Zum Schrein

Wir bei überschaubare Relevanz sind manchmal ein bisschen langsam, aber wir geben nicht auf. Niemals. Wir geben nicht auf. Egal was passiert. Wir geben nicht auf. Also, was ich eigentlich sagen wollte: Die Reiseberichte kommen, auch wenns dauert. Und dies ist der zweite.

Von unserer Leidenschaft für Cold Stone wisst ihr ja schon, deswegen seid ihr auch garantiert nicht überrascht, wenn ich euch unser Frühstück zeige:

Und dass wir Supermärkte in fremden Ländern immer mit großer Neugier besuchen, wisst ihr auch bereits, und sicher überrascht es niemanden von euch, dass wir da in Japan nicht enttäuscht wurden.

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Baumkuchen ist offenbar gerade ein großer Renner in Japan, und natürlich bevorzugt in der Kürbisvariante, weil auch so saisonaler Kram dort mit viel Schwung begangen wird. Alles war voll mit Herbst und Halloween und Kürbis und Süßkartoffel. Und Baumkuchen. Aber natürlich haben wir auch Sachen gesehen, die uns weniger bekannt vorkamen, und mindestens eine davon war sogar ziemlich gut, wenn ihr mich fragt:

Dies sieht vielleicht oberflächlich aus wie ein ganz normaler Kühlschrank, aber wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr, dass es gar keiner ist, sondern … *Trommelwirbel* ein Warmschrank! Ja, da staunt ihr, was? Ich fands jedenfalls super, und wehe, jemand schreibt jetzt, dass es die hier in Deutschland irgendwo auch gibt. Wehe!

Völligen Quatsch wie besonders wasserstoffreiches Wasser gabs natürlich auch, und passend dazu viel getrockneten Fisch und Meeresfrüchte. Wobei mir gerade auffällt, dass beides zusammen dann immerhin wieder normalen Fisch ergibt. Ist doch auch nicht schlecht, oder?

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Die unteren kleinen werden, wie wir eigentlich erst viel später in Okinawa lernten, offenbar gerne zum Frühstück gegessen, in so einem Reisbrei. Oder zumindest lagen sie auf dem japanischen Teil des Frühstücksbuffets direkt daneben.

Aber genug vom Essen. Wir hatten ja auch noch andere Sehenswürdigkeiten auf dem Programm, namentlich zunächst den Himmelsbaum, den unser Reiseführer uns für einen Überblick über die Stadt empfohlen hatte:

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Zwar musste wir natürlich ein bisschen Schlange stehen, bis wir unsere Tickets und Zugang zum Aufzug hatten, aber dabei konnten wir uns immerhin am Anblick einer sehr liebevoll gestalteten Karte der Stadt nebst einem weiteren Beispiel der bereits erwähnte saisonalen Dekoration erfreuen.

Und von oben konnten wir dann tatsächlich sehr nett auf Tokio runtergucken.

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Und dann zum Schluss noch mal rauf, wie das halt läuft im Leben:

Sehr nett fanden wir auch das Einkaufszentrum am Fuß des Himmelsbaums, auch wenn ich davon gerade keine so beeindruckenden Fotos zur Hand habe. Da war zum Beispiel ein auf Ghibli-Fanartikel spezialisiertes Geschäft, ganz viele kleine Lebensmittelläden, natürlich auch wieder mit Kürbisbaumkuchen, Süßkartoffelkäsekuchen, den putzigsten Keksen der Welt:

Überhaupt fanden wir immer wieder unfassbar niedliche kleine Details auf unserer Reise, wie etwa dieses:

Aber niedlich hin oder her, jeder Tag geht einmal zu Ende, und sogar dieser hier bildet da keine Ausnahme, hat aber dafür eine kleine Besonderheit: Auf ihn folgt gleich der nächste. Ja. Das hat man selten, oder?

Und an dem haben wir einen Schrein besichtigt, namentlich den Meiji-Schrein, der einem ganz besonders wichtigen Ex-Kaiser gewidmet und von einem herrlichen Park umgeben ist, und als wäre das noch nicht genug, startete heute direkt an seinem Eingang die Tokioter Ausgabe des Mille-Miglia-Rennens

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Wie jedes Schrein-Areal in Japan begann auch dieses mit einem dieser Torii:

Und ist das nicht auch schon wieder SO SÜß, dass die Tore Torii heißen? Ich meine … Ja, schon gut, ich mach weiter.

