Schon wieder Marokko

Ich glaube ja, ich hab euch die ganze Zeit noch kein einziges Mal unser typisch marokkanisches Frühstück gezeigt, das uns von den freundlichen Menschen in unserem Riad jeden Morgen aufgedrängt wurde. So sahs aus:

Es war das letzte, denn dies war der Tag, an dem wir unser wunderbares Riad gen Marrakesch verließen. Ursprünglich hatten wir geplant, das per Zug zu tun, auf der Strecke über Rabat und Casablanca, aber unser Gastgeber gemeinsam mit unserem Lieblingsfahrer hatten uns überredet, doch lieber per Auto über das Atlas-Gebirge zu fahren. Sie meinten, das sei die viel interessantere Strecke, und außerdem würde man in den Zügen dauernd von Leuten um Geld angehauen.

Um das Ergebnis gleich vorweg zu nehmen: Ich weiß natürlich nicht, wie die Alternative gewesen wäre, aber beim nächsten Mal würde ich sie ausprobieren. Die Autofahrt zieht sich doch sehr hin, und Zeit auszusteigen und sich umzusehen hat man sowieso nicht. Teurer ist es natürlich auch so, aber für europäische Verhältnisse durchaus noch im Rahmen. Ich glaube, sowas wie 250 Euro haben wir insgesamt bezahlt. Und ein paar interessante Erlebnisse gab es schon auch. Ein bisschen lesenswert ist dieser Post hier also trotz allem. Man merkt, dass ich an meinen Marketing-Skills gearbeitet habe, oder?

Zuerst sah alles noch ganz typisch marokkanisch aus, wie wirs von den vorangegangenen Fahrten kannten, aber dann erlebten wir mit dem beliebten Ski-Städchen Ifrane, das wohl außerdem für eine private Universität nach US-Vorbild bekannt ist, eine Überraschung:

Was? Äh, nein, nicht das. Das war gar nicht überraschend. Das ist einfach nur ein Standbild vom letzten Berberlöwen, den irgendein marokkanischer Held hier 1922 überfahren hat. Zum Glück stellte sich dann heraus, dass es ein Berberlöwe war. Oder so. Nicht zu verwechseln mit Bärbärlöwen übrigens.

Ja, schon gut. Ich reiß mich zusammen. Das war die echte Überraschung:

 

Und als wäre das noch nicht europäisch genug gewesen, fanden wir in dem verlassenen Ski-Hotel, in dem wir kurz einkehrten, um einen Tee zu trinken und die Toiletten zu benutzen, direkt einen deutschen ClubSmart-Katalog auf dem Tresen liegen. So zuhause – und so smart – hatten wir uns lange nicht mehr gefühlt.

Am Belvedère de Tizi Oughmari hielten wir das nächste Mal an, um schnell die Aussicht zu genießen:

 

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Es kommt wegen des Lichts auf den Fotos nicht so rüber, aber war eigentlich schon sehr hübsch da. Auch schön grün, zumindest der Blick ins Tal.

Irgendwo dahinter kamen wir an was vorbei, was ulkigerweise eine moderne Nachbildung einer mittelalterlichen europäischen Ritterburg zu sein schien – ich meine, es stand auch sowas dran. Leider habe ich mir aber weder den Namen der Einrichtung, noch des Ortes notiert und habe deshalb wie alle echten Gläubigen nicht mehr zu bieten als ein unscharfes Foto. Vielleicht wäre es da lustig gewesen, aber ich krieg nicht mehr raus, was es mit dem Dings auf sich hat. Ihr kennt das: Man möchte so gerne noch schauen, aber der Wagen, der rollt vorbei an eindrucksvollen Felsformationen, nomadischen Zeltsiedlungen, typischen kleinen marokkanischen Ortensicherlich irgendwann mal schönen wenn fertigen kleinen Villen und poppig colorierten Pferdebrunnen.

Irgendwann zwischendurch hat unser freundlicher Fahrer natürlich auch mal eine Pause eingelegt.

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Wir konnten währenddessen mit den hier ebenfalls pausierenden Hunden spielen

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und uns noch mal an den für Mitteleuropäer ungewohnten, uns aber immerhin schon aus China bekannten Toiletten versuchen.

Und das wars eigentlich schon. Der Tag endete damit, dass wir nach Einbruch der Dunkelheit in unserem Hotel ankamen, wo ich den Abend damit verbrachte, mit diffuser Übelkeit und sehr konkreten Magenschmerzen stöhnend im Bett rumzuliegen, keoni hingegen damit, sich rührend um mich zu kümmern, und wir beide damit, uns The Beaver anzusehen, der übrigens sogar noch ein erhebliches Stück dämlicher ist, als man aufgrund des Trailers vermuten würde. Zum Glück waren am nächsten Tag alle Symptome von was auch immer ich hatte wieder spurlos verschwunden, und so konnten wir gewohnt sorglos an unsere guten Vorsätze für den neuen Tag gehen, beginnend mit einem Besuch des Pools.

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Aber davon erzähle ich euch beim nächsten Mal.

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