Werbeunterbrechung

29. Dezember 2016

Haben auch Sie einen reichen Erbonkel, der schon viel zu lange ein Pflegefall ist, aber immer noch viel zu gesund?

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Sind Ihre Kinder uncoole Nerds ohne Freunde, die den ganzen Tag nur zu Hause sitzen und lesen? Fehlen Ihrem Nachwuchs einfach die richtigen Moves?

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Heißen Sie Bastian Enkijewitsch, wollen aber gerne mit einem berühmten Journalisten und Sprachnörgelautoren verwechselt werden?

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Möchten Sie fremde Texte wörtlich zitieren und Aufmerksamkeit auf die enthaltenen Rechtschreibfehler lenken?

Naja. Sie wissen schon. The benefits are clear.


Eine einfache Kosten-Nutzen-Abwägung

24. Dezember 2016

[Eine leider notwendige Vorbemerkung: (Nein, wirklich. Niemand bedauert das mehr als ich:) Einige von euch haben heute Nachmittag bereits eine … nicht veröffentlichungsreife Version dieses Beitrags gesehen, weil der dumme Muriel in der dummen WordPress-App den dummen falschen Button gedrückt hat. Bitte vergesst alles und tut so, als wäre das nie passiert, okay? Ich mach das auch so.]

Es ist gut, an Gott zu glauben

darf Thomas Mayer für seine Kategorie Mayers Weltwirtschaft in die FAZ schreiben und verrät uns:

Der christliche Glaube zahlt sich aus. Das zeigt eine einfache Kosten-Nutzen-Abwägung.

Ich konnte es erst selbst nicht fassen und rechnete die ganze Zeit noch mit, weiß nicht, einer überraschenden Wendung oder so, aber die kam nicht: Die FAZ hat Pascals Wette entdeckt. Donnerwetter.

Und weil ich mir für mich keinen schöneren Weihnachtsbeitrag vorstellen kann, als kleinliches Genörgel an einem gut gemeinten kleinen Post zum allgemeinen Wohlergehen, und weil nach all dem schweren politischen Diskurs eventuell ein bisschen leichte Unterhaltung ganz gut tut, will ich mit euch einmal kurz Herr Mayers Ausführungen durchgehen, wenn ihr mögt.

Den Rest des Beitrags lesen »


Gastbeitrag von Gerhard Rhiel: Warum ich mit der AfD sympathisiere

20. Dezember 2016

Jaha. Wir von überschaubare Relevanz reden nicht nur, wir handeln auch. Also. „Handeln“ im Sinne von „Reden“. Weil wir ja immer davon geredet haben, dass wir mehr reden müssen. Ihr wisst schon. Und deshalb habe ich nach all dem Gerede darüber, dass man mit (zum Beispiel) AfD-Sympathisant(inn)en offen und sachlich reden sollte, Herrn Gerhard Rhiel (Hier haben wir uns kennengelernt.) dafür gewinnen können, uns in diesem Gastbeitrag zu erklären, was zum Beispiel für ihn diese Partei attraktiv macht. Ich finde, das ist ihm sehr gut gelungen und ich bitte bei allen inhaltlichen Differenzen um respektvolle und sachlich angemessene Antworten. Das ist ja schließlich der Sinn der ganzen Sache. Er wird auch für die Diskussion in den Kommentaren zu unserer Verfügung stehen, bis eine Seite halt keine Lust mehr hat, und ich freue mich auf einen interessanten Austausch. Hier erst einmal sein Beitrag zum Beginn:

Zu meiner Person, ich bin ein konservativer, liberaler, gleichmütiger Durchschnittsbürger. Auf dem Papier bin ich katholisch, zähle mich aber keinem religiösen Glauben zugehörig. Im Gegenteil, ich erachte Religion als einen Trugschluss, akzeptiere aber, dass Menschen in dem Punkt nicht so denken, wie ich. Ich habe weder Abitur, noch habe ich studiert. In meinem Leben habe ich zwei Berufsausbildungen erfolgreich abgeschlossen und bin jetzt Berufskraftfahrer. Des Weiteren habe ich drei Kinder und zwei Enkel.

Politisch habe ich mich nie engagiert oder bin auch nur wählen gegangen.

Schon seit ich 18 Jahre alt war, was jetzt in der Mitte der 80er Jahren war, sah ich weder einen Sinn zu einer Wahl zu gehen, noch mich in einer Partei zu engagieren, da es in meinen Augen keinen Unterschied machte.

Es war eher so, dass der einzige Unterschied war, wie andere Menschen auf mich reagierten, wenn man ein bestimmtes politisches Tagesgeschehen kommentierte. In meiner Jugend war es mainstream, wenn man auf F.J. Strauß oder H.Kohl schimpfte.

