Entgegen weit verbreiteten Vorurteilen spinnen Japaner und Japanerinnen gar nicht selbst. Dafür haben sie Spezialisten. Und Spezialistinnen, nehme ich an. Man sieht das nicht so von Weitem.

Wir waren im Urlaub. Das ist schon eine Weile her, aber ich will euch trotzdem noch davon erzählen. Es war toll. Wir waren in Japan.

Oh. Ihr wollt noch mehr Einzelheiten? Dann müsstet ihr bitte einmal da drauf klicken:

Der Flug begann in Frankfurt mit der durchaus empfehlenswerten Gesellschat Air Qatar und daraus folgend einem Zwischenstopp in Doha.

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Der Flug war wirklich in Ordnung. Wir haben überraschend gut geschlafen und hatten in Doha nur kleinere Probleme damit, unseren Anschlussflug zu finden und waren deshalb recht gut auf das frustrierende Erlebnis vorbereitet, in Haneda zu landen und festzustellen, dass das mit dem Japan Railpass natürlich so funktioniert, dass man den dort am Flughafen zwar grundsätzlich umtauschen kann, dass man diese Absicht dann aber mit ALLEN anderen Touristen gemein hat, die an diesem Tag dort gelandet sind, und deshalb das Ticket nach Tokyo doch besser direkt kauft, obwohl man für einen Railpass bezahlt hat, weil man sonst zwei Stunden in der Schlange wartet und drei Stunden später im Hotel ankommt. Ja gut, Kleinigkeit. Hat mir aber erst mal ziemlich die Laune verdorben.

Tokyo hat uns dann aber mit einem sehr freundlichen Empfang und einem netten Hotelzimmer mit sehr schöner Aussicht wieder versöhnt. Und das mit der Bahn funktioniert eigentlich auch gut, zumal ja auch überall sehr anschauliche Anleitungen für die technischen Einrichtungen aushängen.

Und die nach draußen war auch herrlich. Zum Abendessen haben wir uns knapp für den Zimmerservice entschieden, der ein … ordentliches japanisches Curry und Caesar-Salat lieferte, und dann waren wir nach über 24 Stunden Reise froh, schlafen gehen zu dürfen.

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Der Anfang von so einem Urlaub ist immer am schwersten für uns, wenn wir noch gar kein Gefühl für ein neues Land haben und trotzdem entscheiden müssen, was und wie viel davon wir uns für den Tag vornehmen, und ich finde immer, dass Reiseführer bei sowas beklagenswert wenig hilfreich sind. Wir haben mehr oder weniger nach Gefühl auf Basis von keonis Vorabrechercherche -So ist das Wort eigentlich viel lustiger, oder? – sowie der aktuellen Stimmung entschieden, den Tokyo-Aufenthalt mit dem kaiserlichen Palast zu beginnen, was auch gleich das Problem illustriert: Wie wir vor Ort feststellten, ist der eigentliche Eingang zum Palast gar nicht leicht zu finden, und außerdem verschlossen, wenn man nicht langfristig vorher reserviert hat. Andererseits illustriert der Ablauf auch gleich mit, dass spontane Entscheidungen nicht zwangsläufig ins Desaster führen, wenn man mit den Erwartungen ein bisschen flexibel ist.

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Just an diesem Tag war der Palast nämlich eh völlig gesperrt, weil eine Begrüßungszeremonie für einen neuen Botschafter lief, mit Pferdekutschen und so, und das war hübsch, und außerdem befindet sich direkt nebenan der kaiserliche Park, den man jederzeit frei besichtigen kann. Man erhält als Besucherin von einem wahnsinnig freundlichen und sympathischen älteren Herren eine kostenlose Eintrittsmarke, die man beim Rausgehen wieder abgibt, ansonsten gibt es keinerlei Zugangsbeschränkungen, und auch der Garten selbst gefiel uns ausnehmend gut.

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Wir hatten von dort aus auch diese netten Kontrastperspektiven mit dem alten Zeug vorne und dem neuen hinten, die sich so schön für anspruchsvolle Fotos hergeben.

Sogar ein paar Kirschblüten gab es noch, obwohl die Zeit für Hanami eigentlich schon rum war.

Was? Ihr wisst nicht, was Hanami ist? Mann Leute, ehrlich, man könnte meinen, ihr wart noch nie in Japan. Kurzfassung: Japaner(innen) mögen Kirschblüten so gerne, dass sie ein eigenes Wort dafür haben, sie sich anzusehen. Recht so.

Uns gefielen ganz besonders die Kindertransportfahrzeuge, die wir auch später immer mal wieder gesehen haben.

Und wie gesagt, der Park selbst machte auch was her:

Wie wir auch schon damals in Korea beobachtet hatten, will man aber gut aufpassen, dass man nicht vom Weg abkommt.

Es sei denn, man mag Spinnen. Solls ja auch geben. Aber für uns sind die eher aus der Ferne interessant, und wir hatten reichlich Gelegenheit, sie zu bewundern, denn wirklich, die hängen überall rum, wo nicht regelmäßig geputzt wird.

Joa. Und viel mehr haben wir uns an unserem ersten Tag nicht zugetraut. Aber es kommen ja noch ganz viele mehr. Für heute wars das aber. Bis bald, und vergesst nicht:

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