Epic Rap Battles of überschaubare Relevanz

13. März 2017

Falls euch Epic Rap Battles nichts sagt, solltet ihr euch unbedingt hier mal ein paar anschauen. Falls doch (oder falls ihr gerade von deren YouTube-Kanal zurückgekommen seid), freut ihr euch sicher zu hören, dass ich einen mittelmäßigen Abklatsch davon auf Deutsch gemacht hab, ohne Musik und ohne Sprechgesang, aber dafür mit Martin Schulz und Angela Merkel. Viel Spaß!

(Ich hätte es eigentlich lieber vorgetragen, dann wäre auch das Versmaß klarer und alles, aber dann hab ich gedacht, wenn ich das mache, brauch ich verteilte Rollen, und einen Beat drunter, und am besten ein Video, idealerweise mit passenden Verkleidungen, und dann wurde ich ganz plötzlich sehr müde. Versucht es also bitte einfach selbst möglichst passend zu lesen, ja?)

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Restebloggen (99)

2. November 2013
  1. Was hat sich wohl der Mensch gedacht, der mein Navigationsgerät programmiert hat?
    „Laatzen, Hildesheimer Straße 157.“
    „Meinte Sie Laatzen, Hildesheimer Straße (Gleidingen) 157?“
    „Ähhh… Pfff… Joa, dann wahrscheinlich schon.“
    „Die gesuchte Hausnummer wurde nicht gefunden.“
    „Hrmgrmbl. Laatzen, Hildesheimer Straße 157.“
    „Meinten Sie Laatzen, Hildesheimer Straße (Gleidingen) 157?“
    „Nein.“
    „Bitte wählen Sie einen Eintrag.“
    Und dann steht da zur Auswahl auf dem Display:
    1. Laatzen, Hildesheimer Str… 157
    2. Laatzen, Hildesheimer Str… 157
    3. Laatzen, Hildesheimer Str… 157
    4. Laatzen, Hildesheimer Str… 157
    Ja nee ist klar.
  2. Nicht unbedingt zum Brüllen komisch, aber ich finde die Darstellung des Interviewten toll.
    http://www.youtube.com/watch?v=MlQ2opYwQvc&feature=youtube_gdata_player
  3. Ich bin eine Liberale, verachtet mich!
    Hauptsächlich natürlich, weil ich dafür eintrete, dass Leute von ihrer Arbeit nicht leben können, im Winter frieren und schlussendlich auf der Straße oder noch besser im Straßengraben verrecken. Hätten sie halt was Vernünftiges gelernt. 
  4. Auch eigentlich viel zu spät, aber so schön gesagt, dass ich es hier noch mal verlinken will:
    „Das Übermaß an Talkshows, Duellen, Reportagen, Dokumentationen und den ganzen schrecklich originellen Wahlsendungen, es wirkt, als wollte jemand kurz vor einem Date noch vier Jahre Fressen und Faulenzen ausgleichen, indem er zwei Tage fastend im Sportstudio verbringt. Vor allem aber vermittelt es mit der Fixierung auf das bloße Zurwahlgehen das Gefühl, dass das schon alles sei, was Demokratie ausmacht: Dass alle im Abstand von vier Jahren irgendwo ihr Kreuz hinmachen, selbst diejenigen, die – bis es ihnen ProSieben erklärte – den ‚Bundestag‘ für einen Tag wie den Mittwoch oder den 1. Mai gehalten haben“ 
  5. Verflixt noch mal, wie kam das eigentlich, dass die Hersteller von Headsets eines Tages beschlossen, dass es keinen Grund gibt, aus dem Mikrofone irgendwo im weiteren Umfeld des Mundes sein sollten, und dass sie stattdessen offensichtlich direkt ans Ohr gehören?
  6. Wenn Philosophen in Interviews öfter mal was über ihr eigentliches Fachgebiet sagen würden, statt zum Beispiel Blödsinn über Armut, Wirtschaft und Gier zu erzählen, dann wäre mein Respekt vor ihnen sicherlich wesentlich größer, denn ich muss ja zugeben, dass unsere Welt sehr darunter leidet, dass kaum jemand eine klare Vorstellung von Epistemologie hat, oder ein sauberes Konzept davon, wie wir über Dinge nachdenken sollten. Genau darum geht es in diesem – nach meiner bisherigen begrenzten Erfahrung – sehr guten und sehr sympathischen Philosophiekurs der University of Edinburgh, an dem jeder völlig kostenlos teilnehmen kann. Mir gefällt er. Und wenn ich das richtig verstehe, kann man irgendwie sogar so eine Art Schein dafür kriegen. Der kostet dann ein bisschen was, aber dafür hat man dann ja auch sein Jodeldiplom. Empfehlung.
  7. Nicht kostenlos, aber preiswert, und zum Unbedingtmalausprobieren, auch wenn ihr mit Videospielen eigentlich nichts am Hut habt: The Stanley Parable. Zu schön. Lohnt auf jeden Fall auch das Anlegen eines Steam-Accounts, wenn ihr bisher keinen habt. Und falls ihr partout nicht bereit seid, ein paar Euro auszugeben, um es selbst zu spielen, könnt ihr euch zumindest eines der Let’sPlays der RocketBeans ansehen, zum Beispiel dieses mit Trant.
    Ach so, Englischkenntnisse müssen aber sein.