Kronjuwel des besagten Parks ist ein ganz besonderer Brunnen, und deshalb spielt Wasser in seiner Gestaltung auch eine recht zentrale Rolle. Man läuft an Teichen entlang, in denen teilweise Fische wachsen, teilweise Reis, und irgendwann sieht man dann einen Plan des Ganzen, und ist … bezaubert. Oder?

Der eigentliche Brunnen begeistert dann nur noch durch auffällige Klarheit des hervorquellenden Wassers und vielleicht seine Geschichte und gibt ansonsten nicht viel her,

deswegen kommen wir direkt zum Schrein:

Sehr hübsch ist in meinen Augen ja auch dieser Brauch, Wünsche auf Holzscheiben an oder zumindest im Umfeld von besonders heiligen Bäumen anzubringen. Da kann man dann die Vielfalt und teilweise kunstvolle Gestaltung der Holztäfelchen bewundern und muss nur aufpassen, dass deren natürlich teilweise auch nicht so erfreulicher Hintergrund einem nicht zu sehr die Stimmung trübt.

Den Japanern sind nun aber natürlich keineswegs nur ihre Brunnen und Bäume heilig, sondern auch – ich weiß, ihr habt schon langelangelange darauf gewartet: Ihr Sake!

Diese in Stroh eigewickelten Fässchen werden hier offenbar jedes Jahr aufs Neue von der Sake brauenden Industrie geopfert, und im Gegenzug spricht die Gebete sprechende Industrie Gebete für die Sake brauende Industrie. Man kennt das. Aber jedenfalls hübsch, oder?

Nach so viel Tradition und Ruhe kam uns das geplante Kontrastprogramm gerade recht: Buntes Innenstadtgetummel stand an, hier zunächst symbolisiert durch bunte, aber nach unseren ausführlichen Tests einer einzigen Sorte insbesondere im Vergleich mit den Bechern eher mittelleckeren Eis-am-Stiels:

Auf dem Weg zur weltberühmten Shibuya-Kreuzung kamen wir außerdem an diesem Gebäude vorbei, dessen Archtitektinnen sich offenbar nicht festlegen wollten, ob sie Disneys Zauberschloss oder das Hauptquartier des dunklen Imperiums bauen:

Aber dann waren wir auch schon da. Was New York sein Times Square, ist Tokio sein Shibuya Crossing:

Aber Shibuya hat dem Times Square noch eines voraus: Eine herzzerreißende Hundegeschichte und eine Statue, die an sie erinnert:

An genau diesem Ort hat nämlich dieses goldige Viech noch auf seinen Inhaber gewartet, als dieser schon jahrelang tot war. Hach. Ja. Schnüff. So. Tränen getrocknet? Dann folgt mir bitte zum letzten Ordnungspunkt des heutigen Reiseberichts: Noch ein Aussichtsturm.

Ja. Damit hättet ihr jetzt nicht gerechnet, was? Wir hatten eine ganze Weile Angst, dass wir gar nicht mehr reinkommen würden, weil in Japan fast alles schon so gegen 1600 Uhr nachmittags schließt, aber nach einigem ratlosen Hin-und-Her fanden wir dann doch den Eingang und konnten emporliften zur Plattform.

Der Ausblick war sogar ziemlich cool, gibt aber nebelbedingt nicht viel für Fotos her, deshalb zeige ich euch stattdessen lieber ein paar von dem wunderbaren Souvenirshop innen drin. Es gab Automaten, aus denen man allerlei eingekugelte Nippon-Memorabilia ziehen konnte, und es gab diese hinreißenden 3D-Puzzle, von denen wir dann auch ein paar kaufen mussten.

Und schließlich, nach einem kurzen Fußmarsch durch das Verwaltungsviertel gab es sogar noch ein feines Abendessen:

das mit einem weiteren dieser wunderbar niedlichen Details abschloss.

Schön, oder?

Noch  mehr von alldem im nächsten Bericht.

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