Diese Einstellung änderte sich mit der, meiner Meinung nach, verfassungswidrigen Entscheidung der Bundeskanzlerin Fr. Dr. Merkel, die ich immer schätzte, nach der humanitären Hilfe, die Flüchtlinge vom Budapester Bahnhof aufzunehmen, unsere Grenzen für Jeden offen zuhalten und unkontrollierte Einwanderung zu ermöglichen. Zu meinem Erschrecken gab es weder von dem Koalitionspartner, noch von der Opposition, Widerworte. Nur die neue Partei, die Alternative für Deutschland, stellte sich dagegen. Vorher war die Basis dieser Partei eher mit Wirtschafts- und EU-Themen beschäftigt, was aber, mangels Fachwissen, an mir vorbei ging.

Der panische Gegenwind, der von den Alt-Parteien gegen die AfD geblasen wurde, ließ mich dann doch das Grundsatzprogramm der fünf größten Parteien durchlesen. Zu meinem Schrecken musste ich feststellen, dass Vieles deckungsgleich war. Zumindest bei CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und Die Linke.

Letztendlich habe ich mich aus Gerechtigkeitssinn für die AfD entschieden. Keine Partei wird so undemokratisch behandelt, obwohl ihr vorgeworfen wird, sie selbst sein undemokratisch. Im Übrigen eine Behauptung, die mir bisher noch niemand belegen konnte. Ebenso wie die Thesen, dass die AfD „homophob“ (eine Wortkreation, die ich für völlig daneben halte) oder „ausländerfeindlich“ wäre. Wie so häufig fehlt es an der Differenzierung. Und läge die AfD in allem falsch, wieso kopieren dann die großen Parteien auf einmal die Programmpunkte der AfD? Im Laufe der Überlegungen fiel mir auf, dass es offenbar in Deutschland immer mehr ein Abrücken von deutschen Werten, kulturellen Eigenheiten und Lebensarten von den Alt-Parteien propagiert wurde. Ich schäme mich nicht, ich bin stolz auf Deutschland, auf unsere Kultur, unsere Nationalmannschaften und Leistungen.

Auch möchte ich feststellen, dass ich lange nach dem zweiten Weltkrieg geboren wurde und die damalige Entwicklung verabscheue. Aber ich fühle mich nicht dafür verantwortlich. Wenn ich an meine Großeltern denke, dann nicht daran, dass sie zu Hitlers Zeiten teilweise sogar begeistert mit gemacht haben, sondern daran, dass sie ein Land in Trümmern wieder aufgebaut haben. Wir haben aus einem zerbombten Land eine wirtschaftlich blühende und friedfertige Nation gebildet. Ein Land, dass binnen 15 Jahren eine solche Wirtschaft erschaffte, dass wir Tür und Tor für Arbeiter aus Europa und den angrenzenden Ländern öffneten. Es macht mich wütend, wenn unsere Bundeskanzlerin von „denen, die schon immer hier lebten“ spricht, anstatt einfach von „Deutschen“ spricht  oder wenn alle Länder, wie selbstverständlich, mit einer Nationalmannschaft antritt, wir aber „nur“ eine Mannschaft haben. Wir sind nicht schlechter als andere Länder. Wir dürfen ebenso patriotisch sein, wie alle anderen Menschen der Welt. Wir sind nicht besser als andere Länder, aber auch nicht schlechter. Wir sind gleichwertig.

Um es auf den Punkt zu bringen und vielleicht eine fruchtbare Diskussion zu beginnen folgen nun einzelne Punkte, die ich für besonders wichtig im Grundsatzprogramm erachte:

  1. Volksabstimmung nach Schweitzer Vorbild.
  2. Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk 03. Innere Sicherheit und Justiz 04. NATO als Verteidigungsbündnis 05. Wehrpflicht wieder einsetzen 06. Bekenntnis zur traditionellen Familie als Leitbild 07. Mehr Unterstützung für Familien 08. Diskriminierung der Vollzeit-Mütter stoppen 09. Alleinerziehende unterstützen. Familien stärken 10. Willkommenskultur für Neu- und Ungeborene 11. Kultur, Sprache und Identität 12. Keine irreguläre Einwanderung über das Asylrecht

12.1 Asylzuwanderung – für einen Paradigmenwechsel

12.2 Rückführung – Schluss mit Fehlanreizen und falscher Nachsicht

12.3 Integration – Mehr als nur Deutsch lernen

12.4 Einwandererkriminalität – nichts verschleiern, nichts verschweigen

12.5 Einbürgerung – Abschluss gelungener Integration 13. Tierschutz vor religiösen Befindlichkeiten.

  1. Abwenden vom Gender-Wahnsinn.
  2. Klare Abgrenzung von Kirche und Staat, auch in Schulen.

So viel zunächst von Gerhard Rhiel, sozusagen als Grundlage der Diskussion.

