Anuntio vobis gaudium magnum

29. Dezember 2013

Habemus librum.

 

Ich bin zum ersten Mal in einem nicht von mir selbst verantworteten Medium veröffentlicht worden. Juhu!

Darauf bin ich ein bisschen stolz.

20131229_175648

Ich wäre vielleicht noch ein bisschen stolzer, wenn sie im Titel nicht diesen grässlichen Quatsch mit der (sinn)losen K(l)amm(e)r abgezogen hätten, der ein Grund dafür ist, aus dem ich mich schäme, deutscher Staatsbürger zu sein. Und nein, ich verstehe auch nicht, warum auf dem Cover diese lustigen Tiere abgebildet sind, die eher die Erwartung wecken, das Buch enthalte Postkarten zum Ausreißen. Aber andererseits haben das Leute gemacht, die sich mutmaßlich im Gegensatz zu mir mit sowas auskennen, und die dankenswerterweise auch nicht in mein Büro kommen und mir erzählen, wie ich meine Arbeit machen sollte, deswegen sollte ich mich vielleicht nicht beschweren, mache es aber trotzdem, weil das einfach die Art Mensch ist, die ich bin.

Also, was ich sagen will: Die Kurzgeschichtensammlung, in der auch mein Beitrag „Fernbeziehung“ zu finden ist, könnt ihr nun wahlweise direkt bei epubli oder via amazon bestellen. Ich empfehle euch das natürlich, unter anderem, weil es der einzige Weg ist, meine Kurzgeschichte zu lesen, denn ich habe mit der Teilnahme sämtliche Rechte daran abgegeben und darf sie nicht anders zugänglich machen, aber ihr müsst euch andererseits auch nicht verpflichtet fühlen, denn ich bin am eventuellen Erfolg des Werkes in keiner Form beteiligt.

So oder so also viel Spaß!

Boah. Merkt ihr das? Ich bin echt nicht gut im Verkaufen. Echt gar nicht. Aber ich hab auch nie was anderes behauptet. Egal. Muss ich ja zum Glück nicht sein, weil ich sowieso schon im Geld schwimme. Wiederschaun.


Leik ä Baus

21. Oktober 2013

hab ich da einfach mal mühelos abgeräumt. Jawoll. So läuft das hier. Zack zack, einfach mal schnell und ganz beiläufig den Sieg davongetragen beim Bloggdeinbuch-Wettbewerb

Blogger schreiben Geschichte

mit meinem Beitrag Fernbeziehung.

bdb-award-2013

Yeah. War ja klar, dass da niemand eine Chance hatte, so kreativ, so wortgewaltig, so unfassbar mitreißend meine Geschichte …

Was?

Wie?

Oh.

Ich erfahre gerade, dass ich gar nicht gewonnen habe. Meine Geschichte ist nur eine von zehn, die in der Anthologie

ungewöhnliche Freundschaften

veröffentlicht werden, wenn sie denn erscheint.

Aber wie kann das sein? höre ich euch fragen. Wie ist das möglich? Welcher übermenschliche Teufelskerl soll denn dir, dem unvergleichlichen Muriel Silberstreif, den Sieg abgetrotzt haben? Wen sollen wir in Zukunft verehren wie einen Gott unter Menschen?

Juju wars, von Juju’s Universe, mit ihrem Beitrag

Leuchtturm

Herzlichen Glückwunsch, Juju! Ich bin gespannt auf deine Geschichte, die es wie alle anderen auch erst in der fertigen Anthologie zu lesen gibt. Dein Teaser klingt aber jedenfalls deutlich nach verdientem Sieg.

Ja, genau. Ihr müsst das Buch kaufen, wenn ihr wissen wollt, was wir geschrieben haben. Nicht mal meine eigene Geschichte kann ich euch hier zeigen, denn ich habe mit der Teilnahme zugestimmt, dass Bloggdeinbuch neben meinem erstgeborenen Kind, meiner unsterblichen Seele, meinen Facebook-Zugangsdaten und dem Andenken meiner Mutter auch sämtliche Rechte an meiner Geschichte „Fernbeziehung“ exklusiv erhält.

Da ist also nichts zu machen. Ich werde euch natürlich informieren, sobald ungewöhnliche Freundschaften erscheint, und werde euch den Weg zu einer geeigneten Bestellseite weisen. Bestimmt ist das Ding total lesenswert. Aber fühlt euch nicht verpflichtet. Eine Umsatzbeteiligung kriegen wir nämlich auch nicht. Nur das gute Gefühl, mal veröffentlicht worden zu sein.

Verdammte Kostenloskultur.

Ist doch auch was. Oder?


