Woran glaube ich?

Diesem Aufruf folgend habe ich bei Lea Searching einen Gastbeitrag zu der Frage eingereicht, woran ich glaube. Dieser Beitrag ist nun erschienen, und auch wenn er für regelmäßige Leserinnen dieses Blogs keine großartig neuen Erkenntnisse enthalten dürfte, wollte ich euch darüber nicht völlig im Dunkeln lassen.

Schaut also gerne mal vorbei, wenn ihr neugierig seid, und vielleicht interessieren euch ja auch die anderen Beiträge zum Thema.

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9 Responses to Woran glaube ich?

  1. onkelmaike sagt:

    Ich bin gerade in einer Lebenskrise und habe mir vorgenommen, von nun an immer ehrlich zu sein. Du bist das erste Opfer. Ich fand den Artikel wirklich gar nicht gut.

  2. Muriel sagt:

    Yay! Danke. Erklärst du mir auch, warum? Und am besten bei Lea Searching?

  3. onkelmaike sagt:

    Ach, sorry, ey, ich Otto. Ich hatte schon länger überlegt, etwas dazu zu schreiben und dann gedacht: was bringt es denn? Ich habe auch gemerkt, dass ich immer noch etwas gekränkt war über Deinen Vorwurf des „Unpolitischen“ an mich. Und gekränkt sein ist ja vielleicht nicht so eine gute Basis für eine Auseinandersetzung, dachte ich. Deswegen mache ich es kurz: Die Aussagen in dem Text würde doch ungefähr jeder unterschreiben, auch so jemand wie Frauke Petry. Dass wir uns mit wissenschaftlichen Methoden (so verstehe ich Deinen Begriff von Epistemologie) der Realität nähern sollten und dass es richtig ist, das Vernünftige zu tun, sind sich da nicht alle einig (sogar diejenigen, die da noch einen Glauben an einen Gott dazwischen geschaltet haben)?

  4. Muriel sagt:

    Nö, da sind sich nicht alle einig, aber sonst hast du natürlich recht, das fand ich auch.
    Ich hab dir vorgeworfen, unpolitisch zu sein? Das wär ja lustig. Wo denn?

  5. Muriel sagt:

    (Nachtrag: Wenn wir noch drüber reden, wär’s meines Erachtens echt besser bei Lea unter dem Beitrag. So der Ordnung halber und alles.)

  6. onkelmaike sagt:

    ich hab bei lea geantwortet, da muss der kommentar noch freigeschaltet werden:
    Ähm Sorry, dass ich erst nicht hier kommentiert habe. Muriel, Du sagst, über Deine Prinzipien herrsche keine allgemeine Einigkeit. Das stimmt natürlich. Ich würde halt sagen, eine sehr weitgehende Einigkeit herrscht da schon. Uneinigkeit herrscht eher über die Bedeutung der Begriffe wie „vernünftig“. Hätte statt dem langen Text nicht gereicht, zu schreiben, „ich bin nicht religiös“?

  7. Muriel sagt:

    Ah, okay, danke! Dann antworte ich dort nachher.

  8. onkelmaike sagt:

    Ich lese gerade noch mal bei Lea. Naja, Du sagst schon einiges, das hatte ich mir schlimmer gemerkt als es tatsächlich ist. Aber: Ich finde es tatsächlich noch zu unkonkret. Du schreibst ja z. B. „Weil ich glaube, dass wir sinnvolle Entscheidungen nur aufgrund einer möglichst akkuraten Einschätzung der Realität treffen können.“ Das heißt für Dich gibt es nur eine Realität? Da bin ich mir ja zum Beispiel schon gar nicht so sicher. Und wenn es diese Realität gibt, wie nähern wir uns ihr dann konkret? Mit welchen Methoden, welches sind Deiner Meinung nach die Fallstricke? In der Naturwissenschaft kommt es uns noch unkomplizierter vor als in der Sozialwissenschaft. In der Ethnologie gibt es ja zum Beispiel die „Ethnographie“, das scheint mir so zu funktionieren, dass die Forschenden einfach etwas beschreiben, was sie erleben. Natürlich kommen dabei auch auf irgendeine Form von Wahrheit, aber die scheint mir doch gewissermaßen subjektiv und volatil (um mal ein unnötiges Fremdwort zu benutzen).

    Um vielleicht noch mal meinen eigenen Fragehintergrund darzulegen. Meines Erachtens gibt es zum Beispiel viele Leute, zum Beispiel in der Wirtschaftswissenschaft, die wie Popper davon ausgehen, dass Wissenschaft in einem objektiven Raum betrieben werden kann, der frei von, ich nenne es mal normativen Zuschreibungen ist. Ich glaube halt zum Beispiel, ist jetzt auch nicht mehr modern, dass das Ergebnis der Frage sehr vom Fragestellenden und seinem Interesse (damit meine ich jetzt nicht ein zielgerichtetes ökonomisches Interesse, sondern einfach nur seine subjektive Position) abhängt (so ganz grob gesagt).

    Das mögen für Dich alles Selbstverständlichkeiten sein, sind es aber für viele Leute, auch in der Wissenschaft nicht.

  9. Muriel sagt:

    @onkelmaike:
    „Das heißt für Dich gibt es nur eine Realität?“
    Definitionsgemäß, da ich Realität verstehe als alles, was ist.
    Und irgendwas ist ja bekanntlich immer.

    „Und wenn es diese Realität gibt, wie nähern wir uns ihr dann konkret?“
    Über den einzigen Weg, den wir haben: Unsere Sinne.

    „Mit welchen Methoden, welches sind Deiner Meinung nach die Fallstricke?“
    Im Wesentlichen bevorzuge ich da etwas in der Nähe der gängigen wissenschaftlichen Methodik, also Beobachtung, Aufbau von vorläufigen Erklärungsmodellen, ständige Überprüfung.
    Fallstricke sind dabei natürlich die Mangelhaftigkeit unserer Sinne und unserer Auswertung der durch sie gelieferten Informationen.

    „In der Naturwissenschaft kommt es uns noch unkomplizierter vor als in der Sozialwissenschaft.“
    Jaaa… Also, ich halte die Trennung letzten Endes für unnötig, auch wenn sie natürlich praktisch einen gewissen Sinn hat. Es gibt halt einfachere Bereiche der Natur, die wir schon ziemlich gut verstehen, und ziemlich komplizierte, die wir wirklich sehr schlecht verstehen.

    “ Ich glaube halt zum Beispiel, ist jetzt auch nicht mehr modern, dass das Ergebnis der Frage sehr vom Fragestellenden und seinem Interesse (damit meine ich jetzt nicht ein zielgerichtetes ökonomisches Interesse, sondern einfach nur seine subjektive Position) abhängt (so ganz grob gesagt).“
    Ja, das ist natürlich einer der Fallstricke, die ich oben meinte. Man kann diese Schwächen sicher nicht ganz vermeiden, aber wir können uns ihrer bewusst sein und sie durch möglichst saubere Methodik, zu der auch ein Abgleich mit anderen gehört, zumindest minimieren.

    „Das mögen für Dich alles Selbstverständlichkeiten sein, sind es aber für viele Leute, auch in der Wissenschaft nicht.“
    Sehe ich auch so. Wie das Leben halt so ist.

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