Angelic Duties (14)

26. Juli 2013

Two weeks. Not bad, is it? No silly season here, no siree. Überschaubare Relevanz takes its commitment to quality journalism and high-class storytelling seriously all year round. Take that, New York Times.

Enjoy the new chapter of our serialized novel!

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Es gibt keinen Löffel

24. Juli 2013

Wie das so geht im Leben, da fragt mich gerade gestern noch jemand, wann ich das nächste Mal über die FAZ herziehe, und dann liefert die mir wie bestellt eine Vorlage, von der ich geradezu zu sabbern anfange, aber vielleicht interessieren euch die Details meines Metabolismus nicht so sehr, deswegen kommen wir doch lieber zu den hehreren Inhalten der menschlichen Existenz. Das ist allein deshalb schon angezeigt, weil wieder einmal eine Katastrophe droht,

und wieder einmal jemand den aber wirklich ganz sicher hundertprozentig einzigen Weg kennt, sie abzuwenden:

Nur wenn wir den Verlockungen des Datenkonsums widerstehen, können wir die Katastrophe doch noch verhindern.

Genau so sieht es nämlich aus, liebe Leserinnen. Wir kennen sie alle, die kurz- und langfristigen Folgen überzogenen Datenkonsums. Wir sehen sie Abends auf dem Weg nach Hause in den Ecken liegen und stöhnen, die Datenleichen, wir sehen die hungrigen ausgemergelten Gesichter der vernachlässigten Kinder von Datenjunkys in den Nachrichten, und wir … Na gut, ich nehme an, ihr habt verstanden, worauf ich hinaus will.

Überlassen wir die peinlichen Albernheiten lieber den Spezialisten:

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Der Ruf nach Gerechtigkeit

23. Juli 2013

Wenn irgendwo ein Philosoph zu Wort kommt, ist das für mich immer ein Grund, die Ohren zu spitzen, denn das ist nach meiner Erfahrung ein Garant für ganz großen Stuss, der sich hier in meinem verbitterten Häme- und Hassblog dankbar auseinander nehmen lässt. In Ermangelung von Freunden, Träumen oder anderen lohnenden Lebensinhalten setze ich mich dann mit dem Text des Philosophen hin und arbeite kleinlich und verbissen heraus, wo er sich unscharf ausgedrückt hat und wo ich mit ihm nicht einverstanden bin. Ich weiß mit den Stunden meines Lebens eh nichts Besseres anzufangen.

Klingt nach Spaß? Dann an mein Herz, verwandte Seele, lass uns hinter den Trennstrich verschwinden uns uns etwas Gemütlicheres anziehen … Den Rest des Beitrags lesen »


Projekt 52 Bücher (27)

21. Juli 2013

Jaha, Disziplin ist die Nemesis schlechter Gewohnheiten, und gute Vorsätze … sind … die Fensterbank … der Selbstachtung. Glaub ich.

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Jedenfalls soll es hier nicht so weitergehen, dass meine Projektbeiträge erst mit mehreren Wochen Verspätung erscheinen, deshalb machen wir den für heute gleich heute und schließen damit für alle Zeiten die Möglichkeit weiterer Verspätungen aus.

Na logo. Lebt Frank Zander eigentlich noch? Ich habe ihn ja mal persönlich kennengelernt. War profund gruselig.

 

Das heutige Thema lautet:

Du sitzt vor einem Kachelofen, welches Getränk bestellst du und welches Buch liest du?

Und da muss ich natürlich nicht mal nachdenken: Keins, und

Theft of Swords – the Riyria Revelations von Michael J. Sullivan

Theft of swords

 

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Maschinen sind schlimm, mkay?

18. Juli 2013

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Nein, es geht nicht um diesen blödsinnigen Film, es geht um einen blödsinnigen FAZ-Artikel. Ihr kennt mich doch.

Wir müssen jetzt handeln

fordert Yvonne Hofstetter, und hat damit unzweifelhaft recht. Womit sie weniger recht hat, das erkläre ich unter dem Trennstrich. Kommt jemand mit?

