We bring you both s-, no actually, we don’t.

Spiegel.de hat ein pro&kontra veröffentlicht, immerhin nicht zur Frage, ob man ertrinkenden Menschen helfen oder es lieber lassen sollte, aber vom Niveau her ist es nicht weit weg. Vor allem das kontra natürlich, das pro hab ich wieder nicht gelesen. Vielleicht wird das jetzt mein USP, in Zukunft.

Ach so, ihr wisst noch gar nicht, worum es geht, oder? Ja gut. Spiegel.de wusste das anscheinend auch nicht so richtig genau. Drüber steht die Frage: „Kann Sprache die Gesellschaft ändern?“, aber Thomas Wagner hat sein Kontra zu einer anderen geschrieben. Jedenfalls ist er wohl irgendwie gegen gerechte Sprache, und natürlich kann man so eine Position nicht vertreten, ohne gleich am Anfang zu demonstrieren, dass man keinen Wert auf eine aufrichtige Auseinandersetzung legt, so will es das Gesetz:

„ich glaube nicht, dass diese Nachteile wegfallen, nur weil wir eine geschlechtsneutrale Sprache einführen.

Nee, klar, gut, dass Sie das sagen, Herr Wagner, denn damit grenzen Sie sich total gut ab von all den vielen Menschen, die sicher sind, dass sofort jegliche Ungerechtigkeit verschwindet, sobald auf Bankvordrucken auch Kundinnen erwähnt werden. Danke für diese richtige und wichtige Klarstellung.

Will jemand raten, was der nächste Punkt in seiner Argumentation ist? Schon gut, bringt nichts, ist zu einfach:

„Selbst wenn wir Formulare in Behörden anpassen, wenn wir Aushänge umschreiben, bleibt immer noch die Frage, wie sich so ein sprachlicher Wandel der gesamten Gesellschaft vermitteln lässt. […] Und stößt es nicht auf Ablehnung, sodass die Aktion letztendlich kontraproduktiv wirkt?

Genau. Es ist das altvertraute „Aber wenn wir Flüchtlinge nicht direkt an der Grenze erschießen, treiben wir damit nicht die Bevölkerung in die Arme der Rechtsradikalen?“-Gambit. Und ich weiß natürlich nicht, ob ich für euch, für Anatol Stefanowitsch oder zumindest irgendwen spreche, wenn ich sage: Genau darum geht es doch! Dass es auf Ablehnung stößt, wenn man auch Frauen sprachlich sichtbar macht, ist der Grund, aus dem wir dringend Frauen sprachlich sichtbar machen müssen, Herr Wagner! Wie kann man das denn nicht verstehen?

Auch der dritte Punkt ist sattsam bekannt: Andere Probleme sind wichtiger. Ja, ach was.

Und dann zu guter Letzt – wie viel zahlt der Spiegel eigentlich für solche Stücke? Weil ich könnte die auch schreiben. Kontaktdaten stehen im Impressum. – kommt natürlich noch:

„Das Problem von sprachpolitischen Varianten – wie dem Binnen-I oder dem Gendersternchen – ist, dass sie keine leichte Sprache mehr sind, sondern superschwer.“

Hachja… Das ist also Das Problem. Leuchtet ein, oder? Wenn plötzlich nicht mehr wie heute ALLE Texte ganz leicht lesbar und Universell verständlich wären, wo kämen wir denn da hin? Gerade bei Bankformularen, Gesetzestexten und AGB-Vordrucken droht uns die universelle Zugänglichkeit kulturell prägender Texte verloren zu gehen, die jetzt doch eigentlich schon überall umgesetzte Inklusion wäre bedroht ja ihr habt verstanden, was ich meine, ich weiß, aber im Ernst. Ich bin kein Experte für leichte Sprache, aber ich würde sagen, so kompliziert sind weibliche Endungen auch wieder nicht, und wenn man für eine Zielgruppe schreibt, die wirklich nicht damit umgehen kann – nicht wie Fleischhauer und Hahne, sondern … Ihr wisst schon -, dann überlegt man sich halt was. Es geht glaubich echt gut, wenn man Lösungen sucht, statt Problemen.

Wie soll man die Wörter denn aussprechen, wenn man sie liest?

