Auf mehr oder weniger vielfachen Wunsch (2)

20. Mai 2013

So, nach langer Pause mein erster Blogeintrag, und dann noch so ein mittelmäßiger. Tut mir leid. Aber ihr kennt das, man hat angefangen, man will es zu Ende bringen, und auf einem toten Pferd sitzt es sich ja manchmal auch ganz erstaunlich bequem. Leidenschaftliche, durch nichts abzuschreckende Fans hören sich jetzt also den dritten und letzten Teil meiner Auseinandersetzung mit dem zumindest an Anfang und Ende sagenhaft dummen Interview des Zeit-Magazins mit dem Sexualtherapeuten Christoph Joseph Ahlers an, und die anderen warten auf den nächsten Beitrag, der womöglich dann nichts mehr mit Sex zu tun hat, dafür aber vielleicht ein bisschen weniger unbeholfen daher kommt.

Hoffen wir das Beste.

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Ach so, für die, die aus mir unverständlichen Gründen keine Stammleser bei ars libertatis sind: Ich dachte zum Beispiel an diesen Beitrag von ihm, oder diesen.


Wir sind doch Freunde, oder?

12. Mai 2013

Es ist nämlich so: Ich besuche am 5. Juni so ein Seminar der Bastei-Lübbe-Academy für angehende Schriftsteller, in dem es darum gehen soll, sein Werk an Verlage und derlei Geschmeiß zu verkloppen, und da darf man vorher ein Exposé einsenden, und die geben einem Feedback dafür. Das finde ich total gut, deswegen will ich das machen, und weil ich ja immer noch ziemlich begeistert von Bright Outlook bin, werde ich das dafür nehmen. Problem dabei ist, dass Bright Outlook sich ziemlich schlecht zusammen fassen lässt, aber ich habs jetzt mal versucht, und würde gerne eure Meinung dazu hören, im Sinne von Vorschläge und Kritik und sowas, damit ich mich da schon mal gut präsentieren kann.

Was ihr dazu wissen müsst: So ein Exposé muss natürlich nicht zwangsläufig langweilig sein, aber das Hauptziel ist schon, die Handlung einigermaßen sachlich und ohne Cliffhanger und sowas zu schildern. Deswegen liest sich das unter Umständen nicht besonders unterhaltsam, zumal es ja auch um Himmels Willen nicht zu lang sein darf, aber trotzdem verständlich und aussagekräftig bleiben muss, und so.

Das zu lesen, ist also vielleicht schon eher Arbeit als Vergnügen, zumal ich das Ding möglichst bald abschicken will, weshalb ihr mir euer Feedback bis spätestens morgen gegeben haben solltet, wenn ich es noch vorher verwerten soll. Aber vielleicht interessiert euch das ja sogar irgendwie, und womöglich freut sich sogar ein anderer angehender Schriftsteller, dass er was hat, dem er sich über- oder unterlegen fühlen kann, je nachdem. Außerdem sind Freunde doch für genau sowas da, gell?

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Restebloggen (92)

11. Mai 2013
  1. Zum Glück nur in Amerika.
  2. „If you have faith and give me the $ 15,000, maybe one day the car will reveal itself to you.“
  3. Ey nee geh mir weg mit Into Darkness. Ich hab Star Trek 2009 gesehen, und damit war der Franchise für mich tot. Ja. Das ist eigentlich merkwürdig. Voyager hab ich hingenommen (nota bene hingenommen, nicht gesehen!), Enterprise hab ich hingenommen, Generations hab ich hingenommen, aber Star Trek 2009 hat dann meinen endgültigen Abschluss mit dem Thema markiert, und meine Entscheidung besiegelt, dass ich Star Trek insgesamt nicht mag. Bin durch mit dem Thema.
    Und ja, das ist mir zwei Absätze wert, so durch bin ich damit: Verdammt noch mal, wie kann das eigentlich sein, dass Firefly nach einer Staffel abgesetzt wird und Babylon 5 auch für immer verschwunden ist, aber zu Star Trek kommt nutzloser Drecksfilm nach nutzlosem Drecksfilm, und es geht einfach immer weiter? Verdammt noch mal, die Terminator-Serie hatte durchdachtere Plots und interessantere Charaktere und bessere Dialoge als Star Trek sie jemals zustande gebracht hat, sogar die, und die wurde natürlich auch abgesetzt, ist ja klar, weil es am Ende der zweiten Staffel wirklich so aussah, als könnte da was echt Gutes draus werden. Von Pushing Daisies will ich gar nicht erst anfangen, das hat nun auch wirklich gar nichts mehr mit Science Fiction zu tun, aber trotzdem. Ihr wollt doch, dass dieser Planet verglast wird, wenn ihn eines Tages mal echte Aliens entdecken, oder? Gut. Ich auch.
  4. Auch schön:

