Dialog mit Jens Spahn

14. Februar 2018

Onkel Maike

(Quelle: FAZ, indirekte Rede teilweise als direkte Rede wiedergegeben.)

Jens Spahn: „Schon der Westfalle, der ins Rheinland kommt, weiß ja, dass Vielfalt bereichern kann. Es ist aber nicht alles bereichernd, Zwangsheirat und Ehrenmord sind es nicht.“

Irgendeine nicht rechtspopulistische Person (I): „Und niemand, aber auch niemand, außer denjenigen, die Zwangsheirat und Ehrenmord aktiv betreiben, behauptet das.“

Jens Spahn: „Da kann man doch nicht immer sagen, das ist eine andere Kultur, dafür müssen wir Verständnis haben. Das müssen wir nicht.“

I: „Und deswegen hat das ja auch noch nie jemand gesagt.“

Jens Spahn:  „Das ist der Unterschied zwischen Leitkultur und Multikultur.“

I: „Nein.“

Jens Spahn: „Das Denken der Achtundsechziger und Multikulti sind durch, das wollen die Menschen nicht mehr haben.“

I: „Was meinst Du denn mit Denken der Achtundsechziger, Jens Spahn? Sowas wie die Forderung nach Gleichberechtigung der Frauen oder von homosexuellen Menschen? Die…

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Magnaflux (1)

5. Januar 2018

Ja, hier ist es zurzeit ein bisschen ruhig. Aber für diejenigen unter euch, die meine Geschichten lesen und dem Autorenblog trotzdem nicht folgen (Was ist los mit euch??), ergeht hiermit sicherheitshalber der Hinweis, dass ich eine neue angefangen habe, die immerhin schon drei Teile hat. Und dann muss sie doch gut sein!

Fabian Elfeld, Schriftsteller

Ich hab mich gefragt, was dieser Seite gut tun könnte, und ihr werdet mir sicher zustimmen, dass das Ergebnis offensichtlich ist: Noch ein zusätzliches Schreibprojekt, das ich dann vernachlässigen und über Jahre hinziehen kann!

Hier ist es. Auf Twitter habe ich aus einer Laune heraus Leuten angeboten, Geschichten für sie zu schreiben, und aus den Antworten die Idee entwickelt, die einzelnen Elemente in einem großen Rahmen zu verbauen. Wir beginnen mit @perminides Wunsch, „eine in Europa angesiedelte optimistische Science-Fiction-Geschichte“.

Viel Spaß!

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Wir suchen dich!

8. Dezember 2017

Bist du ein besorgter Bürger (m/w/alles andere ist auch gut)?

Ist #Islamimisierung für dich nicht nur mein trauriger, gescheiterter Versuch, ein lustiges Hashtag zu generieren, sondern tägliche Realität?

Bist du überzeugt, dass die Umvolkung Deutschlands schon in wenigen Jahren bevorsteht, dass die Muslime (m/w/alles andere würdest zumindest du gewiss nicht als muslimisch gelten lassen, schätze ich?) spätestens 2021 die Macht übernehmen werden, dass nächstes Jahr die Scharia eingeführt wird, 2019 die Zahl der Todesopfer des Terrorismus‘ die des Straßenverkehrs übersteigen wird, oder glaubst du irgendeinen anderen vergleichbaren klar quantifizierbaren Unfug?

Oder kennst du vielleicht eine Person, auf diese diese Beschreibung zutrifft?

Dann bist du genau das, was ich brauche!

Ich suche nämlich Wettpartnerinnen (m/w/was immer ihr halt sein wollt, oder tatsächlich seid). Mein erster Versuch ist gescheitert, aber ich bin noch nicht bereit, aufzugeben.

Die Regeln sind also so: Ihr schlagt was vor, was ihr glaubt, was in absehbarer Zeit passieren wird, und ich bin grundsätzlich bereit, dagegen zu wetten, mit hoher Quote zu euren Gunsten! Wir können das hier in den Kommentaren machen, in eurem eigenen Blog, per Mail oder per Telefon, meinetwegen auch per Brieftaube, wenn ihr sowas habt. Einzige Bedingung ist, dass ich die Wette in irgendeiner Weise hier dokumentieren darf.

(Natürlich behalte ich mir vor, eine Wette abzulehnen, wenn sie mir zu doof ist, wie „Der Anteil muslimischer Bürger in Deutschland wird in den kommenden zwei Jahren nicht sinken!“, oder wenns einfach zu viele werden, womit ich nicht rechne, aber man weiß ja nie.)

Wie siehts aus? Sind Islamimisiererinnen (Ihr wisst schon.) zugegen, die in ihren Überzeugungen firm genug sind, tatsächlich etwas dafür aufs Spiel zu setzen? Wie schon gesagt: Ich zahle auch in Dollar, falls ihr davon ausgeht, dass der Euro bald fest in Mullah-Hand sein wird.