in irgendeinem Kreis

22. September 2013

Quelle: Die Sendung mit der Maus / unknown street artist Urheber: Bunnyfrosch (Ähm, naja. Das steht da halt so.) GNU Free Documentation License

Ich bin fassungslos. Nee. Man soll nicht dauernd so übertreiben. Ich wäre fassungslos, wenn ich geglaubt hätte, dass unsere Medien informations- und bildungsmäßig irgendwelche ernsthaften Ansprüche an sich stellen. Aber ein bisschen überrascht und verärgert bin ich schon.

Ich habe nämlich gerade die Sendung mit der Maus gesehen, wie jeden Sonntag, und diesen Sonntag ging es natürlich um dieses bizarre Ritual, das unsere Gesellschaft heute abhält. Armin Maiwald hat den ehrenhaften Versuch unternommen, seinen Zuschauern zu erklären, wie so eine Bundestagswahl eigentlich funktioniert, und teilweise hat er das auch gewohnt gut und kindgerecht getan, aber gerade am Anfang ist die Sendung mit der Maus hier auf spektakuläre Art gescheitert.

Schaut mal selbst, wenn ihr mögt. Ab 01:51. (Für die, die etwas später dran sind: Dieser Link zerstört sich nach einer Woche selbst, weil unsere von allen Haushalten zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ihre von allen Haushalten zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sendungen nicht länger als sieben Tage lang allen Haushalten zur Verfügung stellen dürfen, von denen sie zwangsfinanziert werden, was wir hier lieber nicht vertiefen wollen, weil sonst mein Kopf platzt, und weil ich auf einem hellen Sofa sitze, wäre das echt unschön.)

Die Sendung mit der Maus hat hier, um sich den Vorwurf der unfairen Berichterstattung zu ersparen, ihre eigenen Parteien erfunden, mit ihren eigenen Wahlplakaten, und erklärt uns dieses System so:

Und wie die richtigen Parteien haben unsere Parteien auch ein Wahlprogramm. Die orange Partei verspricht: „Wenn ihr uns wählt, setzen wir uns dafür ein, dass jedes Kind doppeltes Taschengeld bekommt.“ Woher das kommt, weiß noch niemand, aber das verspricht die orange Partei. Die lila Partei  […] Was von all diesen Wahlversprechungen nun sinnvoll ist, oder was machbar oder auch nicht, das muss sich jeder durch den Kopf gehen lassen, bis einem die Gedanken schwirren, und dann muss sich jeder für eine der Parteien entscheiden.

Während dieser Erklärung zeigt die Kamera uns die Plakate der fiktiven Parteien, auf denen dann eben sowas steht wie „Doppeltes Taschengeld für alle!“ oder „Durchblick total“, und beim letzten Satz dreht sich die Kamera in einem Kreis aus diesen Plakaten, um zu illustrieren, wie die Gedanken schwirren.