    „No good plan begins with magic sperm!“
  5. Ganz interessant: Postituierte lernen bei einer Beratungsstelle, wie sie auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung eingehen können. Mir fehlt in dem Artikel die Auseinandersetzung mit der Problematik der Sexualität von geistig Behinderten. Wir können doch schwerlich Sex mit Kindern (fast) bedingungslos unter Strafe stellen, weil wir sie nicht für mündig halten, in dem Bereich eine Entscheidung zu treffen, bei geistig Behinderten, die unter Umständen aber sogar noch weniger durchschauen, was geschieht, dann aber gar kein Problem sehen.
  6. Wie Heribert Prantl sich das mit dem Rechtsstaat vorstellt: „Die Auswertung von Festplatten und Steuer-CDs ist, auch bei fragwürdiger Herkunft, ein Akt der Notwehr gegen parasitären Reichtum.“ Ob er nun generell Verfahrensvorschriften und Grundrechte in der Strafverfolgung zur Disposition stellt oder Notwehr nur gegen das Behalten verdienten Geldes für zulässig hält, nicht aber gegen Vergewaltigung, Mord oder Entführung, lässt er zwar offen, aber ich darf schon mal sagen, dass das, was nach Implementierung seiner Vision bliebe, kein Rechtsstaat mehr wäre. Und das finde ich persönlich erheblich asozialer einen Parasitismus, der darin besteht, dass man sein Eigentum trotz massiver Drohungen nicht rausrückt.
  7. Und wo ich schon mal beim Nörgeln bin: Wie Kate Darling sich das mit der Ethik vorstellt: „Wir sollten Roboter schützen, wie wir es mit Tieren tun. […] Beim Tierschutz gehe es nicht primär um Tiere, sondern um Menschen. Wir schützen Dinge, die uns an uns selbst erinnern, weil wir uns selbst schützen wollen. Beim Tierschutz gehe es vor allem darum, Verhalten zu bestrafen, das in einem anderen Zusammenhang auch für Menschen gefährlich sein könnte.“ Ist klar. Und weil ja Gemälde und Statuen auch viele von uns an Menschen erinnern, sollten wir am besten auch gleich Leute bestrafen, die die beschädigen, weil es viel wichtiger ist, leblosen Gegenständen Leid zu ersparen, als echten Menschen, und weil es natürlich grundsätzlich eine total gute Idee ist, Verhalten gegen Gegenstände zu bestrafen, das Menschen gefährlich sein könnte, wenn es sich nicht gegen Gegenstände richten würde, sondern gegen Menschen. Ich brech ins Essen.

Angelic Duties (10)

9. Mai 2013

Yes, I know, I have shamefully neglected our wonderful serialized novel in the last weeks, and I am sorry. I hope it will not happen again soon. For what it’s worth, I have a pretty good idea how it will continue from this new chapter.

Enjoy.

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Guter Gewinn für gute Unternehmen

8. Mai 2013

Im Jahr 2012 konnten über 28000 Unternehmen nicht genug verdienen, um zu überleben. Es wird davon ausgegangen, dass zahlreiche weitere das Jahr mit einem Verlust abgeschlossen haben und von ihrer Substanz zehren.

Quelle: Wikipedia, Urheber: Schrapers

SPD-Vize Manuela Schwesig sagte hierzu: „Das zeigt: Wir brauchen einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestgewinn von 100.000 Euro pro Jahr. Wer ein Unternehmen betreibt, muss davon auch seine Rechnungen und die Gehälter seiner Mitarbeiter bezahlen können, sowie natürlich auch notwendige Investitionen und den eigenen Lebensunterhalt.“ Schwesig fügte hinzu: „Das gilt auch für unerfahrene Unternehmer.“ Es sei zudem wichtig, auf 100.000 Euro Mindestgewinn zu beharren – „und nicht einen Billiggewinn von dreißig- oder vierzigtausend Euro, den die FDP anstrebt.“ Mit Blick auf die ausufernden Verluste in deutschen Unternehmen sagte Schwesig: „Gewinndumping darf in Deutschland kein Geschäftsmodell sein. Die Bundesregierung forciert dieses Geschäftsmodell, weil sie sich gegen den Mindestgewinn von 100.000 Euro sperrt.“

