Restebloggen (100)

Wir feiern Jubiläum! Und trotzdem gibt es nichts Besonderes. Nur ein ganz normales Restebloggen. Denn so läuft es hier bei überschaubare Relevanz. Uns doch egal. Because fuck you.

  1. Johannes Gross hat es schon vor Jahren sehr treffend aufgeschrieben: Der Widerstand gegen Hitler wird von Tag zu Tag größer.
  2. Bereits im Februar hat die von mir sehr geschätzte Frau Quadratmeter (Warum habe ich das gerade so geschrieben? Das klingt total dämlich, oder?) dazu aufgerufen, sich bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH) zu registrieren, um Menschen zu helfen, die … naja, halt eine Knochenmarkspende brauchen, ist ja klar. Diesen Aufruf hat sie jetzt noch einmal erneuert, und ich würde mich dem gerne anschließen. Ihr wisst ja schon, wie ich zu Organspenden und dem Zeug stehe, und auch wenn Knochenmark ein bisschen was anderes ist, weil es am lebenden Menschen entnommen wird, finde ich auch hier, dass ihr euch zumindest Gedanken drum machen solltet, was ihr bereit seid zu tun, um zu einer Gesellschaft beizutragen, in der ein paar weniger Menschen sterben müssen, nur weil sich nicht genug andere finden, die keine Spaten sein wollen. Also los, und wenn ihr Quadratmeter noch einen Extra-Gefallen tun wollt, registriert euch nicht irgendwo, sondern über ihren personalisierten Link, damit von eurem Ruhm und eurer Ehre ein bisschen Abglanz auf sie als Werberin fällt. Hat sie doch verdient, finde ich.
  3. Die taz ist als schon tendenziell eher linke Zeitung ja durchaus gegen niedrige Gehälter und gegen Ausbeutung und so. Aber natürlich gibt es besondere Fälle, in denen man eine Ausnahme machen kann. [Dank an FDomincus für den Hinweis!]
  4. Ich kann den Hype bestätigen: The Wire macht süchtig.
    Schon nach ein paar Minuten der ersten Folge konnte ich dem Drang, mir was zu lesen zu suchen, nicht länger widerstehen.
  5. Dinosaurs were playful, loving companions to Adam and Eve in their time in the Garden. They helped gather fruit and used their incredible strength to turns [sic] lemons into delicious, fresh lemonade!
  6. Ich bin von Sinnen vor unfassbarer, niemals versiegender Freude: Der Akinator kennt mich.
    akinatisiert
    [Mit Dank an Triffels für den Hinweis.]
  7. Habe vor Kurzem die Coupé-Trilogie der Rocketbeans-Reihe Super Investigativ gesehen, die besonders interessant wurde dadurch, dass Daniel Schröckert bei der Coupé seine Ausbildung zum Verlagskaufmann gemacht und die Zeitung über mehrere Jahre mitgestaltet hat. Anders als etwa zuvor bei In Touch ging es also nicht nur darum, sich darüber lustig zu machen, sondern es war auch jemand dabei, der für die Mitarbeiter des Blattes sprechen konnte.
    Leider wurde es trotzdem nicht besonders interessant, aber ein Aspekt ist bei mir hängen geblieben (obwohl er nicht mal explizit thematisiert wurde): Daniel erzählt, dass alle Mitarbeiter dort natürlich wissen mussten, in welchem Winkel ein Penis noch vom menschlichen Körper abstehen darf, bevor er pornografisch wird, und dass man sich als öffentlich erhältliche Zeitschrift großen Ärger einhandelt, wenn man eine Frau abbildet, die eine Hand in ihren Schambereich hält, wenn nicht alle fünf Finger klar sichtbar sind. Jugendschutz, und so.
    In derselben Sendung erzählt er von Überschriften wie „Zahnärzte implantieren Patienten Zähne von Kinderschändern“, für die die klare Anweisung galt, sie so lange zu übergeigen, bis einem wirkich nichts Reißerischeres und Blöderes mehr einfiel.
    Und das erinnerte mich dann sehr schlagend an diesen etwas älteren Beitrag von madove und an die Frage, was eigentlich in den Köpfen von Menschen vorgeht, die glauben, Jugendliche mit Zwangsmitteln vor dem Anblick eines erigierten Penis‘ oder implizierter Masturbation schützen zu müssen, nicht aber vor Artikeln wie „Drogen-Mafia macht Jugendliche mit Heroin-verseuchten Kondomen abhängig“. Ehrlich jetzt. Was ist mit denen los? Kennt jemand von euch solche Leute? Wie denken die?
  8. Na gut, okay. Weil ich euch in Wahrheit natürlich doch total lieb habe, gibt es heute zum garantiert allerersten Mal in der Geschichte des Restebloggens und natürlich ausschließlich wegen des Jubiläums noch einen Punkt 8. Drei Beiträge zum Hashtag #WenigEhrgeizFilme, weil ich Twitter zwar hasse, aber natürlich ein paar der Ideen dort sehr nett finde. Meine #WenigEhrgeizfilme wären:
    Marginally Improving Private Ryan’s Life Expectancy,
    Rollatorcop und
    Judge Moderately Unplesandd („You know, you might have infringed upon some very strict interpretation of a law just now!“ „Well yes, I might, come to think of it, but I honestly don’t think so.“).
    Ach, was hamma gelacht. Zu schön. Sicher freut ihr euch schon genauso auf die nächst Jubiläumssause wie ich. Muriel Silberstreif weiß halt, wie man eine Party schmeißt, oder Leute?
    Leute?
    Hallo?
    Ach na gut. *Lichtschalter*
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11 Responses to Restebloggen (100)