Mit keinem Wort wird klargestellt, dass die Programme der Parteien nicht nur aus den Sprüchen auf ihren Plakaten bestehen. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass es noch andere Informationsquellen als die Plakate gibt. Für jemanden, der es nicht besser weiß (also für die Zielgruppe dieses Beitrags) impliziert die Sendung hier ganz klar, dass man vor der Wahl eben die Plakate anguckt und dann eben mit schwirrenden Gedanken ins Wahllokal begibt, ohne die geringste Ahnung haben zu können, wie und ob die Versprechungen und Sprüche der Plakate nun umgesetzt werden sollen, und dann wähle ich halt jemanden.

Ob mir die Nase nun sympathisch ist, oder die Leute, bleibt mein Geheimnis, aber in irgendeinen Kreis neben der Person muss ich dann gleich mein Kreuzchen machen.

Mit keinem Wort erwähnt Armin so etwas wie eine Verantwortung, sich zu informieren, um eine Grundlage für eine vernünftige Entscheidung zu schaffen. Mit keinem Wort deutet er auch nur an, dass es nicht nur lange, ausführliche Wahlprogramme jenseits der Plakate und Flyer gibt, dass man Veranstaltungen besuchen und mit den Vertretern der Parteien diskutieren kann, oder welche anderen Möglichkeiten zur Information noch infrage kommen.

Nun kann man sagen, dass es ja eine Sendung für Kinder ist, und dass ich das alles nicht zu ernst nehmen sollte, und da wäre natürlich was dran. Oder man könnte sagen, dass doch mutmaßlich wirklich die meisten Erwachsenen genau so ihre Wahlentscheidung treffen, wie die Sendung mit der Maus es darstellt, und auch da wäre unbestreitbar was dran.

Aber andererseits sollte doch gerade eine Sendung, die darauf abzielt, junge Menschen darüber zu informieren, wie Demokratie funktioniert, wie Wahlen ablaufen, und wie unsere Stimme die Politik unseres Landes beeinflust, den Ehrgeiz haben, auch das Gewicht dieser Entscheidung darzustellen und zu betonen, dass eine demokratische Wahl eben nicht ein Sympathiewettbewerb ist, der aus schicken Sprüchen und netten Fotos besteht, sondern ein Wettbewerb um Gesellschaftsmodelle und Konzepte dafür, wie wir aus dieser Welt eine bessere machen können, nicht nur für uns und unsere spezifischen Interessengruppen, sondern womöglich für alle ihre Bewohner. Ich glaube nicht, dass ich zu hohe Anforderungen an diese Sendung stelle, wenn ich sage, dass sie in dieser Hinsicht vollständig versagt hat.

Und ihr?


Angela Merkel zeigt alle zehn Finger

12. September 2013

Angela Merkel zeigt bei einem öffentlichen Auftritt ihre Hände. Kalkül oder peinlicher Fauxpas kurz vor der Wahl?

Schon kurz nach Bekanntwerden des Fotos wurde Merkel für ihre Geste teils heftig kritisiert. „Das kann doch wohl nicht der Stil einer Bundeskanzlerin sein“, twitterte der Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel stellte Merkels Eignung als Kanzlerin infrage. „Die Geste verbietet sich als Bundeskanzlerin. So etwas geht nicht“, sagte Gabriel am Rande des 

Nee. Ich kann nicht. Tut mir leid, ich dachte ich könnte, aber klappt nicht. Das ist von sich aus schon so dumm, das lässt sich nicht mehr verulken. Dazu fällt mir nichts ein. Aber zumindest einen kurzen Kommentar haben Leute wie Daniel Bahr und Philipp Rösler schon noch verdient, die der Meinung sind, eine alberne Geste entscheide über die Tauglichkeit als Kanzlerkandidat.

Finger


Schwarz-Gelb also

29. September 2009

So, Bundestagswahl vorbei. Ich weiß, schon seit vorgestern, aber ich bin ja weit weg, da brauchen solche Dinge ein bisschen länger, um anzukommen.

