#AuthorsAreTrash

23. August 2018

Nee, keine Sorge, ich will nicht über irgendwelche aktuellen Hashtags reden, sondern über eine Frage, und das wird übrigens ausnahmsweise auch mal keiner meiner Muriel-macht-sich-über-Leute-lustig-die-seiner-Meinung-nach-Unrecht-haben-Posts, sondern einer meiner seltenen Muriel-fragt-euch-was-und-hofft-auf-interessante-offene-Gespräche-in-denen-niemand-Angst-haben-muss-dass-jemand-sich-über-ihre-Meinun-lustig-macht-weil-sie-seiner-Meinung-nach-Unrecht-haben-Posts. Kann nur gutgehen, oder?

Meine Frage nahm ihren Anfang in diesem Tweet:

Naja, nee, das stimmt auch nicht, denn natürlich hab ich auch vorher schon darüber Gedanken gemacht, aber das kann ja auch dahinstehen, es geht schließlich um was anderes, nämlich um die Darstellung von Sexismus in Kunst und Unterhaltung. Mutmaßlich übertragbar auf alle anderen problematischen Ideen, mehr oder weniger.

Und zwar ist es so, dass ich den beiläufigen, unreflektierten Sexismus in meinen Büchern (Filmen, Musikstücken, egal) sehr lästig und ärgerlich finde, und ich denke, das ist klar, da gibts nichts zu diskutieren.

Aber es gibt ja nicht nur den. Es gibt ja, wie zum Beispiel in The Handmaid’s Tale, das ich gerade angefangen habe, auch den sehr zentralen. thematisch prägenden, reflektierten Sexismus, der eigentlich eher nicht da ist, weil die schöpfende Person ihn verinnerlicht hat und deshalb reproduziert, sondern weil sie ihn zeigen will, damit auf die Probleme der realen Welt verweisen, und diese wiederum damit hoffentlich besser machen.

Und jetzt frag ich mich, wie ihr das seht. Meint ihr, diese Art Geschichte trägt mehr zur Sache bei als zum Beispiel eine Geschichte von einer Gesellschaft, in der echte Gleichberechtigung herrscht, wie Gene Roddenberry mit Star Trek sie, ähem, zumindest dem Vernehmen nach gerne abzubilden versucht hätte? So eine Geschichte könnte ja auch, geschickt geschrieben, die Probleme der realen Welt thematisieren und aufzeigen, aber ohne sie in der fiktiven Welt zu reproduzieren, sondern stattdessen, indem es zeigt, wie es anders ginge?

Ich persönlich neige zu der nicht so interessanten Auffassung, das beides seinen Platz und seine Berechtigung hat, fände es aber für mich selbst enorm erfrischend, einfach mal eine gut geschriebene unterhaltsame Geschichte zu lesen, oder zu hören, oder zu sehen, die sich von diesem Schmutz lösen kann.

Und ihr so? Was denkt ihr? Kennt ihr vielleicht Beispiele für Geschichten, die ihr mir empfehlen würdet? Habt ihr belastbare Erkenntnisse oder einfach frei entwickelte eigene Meinungen zu der Sache?

Dann immer her damit.


We bring you both s-, no actually, we don’t.

13. August 2018

Spiegel.de hat ein pro&kontra veröffentlicht, immerhin nicht zur Frage, ob man ertrinkenden Menschen helfen oder es lieber lassen sollte, aber vom Niveau her ist es nicht weit weg. Vor allem das kontra natürlich, das pro hab ich wieder nicht gelesen. Vielleicht wird das jetzt mein USP, in Zukunft.

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Quid pro quo statt Verfassungsklagen!

12. August 2018

Hanna Jacobs hat in der Zeit einen Aufruf an uns Atheist*innen geschrieben, und da fühl ich mich natürlich angesprochen. Ihr auch? Dann kommt doch mit hinter den Trennstrich, und sonst natürlich auch. Wird bestimmt lustig.

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