser sein Anfängertum recht deutlich an, aber er hat das Herz am rechten Fleck, und für mich ist das alles, was zählt. Wenn ihrs noch nicht kennt und euch für nicht immer ganz geschliffene Science Fiction erwärmen könnt, gebt ihm ruhig mal eine Chance. Ich hatte beim Lesen zwischendruch auch so meine Zweifel, aber am Ende ein ganz warmes Gefühl ums Herz.

Das schönste Cover ist nun schon deutlich schwieriger, denn ich registriere die eigentlich gar nicht und erinnere mich an kaum eins, aber weil ich ja nun mal die Frage beantworten muss, nehme ich Berserk von Tim Lebbon.

Berserk Tim Lebbon

Dieses Buch ist leider keine Empfehlung. Ich fand es wie fast alle Horrorromane nach dem durchaus interessanten Anfang ausgesprochen enttäuschend. Es geht wohl auch kaum anders.

Die 16. Aufgabe lautet:

Welchem Autor wolltest Du schon mal was nettes sagen? Oder was würdest Du gerne mal fragen…

Und das ist einfach: Jim Kline.

Nächste Aufgabe:

Pfoten, Tatzen und Konsorten

Und da habe ich auch einen klaren Favoriten:

 

Gary Braunbeck ist wiederum unbedingt empfehlenswert. Seine Bücher sind schwere Kost und sicher nicht jedermanns Geschmack, meiner zum Beispiel nicht, aber sie sind echt mal was anderes, handwerklich mehr als solide geschrieben und oft genug wirklich verstörend. Bei Braunbeck ist dieser Effekt sehr selten, dass der Horror plötzlich weg ist, wenn das Monster einmal ins Licht tritt, weil der Horror bei ihm tiefer liegt. Allerdings sind seine Werke sehr depressiv, und zwar, wenn ich ihn richtig verstanden habe, unter anderem deshalb, weil er selbst es auch ist. Sollte man mal ausprobieren.

Damit sind wir schon bei der letzten noch offenen Aufgabe:

Weltuntergang oder mach doch, was du willst.

Das passt ganz hervorragend denn jetzt gerade lese ich ein Buch über den Weltuntergang, also nicht ganz genau jetzt gerade, während ich tippe, aber so im Sinne von ich habs offen, und das ist nicht nur gut, soweit ich es bis jetzt (39%) beurteilen kann, sondern auch noch umsonst:

 

Ein Buch, das beginnt mit „If he’d known the world had already started to end, Raymond would have kept the drugs for himself.“ kann schon kein ganz schlechtes sein, und es geht bisher auch zuverlässig so weiter. Die Charaktere sind interessant und eigen, die Dialoge knackig, der Humor treffsicher und sogar die Weisheit … zumindest bedenkenswert.

if you meet a bandit on the road, you should kill him. Anyone who seeks to make a bad world worse is a monster and an alien. You don’t hope they’ll come around for the same reason you don’t hope the weeds in your garden will realize the error of their ways and convert to a life of cornhood.

Ich habe keineswegs vergessen, dass ich ungefähr die gegenteilige Position vertrete, aber erstens kann ich mit so ziemlich jeder Position sympathisieren, solange sie eloquent und sympathisch und aufrichtig dargelegt wird, drittens sprechen wir hier von einer postapokalyptischen Welt, und drittens cornhood.

Damit habe ich jetzt die Dinge erledigt, zu denen ich mich verpflichtet fühle und kann ab morgen wieder Beiträge veröffentlichen, für die sich jemand interessiert. Für Vorschläge bin ich wie immer offen, aber sonst überleg ich mir auch gerne selbst was.

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8 Responses to Projekt 52 Bücher (15-18)

  1. Ich kenne wieder einmal keines der Bücher, aber ich bin auch nicht an Horror interessiert. Aber ich sehe doch, dass nicht nur unser Buchinhaltsgeschmack ziemlich unterschiedlich ist, sondern auch unser Buchcovergeschmack.

  2. Muriel sagt:

    @ars libertatis: Es ist ja nur ein Horrorbuch dabei.
    Da du ja Science Fiction magst, wäre Jim Kline vielleicht wirklich mal einen Versuch wert. Zumindest fand ich seinen Ansatz erfrischend. Während des Konsums hat das Ding eindeutig neben seinen Höhen auch Tiefen.
    Ich habs als Hörbuch gehört, was einerseits meine Toleranz für gewisse Schwächen deutlich steigert, andererseits aber auch neue Schwäche des Buches schuf, denn die weibliche Sprecherin hat ihren Teil vorgelesen, als wäre es das Telefonbuch.

    sondern auch unser Buchcovergeschmack.

    Na, du wirst doch nicht behauten wollen, dass du das Cover von A Small Percentage nicht sagenhaft hässlich findest.

  3. Muriel sagt:

    Oh, hoppla. Na gut, Berserk zählt wahrscheinlich auch als Horrorbuch.

  4. @Muriel:

    Hast du einen Link für Jim Kline? Ich finde irgendwie nichts von dem.

    Na, du wirst doch nicht behauten wollen, dass du das Cover von A Small Percentage nicht sagenhaft hässlich findest.

    Nein, aber ich finde das Cover von Berserk nicht viel besser.

  5. Muriel sagt:

    Hast du einen Link für Jim Kline?

    Na logo.
    Amazon.
    Audible.
    Mehr hat er anscheinend nicht veröffentlicht.
    Was schade ist, weil mich echt interessiert hätte, was er kann, wenn er ein bisschen mehr Übung hat.

  6. Meine Güte, ich habe nicht einmal gemerkt, dass A Small Percentage von Jim Cline ist. Das kommt davon, dass man nur deinen Text liest, aber die Wörter auf den Covers ignoriert und auch deinen Links nicht folgt.

    Danke für die Links, auch wenn der von Amazon nicht geht.

  7. Muriel sagt:

    Ich hätte ja auch mal seinen Namen richtig schreiben können. Den Link hab ich jetzt nachgeholt.

  8. Guinan sagt:

    Ich finde die Cover alle ziemlich hässlich, ohne Ausnahme.
    Ich kaufe aber auch nicht nach Cover.

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