Nippon ist Backen.

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Die Stadt Nikko hat nicht nur ein robustes Selbstbewusstsein, sondern auch tatsächlich die Assets, um das upzubacken. Nein, keine Sorge, ich schreib jetzt nicht diesen ganzen Beitrag im Stil des Businesshoroskops, ich hab das jetzt out of my system und bin bereit, quick and dirty meine operativen Tools erlebbar zu machen.

Kommt ihr mit?

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Bei unseren Recherchen über Japan und die Ziele, die man dort nicht verpassen darf, hatten wir bereits viel über die alte Kaiserstadt Nikko gelesen, ihre herrlichen Landschaften, ihre wunderschönen alten Tempel, ihre bezaubernden Gärten, und so gab es für uns natürlich an dem Tag, an dem wir sie besuchen wollten, nur eine Frage:

Wir beschlossen deshalb, vor dem Aufbruch noch den berühmten Tokioter Fischmarkt aufzusuchen. Der erwies sich als gar nicht so leicht zu finden.

Aber schon die Suche machte Spaß und führte uns durch eine Gegend, in der wir neben gruselig ausgestopften Tieren auch Kinderstäbchen (Also, nicht zum Kinderessen, sondern … also, mit Comicmotiv und Verbindung am oberen Ende) fanden, sowie ungewöhnliche Eissorten für Geschichten zu Hause, und schließlich endlich – die Zeit war knapp, denn wir hatten einen Zug nach Nikko zu kriegen – auch dicht gepackte Fische.

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Damit war es aber immer noch nicht geschafft, denn ein Fischstand macht ja noch keinen Fischmarkt, und so liefen wir eine ganze Weile unsicher rum und versuchten, herauszubekommen, ob das nun DER Fischmarkt war, oder einfach nur eine andere Gegend, wo auch Fische verkauft wurden, oder… Aber schließlich entdeckten wir noch den Eingang zum kommerziellen Großfischmarkt, genossen kurz den Trubel dort und waren dann schließlich zufrieden mit dem Erlebnis.

Auf nach Nikko.

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Vorbei an einem sehr gut gelaunten Mietshaus fuhr unser Zug wie immer tadellos pünktlich und sehr angenehm zum Umsteigebahnhof, wo es dann in einer kleineren Regionalbahn in die Berge weiter ging.

 

Der Bahnhof von Nikko erinnerte uns dann auch tatsächlich an kleine bayerische Bergstädte,

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und auf dem Weg zu den eigentlichen Sehenswürdigkeiten ging es auch weiter mit ähnlich touristisch attraktivem altem Krams.

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Das erste echte Monument war dann diese Brücke hier:

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Die war irgendwie sehr sehr wichtig, aber ihr könnt nun nicht im Ernst von mir erwarten, dass ich über ein Jahr später noch weiß, warum. Jedenfalls konnte man umgerechnet knapp 10 Euro bezahlen, um drüber zu laufen, oder einfach kostenlos die moderne Brücke benutzen und ein Foto machen. Wir haben uns für die zweite Alternative entschieden und waren damit ganz zufrieden.

Erst einmal nicht ganz so zufrieden waren wir mit der Entdeckung, dass eine wichtige Attraktion der Stadt, der Rin-noji-Tempel, gerade in gar nicht so attraktivem Zustand war:

Aber wir brauchten nicht lange, um uns nicht nur damit ab-, sondern sogar zu der Überzeugung zu finden, dass es so eigentlich eher noch interessanter war, denn alte Tempel hatten wir schon und würden wir auch noch eine ganze Menge gesehen, aber sowas hier:

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noch nicht. Ich hätte die sehr interessanten Sanierungsarbeiten genauer für euch dokumentiert, aber das Fotografieren war da drinnen leider überall verboten. Uns gefiels aber, und von den oberen Fenstern der Umrüstung hatten wir auch einen schönen Blick auf das Umland.

Weiter gings zur eigentlichen Hauptsache: dem Toshogu-Schrein.

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Und wo wir bei Rin-noji vertretbarerweise ein bisschen Pech gehabt hatten, war hier das Gegenteil der Fall:

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Jackpot! Schicker Tempel und Bonsai-Ausstellung auf einmal. Wir waren begeistert.

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Der Tag endete dann natürlich, wie so ziemlich alle unsere Tage in Japan endeten: Damit, dass wir in großer Eile noch die letzten Reste des Tempels durchsprinten mussten, bevor er schloss, um zumindest noch die berühmte schlafende Katze gesehen zu haben, dann recht hastig noch eine Nebenattraktion – hier:

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besichtigten und schließlich erfüllt von Hunger und Sorge ganz knapp eines der wenigen noch geöffneten Restaurants fanden, das uns dann aber immerhin sehr angenehm überraschte, nicht nur mit hervorragendem Essen, sondern auch mit extrem angenehmer Atmosphäre und einem sehr sympathischen Sushi-Koch, der von seinem Tresen aus in nicht sehr routiniertem Englisch die üblichen Standardfragen (Wo kommt ihr her, ah, toll, wie gefällts euch hier…) mit uns durch ging. Fein!

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Der nächsten Tag begann mit dem leider gescheiterten Versuch, die Ghibli-Studios aufzusuchen. Ein aufmerksamer Busfahrer wies uns darauf hin, dass die Ruhetag hatten.

Der Weg war trotzdem interessant, denn er bot uns Gelegenheit, in einer kleinen Bahn die folgende interessante Verhaltensweise zu beobachten:

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wir hatten davon noch nie was gehört und haben eine Weile gerätselt, was da wohl vor sich geht. Zum Glück ließ es sich recht einfach googlen. Man nennt das shisa kanko, und wir findens toll. Versuchen wir jetzt auch immer, wenn wir in die Situation kommen, Bedarf zu haben.

Ersatzweise machten wir uns auf den Weg zum Shinjuku Gyoen Nationalgarten, und wir wissen zwar nicht, wie die Studios gewesen wären, aber jedenfalls finden wir, dass sie nicht viel besser hätten sein können.

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Der Garten bot nicht nur interessante Flora

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und Fauna

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sondern auch eine weitere Gelegenheit, sogar außerhalb der Kirschblütensaison Kirschblüten zu fotografieren,

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und schließlich im französischen Teil auch eine ganze Reihe von Malerinnen und Malern, die nicht nur die Atmosphäre gleich viel schicker machten, sondern auch gelungene Bilder vorzuzeigen hatten.

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Nachdem wir den Park verlassen hatte, ging es wieder zum Bahnhof, diesmal um mit dem Shinkansen zu unserem nächsten Ziel aufzubrechen. Wir hatten eine Weile überlegt, ob wir versuchen, Fuji-San aufzusuchen, aber sogar wenn wir uns nicht mit der Aufgabe, ihn zu besteigen, etwas überfordert gefühlt hätten, wäre es in dieser Saison wegen Wetter ohnehin nicht möglich gewesen. Deswegen beschlossen wir schweren Herzens, nur dran vorbeizufahren, bekamen aber trotzdem immerhin ein brauchbares Foto hin,

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und wohin uns diese Fahrt dann eigentlich führte, davon erzähle ich euch später.

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Bis bald! Und wenn ihr geht, denkt bitte dran:

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