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Projekt 52 Bücher (20-26)

14. Juli 2013

Na logo. Lebt Frank Zander eigentlich noch? Ich habe ihn ja mal persönlich kennengelernt. War profund gruselig.

Ich wette, ihr dachtet, ich hätte aufgegeben. Keineswegs. Es war einfach so, dass mir zum 19. Thema kein befriedigendes Buch einfiel, und dass ich deshalb beschloss, zu warten, bis ich mal wieder da bin, wo die meisten meiner Bücher stehen. Heute ist es nun so weit, und ich habe auch tatsächlich was gefunden zum Thema:

“Wenn der Vater mit dem Sohne…”

Nämlich „Der Sturm des Jahrhunderts“.

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Restebloggen (95)

12. Juli 2013

Wir haben echt lange keine Reste mehr gebloggt. Einige davon sind deshalb jetzt schon etwas älter, aber das kennt ihr ja sowieso schon. Außerdem ist dies

  1. Wann wir dem siebten Sinn vertrauen können,
    sagt uns unser gesunder Menschenverstand.
    Und ich kenne Leute, die das lesen würden, und einfach nur zustimmend nicken. Es ist so furchtbar.
  2. Ihr wisst ja, dass ich Game One mag. Zusammen mit einer gewissen Nostalgie und Schadenfreude führt das dazu, dass dieser Kampf von Simon und Dennis gegen Another World mich ziemlich begeistert hat. Videospiele können so gemein sein.
  3. A propos Videospiele: 
    Falls es noch jemanden interessiert: Ich habe The Last of Us nun entnervt verschenkt. Blödes Ding, soll jemand anders mit Spaß haben, mir gelingt es jedenfalls nicht. Dafür finden Keoni und ich gerade The Unfinished Swan sehr gelungen. Und Trine kann ich ebenso wie die Fortsetzung Trine 2 jedem ans Herz legen. Das möglicherweise (optisch) schönste Spiel aller Zeiten.
  4. Noch mal Game One, aber diesmal nicht Videospiele. Triggerwarnung: Wer vom Tod eines Haustieres traumatisiert ist, sollte sich das vielleicht nicht ansehen. Ansonsten aber sehr schön bitterlustig:
  5. Ja, heute ist irgendwie Video-Restebloggen. Ich weiß auch nicht.

  6. Und der Prism-Skandal weitet sich aus. Anscheinend ist die NSA nicht der einzige Geheimdienst, der geheime Überwachungsprogramme unterhält. Wer hätte das ahnen können?
    Ganz ehrlich: Es fällt mir zunehmen schwer, bei dem Thema keinen Schaum vor dem Mund zu kriegen. Wie soll ich denn irgendeinem Menschen glauben, dass er nicht wusste, dass Geheimdienste heimlich Leute überwachen? Ja Himmel noch mal, was dachtet ihr denn, was die machen? Ach ja, klar, nur die Bösen, aber uns doch nicht. Boah.
  7. Das ist mir entgegen meiner sonstigen Gewohnheit einen Punkt 8 wert:
    Muriel is badass
    Thank you fichtenstein, happy birthday, we love you too!

Angelic Duties (13)

11. Juli 2013

I know, this story is not going as regularly as I hoped. I found some plot issues I had to work out, and also some very consequential decisions had to be made. I won’t promise to work quicker from this chapter on, because I fear there might be more challenges ahead. But we are the kind of people who thrive on challenges and live for overcoming obstacles, right? Right?

