You keep using that word.

Feigheit

Wie ist das eigentlich? Können wir uns eventuell darauf einigen, dass zu den vielen Dingen, die man an Leuten kritisieren kann, die sich im Dienste einer Sache, die sie für wichtig und gerecht halten, Sprengstoff umschnallen, um damit unter Opferung des eigenen Lebens einen Schlag gegen den von ihnen selbst so wahrgenommenen Feind auszuführen, nicht gehört, dass es ihnen an Mut fehlen würde?

Wäre das als Minimalkonsens eventuell möglich?

Wollen wir nicht vielleicht über andere Sachen reden, die da falsch laufen, und dazu beitragen, dass sowas passiert? Und wollen wir dabei vielleicht darauf verzichten, diesen widerlichen Krieger-Ethos zu perpetuieren, der solchen Leuten das Gefühl gibt, was Cooles zu machen?

Was meint ihr?

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14 Responses to You keep using that word.

  1. Reinard sagt:

    Nun, dass das, was Frau May da aus dem Mund entwischt ist, dummes Zeug war, erschließt sich sofort. Weniger einsichtig ist, warum niemand etwas dafür tut, dass so was nicht vorkommt, will sagen,die Gründe dafür angeht und bestenfalls beseitigt. Ich vermute einfach, der Zynismus von May & Co. ist grenzenlos. Und deshalb können wir auf den nächsten Anschlag warten. Er kommt. Dann ist eben der nächste dumme Spruch und wieder eine Runde Kerzenaufstellen fällig.

  2. Muriel sagt:

    Was denkst du denn, was man tun sollte?

  3. user unknown sagt:

    Ich weiß nicht.
    Wäre es nicht mutiger andere Menschen in die Luft zu sprengen, und sich dem darauf folgenden Hass und der Kritik, dem Strafverfahren zu stellen?

    Ich würde aber teilweise zustimmen; wahrscheinlich gibt es Menschen, die sich wünschen selbst ein solches Attentat zu verüben, die sich nur nicht trauen. Gegenüber diesen hat ein Attentäter also schon mehr Mut.

  4. Muriel sagt:

    Ich hätte wahrscheinlich noch reinschreiben sollen, dass ich diese Perspektive sehen, kann und es vor allem auch weitgehend irrelevant finde, weil andere Kritikpunkte an dem Akt die Feigheit so dramatisch überwiegen.
    Hab mich zu sehr von dem Wunsch leiten lassen, mich kurz zu fassen.

  5. Reinard sagt:

    Was „man“ tun sollte? Die Frage und Antworten hierzu werden ja reichlich diskutiert. Es sprengt sich niemand in die Luft, der damit nicht etwas sagen möchte. Dass wir das Ziel sind hat ja wohl damit was zu tun, dass wir die Ursache und damit „Ansprechpartner“ sind. Wir müssen (an)erkennen, dass wir auf deren Kosten leben. Das wir damit Systeme unterstützen, die viele zu derartigen Ausbruchsversuchen zwingen. Wir müssen unsere Ökonomie ändern, unsere Lebensweise, unseren Umgang mit der Natur, der Welt, Menschen. Noch was vergessen?

    Kurz: was zu tun ist, wenn mit „feigen Anschlägen“ Schluss sein soll, ist uns zu ändern. Der ganze Rest lässt sich anderswo nachlesen. 😉

  6. Muriel sagt:

    Hm… Ich ahne, worauf du hinaus willst, glaube aber, dass du mit den Gruppen hier etwas zu freimütig umgehst. Der IS ist ja nicht unbedingt vorrangig ein Phänomen ökonomischer Unterschiede, auch wenn ich dir recht gebe, dass das Auftreten der westlichen Gesellschaften es ihm leichter macht. Ich denke, dass ich dir grundsätzlich zwar trotzdem zustimme, dass wir das alles ändern sollten, dass ich da aber wohl in eine andere Richtung denke als du, ist dir bekannt, deswegen breite ich das nicht noch mal aus.

  7. Reinard sagt:

    Extreme sind fast immer eine Reaktion der Hilflosigkeit, der Gegenwehr. Es geht auch nicht um ökonomische _Unterschiede_, viel eher um Unterdrückung.

  8. Muriel sagt:

    Ja, es geht um ganz vieles. Und ich wüsste jedenfalls nicht, wie sich das am besten beheben ließe.

  9. fdominicus sagt:

    Als erste Richtung zu Verbesserung, trüge sicherlich eine Bewaffnung der Bevölkerung bei. Jedenfalls hat es Israel so gemacht und das scheint besser zu funktionieren als die Entwaffnung weiter zu treiben….

  10. onkelmaike sagt:

    Ich hab auch gedacht: hm, das ist doch jetzt eigentlich eher mutig, sich so einfach in die luft sprengen. ich würds mich nicht trauen. aber es wird so viel quatsch geredet, man nimmts mit nem achselzucken hin

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