Angelic Duties (10)

9. Mai 2013

Yes, I know, I have shamefully neglected our wonderful serialized novel in the last weeks, and I am sorry. I hope it will not happen again soon. For what it’s worth, I have a pretty good idea how it will continue from this new chapter.

Enjoy.

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Guter Gewinn für gute Unternehmen

8. Mai 2013

Im Jahr 2012 konnten über 28000 Unternehmen nicht genug verdienen, um zu überleben. Es wird davon ausgegangen, dass zahlreiche weitere das Jahr mit einem Verlust abgeschlossen haben und von ihrer Substanz zehren.

Quelle: Wikipedia, Urheber: Schrapers

SPD-Vize Manuela Schwesig sagte hierzu: „Das zeigt: Wir brauchen einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestgewinn von 100.000 Euro pro Jahr. Wer ein Unternehmen betreibt, muss davon auch seine Rechnungen und die Gehälter seiner Mitarbeiter bezahlen können, sowie natürlich auch notwendige Investitionen und den eigenen Lebensunterhalt.“ Schwesig fügte hinzu: „Das gilt auch für unerfahrene Unternehmer.“ Es sei zudem wichtig, auf 100.000 Euro Mindestgewinn zu beharren – „und nicht einen Billiggewinn von dreißig- oder vierzigtausend Euro, den die FDP anstrebt.“ Mit Blick auf die ausufernden Verluste in deutschen Unternehmen sagte Schwesig: „Gewinndumping darf in Deutschland kein Geschäftsmodell sein. Die Bundesregierung forciert dieses Geschäftsmodell, weil sie sich gegen den Mindestgewinn von 100.000 Euro sperrt.“

Nach Einschätzung Schwesigs hätte die Einführung des gesetzlichen Mindestgewinns zahlreiche Vorteile. Nicht nur würden Unternehmensinsolvenzen und die damit einhergehenden Arbeitsplatzverluste sowie Forderungsabschreibungen bei Gläubigern dadurch ein für alle Mal der Vergangenheit angehören, es wären zudem auch stetig sprudelnde Steuereinnahmen für den deutschen Fiskus sichergestellt. Besonders attraktiv an dem Modell sei, dass auch Steuererhöhungen in beliebiger Höhe nun keinen kritischen Schaden mehr anrichten könnten, da der gesetzliche Mindestgewinn selbstverständlich nach Steuern gelten würde und somit in jedem Fall gewährleistet wäre. Deutschland wäre damit eine Spitzenposition im internationalen Vergleich gewiss, und auch mit Bankenkrisen wäre es für immer vorbei.

Als einziges Risiko sieht die SPD eventuelle Ausweichstrategien der Kunden, die den Mindestgewinn etwa durch Verschiebung ihrer Einkäufe ins Ausland zu umgehen versuchen könnten. Sollte Peer Steinbrück Kanzler werden, so plant die SPD daher, möglichst schnell in Verhandlungen mit anderen Staaten zu treten, um einen international einheitlichen Mindestgewinn zu vereinbaren.

Zustimmung kommt auch aus CDU-Kreisen. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen erklärte kürzlich bei einem Yeti-Kongress, das Einkommen aus einem Unternehmen müsse so viel sein, „dass man davon leben kann“. Jahresgewinne „von dreißig-, fünfzig- oder sechzigtausend Euro“ dürfe es nicht geben.

Widerspruch hingegen äußerte Bundesfamilienminister Kristina Schröder. Sie halte nichts von einem starren Mindestgewinn, sagte sie gegenüber überchaubare Relevanz, und würde einen so genannten Flexigewinn vorziehen, den die Unternehmen zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres selbst festlegen könnten.


Fuck, I love boobs though

7. Mai 2013

Just to get that out of the way. Now, on to the actual content of this post:

I like WeisApple. I really do. She’s funny and entertaining and smart. But I think this video is a very good example for what people don’t get about feminism, and how they pretend to debate its concepts without really addressing them.