Teaser: Fernbeziehung

6. August 2013

Nein, hier geht es nicht um Keoni und mich. Wenn ihr darüber mehr wissen wollt, müsst ihr schon fragen. Hier geht es um meine Teilnahme an einer Blogparade – aus mir nicht ganz einsichtigen Gründen kann ich dieses Wort sehr intensiv nicht ausstehen, igitt – von „Blogg dein Buch“ – die eine oder andere von euch wird sich daran erinnern. Die Parade trägt den Titel

BLOGGER SCHREIBEN GESCHICHTE

und basiert auf der crazy Idee, dass man als rezensierender Blogger auch mal die andere Seite kennenlernen und selbst eine Geschichte schreiben soll, namentlich eine Kurzgeschichte von maximal 15.000 Zeichen zum Thema

ungewöhnliche Freundschaft

Leider darf man die dann nicht gleich mit allen seinen Lesern teilen, sondern darf zunächst mal nur einen winzig kleinen Teaser von maximal 600 Zeichen veröffentlichen und die ganze Geschichte bei den Veranstaltern einreichen. Wenn die sie für gut befinden, kommt sie in eine Anthologie, die ihr kaufen könnt. Für mich selbst ist sie dann weg, denn ich gebe sämtliche Rechte an dem Ding ab, um die fantastischen Gewinnchancen nutzen zu können. Wenn nicht, dann werdet ihr sie natürlich hier nachgeliefert bekommen. Hier ist der Teaser meines Beitrags mit dem Titel – womöglich ahnt ihr’s schon – „Fernbeziehung“

Überhaupt hatte Ben in letzter Zeit beängstigend viel Glück gehabt.

Sein Boss hatte sich doch noch jemand anderen gesucht, der nach Moskau reisen musste, der Renault-Vertretung war bei der Berechnung seiner Leasinggebühren ein für ihn sehr vorteilhafter Fehler unterlaufen, und womöglich hatte er die Frau seines Lebens kennengelernt.

Es war geradezu unheimlich.

Einsendeschluss ist der 15. August. Wenn ihr also selbst noch eine Idee zum Thema ungewöhnliche Freundschaft habt, ist es nicht zu spät.

Ach so, die Erlöse aus der Aktion sollen übrigens an die Hasenschule gehen. Ich kenne die nicht, deswegen kann ich mich nicht dazu äußern, ob das gut, schlecht, oder egal ist, aber ich bin sicher, es ist gut gemeint. Und ihr wisst ja, dass das für mich das einzige ist, was zählt.

Nachtrag, 19. August: Wer mag, kann hier die Teilnehmerliste einsehen, und wer sich hinzugesellen will kann das noch eine ganze Weile, denn der Einsendeschluss wurde auf den 9. September verschoben, auch wenn davon auf der Homepage nirgends was steht.


Ich würde echt gerne mal ein Buch von Jonas Lüscher lesen. Vielleicht.

29. März 2013

Die 2. Episode meiner Bloggdeinbuch-Teilnahme. Falls es jemanden interessiert: Von der Verlinkung ist nicht viel zu erwarten. Genau einen Klick habe ich über meine letzte Rezension gewonnen. Aber darum geht es ja nicht, und deshalb habe ich mich entschieden, noch ein weiteres Buch zu rezensieren, diesmal sogar ein richtiges. Also, naja, so ganz stimmt das nicht. Aber das wollen wir hier noch nicht vertiefen. Es ist jedenfalls ein Buch aus richtigem Papier.

2013-03-29 10.04.48

Den Rest des Beitrags lesen »


Das Sterben der Bilder – ach, wie gern hätt ich’s gemocht

10. Februar 2013

Als ich kürzlich mehr oder weniger zufällig die Seite „Blogg dein Buch“ entdeckte, die uns auffordert, die dort angebotenen Bücher in unseren Blogs zu besprechen und uns im Gegenzug anbietet, die Rezensionsexemplare kostenlos zur Verfügung zu stellen, da fand ich die Idee spontan sehr sympathisch und beschloss sofort, das mal auszuprobieren. Das Resultat seht ihr nun hier.

Die Auswahl war nicht ganz unproblematisch, wer hier schon länger liest, der ahnt warum, und wer nicht, dem ist es mutmaßlich egal, dem sei aber trotzdem der Form halber gesagt, dass ich einen einerseits sehr spezifischen, andererseits aber sehr eklektischen Geschmack habe, was komisch klingt, aber so ist. Meine Entscheidung fiel schließlich auf

Das Sterben der Bilder von Britta Hasler,  bestellbar hier, erschienen im sicherlich wundervollen dotbooks-Verlag, den ich hier als letzte Auflage noch verlinken muss, von nun an bin ich frei in der Gestaltung dieser Rezension. (Abgesehen davon, dass sie mindestens 250 Wörter umfassen muss, was zu erwähnen aber nun wirklich völlig unnötig wäre.)

