Es wird Zeit, dass die Ethik die Klappe zu macht.

[Ja, ich bin noch da. Ja, ich merke, dass hier sonst niemand mehr ist. Nein, ich akzeptiere nicht, dass Blogs tot sind. Laden auf 360Joule, weg vom Tisch!]

Alle sind sie ganz aufgeregt, diese komischen Meinungsjournalisten, die (teilweise oder ganz) davon leben, unfundiertes, aber möglichst schmissig formuliertes Geblubber in Print- und Onlinerepräsentationen von sich zu geben. Aufgeregt sind sie, weil amerikanische Forscher herausgefunden haben, dass es geschafft haben, in diversen Embryonen eine schädliche Mutation mittels CRISPR-Cas9 zu beseitigen, ohne dabei (soweit wir wissen) irgendwelchen Kollateralschaden zu verursachen. Oder anders: Sie konnten eine Erbkrankheit heilen, bzw. ihr Entstehen verhindern.

Das könnte man für einen Anlass zur Freude halten, aber dann kennte man die Neigungen dieser Art von Journalismus schlecht.

Damit wird es schwieriger werden, der generationsübergreifenden Veränderung des Erbguts auf Dauer eine Absage zu erteilen.

fällt zum Beispiel Hildegard Kaulen für faz.net erst mal ein. Dieses Problem ist mir übrigens auch schon aufgefallen. Eventuell kennt ihr es auch: Je besser etwas funktioniert, desto weniger Argumente hat man dagegen. Tückischer Effekt, das, und sehr ärgerlich. Wenn man gerne ohne guten Grund gegen Dinge sein will.

Ohne guten Grund? Ja. Oder findet ihr einen? Ich hab den Artikel drei mal gelesen und keinen Grund gefunden. Nicht mal einen schlechten. Nur die nackte Forderung:

Die sicherheitsrelevanten Vorbehalte sind nun geringer geworden. Es ist Zeit, dass sich die Ethik zu Wort meldet.

Und solche Kommentare finden sich gerade zuhauf.

Und ich verstehs nicht. Wenn Ethik für diese Leute das ist, was uns hilft, ein Verbot von Sachen zu rechtfertigen, wenn uns alle vernünftigen Argumente ausgegangen sind, dann meinen sie damit was ganz anderes als ich. Und dann soll das bitte die Klappe halten und andere Leute nicht von ihrer Arbeit abhalten.

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35 Responses to Es wird Zeit, dass die Ethik die Klappe zu macht.

  1. Also falls es dich interessiert: ich bin noch da 🙂

  2. user unknown sagt:

    Nur als Ergänzung: Es handelt sich hier um ein Symptom des Kreationismus – oft ein Kreationismus 2. Ordnung, der nicht notwendig von einer jungen Erde ausgeht. Gleichwohl aber davon, dass die Gott die Welt erschaffen hat, und zwar gut, wobei der Zustand vor ca. 2600 Jahren, als die Juden die Schöpfungsgeschichten schrieben, als normativ angesehen wird.

    Eingriffe in die Schöpfung sind daher als Gott ins Handwerk pfuschen verpönt.

    Wieso Brillen und Antibiotika ok sind wird dabei nicht reflektiert – mit dem Reflektieren hat man es nicht so – alles Neue wird erst mal verteufelt, bis es niemanden mehr irritiert oder ängstigt. Dann sucht sich die Kirche neue Probleme (Prä-Dingens-Diagnostik, Schmerzmittel, …).

  3. TakeFive sagt:

    „Feste Grundeinstellung vorhanden, brauche aber Argumente (dafür, dringend)! Auch Abholung möglich. Chiffre 87524493.“

    Unglaublich wie sehr man Pech beim Denken haben kann ohne es zu merken..

  4. Nun, Ethik pauschal als Symptom des Kreationismus zu bezeichnen empfinde ich als ziemlich gewagt. Klingt ein bisschen nach: die Religiösen sind an allem schuld.

    Ethik fragt ja: Dürfen wir alles, was wir können? Ich bin kein Molekularbiologe, gehe aber davon aus, dass man mit CRISPR/Cas9 mehr kann als eine Erbkrankheit heilen.

    Verändert sich dadurch vielleicht unsere Einstellung zu Gesundheit und Krankheit/Behinderung – und wenn ja, wie? Und wenn wir darauf eine Antwort finden – wollen wir das?

    Und wer profitiert von dieser Technologie? Geht das auf Krankenschein ohne Zuzahlung oder haben nur die Reichen etwas davon?