Es ist superschwer, oder? Zumindest, wenn man sich für die Antwort eigentlich nicht interessiert, weil es einem gut zupass kommt, die Frage als unbeantwortbar stehen zu lassen.

Ich bin nicht generell gegen eine Sprachveränderung.

Jessas, aber worüber streiten wir denn dann eigentl-

 Aber sobald Sprache angepasst wird, um moralische Vorstellungen durchzusetzen, und alle, die sich dem widersetzen, verurteilt werden, spaltet das die Gesellschaft.

Und jetzt haben wir Bingo, glaub ich. Der fehlte nämlich noch: Der gute alte Kniff, so zu tun, als wäre Sprache nicht auch jetzt schon angepasst, um bestimmte Vorstellungen durchzusetzen, als wäre nur die Veränderung irgendwie politisch, und der status quo halt gottgegegeben.

Hier ist er übrigens, wie eigentlich immer, kombiniert mit dem anderen guten alten Kniff, so zu tun, als wollten diejenigen, die bessere Sprache anstreben, das durchsetzen, indem sie alle, die versehentlich doch noch mal das Gendersternchen vergessen, im Bronzebullen knusprig rösten und dann ihre Kinder zwingen, sie zu essen, und dann so zu tun, als wäre das die einzige Möglichkeit, Sprache gerechter zu machen, und wenn man nicht will, dass Kinder gezwungen werden, ihre gegrillten Eltern zu verspeisen, dann kann man halt keine gerechtere Sprache wollen, schade, aber ist halt so, kann man nix machen.

Ein Zwang entsteht.

Wo? Wie? Hä? Welcher Zwang entsteht denn, wenn die Sparkasse auf ihre Vordrucken KundInnen statt Kunden schreibt? Ja gut: Genau genommen der, dass die Sparkasse irgendwen anweist, das so zu schreiben. Aber dann siehe oben. Die Sparkasse weist ja auch jetzt schon irgendwen an, das zu schreiben, nur nicht so, sondern anders. Ich wüsste schon total gerne, wie das im Kopf von Herrn Wagner aussieht, und ob er das wirklich so sieht, oder nur in Verzweiflung hingeschrieben hat, weil er halt den kurzen Strohhalm gezogen hat und die Kontra-Seite vertreten musste. Aber kriegt man ja leider nicht raus, sowas.

Wird dieser Zwang von Behörden übernommen, also institutionalisiert, sehe ich darin ein Problem

Und sonst nicht? Dann gibt er also zu, dass alles, was er vorher geschrieben hat, Unfug war und nichts zur Sache tut? Nee, glaub ich nicht. Aber was will er uns dann sagen? Na gut, egal. ich versteh ja nicht mal, was „dieser Zwang“ überhaupt sein soll, den er da in Bezug nimmt. Er hat es nirgends erklärt.

Dann geht es nicht mehr um den Inhalt, sondern um bürokratische Vorgaben von oben herab.

 

24 Responses to We bring you both s-, no actually, we don’t.

  1. user unknown sagt:

    Du gehst von falschen Prämissen aus, aber auch der schlecht informierte Spiegelredakteur, der meinte, er könne einen Artikel einfach aus dem Ärmel schütteln, ohne sich zu informieren oder sich nur einseitig bei feministischen Theoretikern zu informieren.

    Wenn Frauen spezifisch auf Banküberweisungen ausgewiesen werden sollen, wieso dann nicht auch Männer? Gerechterweise müsste man dann „Kundin und männlicher Kunde“ schreiben, denn „Kunde“ allein ist generisch, und aus dem Kontext Bankformular geht eigentlich hervor, dass hier nicht speziell Männer gemeint sind, sondern „Kunde“ als generische Funktionsbezeichnung.

    Das Wort „Kunde“ ist zwar männlich, aber es bezeichnet keineswegs ausnahmslos oder auch nur bevorzugt Männer. Beweis? Nun, die Hilfskraft, da kommt auch niemand auf die Idee, dass da nur Frauen mit gemeint sein könnten, oder „die Koryphäe“. Die Wörter sind generisch weiblich, was bei Berufen oder Funktionen in der Tat eine Ausnahme ist, aber dass niemand darüber stolpert zeigt, dass es im Sprachbewusstsein keine Dissonanz hervorruft, so wie auch „Fußgängerampel“ jahrzehntelang keine Dissonanz hervorgerufen hat und bis heute bei den meisten Deutschsprechern keine hervorruft.

