Puns are the lowest form of humor

Vielleicht erinnert ihr euch an meinen Kalauer-Beitrag von vor ewigen Zeiten. Wahrscheinlich nicht. Aber dies ist jedenfalls noch einer, aber einer mit nur einer Kalauer-Geschichte.

Sie geht so:

Vor langer langer Zeit, es ist echt lange her, vielleicht so im 11. Jahrhundert oder so, gab es in der Nähe von Paderborn, wo ja bis heute sehr nachdrücklich nichts los ist, ein paar kleine Dörfer und Höfe, die alle unter dem Schutz einer Ritterin standen. Die Ritterin nahm ihren Job nicht besonders ernst. Sie machte das schon eine ganze Weile und fand es in ihrer Burg eigentlich ganz bequem, da gab es immer Wein und Brot und sogar Salz. Lüneburg war ja nicht sooo weit weg.

Dennoch fand sich eines Tages eine Bedrohung, die auch unsere bequeme Ritterin nicht ignorieren konnte: Ein riesiges Wildschwein kam aus dem Wald und griff die Bäuer*innen und andere Dörfler*innen an, immer wieder, bis die Ritterin schließlich doch ihre Rüstung und ihr Schwert anlegte und vielleicht sogar ihre Lanze abstaubte und ausritt, um die Gefahr zu beseitigen. War ein beeindruckender Anblick, wie sie da in ihrer nur leicht angerosteten Rüstung über die Zugbrücke ins Paderborner Land galoppierte.

Allein, das Schwein war schlau, und wusste, dass es gegen eine Lanze dann doch nicht viel ausrichten konnte. Es nahm sofort reißaus, als die Ritterin erschien, und so sah sie nur noch das Schweinehinterteil verschwinden.

Sie nahm die Verfolgung auf, aber das Schwein, obwohl langsamer als ihr Schlachtross, verschwand im Dickicht des dunkeln Waldes. So ritt die Ritterin also einen Tag durchs Land, und noch einen, und noch einen, aber irgendwann wurde es ihr zu langweilig, und sie gab auf und kehrte in ihre Burg zurück.

Für eine gute Woche hatte die Landbevölkerung Ruhe, bis dann an einem Mittwoch kurz vor Sonnenuntergang ein riesiges Schwein in eines der Dörfer eindrang und mit seinen schwarzen, gewaltigen Hauern die Bevölkerung zu durchbohren begann.

In Panik rannten die Dörfler*innen zur Burg und flehten die Ritterin an, zu helfen.

Die Ritterin lutschte einen Entenknochen ab, warf ihn den Hünd*innen zu, die vor ihrem gemütlich flackernden Kaminfeuer lagen, und sagte: „Vergesst es, Leute. Das ist dasselbe Schwein wie beim letzten Mal, darauf falle ich nicht wieder rein. Ich bleib hier sitzen.“

Doch die verzweifelten Dörfler*innen wollten so leicht nicht aufgeben. Es ging ja schließlich um ihre Häuser und Äcker und Familien und überhaupt um alles, was sie hatten.

„Keineswegs!“, riefen sie. „Das Schwein sieht ganz anders aus, es ist gewiss nicht dasselbe! Reitet aus, und seht selbst!“

Und was soll ich sagen, am Ende ließ die Ritterin sich überzeugen. Seufzend ließ sie sich wieder die Rüstung überstülpen, gürtete ihr Schwert um, zog die Lanze aus der Halterung und donnerte in Richtung Dorf.

Doch als sie ankam und das mörderische Schwein inmitten der vielen toten Dörfler*innen sah, winkte sie nur ab, drehte um und kehrte schnurstracks in ihre Burg zurück.

Warum?, fragt ihr jetzt wahrscheinlich. Hatte sie etwa Angst vor dem riesigen mörderischen Wildschwein?

Keineswegs! Es war vielmehr so, dass die Ritterin sich noch gut an den Anblick des Schweinehinterns erinnerte. Mit Schinken kannte sie sich aus. Und so konnte sie jetzt auf Anhieb erkennen, dass die Dörfler sie belogen hatten. Was sich da vor ihr auf dem Dorfplatz inmitten von Blut und Gekröse im rötlichen Schlamm suhlte, war keineswegs ein anderes Tier als beim ersten Mal. Es war nur

Alter Schwein in neuen Leichen.

Ba dum tss.

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