    Und was heißt das: „Es ist Zeit, dass sich die Ethik zu Wort meldet“? Wer ist „die Ethik“?

    Ich finde diese Fragen keineswegs trivial. Ethik sollte sich den Mund nicht verbieten lassen.

  5. Muriel sagt:

    Nanu, hier sind ja doch noch Leute.
    @Hardcore Tristesse: Schön! Ich vermisse deine Blogposts manchmal.
    @user unknown: Naja. Ja. Da ist irgendwie was dran, aber ich glaube, auch nicht alleine.
    @TakeFive: Schön gesagt.
    @gebrocheneslicht: Danke für deine Antwort. An deinem Einwurf ist natürlich was dran, daher auch die Einschränkung in meinem Beitrag.
    Aber
    „Verändert sich dadurch vielleicht unsere Einstellung zu Gesundheit und Krankheit/Behinderung – und wenn ja, wie? Und wenn wir darauf eine Antwort finden – wollen wir das?“
    Hast du denn den Eindruck, dass die zuständigen Ethiker(innen) sich seriös mit diesen Fragen befassen? Kannst du vielleicht Beispiele verlinken?
    Und falls es dich interessiert: Ich finde deine Auswahl von Fragen ein bisschen eigenartig.

  6. onkelmaike sagt:

    Ich finde die Fragen von gebrocheneslicht wichtig (muriel sei doch nit so streng, wir leben immerhin im postfaktischen zeitalter). ich finde die antwort ganz einfach, jede technologie braucht einen verantwortungsvollen, „ethischen“ umgang mit ihr. ist keine frage der technologie, die ist quasi unschuldig und nicht das thema, sondern eben eines ethischen umgangs mit ihr. damit sind dann theoretisch alle probleme gelöst.

    yay. muriels blog lebt. habe gestern die geschichte von dem igel gelesen, den ihr aus versehen von einer wohnung in die andere transportiert habt, gibts noch so highlights aus vergangenen jahrzehnten?

  7. Muriel sagt:

    @onkelmaike: Ich geh meine Einschätzung gerne mal einzeln durch:
    „Dürfen wir alles, was wir können?“ ist natürlich nur rhethorisches Geklingel, das ich noch nie in ernstzunehmendem Kontext beobachten konnte.

    „Verändert sich dadurch vielleicht unsere Einstellung zu Gesundheit und Krankheit/Behinderung – und wenn ja, wie?“
    wäre vielleicht potentiell sogar eine irgendwie interessante Frage, aber erstens kommt mir einigermaßen unplausibel vor, dass durch eine Technologie wie CRISPR da eine nennenswerte Änderung zustande kommt, und vor allem halte ich es für ausgeschlossen, dass man das im Vorhinein irgendwie beantworten kann. Es ist also nur haltlose Spekulation.

    „Und wenn wir darauf eine Antwort finden – wollen wir das?“
    Wer sind wir? Und was folgt daraus, falls nicht? Wenn es, wie im Kontext von Gentechnologie oft, um Verbote geht, finde ich es eher abwegig, Regierungen bzw. Parlamenten das Recht zuzugestehen, Forschung zu untersagen, weil sie glauben, dass die Erkenntnisse die Einstellung der Gesellschaft in von ihnen unerwünschter Weise verändern werden.

    „Und wer profitiert von dieser Technologie?“
    Naja. Ja. Würde ich jetzt nicht genau so stellen, aber wenn man ein bisschen großzügig auslegt und zum Beispiel über den Sinn von Patenten und solchem Kram nachdenkt (falls man einen findet …), ist das sicher sinnvoll, aber mehr allgemein, weniger auf einzelne Entdeckungen bezogen, und überhaupt halt breiter. Was sind die Vorteile, was sind die Nachteile bzw. Risiken? zum Beispiel.

    „Geht das auf Krankenschein ohne Zuzahlung oder haben nur die Reichen etwas davon?“
    Sicher auch eine von sehr vielen Fragen, die man prinzipiell stellen kann, obwohl sie eine Dichotomie impliziert, die meines Erachtens nicht nur so nicht existiert, sondern auch, ob bewusst oder unbewusst, unaufrichtig und manipulativ ist.

    „Und was heißt das: „Es ist Zeit, dass sich die Ethik zu Wort meldet“? Wer ist „die Ethik“?“
    Das ist hingegen eine wirklich sehr berechtigte, sehr interessante Frage. Für mich ist Ethik das Abwägen von Konsequenzen von Entscheidungen, und die daraus folgende Bewertung, und sollte deshalb natürlich immer stattfinden.