I agree with her that some people tend to confuse sexism and sexuality and condemn some content just for being sexually appealing to men, which is, ahem, not a problem in and of itself, from where I’m standing. So there certainly is something to discuss, but, like many critics of feminism, she doesn’t do that but instead attacks a strawman feminist and just invents a completely untenable position to then rail against that. Which is a pity because, while I understand that hers is a humorous channel, she usually manages to combine fun and honest argument in her videos. Not here.

All male sexuality offends a radical feminist

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Restebloggen (91)

5. Mai 2013

  1. When God is your therapist: „For instance, the Rev. Rick Warren’s “The Purpose Driven Life,” one of the best-selling books of all time, teaches you to identify your self-critical, self-demeaning thoughts, to interrupt them and recognize them as mistaken, and to replace them with different thoughts.
    Religion erfüllt im Leben vieler Menschen eine sehr nützliche und wichtige Funktion. Entgegen einem beliebten Missverständnis vieler religiöser Diskutanten hier bestreite ich das nicht. Im Gegenteil, für mich ist das einer der zentralen Kritikpunkte.
  2. SlurpyJ hat noch mehr ganz gute Translation-Videos. Wenn euch dieses gefällt, lohnt sich womöglich ein Blick auf die Seite.
  3. Für alle, die noch den Eindruck haben, bei der Zeit gäbe es sowas wie Selbstachtung oder journalistischen Ethos: Die Wochenzeitung »Die Zeit« hat sich verpflichtet, rufschädigende Formulierungen aus ihrem zweifelhaften Dossier über Filmpiraterie (Abb.) nicht mehr zu veröffentlichen. Sie behauptet allerdings das Gegenteil.
  4. Pushing Ice. War schon irgendwie gut. Alastair Reynolds schreibt einfach verdammt gelungene Science Fiction, wenn man Science Fiction mag. Also, sonst natürlich auch. Ihr wisst schon. Ich halt nicht so. Aber dafür recherchiert er sehr gründlich. Ein bisschen schade, dass die Figuren in seinen Geschichten alle gleich sind, und dass er keine so besonders tollen Dialoge schreibt, aber Pushing Ice war schon irgendwie gut. Wenn man Science Fiction mag.
  5. „Solution could not be downloaded. Possible reasons: Your computer was unable to download the solution.“ Oh Windows, you so silly.
  6. Varianten der gängigen Gottesbeweise von dazzletag:

Auf mehr oder weniger vielfachen Wunsch

2. Mai 2013

Es gibt in diesem Blog, insbesondere im Hinblick auf Podcasts, eine merkwürdige, aber klare Unterscheidung zwischen den Interessen einiger weniger mächtiger einflussreicher Kommentatoren und der stimmlosen entrechteten Mehrheit. In Anbetracht meiner politischen Orientierung muss ich nicht näher erläutern, wem ich warum den Vorzug gebe, oder?

Download.

Wird eventuell fortgesetzt. Ihr wisst ja, wo ihr hintippen müsst, wenn ihr dazu eine Meinung habt.


Bundespräsident Gauck ärgert sich

1. Mai 2013

Vielleicht ist es nicht allen von euch gegenwärtig, aber es gibt da so einen Typen, der jedes Jahr 199.000 Euro bekommt, von uns allen, zuzüglich 78.000 Euro Aufandsentschädigung, sowie eine kostenlose, dem Vernehmen nach ganz angenehme Wohnung, Personenschutz, ein luxuriöses Dienstfahrzeug, und so allerlei anderes Brimborium, und dafür … Ja, man weiß nicht genau, was er dafür eigentlich tut, aber er wird zu vielen wichtigen Veranstaltungen eingeladen, und hin und wieder sagt er mal was, und das wird dann von allen Medien immer sehr dankbar aufgegriffen und sehr ernst genommen. Er repräsentiert halt, ne? Den größten Teil davon bekommt er übrigens nicht nur, solange er dieses etwas merkwürdige Amt, von dem keiner genau weiß, wofür es da ist, innehat, sondern der Einfachheit halber sein Leben lang, weil … Ehre.

