Dieses Whatsout, oder Hangapps, oder so …

Kürzlich las ich sehr interessiert in der FAZ einen Bericht über das neue Samsung Galaxy S7. Mich erfreute dabei besonders, dass Samsung sein neues Spitzenmodell wieder wasserdicht gemacht hat, und dass es auch wieder einen SD-Karten-Slot gibt, da mir beides Hoffnung macht, dass es eventuell nur ein bisschen schlechter als das S5 sein könnte. Egal, was mich aber noch viel mehr faszinierte als die enthaltenen Informationen über das Gerät, war dieser Abschnitt hier:

Der Akku des S6 ging bei einigen Nutzern schon in die Knie, bevor sie ihre Smartphones auf dem Nachttisch ans Ladegerät stöpselten. In der heutigen Zeit – trotz ständiger Verfügbarkeit von Steckdosen – eine Unmöglichkeit. Zwar hatte Samsung die Schnellladezeit eingeführt, so dass man innerhalb einer halben Stunde fünfzig Prozent des Akkus wieder gefüllt hatte. Doch ein Akku muss mindestens einen Tag unter Dauerbelastung halten. Fertig.

Ich frage mich, wie sowas passieren kann. Versteht ihr das?

Die Leute, die da arbeiten, haben doch garantiert Smartphones. Blackberrys vielleicht, aber sogar als Blackberry-Nutzer(in) müsste man es doch besser wissen. Ich würde einen mittleren Betrag darauf verwetten, dass es derzeit kein gängiges Smartphone gibt, dessen Akku „unter Dauerbelastung“ länger als zwölf Stunden hält. Ich meine jetzt, solche, die man beim T-Punkt um die Ecke in die Hand nehmen kann. Dass man vielleicht irgendwo im Internet ein exotisches Fabrikat mit winzigem Schwarzweißdisplay findet, das sowas kann, will ich nicht ausschließen, aber unter den üblichen normal leistungsfähigen Modellen der großen Herstellerinnen doch nicht. Oder verstehen die unter „Dauerbelastung“ was Anderes als wir? Ist das ein Mobiltelefonrezensent(inn)en-Terminus für „Alle zwei Stunden mal nachsehen, ob es noch eingeschaltet ist“

Es wäre jetzt wahrscheinlich nicht angemessen, von gewissen grundsätzlichen Positionen der FAZ auf den Umgang von deren Redakteur(inn)en mit modernen vernetzten Gerätschaften zu schließen, aber die Versuchung ist groß, sich die Gespräche in der Redaktion vorzustellen.

„Was, man kann damit auch SMS schicken?? Dann wird die Akkulaufzeit ja NOCH kürzer!! Ich muss meins ja jetzt schon fast jede Woche laden! Also, manchmal vergess ichs natürlich und merk dann erst ein paar Monate später, dass ich gar nicht erreichbar war, aber …“

Das würde auch erklären, warum solche Berichte in den großen Tageszeitungen immer so exzessiv auf dem Material des Gehäuses, dem Gewicht, der Größe und lauter solchen Sachen rumreiten, die keine Sau interessieren (sollten). Ist euch das auch schon mal aufgefallen?

„Zwar liegt das neue S7 Edge gut in der Hand, aber als Mausunterlage eignet sich das iPad dann doch erheblich besser. Mein kippelnder Esstisch hingegen scheint am ehesten mit dem Nexus 5 kompatibel, das mir meine Frau mal geschenkt hat. Nach wie vor störend ist das Fehlen einer Wählscheibe. Das Erstellen von Fernsprechverbindungen wurde dadurch immer wesentlich erleichtet. Als besonders bedauerlich bewerten wir, dass Samsung sich auch bei diesem Modell wieder dagegen entschieden hat, den Akku mit einem praktischen Schultergurt zu versehen, wie wir ihn bei unserem Siemens C-Netz-Gerät immer sehr zu schätzen wussten …“

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