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Facepalmin

10. Juli 2013

Auf Bemühungen um gerechte Sprache herumzuhacken, ist nicht besonders schwer, sollte man meinen. Schließlich ist sie nach den Schilderungen derer, die sie kritisieren, ja allgegenwärtig und in einem solchen Maße lächerlich, dabei aber trotzdem mordsgefährlich, dass es an unfassbar grässlichen Beispielen nicht hapern sollte. Dennoch hat die sicherlich arg investigative Journalistin Claudia Wirz für die NZZ kein eindrucksvolleres Exemplar gefunden als eine Mitteilung der Patientenstelle Aargau-Solothurn:

«Grundsätzlich untersteht jeder Arzt / jede Ärztin der Schweigepflicht. Es gibt jedoch Ausnahmen. Wenn der Patient / die Patientin die Ärztin / den Arzt von der Schweigepflicht entbindet, darf diese/r Auskunft erteilen. (. . .) Der/die behandelnde Arzt/Ärztin ist verpflichtet, den Kantonsarzt / die Kantonsärztin über Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Aids zu informieren.»

Liest sich das ein bisschen holprig? Ja. Hätte man das gefälliger machen können? Klar. Hat dieser Text damit diese poetische Schönheit und die beeindruckende Prägnanz verloren, die vor den Zeiten gerechter Sprache für behördliche Anweisungen typisch war? Ich fürchte schon.

Aber rechtfertigt das einen unheilsschwangeren Pauschalvorwurf wie:

 Nur einer tut dieses Neusprech Unrecht: der Sprache selber.

? Nö. Es ist ja zu unterscheiden zwischen dem Bemühen um eine reflektierte, rücksichtsvolle Wortwahl und deren konkreter Umsetzung. Weil letztere hin und wieder missglückt, ist erstere nicht unbedingt ein Fehler. Grundsatzkritik, wie Frau Wirz sie plant, müsste woanders ansetzen, und das erkennt der Autor (see what I did there?) offenbar auch selbst:

Sie basiert auch auf einem linguistischen Grundirrtum, weil es das biologische Geschlecht mit dem grammatischen Genus gleichsetzt.

Ähm, ja. Linguistischer Grundirrtum. Weil natürlich niemand jemals mental eine Beziehung zwischen dem grammatischen Genus und dem biologischen Geschlecht ziehen würde. Weil natürlich niemand bei „Der Arzt“ vorrangig an einen Mann, oder bei „die Patientin“ an eine Frau denken würde. Lachhaft, wo uns doch allen klar ist, dass die Gleichsetzung des grammatischen Genus mit dem biologischen Geschlecht nicht nur ein Linguistischer Irrtum ist, sondern sogar ein Grundirrtum. Also, uns allen, bis auf die der Leipziger Juristenfakultät natürlich, dem nicht.

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Islamkritikquotenbeitrag

9. Juli 2013

Christen werfen uns militanten Skeptikern ja gerne mal vor, wir würden uns nur an ihnen abarbeiten, weil wir Angst haben, dass es von islamischer Seite was aufs Maul gibt, wenn wir Muslime kritisieren. Weil ich aber weiß, dass Muslime genauso wie Christen im Großen und Ganzen total nette und vernünftige Leute sind und weil ich ja unter Pseudonym schreibe schreckt mich das nicht, und weil ich heute Morgen zufällig im Radio einen Beitrag zum Thema Ramadan gehört habe, habe ich auch gleich ein Thema, also frisch ans Werk.

Für alle, die es nicht wissen: Ramadan ist der islamische Fastenmonat, in dem es Muslimen von Sonnenauf- bis -untergang nicht gestattet ist, zu essen oder zu trinken, zu rauchen, Geschlechtsverkehr zu haben und wohl auch noch ein paar andere Sachen, obwohl ich sicher bin, dass es reichlich Muslime gibt, die das nicht, anders, oder nur ein bisschen so machen. Nach Sonnenuntergang darf und soll also wieder gegessen werden, und soweit ich das überblicke sogar nicht zu knapp. Ich habe selbst mal diese angeblich typische Ramadansuppe nachgekocht und fand die zwar köstlich, aber auch unheimlich schwer und kalorienreich. Der Ramadan beginnt in diesem Jahr am 9. Juli, also heute, und endet am 9. August. Ich habe mich spaßeshalber entschieden, das auch mal einen Tag zu versuchen, und damit komme ich auch schon zu meiner Bewertung, denn mir ist klar, dass es insbesondere die muslimischen Leser von überschaubare Relevanz brennend interessieren wird, was dieser Typ mit dem albernen Pseudonym von den Regeln hält, die der allmächtige Schöpfer des Universums ihnen auferlegt hat.