    „yay. muriels blog lebt. habe gestern die geschichte von dem igel gelesen, den ihr aus versehen von einer wohnung in die andere transportiert habt, gibts noch so highlights aus vergangenen jahrzehnten?“
    Pfff… Ich überlege ja schon lange, da oben noch so einen Reiter „Klassiker“ oder so einzuführen, unter dem man die Beiträge findet, auf die ich besonders stolz bin.
    Als erstes fällt mir da immer mein Gedicht „Flirting with Darkness“ ein, aber auch die diversen Reiseberichte. Interessiert dich denn was Bestimmtes?

  8. Serge sagt:

    Auch noch da. Gebe mir sogar öfters die Kommentare. +1 für Klassiker.

  9. onkelmaike sagt:

    Sachen mit Tieren finde ich immer toll. Oder Abenteuer.

  10. Muriel sagt:

    Dann am ehesten die Reiseberichte, sonst passiert hier nicht viel mit Tieren, fürchte ich. Sonst kannst du ja allgemein mal unter dem Tag „Wahre Geschichte!“ blättern. Zündende Ideen hab ich sonst gerade keine mehr. Bis auf den Piraten-Ahoi-Beitrag eines Fotoprojekts, an dem ich mal teilgenommen habe. Da ist beides drin:
    https://ueberschaubarerelevanz.com/2009/06/20/piraten-ahoi/

  11. madove sagt:

    Sag ich doch, dass das lebt.

    Und ich find hier wirklich im letzten Zitat und im letzten Absatz sehr schön klar gemacht, was das Problem mit dieser Art „Ethik“ ist.
    Aus meiner Wahrnehmung sind die relevanten „ethischen“ Fragen (und ich finde die Auswahl von gebrocheneslicht auch gar nicht soo daneben) eigentlich immer entweder rational zu beantworten, oder, bei neuen Technologien sehr häufig, sowieso wilde Spekulation, weil wir noch nicht abschätzen können, was sie für Auswirkungen haben.

    Und auf allen anderen Gebieten haben wir ja auch „normal“ „funktionierende“ Mechanismen, die regeln, wie wir mit Chancen, Risiken, Haftung und zB auch der Verteilung von Wohlstand und Privilegien umgehen, und diese Mechanismen sind SEHR verbesserungsfähig, aber ich sehe eigentlich nicht, warum man sich für einzelne Felder wie bestimmte Forschungszweige noch zusätzliche, komisch bis gar nicht legitimierte Orakelgremien wünschen sollte.

  12. madove sagt:

    So einen Reiter „Klassiker“ fände ich gut.
    Sowohl hier für mich, weil mich interessieren würde, was Du auswählst, und ich so an schöne Dinge erinnert werde, die ich vielleicht wieder vergessen hatte, als auch, weil ich das auf einem Blog, das ich das erste Mal besuche, sehr hilfreich fände.

  13. onkelmaike sagt:

    Habe jetzt mal bissi gestöbert unter „wahre Geschichten“. Arbeite an einem Kommentar zu einem Drogen-Post vonMai 2009. Ja, irgendeine Systematisierung wäre ein nice to have, da schließe ich mich madove an. Hehe und Keoni hatte Recht, es sollte dazu geschrieben werden, dass es zu den Urlaubsfotos launige Kommentare durch Mausdrüberstreichen gibt.

  14. onkelmaike sagt:

    Ach, und sorry, das Nerd-Liebe-Buch fand ich jetzt auch nicht so schlecht. Also auf jeden Fall nicht schlechter, als das was in solchen Formaten tatsächlich veröffentlicht und verkauft wird.

  15. Muriel sagt:

    Dafür musst du dich doch nicht entschuldigen, im Gegenteil.
    Zumindest würde ich aber selbst auch zugeben, dass es nicht ist, was sie wollten. Das ist dann so eine Batman-Situation, nur dass Batman von Gotham City kein Geld will und deshalb nicht aufhört, für sie dumme Witze zu schreiben, wenn …
    Na gut. Vielleicht ist die Situation doch völlig anders als bei Batman.

  16. Muriel sagt:

    @madove: Ja, gut, du hast ja recht. Irgendwann mach ich den Reiter vielleicht mal.

  17. Muriel sagt:

    @madove: Danke! Sowas meinte ich, ja. Es gibt diese Bereiche, in denen Leute das Bedürfnis haben, ihre „Ihgitt!“-Gefühle zu rationalisieren, und dann fangen sie an, von möglichen gesellschaftlichen Veränderungen und Ethik zu schwadronieren.

