Moderationsverlies

Ja, genau, hier landen die Kommentare, die ich nicht akzeptabel fand und deshalb gelöscht habe.

Nanu, denkt ihr jetzt vielleicht, was soll das denn?

Tja, kann ich euch dann wieder sagen, ich hab hier halt die etwas schwierige Situation, dass ich gleichzeitig Verfasser der Posts, Teilnehmer in der Kommentardiskussion, und Moderator bin. Und da kann man natürlich nicht unparteiisch sein. Trotzdem will ich aber nicht einfach jeden Mist stehen lassen, den jemand mir hier in mein Wohnzimmer speit, und da dachte ich kürzlich, ich könnte die Kommentare doch als Kompromiss quasi hier in Quarantäne stellen. Da stören sie niemanden, und sie sind hinreichend kasteit, aber ihr könnt sie nachlesen, euch eine Meinung bilden und selbst entscheiden (und mir, wenn ihr wollt, natürlich bitte auch gerne mitteilen!), ob ihr meinen Umgang damit okay findet oder nicht.

Na? Was sagt ihr dazu?

Kommentar von Christina zu Versuch einer Pauschalisierung , 21. Juli 2018

Erstens stört mich ihre moralische Selbstüberhöhung. Sie tun so, als bewohnten sie die Goldene Mitte. Sie stehen zwischen den Fronten und verstehen gar nicht, warum die anderen sich streiten, statt einfach nur tolerant zu sein und sich gegenseitig zu akzeptieren. Das finde ich unanständig, weil sie dabei zweitens implizieren, es wäre intolerant, öffentlich seine Meinung zu sagen. Sie tun so, als wäre es irgendwie verwerflich, jemandem zu sagen, dass man seine Meinung für falsch hält und ihm zu erklären, warum man sie ablehnt. Sie spiegeln voller Stolz vor, keine Meinung zu haben, und tadeln von ihrem hohen Ross aus andere, die sich für das einsetzen, was sie für richtig halten. Und damit richten sie drittens meines Erachtens auch echten Schaden an, denn sie obstruieren den öffentlichen Wettstreit der Ideen, und den halte ich für eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Errungenschaft unserer freiheitlichen Gesellschaft.

Oder wie seht ihr das?

Nun ja, falls du meine Meinung dazu überhaupt hören möchtest, ich finde es komisch, dass du das hier kritisierst, aber auf der anderen Seite selbst so praktizierst.

😉

Fällt dir persönlich wahrscheinlich überhaupt gar nicht (mehr) auf, aber ist so.

Grund für Löschung: Christina ist schon lange Kommentatorin hier, und immer wieder hat sie unter Beweis gestellt, dass sie zu keiner ernsthaften Auseinandersetzung bereit ist. Ich habe sie deshalb mehrfach verwarnt und viel zu lange versucht, noch auf eine konstruktive Ebene zu kommen, ohne Erfolg. Irgendwann habe ich aber entschieden, dass ich alles von ihr lösche, was nicht irgendwie zu einer sinnvollen Diskussion beiträgt. Bei diesem Kommentar sehe ich dieses Potential nicht.

Kommentar von Christina vom 23. Juli 2018 zu Let’s Read „EiNS Wie wir als Christen glaubwürdig werden“

@gebrocheneslicht:

Und es geht mir nicht darum, Unterschiede einzuebnen, sondern trotz aller Unterschiede konstruktiv diese Welt zu verbessern. Und das geht manchmal viel besser bei einem Bier, einem Kaffee, beim Fußball oder beim Tanzen…

Na ja, die Welt verbessern wollen doch auch noch viele andere Gruppen, die mit dem Christentum jedoch absolut nichts am Hut haben, ja es teilwiese sogar bekämpfen (entweder mit Worten oder sogar mit Taten). Ich denke da z. B. an die Kommunisten oder auch an die etwas aggressiven „neuen Atheisten“ alias Richard Dawkins und co. Was dabei herauskam und herauskommt, konnte man in der Vergangenheit und Gegenwart gut beobachten. Beispiel Kommunismus: Wer kann bestreiten, dass auch die Kommunisten von der Idee her eigentlich was Gutes wollten, auch ihr Ziel war es die Welt besser und gerechter zu machen. Aber sie sind gescheitert, so wie alle bisher. Weil sie einem verkehrten Menschenbild anhangen, dem Menschenbild des Humanismus, dass der Mensch eigentlich doch ganz „gut“ sei und nur die böse Umwelt sei Schuld, wenn er böse Dinge tut.