Nach Einschätzung Schwesigs hätte die Einführung des gesetzlichen Mindestgewinns zahlreiche Vorteile. Nicht nur würden Unternehmensinsolvenzen und die damit einhergehenden Arbeitsplatzverluste sowie Forderungsabschreibungen bei Gläubigern dadurch ein für alle Mal der Vergangenheit angehören, es wären zudem auch stetig sprudelnde Steuereinnahmen für den deutschen Fiskus sichergestellt. Besonders attraktiv an dem Modell sei, dass auch Steuererhöhungen in beliebiger Höhe nun keinen kritischen Schaden mehr anrichten könnten, da der gesetzliche Mindestgewinn selbstverständlich nach Steuern gelten würde und somit in jedem Fall gewährleistet wäre. Deutschland wäre damit eine Spitzenposition im internationalen Vergleich gewiss, und auch mit Bankenkrisen wäre es für immer vorbei.

Als einziges Risiko sieht die SPD eventuelle Ausweichstrategien der Kunden, die den Mindestgewinn etwa durch Verschiebung ihrer Einkäufe ins Ausland zu umgehen versuchen könnten. Sollte Peer Steinbrück Kanzler werden, so plant die SPD daher, möglichst schnell in Verhandlungen mit anderen Staaten zu treten, um einen international einheitlichen Mindestgewinn zu vereinbaren.

Zustimmung kommt auch aus CDU-Kreisen. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen erklärte kürzlich bei einem Yeti-Kongress, das Einkommen aus einem Unternehmen müsse so viel sein, „dass man davon leben kann“. Jahresgewinne „von dreißig-, fünfzig- oder sechzigtausend Euro“ dürfe es nicht geben.

Widerspruch hingegen äußerte Bundesfamilienminister Kristina Schröder. Sie halte nichts von einem starren Mindestgewinn, sagte sie gegenüber überchaubare Relevanz, und würde einen so genannten Flexigewinn vorziehen, den die Unternehmen zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres selbst festlegen könnten.


Fuck, I love boobs though

7. Mai 2013

Just to get that out of the way. Now, on to the actual content of this post:

I like WeisApple. I really do. She’s funny and entertaining and smart. But I think this video is a very good example for what people don’t get about feminism, and how they pretend to debate its concepts without really addressing them.

I agree with her that some people tend to confuse sexism and sexuality and condemn some content just for being sexually appealing to men, which is, ahem, not a problem in and of itself, from where I’m standing. So there certainly is something to discuss, but, like many critics of feminism, she doesn’t do that but instead attacks a strawman feminist and just invents a completely untenable position to then rail against that. Which is a pity because, while I understand that hers is a humorous channel, she usually manages to combine fun and honest argument in her videos. Not here.

All male sexuality offends a radical feminist

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Restebloggen (91)

5. Mai 2013

  1. When God is your therapist: „For instance, the Rev. Rick Warren’s “The Purpose Driven Life,” one of the best-selling books of all time, teaches you to identify your self-critical, self-demeaning thoughts, to interrupt them and recognize them as mistaken, and to replace them with different thoughts.
    Religion erfüllt im Leben vieler Menschen eine sehr nützliche und wichtige Funktion. Entgegen einem beliebten Missverständnis vieler religiöser Diskutanten hier bestreite ich das nicht. Im Gegenteil, für mich ist das einer der zentralen Kritikpunkte.
  2. SlurpyJ hat noch mehr ganz gute Translation-Videos. Wenn euch dieses gefällt, lohnt sich womöglich ein Blick auf die Seite.
  3. Für alle, die noch den Eindruck haben, bei der Zeit gäbe es sowas wie Selbstachtung oder journalistischen Ethos: Die Wochenzeitung »Die Zeit« hat sich verpflichtet, rufschädigende Formulierungen aus ihrem zweifelhaften Dossier über Filmpiraterie (Abb.) nicht mehr zu veröffentlichen. Sie behauptet allerdings das Gegenteil.
  4. Pushing Ice. War schon irgendwie gut. Alastair Reynolds schreibt einfach verdammt gelungene Science Fiction, wenn man Science Fiction mag. Also, sonst natürlich auch. Ihr wisst schon. Ich halt nicht so. Aber dafür recherchiert er sehr gründlich. Ein bisschen schade, dass die Figuren in seinen Geschichten alle gleich sind, und dass er keine so besonders tollen Dialoge schreibt, aber Pushing Ice war schon irgendwie gut. Wenn man Science Fiction mag.
  5. „Solution could not be downloaded. Possible reasons: Your computer was unable to download the solution.“ Oh Windows, you so silly.
  6. Varianten der gängigen Gottesbeweise von dazzletag: