When in Liège

12. Dezember 2014

Die letzte europäische Etappe unserer Reise führte uns nach Belgien, genauer nach Liège. Da waren keoni und ich schon mal durchgefahren, auf dem Weg nach Bruxelles, und fanden den Bahnhof nett, und außerdem kommen da die Waffeln her, die wir so gerne essen, und schließlich ist es fast eine Stunde näher an Luxembourg als Bruxelles, also dachten wir, warum nicht?

Exkurs: Ähm, okay. Ich gebs jetzt auf. Das ist komisch, aber jetzt gerade komme ich mir doch zu affektiert vor, immer Bruxelles zu schreiben, wenn es doch nun mal das Wort Brüssel in der deutschen Sprache gibt. Ich erwähnte das Dilemma ja schon mal, und jetzt gerade fällt meine Reaktion eben in die andere Richtung aus, und das nicht mal konsequent, denn was ich trotz allem nicht kann, ist Lüttich zu schreiben statt Liège. Das ist ein völlig anderer Name, verflucht noch mal, das akzeptiere ich nicht. Exkurs Ende.

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Bankrotterklärungen

14. Februar 2014

Kann es sein, dass meine Artikel zurzeit noch ein bisschen misanthropischer rüberkommen als sonst? Das ist eigenartig, weil ich mir generell gerade gar nicht besonders übellaunig vorkomme. Ich habe auch einen Beitrag in Arbeit, in dem es nicht nur um Brechreiz geht, wartet ab. Aber dies ist nicht dieser Beitrag.

Dies ist ein Beitrag über den Bundestagsabgeordneten Michael Brand (CDU), genauer über dessen Äußerungen zu der Entscheidung des belgischen Parlaments, Sterbehilfe unter bestimmten Bedingungen auch für Minderjährige nicht länger unter Strafe zu stellen.

Eine Gesellschaft, die im Ergebnis das Töten sogar der eigenen Kinder legalisiert, hätte Bankrott erklärt und wäre auf der kippenden Bahn, weil messbar der Wert des Lebens heruntergeschraubt wird und an die Stelle von Ausdauer, Mitleiden und Hilfe die Kapitulation und der Tod treten

hat Herr Brand der Zeitung „Die Welt“ gesagt.

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