Fake-Adventskalender (10): Wie wir sie kennen

Nur falls irgendjemand noch Illusionen über meine Professionalität haben sollte, oder zumindest einen Verdacht bestätigt haben möchte: Ich habe keine Ahnung, wie viel Geschichte ich noch habe, und wie ich deshalb aufteilen müsste, um noch 14 weitere halbwegs gleichmäßige Teile zu veröffentlichen. Zur Not muss das Team eben kurz vor Weihnachten die Frequenz noch ein bisschen erhöhen.

„Ein Schloss knacken kann ich auch nicht, aber ich konnte deine Wunde einigermaßen verbinden. Vielleicht haben die anderen ja auch eine besondere Fertigkeit. Wer weiß? Ich weiß nur, dass ich mich schlecht fühlen würde, wenn wir wieder raus ins Freie kämen und wissentlich andere hier drin eingesperrt zurück ließen.“

Sie schaut eine Zeitlang auf ihre bestiefelten Füße hinab und kaut auf ihrer Unterlippe, bevor sie schließlich nickt. „Na gut, wir können ja gucken, ob sie wirklich noch eingesperrt sind.“

Suresh nickt erleichtert, atmet ein paar Mal tief durch, schaut sich noch ein letztes Mal in dem Raum um, und sagt schließlich:. „Also gut, ich bin bereit. Gehen wir.“

Als ihr die Tür öffnet, findet ihr draußen wie erwartet Stille vor. Jessi führt euch durch den Korridor zu einem Aufzug. Unterwegs kommt ihr an einer Gruppe von vier Soldaten in den ABC-Schutzanzügen vorbei, die ihr ja bereits kennt. Sie liegen reglos am Boden, ihre

Gewehre neben ihnen, ohne erkennbar Verletzungen oder andere Todesursache.

Suresh kniet neben ihnen nieder und stammelt verängstigt etwas davon, was mit ihnen los ist, ob sie tot ist, oder ob sie ihnen helfen können. Er stupst sie vorsichtig an, aber sie reagieren nicht. Er spricht ein kurzes Gebet über sie und schaut mit schimmernden Augen zu Frieder und Jessi hoch.

Auch Jessi starrt die vier reglosen Figuren erschrocken an und murmelt: „Fuuuuuckk…“ Nach einer kurzen Pause: „Ich will hier weg. Ich will hier raus. Jetzt. Scheiße. Nehmen wir den Aufzug oder die Treppe? Ich hasse beides. Fuuuck!“ Das letze Wort schreit sie beinahe.

Frieder steht ebenfalls betroffen da, aber weniger verängstigt. „Vielleicht sollten wir Waffen mitnehmen“, murmelt er.

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