  1. Gratuliere! Auf die nächsten 100!

    5. Mit Reisszähnen kann man sicherlich sehr gut Blätter kauen.

  2. Triffels sagt:

    Ist 5. denn echt?

  3. Muriel sagt:

    @Triffels: Berechtigte Frage. Ich war, wie in den Kommentaren bei recotard auch schon geschrieben, auf Anhieb völlig sicher, dass das nicht echt sein kann. Aber dann sah ich bei Amazon, dass es von Ken Ham stammen soll, und der verbreitet wirklich solchen Quark.
    Sogar wenn dieses Buch wider erwarten eine Fälschung sein sollte, die bei Amazon rechtswidrig unter seinem Namen vertrieben wird, entspricht die Schilderung durchaus seinen ernst gemeinten Lehren, zumindest in den Grundzügen. Das mit dem Fruchtsaft habe ich dort auch zum ersten Mal gelesen.
    Christina? Wie siehst du das?

  4. Triffels sagt:

    @muriel:

  5. Muriel sagt:

    @Triffels: Bin ich also doch reingefallen. Danke fürs recherchieren!
    Es macht meinen Fehler nicht weniger peinlich, aber ich würde gerne festhalten, dass Hams tatsächliche Überzeugung kein bisschen weniger blöd ist als die gefälschte, nur etwas scheinseriöser verpackt. Meine Bitte um Entschuldigung gilt deshalb nur meinen Lesern, nicht ihm. Damit muss er jetzt irgendwie klarkommen.

  6. Die schlechte Anpassung des Pandakörpers an den Pandalebensstil ist also nun ein Beleg für Intelligent Design?

  7. Triffels sagt:

    @ars_libertatis:
    Wieso schlechte Anpassung? Sieh Dir mal ein Pandagebiss an. Fast nur Mahlzähne, perfekt für einen Pflanzenfresser. Während ein T.-rex-Gebiss ausschließlich aus Reißzähnen besteht. Der Vergleich ist ungefähr so wissenschaftlich wie Zitronenlimonaden-Dinos.

  8. @Triffels: Schlechte Anpassung aus Sicht der Kreationisten. Die müssen es ja irgendwie vereinbaren können, dass ein allwissender Gott Tiere mit Reisszähnen geschaffen hat, damit diese dann Blätter zerkauen können.

  9. Christina sagt:

    Ihr wollt wissen, wie ich das sehe? Nun, im Buch Hiob werden zwei Lebewesen beschrieben, die die Menschen damals gekannt haben müssen, die aber heute nicht mehr existieren, also ausgestorben sein müssen. Der Beschreibung nach könnte es sich um Dinosaurier gehandelt haben, höchstwahrscheinlich sogar, was dann heißen würde, dass Mensch und Dinosaurier sich begegnet sind. Was zum Lesen dazu: http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=1105

    Was die Sache mit den Reißzähnen angeht, da habe ich mal vor Jahren ein interessantes Büchlein zu gelesen: „Sündenfall und Biologie“ von Reinhard Junker, was eine gute Erklärung diesbezüglich liefert. Aber nach ein bißchen Suchen habe ich hier im Internet auch was dazu gefunden. Die Seite läßt sich allerdings nicht direkt aufrufen, deshalb für die, die das interessiert, hier an der Stelle eine Beschreibung, wie man zu dem Artikel kommt:

    Nach dem Aufrufen des Links: http://www.genesisnet.info/
    ganz unten auf “Inhaltsverzeichnis” klicken. Es öffnet sich links ein langes Fenster. Dort in der Rubrik “Theologie, Biblsche Apologetik” auf “Sündenfall und Biologie” klicken und dann auf “Modell für einen Umbruch in der Schöpfung”.

    Ich sage dazu nur soviel: Es gibt auch heutzutage in der Biologie noch ein Beispiel dafür, wie dass mit den Reißzähnen vonstatten gegangen sein könnte, nämlich das Beispie der “Pflanzengallen”.

    Ich hoffe, Ihr seht es mir nach, dass ich das hier alles nicht persönlich formuliere, sondern auf Links verweise. Denn erstens bin ich kein Biologe, zweitens wäre mir das auch zuviel Mühe und drittens wären meine Ausführungen sicher nicht so gut verständlich, als wenn ich das Fachleuten überlasse.

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