Wie nah an der Wahrheit ist da doch der Apostel Paulus: „Das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von ….usw.“ (Röm. 7, 19)

Beim wahren Christentum geht doch eigentlich in erster Linie überhaupt nicht um Weltverbesserung. Wer das glaubt, der hat das Christentum nicht begriffen. Wenn praktiziertes Christentum die Welt oder das Zusammenleben etwas besser macht, dann ist das eher nur eine Randerscheinung, die dabei so mit abfällt (und das ist schön und gut und natürlich begrüßenswert), aber niemals das Ziel, denn die Welt ist nicht heil zu machen und auch nicht zu retten und wird glücklichderweise einmal vergehen und einem neuen Himmel und einer neuen Erde Platz machen, in der Gerechtigkeit wohnt.

Ich möchte und werde mit dabei sein. Noch jemand hier ?

🙂

Grund für Löschung: Wie oben. Habe aber ernsthaft überlegt, ihn stehenzulassen, weil er so erschreckend deutlich illustriert, wie Christinas Glaube ihr Weltbild und ihr ganzes Fühlen und Denken vergiftet.

Kommentar von user unknown vom 16. August 2018 zu We bring you both s-, no actually, we don’t.

Aha.

Hättest Du ein paar Beispiele, wo ich respektlos war oder destruktiv, so dass ich aus meinen Fehlern lernen kann?

Selbst bin ich nämlich der Ansicht, dass ich Dir durch eine ausführliche, sachliche Argumentation jede Menge Respekt entgegengebracht habe. Ich habe damit unterstellt, dass Du ein rationales Wesen bist, das zu einer logischen und fairen Auseinandersetzung willens und in der Lage ist.

Sicher sehe ich das durch meine persönliche Brille befangen, aber mein Eindruck ist, dass mir ähnlicher Respekt nicht entgegengebracht wird.

Den Gegner in der Debatte anzugreifen und in einem das Ende der Diskussion zu verkünden ist auch so ein durchsichtiger Schachzug, das letzte Wort zu behalten. Entweder der andere verstummt daraufhin feige oder er gibt noch mal Kontra und beweist so, dass er undiszipliniert ist und sich nicht an die (ad hoc) Spielregeln hält.

In einer fairen, freien Auseinandersetzung beendet man den Disput dadurch, dass man selbst nicht mehr reagiert und überlässt es dem anderen, ob er die Diskussion ebenfalls für beendet hält.

Grund für Löschung: Es ist schon wieder ein bisschen wie bei Christina. user unknown und ich haben ein paar mal versucht, miteinander zu diskutieren, aber es findet keine Verständigung statt, und insbesondere so blank antifeministischen Stuss mag ich hier wirklich nicht lesen, wenn keine Chance auf einen ernsthaften Austausch drüber besteht. Nun könntet ihr sagen, dann hätte ich doch besser seinen ersten Kommentar auch gelöscht, statt dieses hier, in dem gar nichts Antifeministisches mehr steht, sondern nur noch vage antimurielistische Bemerkungen wie die mit dem Schachzug, und vielleicht habt ihr damit Recht, aber ich fand zuvor, dass es noch nicht ganz so weit war, und wollte den ersten langen langen Kommentar nicht ohne Warnung löschen. Das kam mir unfair vor, weil ich überzeugt bin, dass user unknown kein Troll ist, sondern eigentlich schon die Diskussion sucht, auch wenn er es nicht so richtig geschafft hat, was mit Bezug zu meinem Post zu schreiben. Bei diesem hier aber war er gewarnt und konnte oder wollte sich trotzdem nicht zusammenreißen, deshalb habe ich entschieden, ein Ende zu machen.

Kommentar von user unknown vom 24. August 2018 zu #AuthorsAreTrash

Tja, ich würde ja gerne was dazu schreiben, aber nach einer jüngst vorgefallenen Löschung sehe ich es nicht ein zu riskieren, für den Müllkorb zu schreiben.
Dazu kommt, dass ich mir den kl. linken Finger gebrochen habe, so dasss ^1qay|YAQ°! nicht mehr flüssig zu tippen sind (zehn-Finger-blind). Sonst hätte ich auf die Löschung (nach einer Abkühlungsphase) schon ausführlicher reagiert.

