Ich bin ja nicht homophob, aber

4. Juni 2014

es wäre in meinen Augen schon evident rational, gerecht und somit für einen ja doch irgendwie säkularen Rechtsstaat die einzig angemessene Lösung, die blödsinnige, insbesondere steuerliche, Bevorzugung bestimmter Formen des binären Zusammenlebens, seien sie nun hetero oder homo, (sowie die strafrechtliche Verfolgung anderer Formen) ganz einzustellen und es jeder einzelnen zu überlassen, ob er (oder sie) gerne alleine, zu zweit mit Mann, Frau, Bruder, Schwester, Onkel, Eltern- oder Großelternteil oder auch zu siebzehnt in allen möglichen wechselnden Konstellationen von sexueller oder auch nur platonischer, freundschaftlicher oder romantischer, oder auch ganz ohne jede Form von Liebe einfach nur als wie auch immer geartete Interessengemeinschaft beliebig lange Abschnitte ihres (bzw. seines) Lebens verbringen will.

Denn, ja gut, klar, man kann die Ungleichbehandlung homosexueller Paare nicht vernünftig rechtfertigen und sollte sie deshalb heterosexuellen Paaren gleichstellen. Aber wenn das nur dazu führt, dass dann halt in Zukunft hetero- und homosexuelle Paare gegenüber allen anderen Konstellationen unfair bevorzugt werden, ist es schon irgendwie … kein so richtig befriedigender Fortschritt, und schon wirklich arg kurz gedacht, oder?

Das wird man doch wohl noch sagen dürfen.