Falsche Branche

Moderne Pflegeheime und Kliniken stehen für Genuss, Geselligkeit und Erholung. Bei der Gestaltung dieser Räume spielt ein Rollstuhl immer häufiger eine zentrale Rolle. So selbstverständlich wie sich bei einer gelungenen, entspannten Party die Gäste in der Küche versammeln, wird der Rollstuhl im Pflegefall zum Mittelpunkt der Mobilität. Hier können die Opfer von Unfällen und Krankheiten sitzen, Speisen zubereiten, gekühlte Getränke genießen und einfach plaudern. Aber auch im Alltag ist es ein Genuss, nicht nur die Faszination der eingeschränkten Beweglichkeit, sondern den ganzen Prozess des Lebens – vom Zubereiten über das Verzehren bis hin zum Ausscheiden von Speisen – in den Rollstuhl zu verlegen.

Ihr Sanitätshaus Silberstreif bietet mit seinen Outdoorrollstühlen faszinierende Möglichkeiten, solche Situationen zu inszenieren. Bei der Entwicklung der Produktlinien waren die Vorgaben ausreichendes Design, medizinische Erforderlichkeit und optimale Wirtschaftlichkeit für die Kostenträger.

Unsere Systeme sind logisch durchdacht und von leidenschaftlichen „Behinderten“ erprobt. So bieten wir z.B. eine angenehme Sitzhöhe, outdoortaugliche Vollgummibereifung, intelligente Urinbeutellösungen und Erweiterungen.

Die Rollstühle vom Sanitätshaus Silberstreif eignen sich für private Projekte, aber auch für den professionellen Einsatz. Immer nach dem Motto: CELEBRATE LIMITED MOBILITY!

Hm.

Nee.

Ich glaube, manche Marketinggepflogenheiten anderer Branchen lassen sich nicht auf den Hilfsmittelsektor übertragen. Wir müssen wohl weiterhin durch Einsatz und Kompetenz überzeugen.

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4 Responses to Falsche Branche

  1. recotard sagt:

    Ich bin ja nicht aus der Branche, aber sind Worte wie „eingeschränkt“, „behindert“, „Pflegefall“ nicht negativ konnotiert? Vielleicht wäre ein TV-Spot hilfreich. „Unser Nesthäkchen!“ schmunzelt eine Stimme: Wir sehen ein kleines Kind, das fröhlich kieksend einen Rollator über die grüne Wiese schiebt… Schwenk zu attraktivem jungen Pärchen, beide in schnittigem Gefährt in idyllischer Landschaft (Toscana, Rügenwalder Mühle o.ä.), Drachen steigen lassend. Sie lächelt ihm zu: „Man sitzt wie auf Wolken!“ Er nickt: „Und schont dabei das Schuhwerk!“ Cut zum Kind: „Papa, wann krieg‘ ich denn einen Wheel Racer 3000?“ – „Früh genug, mein Kind!“ Alle lachen, Schwenk zu den im Himmel tanzenden Drachen, Musik schwillt an, Firmenlogo, aus dem Off der Vater romantisch zur Mutter: „Ich habe eben uriniert.“

  2. Hm – als in Sachen Outdoor-Rollstuhl sind die „Marketeers“ von Silberstreif etwas hinter der Zeit:

    Da gibt’s schon beeindruckenderes Action Trackchair

  3. unendlichefreiheit sagt:

    @recotard: +1

  4. blitzdenker sagt:

    @recotard: Du bist aus der Branche, gib’s zu! 😀

    Ich würde bei sowas immer zum Abkupfern beim amerikanischen Vorbild raten. Dort ist das Behindertsein ja geradezu ein Lebensmotto. Wenn man als Bonvivant und Naschkatze zu viel isst, nimmt man sich vorm Walmart eben den elektrischen Rollstuhl mit extrabreitem Comfort-Sitz und Einkaufskörbchen vorne dran. Ich habe auch schon richtig „rockige“ Blenden für Rollstuhlräder mit Psalmen und Alltagsweisheiten gesehen. Man darf die Ästhetik nicht vergessen!

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