Egal wie Shapir du bist

 

Ich hatte auch überlegt, sowas wie „Ist Shahakvlleisch überempfindlich?“, aber das war dann sogar mir zu doof. Irgendeinen Namenwitz wollt eich aber schon, weil es genau darum ja geht.

Denn Shahak Shapira hat sich nun eingereiht in die Legionen derer, die finden, dass man ja inzwischen einfach nicht mehr sagen kann, was man denkt, in Deutschland.

Und dazu gehört 1 kurze Vorbemerkung: Jedes Mal, wenn es um den Typen geht, denke ich, dass ich doch schon mal was über den geschrieben habe, damals als er in der Sendung mit MaKss Damage war, und dann suche ich das, erst im Blog, und dann auf Facebook, und finds nicht, und wundere mich total, weil ich so 1 klare Erinnerung dran habe, damals schon was dazu geschrieben zu haben, wie unsympathisch ich natürlich beide fand, aber bei Shapira war das damals der weniger selbstverständliche Teil, denn von dem hatte ich zu der Zeit noch nie gehört. Ich fand ihn damals schon doof, und einerseits birgt das das Risiko von Voreingenommenheit, andererseits aber gibt es mir natürlich dieses angenehme Gefühl von Bestätigung jedes Mal, wenn er was Ekliges tut. Zum beispiel jetzt.

Ich glaube, es schadet nicht, wenn ich euch ein bisschen Hintergrund erkläre Falls ihr den schon kennt, könnt ihr diesen Teil ja überspringen. Vor einer Weile schrieb Shapira was Verharmlosendes über dieses eklige Smoothie-Unternehmen:

Dafür wurde er kritisiert, und weil er halt Shahak Shapira ist, konnte er damit nicht umgehen:

Shapira1

Dann hat er sich ähnlich dumm geäußert zu Bernd Stelters Witz über Annegret Kramp-Karrenbauer und die Dame, die sich drüber beschwert hat:

Dafür wurde er kritisiert, und weil er … Ich denke, das war genug Vorgeschichte, ihr dürftet es verstanden haben.

Weiter also zum aktuellen Anlass: Er hat Meedia 1 Interview gegeben, in dem er noch weiter jammern durfte.

Shapira2

Erst mal hat er über seine neue Show gesprochen, ja gut, ich werd sie mir nicht ansehen, aber keine Ahnung, erzählt mir gerne mehr davon, wenn ihr sie kennt, aber dann kam der schlimme Teil. Und mich fasziniert dabei, wie extrem klassisch er das macht. Ich wäre fast geneigt, es für eine satirische Aufführung zu halten, wenn ich ihn nicht wie gerade erklärt schon 1 bisschen kennte. Auf die Frage, was er meint, wenn er seinen Humor als „lieber ehrlich als richtig“ (Allein diese Formulierung schon! Fleischhauer und Tichy lieben sie bestimmt!) beschreibt, antwortet er, er habe keine Angst davor, ehrlich zu sein

und „wir“ seien „mittlerweise in einer Kultur, in der Ehrlichkeit nicht wertgeschätzt wird“. ich lenke eure Aufmerksamkeit auf das „mittlerweile“, dass bei solchen Sprüchen immer dazu gehört und uns daran erinnert, wie sehr Ehrlichkeit zum Beispiel in den fünfziger und achtziger Jahren noch wertgeschätzt wurde, oder 1240, keine Ahnung, und wie bedauerlich es ist, dass die Kultur sich da mittlerweile verändert hat.

Auf Nachfrage relativiert er ein wenig, sagt, er meine das gar nicht so dramatisch, aber viele Leute hätten Angst, dass ihrem Publikum nicht gefällt, was sie sagen.

ja gut. Okay. Wenn er nur das meint, das kenn ich, das geht mir auch immer

In Deutschland hat sich eine Kultur entwickelt, in der niemand provoziert werden will, und es niemand aushält, mit einer anderen Meinung konfrontiert zu werden.

Äh was? Also, ist jetzt alles gar nicht so wild, oder gibt es in diesem Land wirklich NIEMANDEN mehr, die es auch nur ertragen kann, wenn jemand etwas anders sieh als sie? Das ist ja schon ein großer Vorwurf gegen alle anderen, die nicht so souverän mit anderen Meinungen umgehen wie Mister

Meedia will daraufhin klären, ob er von „Political Correctness“ spricht, worauf er antwortet, das sei unangebracht für Comedy. Als Meedia daraufhin auf den Doppelnamenwitz rekurriert, zieht er noch mal alle Verharmlosungsregister, die ihm so einfallen, einschließlich des altbekannten „Wisst ihr nicht, dass es noch Schlimmeres gibt??“-Moves, der ja schon für Richard „Dear Muslima“ Dawkins damals so gut funktioniert hat:

Das war ein Witz, der überhaupt nicht lustig war. Aber es ging dabei nur um einen Doppelnamen einer bestimmten Person. Und dann kommt da eine Frau auf die Bühne und unterbricht die Show, weil ihrer Meinung nach, und ich zitiere, „im 21. Jahrhundert keine Witze über Namen sein müssen“? Das ist absurd. Hier gehen Comedians mit Blackface auf die Bühne und vergleichen Schwarze mit Affen. Politiker verkaufen ihre Transphobie als Witz und andere sind ernsthaft stolz auf die Wehrmacht, aber bei Namen ziehen wir die Grenze? Ich bitte Sie.

Der letzte Satz ist 1 schönes Detail, oder? Ich will spontan nachschlagen, wie alt er ist, und ob er beim Westfälischen Frieden noch dabei war.

Und weil er seine Bingo-Karte wohl noch nicht voll hatte, hat Herr Shapira dann noch ein bisschen Concern Trolling nachgelegt, als krönenen Abschluss:

Oftmals geht es bei vermeintlichem Aktivismus dann nicht um die Sache, sondern um die eigene Aufmerksamkeit. 

Nicht doch! Sowas gibts?

Ich sage das nur im Interesse dieser Bewegung. 

Denn seht ihr, darum geht es ihm in Wahrheit. Er macht sich Sorgen um uns. Er sorgt sich sehr. Ihm ist wichtig, dass der Feminismus und Antifaschismus nicht verwässert wird durch unnütze Grabenkämpfe und Leute, die solche wichtigen und ernsten Themen nur nutzen wollen, um damit Aufmerksamkeit zu gewinnen, weil es ihnen in Wahrheit gar nicht um die Sache geht.

Und damit setzt er sich auch in seiner neuen Show auseinander, sie heißt „Shapira Shapira“ und läuft ab Dienstag, 9. April, um 2315 auf ZDFneo. Schaut doch mal rein!

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