Der Verlag bietet uns folgende Inhaltszusammenfassung:

Wien, 1906. Die Stadt lebt in Angst vor einem Serienmörder, der seine Opfer scheinbar zufällig auswählt – und sie dann brutal und effektvoll tötet. Zur gleichen Zeit wird dem arbeitslosen Julius Pawalet überraschend eine Stelle im Kunsthistorischen Museum angeboten. Julius‘ Leben wendet sich weiter zum Guten, als er die junge Krankenschwester Johanna kennenlernt – doch schon bald fallen ihm Details der Morde auf, die auf seinen neuen Arbeitsplatz hinweisen, in dem nicht alles mit rechten Dingen zugeht …

Und das sprach mich durchaus an. Wien mag ich, 1906 ist doch keine schlechte Zeit für ein Buch, und Serienmörder sind ja irgendwie mein Ding. Auch sonst kann ich eigentlich nichts Nachteiliges über das Buch sagen. Britta Hasler hat hier saubere Arbeit abgeliefert. Gelegentliche Tippfehler wollen wir ihr nicht vorwerfen, und ansonsten kann ich nicht im Ernst sagen, dass sie irgendwo dramatisch daneben gegriffen hätte. Ich kann jetzt Beispiele für Formulierungen nennen, die mich ein bisschen irritiert haben, wie

Die Tatsache, dass heute sein Glückstag zu sein schien, machte ihn verlegen.

was ich unnötig umständlich und eigentlich sogar rundum unnötig fand, oder

Auf der Visitenkarte stand der geheimnisvolle Hinweis, den Eingang um die Ecke zu nehmen und die Klingel mit dem Namen Gruber zu betätigen.

woran ich beim besten Willen nichts Geheimnisvolles finde, oder

appetitlich geschnittene Käsestücke

aber da werde ich nun wirklich kleinlich, denn Käse kann ja vielleicht je nachdem, wie man ihn schneidet, wirklich mehr oder weniger appetitlich aussehen, aber …

Ihr merkt schon, dass das nicht das eigentliche Problem ist. Das liegt woanders, und ich konnte sehr lange nicht genau sagen, wo, bis es mir ungefähr zur Mitte hin klar wurde:

Der Vogel Dieses Buch hat keinen Humor. Wirklich gar nicht. Dieses Buch ist bierernst, von vorne bis hinten, von Anfang bis Ende, von der ersten bis zur letzten Seite. Ohne Ausnahmen? Natürlich nicht. Es gab eine Stelle, die mir ein Lächeln abgerungen hat, als der unsympathische Leutnant Tscherba unseren Protagonisten festnehmen will und erklärt, warum es ganz leicht fiel, ihm auf die Schliche zu kommen:

Seine Begleiter warfen ihm einen anerkennenden Blick zu, und wenn sie keine Handschuhe getragen hätten, sie hätten ihm zweifelsohne applaudiert.

Das war nett. Und hart an der Grenze zu echt gut ist auch die Szene, in der ein Zoowächter mit dem Mörder darüber plaudert, dass er besonders aufpassen muss, weil der finstere Bösewicht ja jetzt schon zweimal im Zoo war. Ich konnte an dieser Stelle eine echt gute, eine fantastische Szene regelrecht mit Händen greifen, die Ansätze waren da, und jedenfalls hätte ich auch hier beinahe schmunzeln können, aber …

Das Buch hat einfach keinen Humor. Das spricht nicht unbedingt gegen das Buch, oder seine Autorin, aber für mich ist es nun mal ein Todesurteil. Was keinen Humor hat, ist für mich unbrauchbar, und so war es leider auch das Sterben der Bilder, und daran können auch die durchaus stimmungsvollen, sicher mühevoll recherchierten Schilderungen der Stadt Wien und seiner Gesellschaft im Jahre 1906 nichts mehr ändern, und nicht einmal die wirklich sehr originelle und wenig klischeehafte, um nicht zu sagen: völlig überraschende Entwicklung der Beziehung zwischen Julius Pawalet und der Krankenschwester mit ihrem, naja, nicht fulminanten, aber doch eindrucksvollen Ende, und die sympathisch entspannte Einstellung der Erzählung zur Prostitution können da noch irgendwas reißen.

Für mich. Für euch mag das anders sein. Wenn Humor für euch nicht zu den Grundbedingungen eines angenehmen Leseerlebnisses zählt, ihr historische Kriminalromane schätzt, euch mit blutrünstigen psychopathischen Serienmördern wohl fühlt und vielleicht noch eine Vorliebe für Wien und die kuk-Monarchie in euch tragt, dann ist das Ding für euch garantiert seine 6,99 Euro wert.

Blogg dein Buch freut sich, wenn ich Sterne vergebe, was hier aus den genannten Gründen denkbar schwer fällt, aber ihr wisst ja, ich brauche Harmonie und kann niemandem einen Wunsch abschlagen, also hier:

3 von 5, mit eine klaren Tendenz zur 4 wenn ich es so objektiv bewerte, wie ich kann, und 2 von 5, wenn ich lediglich mein eigenes Lesevergnügen bewerten soll. Frau Hasler ist hier eine originelle, wohl formulierte, kein bisschen schmerzhafte Geschichte gelungen, die eigentlich nur an dem einen Defizit krankt, nicht meinem persönlichen Geschmack zu entsprechen. Schade.