Zwar hast Du recht, dass Du als Hausherr die reine Willkür walten lassen kannst und niemandem Rechenschaft schuldest – aber als Besucher steht mir eben auch frei den Blog nicht mehr zu besuchen, wenn ich mich unfair behandelt fühle. Und da ich nicht gepöbelt habe oder dergleichen fühle ich mich ungerecht behandelt.

Grund für die Löschung: Kommentar hat nichts mit dem Artikel zu tun und enthält meines Erachtens auch sonst eigentlich nichts, was zur Diskussion beiträgt, sowie auch die bereits erwähnte, mutmaßlich nicht mal absichtlich, irreführende Darstellung meiner Position.

Doppelkommentar von Christina vom 25. Januar 2019 zu Die FAZ sollte die Neutralisierung der Welt doch eigentlich toll finden!?
Keinen normalen Menschen von der Straße interessiert dieser Genderscheiß. Niemand WILL das und niemandBRAUCHT das.Glaubt ihr wirklich, es braucht erst einen Artikel von der FAZ, damit sich der normale Durchschnittsbürger über diesen Gender-Mist totlacht? Steuergeld-Verschwendung erster Güte für etwas, dass niemand will und braucht. Weil gefühlte 0,1 Prozent Menschen (die sich aber leider in einer gewissen Machtposition befinden) die bisherige Sprache stört, wollen sie ihre Ideen 99,99 Prozent der Menschen, ohne sie zu fragen, AUFZWINGEN.
Ich bin für eine Volksabstimmung!!! Dazu wird es natürlich nicht kommen, das ist klar, weil das Ergebnis schon heute feststehen würde und nicht dem entsprechen würde, was diese 0,1 Prozent anstreben.
Wer braucht schon diesen Elter 1 und Elter 2 Scheiß? Niemand !!!
Ach ja Schatz, reich mir doch bitte mal (für mein Frühstücksei) die „Salzstreuerin“ rüber. 😀 😀 😀 😀 😀

PS:
Wer als Frau diesen Gender-Wahnsinn befürwortet, muss Minderwertigkeitskomplexe haben.
Ich bin auch eine Frau und das Letzte, was ich brauche, ist dieser Gender-Schwachsinn.

Grund für die Löschung: Der Salzstreuerin-Gag ist einfach zu gut, und auch ansonsten entblößt dieser brillante Kommentar schonungslos meine linken Lebenslügen, deshalb kann ich den so nicht stehen lassen, ist doch klar.

Kommentar von Christina zu Von wegen dumpf!

Ich möchte dann aber bitte „Elter 1“ sein, sonst fühle ich mich als Frau diskriminiert. 😉

Mein Mann hat aber schon angekündigt, dass er das absolut nicht einsieht und rechtliche Schritte gegen diese seine Diskriminierung einleiten wird. 😉 😀

Ach nee, ich find‘ das alles so lustig … wenn es nicht eigentlich so traurig wäre…

Es gibt anscheinend auch gar keine anderen Probleme in unserem Land …. als solche an den Haaren herbeigezogenen, selbstgemachten.

Grund: Der Kommentar trägt nichts zur Diskussion bei, macht sich über marginalisierte Gruppen und leugnet ihre Probleme.

Weiterer Kommentar von Christina zu Von wegen dumpf!

Ach, was bin ich da aber froh, dass ich zur Zeit nur in ein virtuelles Verließ gesperrt werde. 😉
Doch ich befürchte, irgendwann in nicht allzu weiter Zukunft, wird dann wohl die Zeit angebrochen sein, in dem Leute wie ich nicht mehr so glimpflich davonkommen, sondern sich in einem echten Kerker wiederfinden werden mit Leuten wie dir davor als Wärter.
Wie ging der Spruch nochmal? Ach ja: „Denn, willst du mit mir nicht einer Meinung sein, dann hau ich dir den Schädel ein.“
Meinungsdiktatur überall wohin man schaut …. sei es Youtube, Facebook oder überschaubare Relevanz. 😉 Schöne Zeiten, auf die wir da zu gehen.

Grund: Kein Beitrag zur Diskussion, unaufrichtige Stilisierung zum Opfer mit völlig unsachlichem Vorwurf gegen Moderation.

Kommentar von Christina zu Hypothese als Diskussionsangebot

@ Muriel:

Wäre mein Blog größer und einflussreicher, wäre das vielleicht verantwortungslos von mir, ….

Selbst dann fände ich es nicht verantwortungslos, es sei denn du tolerierst wirklich nur noch deine eigene Meinung oder die deiner eigenen Meinung ähnliche Meinung, wie ich es in letzter Zeit immer öfter vermutete? Früher war das mal anders auf diesem Blog, kann ich mich erinnern.