    Von notorischen Spaßvögeln wird gerne das Mitglied ins Feld geführt, aber nur weil das männliche Geschlechtsteil auch Glied genannt wird, nicht weil Glied sächlich ist. Ist die weibliche Form der Mehrzahl vielleicht Mitgliederinnen?

    Die Prämisse, dass die Sprache nicht neutral sei, sondern ungerecht ist schon falsch.

    „Frauen sichtbar machen“ ist so eine feministische Universalphrase – wieso sollten Formulare Frauen sichtbar machen? Männer machen sie ja auch nicht sichtbar, denn nur ein männlicher Kunde ist als Mann sichtbar, im Kunden ist das Geschlecht des so bezeichneten unsichtbar.

    „Schalter für Kundinnen und männliche Kunden“ ist ja nun zweifelsfrei ein umständliches Phrasenungetüm, im Gegensatz zu Kundenschalter. Man muss die ungerechte Sprache per Dekret erst schaffen, wenn man mit „Kundinnen- und Kundenschalter“ zwei Geschlechter ansprechen wollte und würde sich gleich das Problem einhandeln keine Bezeichnung für Transfrauen, Transmänner und verschiedene andere, denen 2 Geschlechter nicht genügen, parat zu haben. Eine generische Bezeichnung, die das Geschlecht der gemeinten Person offenlässt, haben wir schon: „Kunde“.

    Und wenn von Kunden die Rede ist interessiert das Geschlecht meist nicht – es ist also unökonomisch da jetzt geschlechtsspezifische Begriffe in Formulare zu zwängen, wo sie nur stören, denn wir wollen ja eine Gleichbehandlung für jedermann und gerade nicht Zinssätze oder derartiges, getrennt nach Geschlecht. Nein, das Geschlecht soll nicht sichtbar gemacht werden.

    Und die vielen Sprachen, die keine oder kaum Geschlechter haben (im Englischen zwar he/she/it, aber immer nur the) sehen, was Gleichberechtigung betrifft, auch nicht so aus, als sei da wegen angeblich größerer Neutralität der Sprache etwas anders.

    „Dass es auf Ablehnung stößt, wenn man auch Frauen sprachlich sichtbar macht, ist der Grund, aus dem wir dringend Frauen sprachlich sichtbar machen müssen“.

    Nein, ist es nicht.

    Wenn plötzlich nicht mehr wie heute ALLE Texte ganz leicht lesbar und Universell verständlich wären, wo kämen wir denn da hin?

    Einerseits ein Strohmannargument, denn von ALLEN Texten war ja nicht die Rede, nicht wahr?

    Und zweitens scheitern Texte mit Binnen-I oder Sternchen schon an der Vorlesbarkeit.

    Dazu kommen die bereits erwähnten Wortungetüme, die auch eskalieren können, etwa beim Schülersprecher, der zum „Männlicher Sprecher oder Sprecherin für Schülerinnen und männliche Schüler“ mutiert.

    Des weiteren kommt dazu folgende Problematik: „Schnellster beim Stadtlauf war Inge Müller“. „Schnellste beim Stadtlauf …“ kann nur eine Frau gewesen sein, aber daraus folgt dann indirekt, dass der Schnellste vielleicht ein Mann war.

    Ich bin kein Experte für leichte Sprache, aber ich würde sagen, so kompliziert sind weibliche Endungen auch wieder nicht,

    Ich muss es leider so klar sagen: Du bist überhaupt kein Experte für Sprache. Was ist denn mit Vertrauenspersonen – sind das immer Frauen? Das Wort Person ist weiblich, aber das Geschlecht der konkreten Person ist davon unberührt. Wie kommt es, dass sich das ganz smooth in unsere Sprache eingliedert?

    Dagegen macht man aus Busfahrern jetzt Busfahrende, was natürlich etwas ganz anderes ist.

    Es hat auch niemand Schwierigkeiten seinem Kater Katzenfutter zu kaufen und Katzenstreu. Wieso wird das ohne zu murren hingenommen? Weil Katze die generische Form ist und weiblich und von einem Hammer (der Hammer) oder einem Löffel (der Löffel) niemand erwartet einen Penis zu haben, sowenig wie eine Zange oder eine Gabel eine Vulva hat.