Die Fragen, die mir persönlich dazu erst mal einfallen, sind:

A) Wenn du also nach eigenem Bekunden nie großes Interesse an Politik hattest und alle Themen, die die Menschen bis zu „Wir schaffen das!“ beschäftigten, dir nicht so wichtig vorkamen (flapsig gesagt), was denkst du, warum gerade dieses Thema dich so umtreibt? Warum diese Priorität?

B) Warum sind dir gerade die aufgezählten Punkte besonders wichtig? Ich weiß, dass das einige sind und erwarte natürlich keine ausführliche Begründung für alle davon. Vielleicht nur die drei oder fünf allerwichtigsten oder so. Ich hätte gerne ein Gefühl dafür, worum es dir im Grunde geht. Gerne auch mit konkreten Maßnahmen, die du dir wünschen oder auch ablehnen würdest.

C) Du kennst ja sicherlich die gängigen Kritikpunkte zur AfD, vielleicht sogar besser als ich. Wie stehst du zu denen? Ich kann auch konkreter benennen, wenn du das lieber möchtest.

D) Hast du vielleicht auch schon Fragen an mich? Das soll ja nicht als einseitiges Interview laufen, hier.


Der Menschenbeweis

5. Dezember 2016

Über seltsame Umwege habe ich eine nette kleine Geschichte gefunden, die nicht nur sympathisch geschrieben ist, sondern auch noch sehr schön die typischen Positionen von Atheistinnen und Theistinnen (zumindest in gewissen Aspekten) illustriert. Weil ich ein bisschen befürchte, dass das nicht alle sofort erkennen, hatte ich das Bedürfnis, es etwas weniger subtil zu machen, indem ich sie fortsetze. Ich empfehle zuvor die Lektüre des Anfangs, aber falls ihr euch das sparen wollt, hier die Kurzfassung: Zwei Blutkörperchen reisen nach einer Transfusion durch die Blutbahnen eines Menschen. Das eine (Ery6x108) sieht den Sinn ihrer Existenz darin, dessen Organe mit Blut zu versorgen, das andere (Throzy23)bezweifelt das und betont, es kenne in diesem Körper jeden Winkel und habe noch nie einen Menschen gesehen. Und so machen wir weiter:

Ery6x108 Und weißt du, was das Beste ist?

Throzy23 Sag mal.

Ery6x108 Wir sind nicht in irgendeinem Menschen!

Throzy23 Nein?

Ery6x108 Wir sind in SuperMan! Er kann fliegen, und ist unzerstörbar, und er hat jede einzelne Zelle hier liebevoll in der Absicht erschaffen, seinem perfekten Körper und seinem perfekten Willen zu dienen! Und wenn wir irgendwann mal absterben, dann dürfen diejenigen von uns, die das glauben, ihn in aller Ewigkeit in vollkommener Glückseligkeit preisen und loben und für immer bei ihm bleiben! Den anderen wirds eher nicht so gut gehen. Denk mal drüber nach.

Throzy23 Echt jetzt? Das klingt…

Erx5gt9 [kommt zufällig gerade vorbei, hat mitgehört und unterbricht Throzy23] Albern, oder? Hör nicht auf die! Wir sind nicht in SuperMan, das ist doch klar. Wir sind in WonderWoman. Und halt dich bitte von der Leber fern, sie mag nicht, wenn wir die mit Sauerstoff versorgen, das ist eine Sünde!

Throzy23 Öh. Bist du sicher? Ich dachte, die wär irgendwie wicht…

Erythrox149 [Dito.] EBEN! Total wichtig! WonderWoman BESTEHT DARAUF, dass wir alle die Leber mit Sauerstoff versorgen, sie braucht die Leber für ihren Laserblick, der funktioniert ohne die Leber nicht! Aber der linke kleine Finger, den hasst sie, den sollten wir meiden.

Throzy23 Und warum das nun wie…

Erxh622o [War auch gerade in der Gegend.] WonderWoman, pah! Glaubt ihr das im Ernst? Lasst euch nicht diesen stupiden Lasso-Irrglauben einreden! In Batgirl sind wir, und das kann jeder sofort erkennen, der sich NUR MAL DIE KAPILLAREN ANSIEHT! GUCKT EUCH DIE KAPILLAREN AN! Mit uns wird sie die Welt retten, wie es in den Prophezeiungen geschrieben steht! Wir sind ihre erwählten Zellen, und nur in der völligen Unterwerfung unter Batgirl können wir unsere Bestimmung und das ewige Leben finden!

Throzy23 Ähh…

Weit, weit weg:

Dr. Bruckner Okay, Leute, vielen Dank, aber das wars. Todeszeitpunkt 12:57 Uhr. Herr Reinhold, machen Sie bitte zu und bereiten Sie die Leiche für das Krematorium vor. Hat noch jemand Hunger?