Es gibt auf dieser Welt nun mal unter Menschen die verschiedensten Auffassungen zu vielerlei Themen, nicht nur diesem. Und jedem sollte doch die Möglichkeit geboten werden (dazu sind Diskussionen im übrigen ja auch da) sich aufgrund der unterschiedlichsten Argumente und Erfahrungen seine eigene Meinung egal zu welchem Thema zu bilden. Sonst leben wir wirklich in einer Meinungsdiktatur. Und ich weiß nicht, ob das wirklich erstrebenswert wäre? Vielfach wird ja auf bestimmten Kanälen schon alles zensiert und zensiert und zensiert, was nicht in den Kram passt. Es ist nur noch eine Einheitsmeinung erwünscht. Leute sollen sich keine eigene Meinung mehr bilden dürfen. Die Meinung wird von oben und den „vermeintlich Guten“ diktiert.

Begründung: Kein Beitrag zur Diskussion, unsachliches Schimpfen über „Meinungsdiktatur“, komplette Übernahme rechtsextremen Framings
Yay, Christina und user unknown sind nicht länger allein! Kommentar von the hun zu Ziemlich rassistische Freunde

Wenn der Pianist mit 4 Schwarzen unterwegs gewesen wäre, in den Südstaaten ,gäbe es einem kurzen Film ;-).
Das andere ist das der weisse Typ Strassenintelligenz hat,
die dem Pianisten total abgeht…
Etwas das bei dem Ghostbusters mit Frauen auch der Schwarzen eingebaut wurde…also die Klischeegossensmarteschwarze,
gibt’s ja in Männlich.
Und da du keine Horror- und SF-Filme goutierst,ist dir der spielerische Umgang in diesen Genres mit Geschlechter-und Rassenvorstellung komplett entgangen sein.
Und das gilt vor allem für Star Trek 😉
Was einige Leute kapiert haben (moi) ,ist das extrem polarisierende Medien,nur von speziellen Anhängern derselben genossen und das führt sehr leicht zu sektiererisichen Haltungen:
„Wenn du nicht für mich bist, MUSST du gegen mich sein!“
Gerne auch mal intellektuell verbrähmt..

Aber was einige Leute wirklich nicht auf die Kette kriegen ist das:
„Ich ziehe es vor,
Leute mit Spaß zu unterhalten,
in der Hoffnung, dass sie lernen,
statt ihnen etwas beibringen zu wollen,
in der Hoffnung,
dass es ihnen Spaß macht.“
Walt Disney

Speziell wir Deutschen haben mit dieser Grundmotivation enorme „Schwierigkeiten“!

Begründung: Jaaaa, der ist schwierig, weil ich ihn nicht so klar daneben finde wie die anderen hier. ich habe eine ganze Weile überlegt. Aber dann hab ich ihn doch gelöscht. Un dmir würde wirklich interessieren, wie ihr das seht, falls ihr Lust habt, dazu was zu kommentieren. Die Gründe, aus denen ich es doch gemacht habe, sind im Wesentlichen:

  1. Er steigt gleich mit einem Gag drüber ein, dass man früher in den Südstaaten Schwarze umgebracht hat. Haha. Die hätten nicht lange überlebt, wenn der Weiße nicht dabei gewesen wäre, zwinker. Lustisch.
  2. Auch wenn ich aufgrund der etwas unkoordinierten Formulierung nicht ganz genau weiß, was the hun mir sagen möchte, kommt für mich klar die Grundhaltung rüber, dass er alle meine Abweichungen von seiner Meinung darauf zurückführt, dass ich keine Ahnung habe und zum Beispiel nicht genug sf und Horror konsumiere, um zu wissen, wie spielerisch die mit Geschlechter- und Rassenvorstellungen umgehen, und das führt uns auch gleich zu
  3. Wer Horror und sf, insbesondere Star Trek, da als positive Beispiele hervorhebt, dessen Kommentare zum Thema Rassismus brauchen wir glaubich echt nicht auch noch.

Da hier mehr als den beiden anderen nicht nur die Möglichkeit besteht, dass ich überreagiere, sondern außerdem noch die, dass ich komplett missverstehe, was the hun meint, würde mich wie gesagt besonders interessieren, was ihr denkt.

 

Ihr seht das anders? Dann lasst es mich wissen!

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