    Das Weib war auch noch nie geschlechtslos.

    Das Missverständnis des deutschen Genussystems ist aber fundamental.

    so zu tun, als wäre Sprache nicht auch jetzt schon angepasst, um bestimmte Vorstellungen durchzusetzen

    Eine Behauptung ohne Evidenz. Als ob Frauen in 1000 Jahren deutscher Sprache nicht gesprochen hätten. Wieso heißt es wohl Muttersprache? Weil man sie v.a. von der Mutter lernt. Die Frau wird als machtlos und unterdrückt in die Vergangenheit projiziert und die Männer als Verschwörer vorgestellt, die in geheimen Zirkeln immer schon Germanistik, Psychologie und Propagandawissenschaften betrieben haben und auch immer richtig dabei lagen.

    Derartige Superfähigkeiten haben die übelsten Chauvinisten und Machos der Geschichte sich nicht zugeschrieben, wie sie hier von Feministen imaginiert werden.

    Eine kolossale Verschwörungstheorie!

    … so zu tun, als wollten diejenigen, die bessere Sprache anstreben, das durchsetzen, indem sie alle, die versehentlich doch noch mal das Gendersternchen vergessen, im Bronzebullen knusprig rösten …

    Ist das so? Dafür hast Du sicher einen schlagenden Beleg?

    Welcher Zwang entsteht denn, wenn die Sparkasse auf ihre Vordrucken KundInnen statt Kunden schreibt? Ja gut: Genau genommen der, dass die Sparkasse irgendwen anweist, das so zu schreiben. Aber dann siehe oben. Die Sparkasse weist ja auch jetzt schon irgendwen an, das zu schreiben, nur nicht so, sondern anders.

    Ist schwer zu erkennen, vielleicht. Natürlich der Zwang, der die Sparkasse zwingt, dass so zu schreiben oder schreiben zu lassen.

    Weil bislang gibt es ja keinen Zwang, und die Sparkassen haben nicht so geschrieben – weil es ihnen nicht gefällt, weil sie die Argumente nicht überzeugt haben, oder weil sie vom Patriarchat betrieben wird und neben Bankgeschäften auch Frauenunterdrückung als Organisationsziel auf ihre Fahnen geschrieben hat. Heimtückisch getarnt durch den Namen „Sparkasse“, der so anmutig weiblich daher kommt.

    Die Feministische Sprachtheorie ist ca. 35 Jahre alt und aus der akademisch/feministischen Nische nicht herausgekommen. Selbst ihre eingefleischten Vertreter bekommen keine flüssige Aussprache der angepriesenen Ersatzbildungen hin. Im spontanen Gespräch fallen allesamt auf die alte Sprache zurück, weil die Sprachbildung beim aktiven Sprechen normalerweise nicht auf die Kontrolle durch die Vernunft, die meint ein Binnen-I sei hilfreich, zurückzugreifen. Die, die es selbst gemerkt haben, unterlassen es selbst, sobald sie nicht mehr für ein Auditorium sprechen, dass dieser Idee durchwegs positiv gegenübersteht, weil es auch immer wie Parteitagsdeutsch klingt – total aufgesetzt und gezwungen. (Siehe dazu etwa den Lila-Podcast, ich kann aber leider nicht sagen welche Folge, bestimmt über ein Jahr her).

    Andererseits ist ein billiges Mittel Frauenfreundlichkeit und Emanzipation zu symbolisieren. Überall jetzt Studierendenwerke. Ha! Welch Fortschritt! Potjemkinsche Dörfer.

    Es fehlt jeder Beweis, dass eine Sprachänderung in dieser Art das Bewusstsein verändert.

    Gleichzeitig ist die Theorie absolut antiwissenschaftlich. Sie ignoriert die wahre Historie, in der sich das generische Maskulinum entwickelt hat.
    Und deshalb passt die Theorie auch nicht zu Dir – Du bist ja sonst eher evidenz- und wissenschaftsorientiert.

    Anatol Stefanowitchs Aussagen muss man leider mit großem Misstrauen begegnen. Der argumentiert nicht sauber sondern ist bereit, für das gewünschte Ergebnis jeden Unfug zu behaupten.

    Das sogenannte generische Maskulinum, die männliche Form im Plural wie bei ‚die Studenten‘ oder ‚die Beamten‘, wird meist als ein tatsächliches Maskulinum gelesen, also eben nicht geschlechtsneutral. Man liest es, und vor dem inneren Auge erscheint eine Gruppe Männer.