Grundsätzlich bin ich sehr dafür, so ziemlich jeden Quatsch mal auszuprobieren, auch wenn er noch so abwegig ist, und sogar besonders dann. Von unseren Gewohnheiten abzuweichen, ist eine Chance, neue Erfahrungen zu machen und etwas über uns selbst und womöglich auch die Welt um uns herum zu lernen. Speziell bei der Ernährung kann das doppelt sinnvoll sein, denn ich glaube, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass wir damit vernünftiger umgehen könnten und dass es wohl eher nicht schaden kann, weniger zu essen. Andererseits macht man das im Ramadan gerade nicht, denn was man den Tag über nicht gegessen hat, stopft man dafür ja nachts wiederum in sich rein (Nee, ich weiß, muss man nicht, und wenn Leute das anders handhaben, prima.), was die Sache irgendwie witzlos macht, und richtig besorgniserregend finde ich das Trinkverbot. Da geht es keineswegs nur um Alkohol, sondern um alle Getränke. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Keinen Schluck Wasser, keinen Tee, nicht mal ein freundliches Glas Apfelsaft. Das finde ich schon reichlich bedenklich, und ich vermute, dass es mir extrem schwer fallen wird, wenn ich das Experiment nicht sogar vorzeitig abbreche. Ich trinke nämlich unter gewöhnlichen Umständen sehr viel und fühle mich schon unangenehm ausgetrocknet, wenn ich mal zwei Stunden ohne Flüssigkeit auskommen muss. Mit meiner begrenzten medizinischen Einsicht würde ich auch wetten, dass das unweigerlich die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen muss, insbesondere, wenn man es nicht nur spaßeshalber mal einen Tag lang macht, sondern wirklich einen Monat stur durchzieht.

Na gut, egal, bizarres religiöses Ritual ist bizarr, wer hätte das gedacht? Wo ist denn jetzt die angekündigte furchtlose Islamkritik, du militanter Atheist, du? denkt ihr jetzt, und ihr könnt unbesorgt sein, die kommt jetzt weeeeiiil:

Wenn jemand halt gerne Unfug mit seinem eigenen Körper anstellen will, dann darf er das machen, obwohl es schade ist, aber Muslime haben ja auch Kinder. Und die lernen das auch so. Der Ramadan gilt zwar immerhin nur für Menschen nach der Pubertät und auch nicht für Schwangere und Kranke, aber die Pubertät setzt ja bei Mädchen schon ab zehn Jahren ein, und bei Jungen ab 12, da würde ich schon immer noch von Kindern reden. Darüber hinaus habe ich via Google diesen Hinweis gefunden:

Kinder, die die Pubertät nicht erreicht haben, werden ermutigt so viele Tage zu fasten wie sie können.

Muslimkundige Leser sind aufgerufen, mich zu belehren, aber das klingt für mich erst mal plausibel, und wir haben ja auf jeden Fall unstreitig die Kinder nach der Pubertät, die von ihren Eltern vorgegeben bekommen, dass sie einen Monat im Jahr tagsüber weder essen noch trinken dürfen. Das war übrigens auch der Anlass für diesen Beitrag, denn der Typ im Radio erzählte entrüstet davon, dass er mitbekommen habe, dass muslimische Kinder manchmal von ihren Lehrern gesagt bekommen, dass sie doch ruhig was trinken sollen, wenn sie sich dehydriert fühlen und es ihnen nicht gut geht, und das gehe ja nun mal nicht.

Ich weiß nicht, wie viele Muslime das wirklich so machen. Ich vermute, dass es wie beim Christentum auch in vielen Fällen nicht sehr ernst genommen wird und insofern praktisch meistens viel weniger bedenklich ist, als es hier klingt. Aber so ganz grundsätzlich kann ich hier beim besten Willen nicht erkennen, wie das keine Kindesmisshandlung sein soll.

Und ihr so?