Fake-Adventskalender (23): Wie wir sie kennen

Vorletztes Türchen! Und immer noch nichts Besonderes drin.

„Verdammt“, murmelt Cleo, und geht zurück Richtung Zelle, auch wenn sie schon befürchtet, die Ursache des Schreis zu kennen.

[Dieweil erleben David und Suresh, die in der Zelle verblieben sind:]

Etienne wirft noch einen kurzen Blick auf Nina und ihren Sohn, wendet sich dann aber schulterzuckend ab und folgt Cléo und Vera nach draußen. Die junge Frau am Boden schaut ihm kurz nachdenklich nach, bevor sie sich aufrappelt und etwas unsicher hinterhertappt.

Bens Husten wird immer heftiger, und Ninas Flehen immer lauter. Ihr älterer Sohn klammert sich an sie und beginnt auch zunächst leise zu wimmern, dann lauter zu schluchzen.

Der Körper des kleinen Jungen beginnt immer stärker zu beben und sich bedenklich zu biege, er zuckt und windet sich vor schmerzen und spuckt Blut, nur hin und wieder stößt er ein schwaches trauriges Wimmern hervor, bis er schließlich erschlafft und ruhig in den Armen seiner Mutter liegt, wähend sich ein kleines rotes Rinnsal aus seinem Mund zu seinem Hals zieht.

Nina schüttelt ihn und stößt einen Schrei aus, den ihr keiner menschlichen Kehle zugeordnet hättet, wenn ihr sie nicht sehen könntet, und Alex, der immer noch an ihr hängt, schreit mit.

David steht wie festgenagelt, der Frau mit den Kindern zugewandt, und starrt auf die Szene, ohne sich rühren zu können.

Nach einer kurzen Zeit, die ihm wie eine Ewigkeit vorkommt, und in der er ihre Schreie wieder und wieder in seinem Kopf hallen hört, fängt er sich wieder, macht ein paar vorsichtige Schritte auf die Familie zu und legt der Frau unbeholfen eine Hand auf die Schulter. Er murmelt: “Das… Also… Das tut mir furchtbar leid. Aber ich glaube, also, ich denke, wir sollten versuchen, hier rauszukommen, solange wir noch können…?“ Als sie darauf überhaupt nicht zu reagieren scheint, tätschelt er sie ein bisschen und sieht sich ratlos nach der Tür und Suresh um.

Suresh hat sich eine Hand vor den Mund geschlagen, wodurch sein „Oh nein! Oh nein!“ auf Hindi nur als ein Gemurmel und Gewimmer zu vernehmen ist. Sein Blick sucht den Frieders, der schmerzerfüllt auf den Jungen am Boden starrt. Suresh sackt in etwa zwei Metern Abstand von der kleinen Familie zu Boden und fängt an zu seinen Göttern zu beten.

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