    Mach mal das Experiment.

    Ist vor Deinem Auge bei Fußgängerampel oben eine Gruppe Männer erschienen?

    Mein Hirn macht sich nicht die Arbeit bei jedem Satz auszumalen, wie das in einem Bild oder Film aussähe. Ich bezweifle, dass es das bei anderen tut.

    „Ich geh zum Bäcker – soll ich Dir Brötchen mitbringen.“ Malst Du Dir da einen Bäcker aus?
    Dann kannst Du sicher auch sagen, wie alt der in etwa ist, ob der Glatze hat oder nicht, Brille oder Schnurrbart. Hast Du einen Stammbäcker? Ist es vielleicht mehr eine Bäckerin oder eine Backshopverkäuferin?

    Und beim Hören des Wortes „Katzenfutter“ – stellt sich da Dein Kopf automatisch weibliche Katzen vor? Wieviele? Welche Farbe hatten die? Oder bildest Du die Bilder erst, wenn man Dich nach diesen Bildern fragt?

    Geh einfach mal alle Substantive durch – wie sehen die Spaßvögel aus, welches Geschlecht haben sie, welcher Prozentsatz Brillen? Welches Geschlecht hat das Mitglied? Ist es blond?

    Die „dutzenden Experimente“, ich wette es gibt sie nicht, sondern nur die zwei, drei die ständig zitiert werden und methodisch äußerst fragwürdig sind. Man soll es glauben weil man es glauben will. Wieso sollte ein Sprachwissenschaftler schon lügen?

    Ich muss gestehen früher selbst für diese Reformsprache eingetreten zu sein, ist ein wenig her.

    Zur Genese des Genussystems im Deutschen empfehle ich gerne, auch wiederholt, xy Scholten, hier ein ausführliches Video , hier weitgehend das gleiche als Text (html, epub, pdf) .

  2. Muriel sagt:

    @user unknown: Ich antworte auf deinen Kommentar nicht inhaltlich, aber danke, dass du das alles noch mal aufgeschrieben hast. War sicher eine Menge Arbeit.

  3. onkelmaike sagt:

    @user unknown. du hast dir viel mühe gegeben. leider ist inhaltlich viel falsches dabei. ich weiß nicht, ob du an einem austausch interessiert bist oder einfach an beschäftigungstherapie. wenn letzteres der fall ist, dann herzlichen glückwunsch, hier das blog vollzuspammen schadet ja niemandem.
    wenn du an austausch interessiert bist, dann empfehle ich dir, dich respektvoller zu verhalten, und zum beispiel vielleicht mal deine meinung in angemessenem umfang vorzutragen und zum beispiel mit einer frage zu verbinden.

  4. user unknown sagt:

    Dass vieles falsch sei, Onkelmaike, ist eine bloße Behauptung von Dir ohne Beleg. Was ohne Beleg behauptet wird kann auch ohne Beleg zurückgewiesen werden.
    Da Du nicht mal spezifizierst, was angeblich falsch sei, kann es auch in Gänze zurückgewiesen werden. Da es nicht von Respekt zeugt, diskreditiert es Dich auch als Dozenten über Respekt.

    Was ist denn Deine Frage?

    Der Umfang ist 1436 Wörter, inklusive Zitate, als Antwort auf 924 Wörter des Artikels.

    Ich finde es bemerkenswert, nur auf quantitative Aspekte meines Textes vage einzugehen – ich schätze er ist Dir zu lang, nicht zu kurz. Das soll ja angeblich eine Folge des Surfens sein, dass die Fähigkeit sich auf längere Gedankengänge einzulassen abnimmt.

    Ich finde 1436 Wörter durchaus angemessen für das Thema aber die Zahl der Wörter auch wieder nicht entscheidend.

    Ich halte es für eine Ausrede von Dir, sich inhaltlich nicht mit der Argumentation auseinanderzusetzen.

    Da Du den Beitrag als Spam zu verunglimpfen trachtest, kann man von Dir leider nicht sagen, dass Du niemandem schaden willst.

    TL;DR:
    Wenn es Dich überfordert, dann lass es.