  18. onkelmaike sagt:

    ich habe nochmal darüber nachgedacht, was „Ethik“ eigentlich ist, und warum das manchmal so als Begriff ins Spiel gebracht wird. Ich benutze den nie. Denn ich habe das immer übersetzt mit „praktische Philosophie“, also welche konkreten Handlungsforderungen ergeben sich aus philosophisch-abstrakten Weltbildern. Einfacher gesagt, was ist moralisch richtig zu tun, oder auch, was ist gut. Ein schneller Blick in Wikipedia bestätigt das sogar ungefähr. Daraus folgt für mich aber, dass ich doch an jegliches politisches, öffentliches Handeln „ethische“ Maßstäbe anlegen muss. Immer, wenn ich eine Entscheidung treffe, die auch irgendjemand benachteilige, immer, wenn ich was abwägen muss, oder? Ich glaube, die Leute kommen nur dann immer mit dieser Ethik, wenn die Entwicklung von Dingen, ihr Missbrauchspotential etc. noch ungewiss sind. Warum eigentlich. Als ich gestern Nacht drüber nachgedacht habe, hatte ich irgendwie noch eine Antwort. Es gibt ja auch diese Ethik-Kommission, sie beschreibt ihre Aufgabe so:

    „Das rasch zunehmende Wissen und die stetige Verschiebung der Grenzen des technologisch Machbaren im Bereich der Biomedizin stellen die Gesellschaft und das Gesundheitspersonal in zunehmendem Maße vor ethische Fragen. Sie ergeben sich beispielsweise mit Blick auf Veränderungen im Arzt-Patienten-Verhältnis, steigende grenzüberschreitende Mobilität sowie Verteilungsprobleme und ökonomische Zwänge im Gesundheitswesen. In einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft stellt die Suche nach allgemeinverbindlichen und -gültigen Antworten auf diese Fragen oft eine Herausforderung dar. […]

    Hm, klar, wenn irgendetwas neues möglich wird, stellt sich immer auch die Frage danach, was der richtige Umgang damit ist. Aber war das nicht schon immer so? So ganz habe ich es noch nicht verstanden.

  19. Ash sagt:

    Grund: Ableismus (wie ja auch schon thematisiert).

    Je mehr an Embryonen herumgedoktert wird, desto schwieriger wird’s für die Menschen, die mit BeHinderungen leben – und es ist jetzt schon scheiße.

    Eltern, die vorher wissen, dass ihr Kind bspw. das Down-Syndrom hat, werden SCHON JETZT regelmäßig gefragt, warum sie sich für das Kind entschieden haben, ob sie es denn vorher nicht wussten. Und nicht nur die.
    Wenn morgen ein Weg gefunden würde, auch das 21. Chromosom u.U. zu korrigieren, würde der Rechtfertigungsdruck, der auf Eltern, die sich gegen diese „Korrektur“ entscheiden, lastet, noch schwerer und das Leben für Menschen mit Down-Syndrom auch.
    Natürlich geht es im konkreten Fall nicht um Trisomie 21, das ist nur ein Beispiel zur Veranschaulichung, aber die Frage, wann und bis zu welchem Punkt eingegriffen werden darf und sollte, stellt sich ja generell und ich finde es problematisch und unangebracht, Kritik an Eugenik in Zeiten eines um sich greifenden Rechtsrucks einfach so als „Befindlichkeits-Argument“ und „haltlose Spekulation“ vom Tisch zu wischen.
    Diese „Spekulationen“ sind ja eben nicht aus der Luft gegriffen, sondern orientieren sich an der jetzigen Lebensrealität vieler Menschen – aber ich glaube, mich daran zu erinnern, dass du schriebst, du wollest dich sowieso noch mehr mit Ableismus befassen?

  20. Muriel sagt:

    Grundsätzlich mit allem.
    Hier finde ich es irrelevant, weil ich das Problem sehe, es aber nicht legitim finde, das mit Behandlungsverboten zu lösen. Das finde ich ähnlich daneben wie ein Adootionsverbot für homosexuelle Menschen mit der Begründung, dass die Kinder gehänselt werden könnten. Das ist auch ein reales Problem, und ein sehr ernstes, aber ich sehe dafür andere Lösungen, erheblich bessere.

  21. Ash sagt:

    Also der Vergleich passt wirklich hinten und vorne nicht.