Zurzeit wird das merkwürdige Amt von jemandem ausgeübt … Nee, das ist nicht der richtige Ausdruck, aber „wird innegehabt“ ist auch eine doofe Formulierung, sagen wir vielleicht: besetzt, der zum Beispiel überhaupt nicht begreifen kann, was alle gegen sexuelle Belästigung haben und warum es unter Umständen nicht okay sein könnte, einer Frau zu sagen, dass sie dicke Tüten hat, aber ich will nicht unnötig weit ausholen, jedenfalls gibt es mindestens eine Sorte von Fehlverhalten, zu der dieser Typ, der in mancher Hinsicht also bekanntlich weniger moralisch ist, als man es vielleicht erwarten würde, dann aber doch eine klare Meinung hat: Steuerhinterziehung nämlich, also das Nichtherausrücken von Eigentum an die Organisation, der besagter Herr sein deutlich sechsstelliges lebenslanges Salär verdankt. Kann man ja in gewisser Weise auch verstehen. Ihr wisst schon. Ehre.

Wer Steuern hinterzieht, verhält sich verantwortungslos oder gar asozial

sagt dieser Typ also. Begriffe, mit denen man vielleicht auch jemandem bedenken könnte, der ihm nicht näher bekannten Frauen offensiv auf die Brüste glotzt und lüsterne Kommentare dazu … Aber ich schweife schon wieder ab, und das tut hier ja wirklich nichts zur Sache. Verantwortungslos oder gar asozial also, und ihr wisst, dass ich das anders sehe, und ich weiß, dass ihr das albern findet, deswegen lasst uns keine Zeit damit verschwenden, drüber zu reden, und uns lieber einem anderen Verhalten zuwenden, von dem ich vermute, dass wir uns darauf einigen können, es ebenfalls verantwortungslos oder gar asozial zu finden:

In unserem Land darf es in rechtlichen und moralischen Fragen nicht zweierlei Standards geben, einen für die Starken und einen für die Schwachen. Niemand darf selbst entscheiden, ob er Steuern zahlt oder nicht.

Verantwortungslos oder gar asozial ist es nämlich auch, öffentlich so zu tun, als dürfe in diesem Land jemand selbst entscheiden, ob er Steuern zahlt oder nicht. Ich will uns auch die Diskussion ersparen, ob es die doppelten Standards gibt, den Herr Gauck bemängelt. In gewisser Weise gibt es die gewiss, manchmal so, wie er meint, und manchmal anders, aber ansonsten erzählt er einfach Quatsch, wenn er fordert, zu prüfen,

ob nicht auch strengere Gesetze nötig sind, die aus einer fragwürdigen Handlung einen Straftatbestand machen

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde beim besten Willen keine Interpretation dieser Forderung, die nicht impliziert, Steuerhinterziehung sei derzeit noch kein Straftatbestand, sondern nur eine fragwürdige Handlung.

Dieses Gefühl gefährdet unsere Demokratie.

was in meinen Augen bekanntlich nicht notwendigerweise etwas Schlechtes ist, aber trotzdem: Herr Gauck, die Weigerung, Ihrem Arbeitgeber die von diesem festgelegten Summen zu zahlen, ist bereits strafbar, und zwar, falls Sie das interessiert, auch ganz ordentlich. Wer zum Beispiel eines anderen Kind entführt, mit Kindern handelt, einen anderen Menschen gegen dessen Willen mehrere Tage einsperrt, oder jemanden erpresst oder körperlich misshandelt, wird auf demselben Niveau bestraft wie jemand, der doch selbst entscheiden möchte, ob er Ihre Luxuslimousine, den Krieg in Afghanistan, Strafen für einvernehmlichen Sex oder das Gehalt von Bischof Marx bezahlt. Öffentlich so zu tun, als wäre es anders, gerade in einer besonderen Position wie der Ihren, finde ich ausgesprochen verantwortungslos.

Aber das ist bei Ihnen ja par for the course, wie man so sagt.