  5. user unknown sagt:

    danke, dass du das alles noch mal aufgeschrieben hast. War sicher eine Menge Arbeit.

    Bitte, für Dich doch gerne. 🙂

  6. Muriel sagt:

    „Was ohne Beleg behauptet wird kann auch ohne Beleg zurückgewiesen werden.“
    Dann ist es doch aber äußerst angemessen von ihr, deine Behauptungen auf genau diese Weise zurückzuweisen, und es herrscht schönste Harmonie.
    So mag ich das.

  7. user unknown sagt:

    Muriel, ich habe jede Menge Behauptungen mit Beispielen belegt, die leicht nachvollziehbar sind und, wären sie falsch, leicht widerlegbar wären – zum Beispiel Katzenfutter.

    Ich finde den Stil nicht inhaltlich zu diskutieren, sondern sich in Dominanzposen zu erschöpfen („War sicher eine Menge Arbeit.“), bemerkenswert, weil er sehr unsympathisch rüberkommt und die Gefahr besteht, dass die Leser dahinter eine Geisteshaltung wittern, vor der sie lieber Reißaus nehmen.

    Wer ohnehin Deiner Meinung war freut sich vielleicht, dass Du es mir so richtig gegeben hast, muss sich natürlich auch fürchten, bei eigener Abweichung von der Hauslinie ähnlich abgekanzelt zu werden. Das erzeugt ein hübsch toxisches Cliquenklima.

    Ich kann natürlich nicht für die sprechen, die sich die Kommentare unbefangen durchlesen, aber ich schätze, je weniger sie diese Art der Kommunikation analysieren, desto stärker wirkt die Form unbewusst.

  8. Muriel sagt:

    @user unknown: Ja, ich glaub dir, dass du das alles so siehst. Und dass es keinen Sinn hat, das zu vertiefen, haben wir hier zumindest für meine Zwecke hinreichend belegt. Deshalb überlasse ich es den mehr oder weniger unbefangen Lesenden, selbst zu entscheiden, was sie hier mitnehmen, und biete ihnen natürlich gerne an, auch Fragen zu beantworten und meine Position näher zu erläutern.
    Aber das Gespräch mit dir ist bis auf Weiteres zu Ende. Und weil du gerade von toxischem Klima sprichst: Zukünftige Kommentare von dir lösche ich, wenn du sie nicht konstruktiv und respektvoll formulierst. Ich will nämlich lieber die paar Leute hier behalten, die ggf. vor dir Reißaus nehmen könnten, als die anderen.

  9. Muriel sagt:

    Ihr werdet es euch denken können: Er hat natürlich noch einen geschrieben, und ich habe ihn gelöscht.
    Und jetzt denke ich über einen Moderationsdokumentationsbereich hier im Blog nach, wo ich sowas dokumentiere, damit es nachlesbar und überprüfbar bleibt. Nun liest ja wahrscheinlich außer Maike, User und mir selbst eh niemand mit, aber: Meinungen?

  10. @Muriel: Nicht doch, stell doch dein Licht nicht so unter den Scheffel. Ganz viele Leute lesen hier mit und bewundern dich außerdem sehr. Nicht nur für deine brillante Argumentation, sondern auch einfach dafür, wie unanständig gut du aussiehst.
    Passend dazu ist auch diese Idee von dir wieder ganz großartig. Wie kommst du nur immer auf diese unfassbaren Geistesblitze?

  11. Muriel sagt:

    Wow, danke, Fabian, das ist ja mal echt großes Lob! Vorsicht, sonst denkt noch jemand, du wärst bloß eine Sockenpuppe. Aber trotzdem gerade von jemandem, der selbst so klug und schön ist, bedeutet mir so ein Feedback natürlich besonders viel. Ich denke, dann werd ich das wohl jetzt mal so machen, mit dem Moderationsbereich.