Aus eurer Perspektive ist das doch leicht verdientes Geld.


unter schwarzen Schwingen

21. Juli 2017

Und noch’n Gedicht.

Fabian Elfeld, Schriftsteller

War einst eine alte Frau,
vielleicht nicht weise, aber klug.
Ihr Haar nicht weiß, aber schon grau,
von den Jahren, die sie sie trug.

War ein kleines Haus im Wald,
das sie von eigner Hand errichtet.
Das Haus war warm, wenn’s draußen kalt,
und vor Regen abgedichtet.

War eine Rabenschar beim Haus,
Und jeden Morgen streute
sie Saat für die Raben aus,
was diese sehr erfreute.

An manchen Tagen brachte ihr
ein besonders großer Rabe
ein kleines, totes Nagetier.
als dankbare Gegengabe.

Über uns auf schwarzen Schwingen kreisen Raben, suchen Aas.
Wir freuen uns ihres Gefieders, hoffen für sie, sie finden was.
Sei es Maus oder auch Reh, großes oder kleines Tier,
wir gönnen ihnen gern ihr Mahl. Wir wünschen nur, es sind nicht wir.

War ein Dorf am Waldesrand,
Nicht sehr groß, aber apart.
Ein Vogt herrschte übers Land,
vielleicht nicht böse, aber hart.

Kam ins Dorf ein junger…

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Sigmar Gabriel – des Gottkanzlers Inquisitor

17. Juni 2017

Die Spitze des Flammenden Schwertes der Reinen Gerechtigkeit hob sich zum letzten Mal von Gabriels Schulter, und als der ehemalige Außenminister die Augen wieder öffnete, ergoss sich aus ihnen das gleißende, rote Licht der Sozialdemokratie, mit der der Gottkanzler ihn erfüllt hatte – er war nun Paladin Gabriel: berufen, die Bundesrepublik vor den Mächten der Finsternis zu schützen.

„Erhebe dich!“ sprach der Gottkanzler mit tiefer, wenn auch etwas knarrender Stimme, und sein Paladin gehorchte.

„Befiehl mir!“ rief er, noch immer erfüllt vom Feuer der vor Kurzem errungenen absoluten Mehrheit. „Entsende mich gegen die Feinde des Reiches, Gesalbter, und ich werde sie in deinem Namen auslöschen!“

Martin Schulz‘ huldvolles Lächeln war wie ein Sonnenstrahl, doch schnell verfinsterte sich die Miene des Gottkanzlers, als er an die Gefahr dachte, in die er seinen loyalen Gefolgsmann nun entsenden musste.

„Paladin Gabriel“, sprach er, „zu gerne würde ich dir nach dem harten Wahlkampf, den wir gemeinsam durchstanden haben, Ruhe gewähren, auf dass deine Wunden heilen mögen, die des Liibes wie auch die des Geistes. Doch aus dem Westen dräut eine Gefahr, wie das Reich sie noch nicht gesehen hat. Treuer Gabriel, bist du bereit, dich ihr zu stellen?“

„Ich bins, mein Kanzler!“ rief der Paladin. Als er sprach, gleißte auch aus seinem Mund das reine Licht, das des Gesalbten rote rechte Hand in ihm entzündet hatte. „Nenn mir nur das Ziel, und meine von deiner Kraft geführte Lanze soll es durchbohren!“

Die Augen des Gottkanzlers verließen für wenige Herzschläge das Gesicht seines Dieners, als er sein Gesicht der untergehenden Sonne zuwandte, in Richtung der Bedrohung, die sich aus den bodenlosen schwarzen Tiefen unter Oggersheim zu erheben anschickte, und für einen Moment glaubte er, schon die Erschütterungen spüren zu können, die die Regungen des endgültig besiegt geglaubten Kolosses durch die neue Republik sandten.

Doch die Pflicht zwang ihn, seine Schwermut zu überwinden, und so fasste Martin der Gerechte sich ein Herz, zwang sich zu einem siegesgewissen, strengen Blick und befahl seinem Paladin: „In die Pfalz führt dich deine Mission, mein treuer Freund, in die tiefste Finsternis hinein, bis ins Herz der schwarzen Macht, die wir gerade erst ausweislich des aktuellen amtlichen Endergebnisses überwunden haben, und die doch niemals ganz besiegt ist, denn wes Herz bereits verdorrt ist, der kann niemals sterben.“

Paladin Sigmar zog Atem durch die Zähne, nicht erschrocken, denn sein Herz war gefeit vor Furcht durch die innere Gewissheit seiner Bundesministerpension, aber doch voller Sorge und Pein, dass der alte Feind noch immer die Bürger bedrohte, die zu schützen auch er mit heiligem Eid geschworen hatte.