Ich bin zufrieden. Ich freue mich ein bisschen über das Wahlergebnis, und ich will kurz erklären, warum:

Erstens wird die FDP nach allem menschlichen Ermessen Regierungspartei. Das finde ich gut. Ich stehe den Ideen der FDP nahe, auch wenn mir natürlich auch vieles nicht gefällt, was die machen, und ich habe auch gewisse Sympathie für Westerwelle als Person. Bei beiden werde ich sehen, ob sie meine Zuneigung verdient haben, aber zunächst mal freue ich mich mit ihnen und gönne ihnen den Sieg, für den sie so lange gearbeitet haben.
Ich habe nie ganz verstanden, woher der weitverbreitete Hass gegen diese Partei kommt und frage mich jetzt gerade aktuell, was für ein Selbstbild jemand haben muss, der als Grund für seine Ablehnung ernsthaft die sexuelle Ausrichtung des Vorsitzenden angibt.

Die CDU ist stärkste Partei und regiert voraussichtlich gemeinsam mit der FDP. Finde ich auch gut, weil ich sie gegenüber der SPD für das kleinere Übel halte. Das wird mancher angesichts der Netzsperren und der unsinnigen Einschränkungen von Bürgerrechten auch in anderen Bereichen nicht verstehen können, aber ich traue der CDU unter Angela Merkel einfach mehr und gründlichere Reformen zu, wie ich sie mir wünsche. Die SPD ist eben – zumindest wirtschaftlich gesehen – doch etwas weniger liberal ausgerichtet als die CDU, und dieser Aspekt ist mir sehr wichtig. Bei den Bürgerrechten darf man nicht vergessen, dass die SPD da durchaus mit den Schwarzen mithalten kann – muss ich an Otto „Big BrotherSchily erinnern?

Und schließlich gibt es wieder eine Volkspartei in der Opposition. Die Große Koalition ist zu Ende. Das halte ich für wichtig, weil jede Regierung eine starke Opposition braucht. Muss ich nicht weiter erklären, oder? Obwohl mir gerade einfällt, dass die Bezeichnung „Volkspartei“ für die SPD allmählich diskutabel wird. Trotzdem.

Die Voraussetzungen sind meiner Meinung nach also gut. Ich bin gespannt, was wir daraus machen.


Und dann heile ich Krebs

3. August 2009

Darf ich hier noch mal an den bereits verlinkten Beitrag von „Die Erklärung“ erinnern, in dem uns Frank-Walter Steinmeier als entschlossener Heimwerker vorgestellt wurde, der zwar nicht so genau weiß, was eine Schraube ist, der aber trotzdem mal schnell alleine den neuen Ikea-Schrank zusammenbauen möchte?

Daran denke ich in den letzten Tagen immer wieder, wenn ich von seinem Deutschland-Plan höre. Ich halte es gar nicht mal für grundsätzlich unmöglich, dass wir in Deutschland irgendwann sowas wie Vollbeschäftigung (wie immer wir die definieren wollen) erreichen. Aber ich halte es für total unmöglich, dass wir das mit so dirigistischen Träumereien hinkriegen, wie der Kanzlerkandidat der SPD sich das denkt. Man kann sicher lang und breit über den Deutschland-Plan schreiben, aber ich versuche es mal kurz und knapp und hoffe, dass ich dabei nichts Wesentliches unterschlage: Wenn ich Steinmeier richtig verstehe, soll die Regierung entscheiden, welche innovativen Branchen für die Zukunft gut sind, und die werden dann gefördert. Er meint wohl, das wären dann Automobil (aber mit umweltfreundlichen Autos), Export (aber auch Öko) und Pflege und Gesundheit. Aus meiner Sicht muss so eine Förderung denknotwendig auf Kosten der anderen, für unwürdig befundenen Branchen gehen. Die zahlen dafür dann zum Beispiel höhere Steuern, irgendwo muss das Geld für die guten Industrien ja herkommen.

