Was passiert, wenn in der Sahara der Kommunismus eingeführt wird?

2. Januar 2012

Vergesst concealed carry, vergesst Gewaltverbrechen, vergesst Waffenrecht, ab heute geht es bei überschaubare Relevanz nur noch um die Pharmaindustrie.

Oder so.

Die NYT berichtet:

Medicines to treat attention deficit hyperactivity disorder are in such short supply that hundreds of patients complain daily to the Food and Drug Administration that they are unable to find a pharmacy with enough pills to fill their prescriptions.

[…] Shortages, particularly of cheaper generics, have become so endemic that some patients say they worry almost constantly about availability.

[Dumme Witze bitte selbst einfügen. Und falls jemand das wirklich tun will: Ich schließe nicht aus, dass ich unter Umständen einen Preis für den besten vergebe.]

Nanu, fragt man sich, wie ist das denn möglich? Mangel an Rohstoffen? Meteoriteneinschlag auf einer Medikamentenfabrik? Eine Verschwörung der Pharmaindustrie?

Keineswegs, und jeder gute Liberale wird es natürlich geahnt haben, denn für die schlechte Versorgung mit kritischen Produkten gibt es ja eigentlich sowieso immer nur eine Erklärung: Die Bemühungen der Regierung, eine gute Versorgung mit kritischen Produkten sicherzustellen.

While the Food and Drug Administration monitors the safety and supply of the drugs, which are sold both as generics and under brand names like Ritalin and Adderall, the Drug Enforcement Administration sets manufacturing quotas that are designed to control supplies and thwart abuse. Every year, the D.E.A. accepts applications from manufacturers to make the drugs, analyzes how much was sold the previous year and then allots portions of the expected demand to various companies.

Und jetzt mal ganz abgesehen davon, dass ich natürlich sowieso für eine Abschaffung der DEA bin: In welchem sonderbaren Paralleluniversum ist es denn eine angemessene Idee, festzuschreiben, welches Unternehmen wie viel von einem bestimmten Produkt herstellen darf, um den Missbrauch dieses Produktes zu minimieren?

Ich meine, klar irgendwie reduziert man wahrscheinlich auch den Missbrauch, wenn man sicherstellt, dass es einfach nicht mehr genug von einem Medikament gibt.

Aber wäre es da nicht eine viel bessere Idee, stattdessen vernünftige Regeln über den Zugang zu dem fraglichen Medikament zu entwickeln und diese dann auch durchzusetzen? Wäre das gegenüber Produktionsquoten nicht nur ein wesentlich milderer Eingriff in die Rechte der Arzneimittelhersteller, sondern hätte außerdem noch den Vorteil auch tatsächlich zielgerichtet das Problem zu lösen, um das es angeblich geht?

Oder stehe ich auf dem Schlauch, und einer von euch kann mir vielleicht erklären, was die DEA sich da gedacht hat?

(Und wären Prduktionsquoten für Schusswaffen vielleicht auch eine Lösung für das andere große Missbrauchsthema?)