Ain’t no time for no heroes

24. März 2020

Ich hab mich noch nicht so ganz entschieden. Und ich weiß auch, dass das schwierig ist, wenn ich das sage, weil ich zwar im allerweitesten Sinne auch im medizinischen Bereich arbeite, aber wirklich nur im allerallerweitesten, und deshalb vor allem Nutzer des Systems bin. Aber ich find trotzdem die Held*innenverehrung, die insbesondere Ärzt*innen und Pflegekräften derzeit entgegen schlägt, nicht gut.

Wirbleibenfüreuchda

Warum denn nicht? Die sind doch schließlich toll und machen nicht nur eine ganz wörtlich lebenswichtige Arbeit, sondern sie sind außerdem unterbezahlt, überfordert und unterversorgt und machen Überstunden und reißen sich für uns sämtliche Körperteile auf ihr kennt das. Was hab ich denn gegen die?

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Wie würde eigentlich ein anarchistischer „Leviathan“ heißen? „Katzenherde“?

26. Dezember 2019

Egal. Ich schreib eh keinen.Aber auf vielfachen Wunsch nicht nur einer einzelnen Leserin habe ich mich entschieden, endlich mal im Ernst genauer zu erklären, wie ich eigentlich auf die Idee komme, dass Demokratie doof ist und Anarchie toll.

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Über die Diversität auf Raumstationen im 22. Jahrhundert

3. Oktober 2019

Nachdem ich beim letzten Mal ein echt schlimmes Beispiel dafür besprochen habe, wie schlimm es um Diversität in der Literatur steht, habe ich heute ein etwas weniger schlimmes aufgesammelt. Vielfalt, ihr wisst ja. Ja, ist schon etwas älter, aber ich habs halt jetzt erst gesehen.

Offenlegung vorab: Ich habe mit der Autorin schon einmal gestritten, bin also nicht unvoreingenommen. Aber das bin ich andererseits ja nie.

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Thank you for travelling!

22. September 2019

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#bloggenwieDunjaHayali

12. September 2019

Und wie bitte kommen Sie jetzt darauf, dass Herr Meuthen ein Nazi sei? Ich hab immerhin vor Kurzem erst mit ihm gesprochen, und … Ja gut, er sagt das auch. Aber das ist ja kein Beweis. Ich bin schließlich Journalistin, und das heißt erstens, dass ich verpflichtet bin, jeden Tag mindestens ein Dutzend Na- ich mein, besorgte Bürger*innen zu interviewen, ich hab da gar keine Wahl, und zweitens brauche ich Belege, sonst glaub ich Ihnen gar nichts, das wär ja noch schöner!

Sie glauben doch auch nicht jedem, der Ihnen schreibt, er wäre ein Prinz aus Nigeria, oder? Sehnse! Aber bei Nazis soll das anders sein? Weil Sie Nazis mehr trauen als Nigerianern? Tja, denken Sie da mal drüber nach, wer hier jetzt der Rassist ist.

Ich meine, wie viele Autobahnen hat der Meuthen noch mal gebaut? Ganz genau? Wie bitte, ich kann Sie nicht hören! Wie viele Autobahnen? Aha. Soso. Und Weltkriege? Wie viele Weltkriege hat Herr Meuthen schon verloren? Ja, dachte ich mir.

Zack, Ruhe.


Uprooted

5. September 2019

„No, I didn’t! U did!“

Sorry. I had to do that.

Why, you ask? Well, because I just finished

and I also thought it might be nice to have a short blogpost for a change. So here is it:

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Der Schild der Herrschaft

23. Juni 2019

Ich sag ja oft einfach so krawallig, dass ich Demokratie nicht mag, weil ich halt manchmal ein kleiner Edgelord bin, und ich glaube, oft ist das gar nicht so gut von mir, aber ich bin halt auch faul, und das bleibt auch so, aber ich wills zumindest jetzt kurz mal erklären, weil es sich gerade anbietet:

Es ist ja nicht so, dass ich unbedingt was gegen das Konzept habe, Entscheidungen durch Abstimmungen zu treffen. Aber Demokratie hat immer noch das Herrschaftselement, die Obrigkeit, und die ist ein Problem. All das, was (nicht nur) jetzt gerade so zu Recht in harscher Kritik steht, die Konzentrationslager, die Polizist*innen, die zu Unrecht Leute verprügeln, die Entrechtung von Trans-Leuten, die Unterdrückung von Frauen zum Beispiel durch Verbote von Schwangerschaftsabbrüchen und/oder Informationen darüber, all das ist auch deshalb möglich und relativ risikofrei für die Verantwortlichen, weil ihre Rolle als Obrigkeit sie vor Konsequenzen abschirmt.

Freiheit

Wenn ich selbst losgehe und Leuten ihre Kinder wegnehme und die in Käfige sperre, wenn ich jemanden auf der Straße umschubse und dann weiter auf ihn einschlage, während er da liegt, dann werde ich damit nicht lange durchkommen, irgendwer wird mich davon abhalten, und wahrscheinlich werde ich sogar bestraft. Wobei ich vermute, dass mir aufgrund meiner körperlichen Konstitution und meines privilegiert gewaltfernen Lebenswandels die Leute, bei denen ich es versuchen würde, einfach zuvorkommen und mich derbe verkloppen würden, aber darum gehts hier gerade nicht. Es geht ums Prinzip, und dafür spielts keine Rolle, dass ich 1 Lauch bin, ders eh nicht packen würde.

Ihr wisst, dass ich andererseits diesem Konzept der Strafe durchaus skeptisch gegenüberstehe. Aber wenn das halt noch Konsens ist, und auch überall durchgesetzt wird, warum machen wir dann Ausnahmen für die Obrigkeit? Ob diese Ausnahmen nun explizit in Gesetze gegossen sind (wie im Falle z.B. von Bundestagsabgeordneten, die Gesetze beschließen, die andere zu Unrecht einschränken), oder nur teilweise ausdrücklich als Regeln gelten und mehr oder weniger nur de facto so sind (wie zum Beispiel dass US-Polizist*innen nichts zu befürchten haben, wenn sie Schwarze erschießen), ist dabei in meinen Augen nachrangig. Beides kommt aus dem Konzept der Obrigkeit und der Sonderbehandlung, die sie und ihre Schergen genießen.

Und wenn wir das los wären, dann wäre in meinen Augen schon viel gewonnen, sogar wenn der Mist dann hinterher immer noch Demokratie heißt; es geht mir ja nicht vorrangig um Begriffe. Aber ihr wisst ja, wie das ist. Begriffe sind andererseits oft wichtiger als man denkt, weil sie nicht nur reflektieren, wie etwas gesehen wird, sondern es dabei und darüber hinaus auch beeinflussen und mitbestimmen.

Oder was meint ihr?