    Ein Adoptionsverbot ist diskriminierend, ein Behandlungs“verbot“ – um das es hier nicht einmal geht – schützt Menschen vor Eingriffen, die durchgeführt werden, weil irgendwer anders glaubt, ihr Leben könne kein Lebenswertes sein.

  22. Muriel sagt:

    Du hast natürlich recht, dass ich mir einen besseren Vergleich hätte überlegen können. Inzwischen sind mir auch einige eingefallen.
    Die Diskussion hier dreht sich doch nicht darum, Menschen vor Eingriffen zu schützen, sondern es geht darum, Frauen zu verbieten, zu entscheiden, was in ihrem eigenen Körpern passiert.
    Oder wie?

  23. Ash sagt:

    Nein. Dein Eingangspost stellt die Frage, welchen Grund es dafür geben sollte, das Thema aus ethischer Sicht zu betrachten. Nun haben mehrere Menschen Ableismus (wenn auch nicht immer mit diesem Wort) als Grund genannt, du tust das aber alles ab und hältst an der Aussage fest, es gäbe keinen und verwendest plötzlich das Wort „Verbot“. Warum?

  24. Muriel sagt:

    Irgendwas verstehe ich jetzt nicht.
    Es geht in dem Artikel, den ich kommentiere, doch um die Frage, ob das Verfahren aus ethischen Gründen verboten werden soll.
    Sind wir uns soweit einig, oder besteht da Dissens?

  25. Muriel sagt:

    Und ich halte übrigens nicht nur nicht an der Aussage fest, ich würde sogar so weit gehen, abzustreiten, dass ich je sowas gesagt hätte. Natürlich gibt’s Ableismus, und wie!

  26. Ash sagt:

    Ich meinte nicht, dass du die Existenz von Ableismus abstreitst, sondern dass du daran festhältst, dass es keinen Grund gibt/Ableismus kein Grund dafür ist, die Sache aus ethischer Sicht zu betrachten.

  27. Muriel sagt:

    Dann liegt da womöglich ein Missverständnis. Ich bin sehr dafür, dass Ganze aus ethischer Sicht zu betrachten, und Ableismus ist dabei ein wichtiger Aspekt. Find ich.

  28. Ash sagt:

    Es geht darum, ob es _zugelassen_ wird.

    Seit 1945 GIBT es zum Glück ja zumindest diverse Einschränkungen bzgl. Eugenik – die Frage ist, wie sinnvoll es ist, die aufzuheben.

  29. Ash sagt:

    Ok, puh, das beruhigt mich.

  30. Muriel sagt:

    Das ist die gleiche Frage von der anderen Seite, is ich denke, rechtfertigen muss sich immer das Verbot, die Strafe. Ich find die Argumentation dazu in dem Artikel völlig haltlos.

  31. Ash sagt:

    Ich sehe im Artikel kein Argument, nur die Aussage „Muss unter ethischen Gesichtspunkten betrachtet werden“, der wir aber ja scheinbar auch beide zustimmen.

  32. Muriel sagt:

    Ich finde, der Artikel vertritt da eine recht klar erkennbare Position, auch wenn er sie ein bisschen verbrämt.

  33. Ash sagt:

    Ja, die Position vertrete ich auch, nur eine Argumentation sehe ich im Artikel nicht. 😀

    Allerdings finde ich, dass in Anbetracht der Geschichte von Rassenhygiene/Eugenik nicht viele zusätzliche Argumente nötig sein sollten und vielleicht sieht die Person das auch so. ¯\_(ツ)_/¯

  34. Muriel sagt:

    Das sehen wir dann wohl sehr unterschiedlich.
    Aber sowas gibt’s ja leider.

  35. onkelmaike sagt:

    also ich finde den vergleich mit dem adoptionsverbot völlig gelungen. und ich bin grundsätzlich gar kein fan von muriels vergleichen. oft sind sie eher blöd und dann gibt er es nicht zu.
    äh, zurück zum thema: es geht darum etwas grundsätzlich gutes (möglichkeit von adoption durch homosexuelle/medizinische neuerungen) deswegen abzulehnen, weil auch etwas grundsätzlich schlechtes passieren kann.
    und dieses „jetzt ist die ethik besonders gefragt, weil es so viele technische neuerungen gibt“, finde ich ehrlich gesagt von blatanter blödheit. das galt schon immer. immer schon gabs technischen fortschritt, der immer schon ein missbrauchspotential hatte, der immer schon „ethisch“ betrachtet werden musste, so wie alles.

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