Wer sich noch nicht ganz sicher ist, wie er die Fähigkeit von Regierungen einschätzt, die Zukunft zu prognostizieren und kluge Investitionen zu tätigen, der denke bitte mal kurz über den Zustand unseres Rentensystems, der Hypo Real Estate, Opels, der diversen Landesbanken, oder einfach den jährlich erscheinenden Bericht des Bundesrechnungshofes nach.

Ergänzung, 23:05 Uhr: Bei der FAZ sieht man das offenbar ähnlich. Wer es also doch länger und breiter mag, kann das hier nachlesen.


Was? Wir? Nee, wir doch nicht, die anderen!

15. Juni 2009

Ich möchte heute noch einmal über Frank-Walter Steinmeier und die SPD reden. Unser Lieblings-sozialdemokratischer-Spitzenkandidat wurde gerade gestern drüben auf „Die Erklärung“ herrlich treffend als der klassische „Lasst mal, ich mach das schon“-Heimwerker beschrieben, der sich weder von völliger Unkenntnis noch vom funktionsuntüchtigen Akkuschrauber einschüchtern lässt. Dem kann ich insgesamt nur zustimmen, mit leisem Bedauern, dass ich nicht selbst drauf gekommen bin.

Nun habe ich heute aber was Neues von ihm gehört, und zwar hier bei faz.net. Auf dem gestrigen Wahlparteitag der SPD hat er offenbar mehrfach die FDP angegriffen – was ich taktisch schon grundsätzlich für zweifelhaft halte, bei denen sind doch wohl eher nicht so viele SPD-Stimmen zu holen, oder? – und dabei geäußert, wir sollten doch besser nicht die die Finanzkrise bewältigen lassen, die sie mit ihren wirtschaftspolitischen Vorstellungen verursacht hätten.

Über diese willkürlich herausgegriffene Bemerkung denken wir jetzt mal gemeinsam nach. Ich glaube, ich weiß, wie er sie meint. Die Banker (Bänker?) sind Schuld, die Bänker sind Wirtschaftsliberale Finanzhaie, Wirtschaftsliberale Finanzhaie wählen die FDP, die FDP ist Schuld. So denkt er sich das wohl. Auch darüber könnte man geteilter Meinung sein, aber das lassen wir vorerst mal bleiben. Stattdessen stellen wir Herrn Steinmeier einfach ein paar Fragen zur Sinnhaftigkeit seines Spruchs:

  1. Ob es seiner Meinung nach eine andere SPD war, die die letzten elf Jahre lang an der Regierung dieses Landes beteiligt war,
  2. ob er wirklich glaubt, die FDP hätte in diabolisch-genialer Voraussicht bereits unter der Kohlregierung die Wirtschaftskrise 2008 vorbereitet oder
  3. ob er ernsthaft der Meinung ist, die SPD trüge keinerlei Verantwortung für das, was unter ihrer – ich wiederhole – elfjährigen (Mit-)Regierung passiert ist.

Sollte Herr Steinmeier eine dieser Fragen mit Ja beantworten, dann würde seine Bemerkung über die Verursacher der Finanzkrise ein bisschen Sinn ergeben. Dann wären doch aber wieder aus anderen Gründen Zweifel an seinem Geisteszustand angebracht, oder?

Natürlich wäre auch die Frage gerechtfertigt, warum er glaubt, dass eine weitere Legislaturperiode mit der SPD in Regierungsverantwortung plötzlich all die Probleme lösen wird, für die Deutschland einen Steinmeier sozialdemokratischen Bundeskanzler braucht.

Für Auslegungshilfen in den Kommentaren bin ich wie immer äußerst dankbar. Widerspruch wird auch gerne genommen, vielleicht tu ich ihm ja Unrecht.

Nachtrag, 15:27: Für die, denen der eine Satz nicht reicht und die was Durchdachtes zur ganzen Rede lesen mögen, kann ich sehr diesen aufschlussreichen Eintrag bei wirres.net empfehlen.

Nachtrag, 16. Juni: Schon wieder Die Erklärung. Wenn’s aber auch so präzise zu meinem Thema passt.