Restebloggen (90)

13. April 2013
  1. Bekanntlich haben ja auch andere Länder ihre Bild-Zeitung.
  2. Ich habe so gelacht: Wie Tiere essen. Ja, ich bin manchmal ein bisschen kindisch. Wisst ihr doch.
  3. Talk or talk not. There is no spoil. Ich kann das Gejammer echt nicht mehr hören. Um Himmels Willen, wenn ich um keinen Preis etwas über den Plot eines Films erfahren will, dann wäre es vielleicht eine naheliegende Idee, mir keinen ver%(/%&§&/ vierstündigen Podcast drüber anzuhören, und wenn ich vier Stunde lang über einen Film reden will, dann wäre es doch schon naheliegend, auch wirklich was über den Plot zu sagen, statt sich dann aus Hilflosigkeit in „Naja, ich will das jetzt nicht spoilern, aber wer ihn gesehen hat, weiß, was ich meine, ich sag mal Stichwort Bierdose, hm, haha, das war geil, oder?“ zu flüchten. Diese Spoiler-Nörgler kommen alle in die Hölle. Alle.
  4. Verflixt noch mal, wenn ich nicht aufpasse, dann haben GRR Martin und seine Fans mich irgendwann so weit, dass ich A Song of Ice and Fire nicht mehr mag. Das wäre traurig.
  5. Endlich sagt es mal einer. Der Kleine Prinz ist Mist.
  6. Hat er ganz gut hinbekommen, oder?  
    Und Bonuspunkt für den Tumblr-Titel [DzumLzumIzumRzumIzumUzumM]
  7. Erst dachte ich ja, Jen wäre unnötig gemein zu ihrem Fan, als er schrieb

    Can I just say I’m a new fan of your Programs; I stumbled upon your videos on YouTube (linked from Richard Dawkins/atheism and the bible is wrong). I completely agree with the logic you speak about, especially Matt Dillahunty, and began following your programs into the early hours of the morning. Great stuff and I continued to agree, even speaking out loud with agreement to my computer (Oh I must get a life)

    und sie kommentierte:

    Indeed.

    Und sogar als es dann mit seinem eigentlichen Anliegen losging, fand ich ihn zunächst zumindest noch erträglich, wenn er auch natürlich Unrecht hat

    As I have already stated I do agree that Gay people should have the right to marry, I have no problem with that, but when I consider adoption of a child I find the same logic and moral compass that agrees with gay marry, is now at odds with adoption; and here’s why:

    Aber später wird dann schon sehr offensichtlich, dass man mit dem nicht vernünftig reden kann.

    And finally ask yourself this, and you need to be honest. Picture your own parents, would you like them to have been the same sex? If you feel you are answering this question honestly, you’ll probably have said no, so why would you think an adopted child should be ok with this?

    Immer wieder erschütternd.


Winter is coming

2. März 2013

Diejenigen unter euch, die auch meine Geschichten mitlesen, haben wahrscheinlich bemerkt, dass ich zwar viel von Skeptizismus und aufgeklärter Moral und Libertarismus und Anarchie und sowas rede, in meinem innersten Herzen aber eine profunde Schwäche für Gehorsam, bedingungslose Loyalität und Autoritäten verberge.

Was das mit Wolfgang Schäuble zu tun hat, wollt ihr wissen? Na, wartet mal ab.

Wenn ich so Geschichten wie A Song of Ice and Fire lese, erwische ich mich deshalb schon manchmal dabei, dass ich Eddard Stark sympathisch finde, weil er so ehrenhaft ist, wohingegen mir der Verrat Jaime Lannisters und seines Vaters und seiner Schwester an Aerys Targaryen und Robert Baratheon durchaus unsympathisch vorkommen. Ich muss mich dann schon bewusst daran erinnern, dass Eddard Starks ehrenhafte Loyalität einem Monarchen gilt, der seine Position mit dem Schwert erworben hat, seinen Willen mit dem Schwert durchsetzt und Kritik mit dem Schwert widerlegt. Na gut, die Lannisters sind sicher keine Helden, denn sie wollen den Tyrannen ja auch nur erschlagen, um dann selbst Tyrann zu sein, aber seien wir mal ehrlich: Roberts Macht ist kein Stück legitimer als die der Lannisters, und jemanden zu belügen und zu hintergehen, der einen unter Gewaltandrohung zum Gehorsam zwingt, ist nichts Verwerfliches. Wenn ich jemandem Gehorsam schwöre, weil er sonst nicht nur mich, sondern meine ganze Familie ermordet hätte, dann kann kein vernünftiger Mensch diesen Schwur für bindend halten.

In einer solchen Situation ist es also nicht nur nicht unehrenhaft, zu lügen und zu verraten, es ist sogar moralisch geboten. Tatsächlich dürfte nach den Maßstäben eines heute lebenden Menschen, sogar derer, die nicht wie ich libertäre Spinner sind, auch Eddard Stark in gewisser Weise ein Krimineller sein, ein scheußlicher Mensch, einfach weil er ein Feudalherr ist, der seine Untertanen mit dem Schwert seinem Willen unterwirft und gleich am Anfang einen von ihnen tötet, der die Unverschämtheit hatte, aus nackter Angst vor untoten Ungeheuern um sein Leben zu rennen.

Ihr fragt euch natürlich jetzt schon die ganze Zeit: Was hat das nun alles mit Wolfgang Schäuble zu tun? Keine Sorge, das erkläre ich gleich.

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