  12. onkelmaike sagt:

    @user unknown:
    wenn du wirklich glaubst, dass ich vom lesen längerer texte überfordert bin, wegen meines hohen internetkonsums und auch davon, mich mit dir auf eine diskussion einzulassen, dann möchte ich dich gerne in dem glauben belassen. wenn du glaubst, dass ich dachte, dass du meine äußerung dir gegenüber sympathisch findest und mich jetzt überrascht, dass es nicht so ist. bitte schön. für mich ist es so: das internet ist voller irrer, ich suche mir die, mit denen ich rede einfach sorgfältig aus.

    dass muriel leute abkanzelt, habe ich tatsächlich auch schon mir gegenüber erlebt und fand es nicht schön. andererseits ist er immer bereit, wenn man ihn sachlich darauf anspricht, auch darüber zu reden, und wenn er jemanden kränkt, dann tut ihm das (meinem eindruck nach) auch leid. und er nimmt es nicht übel, wenn er zurück abgekanzelt wird.

    aber wenn du findest, dass wir hier alle total toxisch und überfordert sind, dann geh doch wo anders hin, bei den maskus könntest du dich vielleicht wohl fühlen, viel erfolg!

  13. Joan sagt:

    Das wäre einerseits ganz interessant, und äußerst transparent – konterkariert aber andererseits mMn den Sinn des Löschens. Dann ist der Kommentar ja doch sichtbar und kann ggf die Gemüter erhitzen.

  14. onkelmaike sagt:

    puh, ich finde, welche kommentare stehengelassen werden, ist völlig sache der bloginhabenden person. objektivität und meinungsfreiheit gibt es eh nicht. für mich sind die kommentare teil einer gesamtäußerung. user unknown hat ja schon „in der sache“ diskutiert, und wir waren die unfreundlichen (ja, weil wir seine meinung so blöd fanden), aber da du nicht gebührenfinanziert bist, musst du auch nicht jeden quatsch hier stehen lassen.

  15. onkelmaike sagt:

    hab mir jetzt users kommentar im moderationsverlies noch angeschaut. ich persönlich finde dich da etwas streng. du könntest seinen kram auch stehen lassen, ohne drauf zu antworten, wenn du schon die erfahrung gemacht hast, dass es nicht fruchtbar ist. aber, wie gesagt, du bist ja nicht der bundestag, die ard oder die verfassung der usa

  16. Muriel sagt:

    Schön, dass wir uns alle einig sind, ich fand die Idee auch von Anfang an toll und habe deshalb umgehend reagiert, um euren Wunsch zu erfüllen. Das Moderationsverlies ist ab jetzt der place to be für inakzeptable Kommentare.

  17. onkelmaike sagt:

    mich würde jetzt noch die meinung dieses ominösen „fabian elfeld“ interessieren, er meldet sich bestimmt bald.

  18. Muriel sagt:

    Ich freu mich schon so auf den ersten inakzeptablen Kommentar unter der Verlies-Seite, den ich dann unten lösche und oben einfüge. Das wird so schön absurd!

  19. Muriel sagt:

    Um es einmal ganz im Ernst zu sagen: Natürlich habe ich keinerlei rechtliche Verpflichtung, hier Kommentare zuzulassen.
    Aber ich habe die gleiche Verpflichtung wie alle anderen Menschen, kein Arsch zu sein, und deshalb lege ich meine Moderation offen und freue mich sehr, wenn Leute mir dazu ihre Meinung sagen.
    Ob ich der Bundestag bin oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Bitte fragt mich nicht, ob ich der Bundestag bin. Es steht mir nicht frei, diese Information offenzulegen. Ich habe nie gesagt, ich wäre der Bundestag. Ich kann zu diesem Zeitpunkt weder bestätigen noch dementieren, dass ich der Bundestag bin. Ich bitte Sie, das zu akzeptieren.

  20. onkelmaike sagt:

    ich weiß ja, lieber herr bundestag, aber ohne den rassismus, dass du weißt, dass du keine kommentare zulassen musst. war mal wieder so ein (narzisstisches benehmen) fall von was ich schon immer mal sagen wollte. denn es gibt ja erstaunlich viele leute, die werfen blogger*innen zensur vor, wenn die sich vorbehalten, dinge nicht zu veröffentlichen.
    ja, wie gesagt, ich glaube, ich hätte das veröffentlicht, finde vielleicht klein bisschen arschig es nicht zu tun, wenn ich es wäre.

  21. Weil ich ja gefragt wurde, also ich finde ja, dass Muriels Humor einfach immer wunderbar erfrischend ist. Weiß gar nicht, wie der das hinkriegt, zu jedem Thema immer nicht nur was unglaublich Wahres zu schreiben, sondern außerdem noch so unterhaltsam und komisch, dieser abgefahrene Teufelskerl.
    Wahnsinn.

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