„Ist es etwa…?“

„Es ist!“ rief sein Kanzler mit stolz erhobenem Haupt. „Der Kampf für Gerechtigkeit, mein treuer Diener, endet niemals und solange der Saumagen des Schwarzen Kolosses noch in den Tiefen unter Deutschland rumpelt, so lange werden gute Männer wie du und ich – ja gut und die Nahles auch, aber mal ehrlich, mich nervt die eigentlich schon lange nur noch, haben wir echt keine andere, die uns helfen kann, ein bisschen weniger wie ein verknöcherter Männerverein auszusehen? – unsere Klingen erheben, um uns ihm entgegen zu stellen. An die Waffen, Brüder – Ja Herrje, Andrea, du bist mitgemeint, wie oft muss ich dir das noch erklären, jetzt stell dich nicht so an! MEGA!“

„MEGA!“ nahm Paladin Gabriel den Ruf seines Kanzlers auf, während auch er seinen mächtigen Mittelfinger zum Himmel erhob und die freie Hand an sein heftig und biologisch unplausibel weit links schlagendes Herz führte.

„MEGA!“

[Dank für die Inspiration an @eilenbrat]


Abwehrzentrum gegen Desinformation

7. Januar 2017

German interior minister de Maiziere faces a parliamentary inquiry

Dieses Gefühl, wenn deine Regierung noch 1984er klingt als 1984.


Der Menschenbeweis

5. Dezember 2016

Über seltsame Umwege habe ich eine nette kleine Geschichte gefunden, die nicht nur sympathisch geschrieben ist, sondern auch noch sehr schön die typischen Positionen von Atheistinnen und Theistinnen (zumindest in gewissen Aspekten) illustriert. Weil ich ein bisschen befürchte, dass das nicht alle sofort erkennen, hatte ich das Bedürfnis, es etwas weniger subtil zu machen, indem ich sie fortsetze. Ich empfehle zuvor die Lektüre des Anfangs, aber falls ihr euch das sparen wollt, hier die Kurzfassung: Zwei Blutkörperchen reisen nach einer Transfusion durch die Blutbahnen eines Menschen. Das eine (Ery6x108) sieht den Sinn ihrer Existenz darin, dessen Organe mit Blut zu versorgen, das andere (Throzy23)bezweifelt das und betont, es kenne in diesem Körper jeden Winkel und habe noch nie einen Menschen gesehen. Und so machen wir weiter:

Ery6x108 Und weißt du, was das Beste ist?

Throzy23 Sag mal.

Ery6x108 Wir sind nicht in irgendeinem Menschen!

Throzy23 Nein?

Ery6x108 Wir sind in SuperMan! Er kann fliegen, und ist unzerstörbar, und er hat jede einzelne Zelle hier liebevoll in der Absicht erschaffen, seinem perfekten Körper und seinem perfekten Willen zu dienen! Und wenn wir irgendwann mal absterben, dann dürfen diejenigen von uns, die das glauben, ihn in aller Ewigkeit in vollkommener Glückseligkeit preisen und loben und für immer bei ihm bleiben! Den anderen wirds eher nicht so gut gehen. Denk mal drüber nach.

Throzy23 Echt jetzt? Das klingt…

Erx5gt9 [kommt zufällig gerade vorbei, hat mitgehört und unterbricht Throzy23] Albern, oder? Hör nicht auf die! Wir sind nicht in SuperMan, das ist doch klar. Wir sind in WonderWoman. Und halt dich bitte von der Leber fern, sie mag nicht, wenn wir die mit Sauerstoff versorgen, das ist eine Sünde!

Throzy23 Öh. Bist du sicher? Ich dachte, die wär irgendwie wicht…

Erythrox149 [Dito.] EBEN! Total wichtig! WonderWoman BESTEHT DARAUF, dass wir alle die Leber mit Sauerstoff versorgen, sie braucht die Leber für ihren Laserblick, der funktioniert ohne die Leber nicht! Aber der linke kleine Finger, den hasst sie, den sollten wir meiden.

Throzy23 Und warum das nun wie…

Erxh622o [War auch gerade in der Gegend.] WonderWoman, pah! Glaubt ihr das im Ernst? Lasst euch nicht diesen stupiden Lasso-Irrglauben einreden! In Batgirl sind wir, und das kann jeder sofort erkennen, der sich NUR MAL DIE KAPILLAREN ANSIEHT! GUCKT EUCH DIE KAPILLAREN AN! Mit uns wird sie die Welt retten, wie es in den Prophezeiungen geschrieben steht! Wir sind ihre erwählten Zellen, und nur in der völligen Unterwerfung unter Batgirl können wir unsere Bestimmung und das ewige Leben finden!

Throzy23 Ähh…

Weit, weit weg:

Dr. Bruckner Okay, Leute, vielen Dank, aber das wars. Todeszeitpunkt 12:57 Uhr. Herr Reinhold, machen Sie bitte zu und bereiten Sie die Leiche für das Krematorium vor. Hat noch jemand Hunger?