Mene, mene tekel

4. Oktober 2011

Vor ein paar Tagen mailte mich ein sehr netter Mann von einem (nach erster oberflächlicher Prüfung real existierenden, legitimen) Verlag an. Er schrieb, dass ihm mein Blog gefiel, und dass er sich freuen würde, wenn ich ihm mal eine Arbeitsprobe für ein Sachbuch schicken würde. Er schilderte mir grob, wie er sich das Buch vorstellte: Ein ganz genaues Konzept hatte er nicht, aber es sollte sich grob mit den Worten „Ein Nerd erklärt die Welt“ beschreiben lassen und irgendwie lustig sein.

Ich war zwar nicht sicher, ob ich dafür der Richtige wäre, aber dafür war ich mir umso sicherer, dass ich mir so eine Chance nicht entgehen lassen sollte, deshalb schrieb ich mit sehr freundlicher Unterstützung meiner Freundin keoni und meiner Lieblingskommunistin madove – vielen Dank noch mal! – ein erstes Kapitel über das Thema „Liebe“.

Ungefähr eine Woche später bekam ich die Antwortmail von dem netten Mann. Er hatte meine Arbeitsprobe an sein Lektorat weitergeleitet, und die dort ansässigen Experten haben den Beitrag, den ihr nun gleich lesen werdet, sozusagen offiziell für nicht lustig befunden. Wer also bisher noch Zweifel hatte, ob es an mir liegt, oder an axeage, der kann sich entspannt zurücklehnen, denn es ist jetzt amtlich. Aber weil – wie der nette Mann mir natürlich auch versicherte, ich will ihm hier keinen Vorwurf machen und auch nicht weinerlich klingen, zumal er mir einen zweiten Versuch gestattet hat, an dem ich gerade arbeite, weshalb es auch ganz und gar nicht opportun wäre, hier schlecht über ihn zu reden, was ich aber ohnehin nicht will, denn er war ja sehr nett zu mir – Humor ja auch Geschmackssache ist und sowieso immer schwierig, könnte es ja sein, dass dem einen oder anderen von euch dieser Beitrag trotzdem gefällt.

Außerdem will ich ihn auch nicht ganz umsonst geschrieben haben, das war nämlich Arbeit. Bitte schön:

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