Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung

26. Oktober 2010

Die Menschen in Shanghai sind ziemlich eigen. Sie müssen explizit darauf hingewiesen werden, wenn sie irgendwo nicht hinspucken dürfen, sie haben kein so richtig gutes Verständnis für die Feinheiten zivilisierten Schlangestehens, und sie verstehen nicht nur kein Englisch, sie weigern sich obstinat, mit jedem zu kommunizieren, der kein Chinesisch spricht. Bei den Taxifahrern kommt noch hinzu, dass sie sich in der Regel kein bisschen auskennen und deshalb permanent Anweisungen brauchen, wo sie hinfahren müssen, was  natürlich gar nicht so einfach ist, weil sie einen ja nicht verstehen wollen.

Auf der Expo haben wir einen einzelnen Chinesen aus einer ansonsten leeren U-Bahn aussteigen sehen, in die gleichzeitig der ganze Strom von Expo-Besuchern gerade hineinwollte. Es spricht für die Standfestigkeit, die Schmerzfreiheit und den Gleichgewichtssinn des Mannes, dass er nicht in der rücksichtslosen Masse umgeworfen und zertrampelt wurde, und dass er uns sogar noch leidend zugrinste, während ihn ein Ellenbogen, eine Schulter, und außerhalb unseres Sichtfeldes wahrscheinlich auch ein Knie und ein Schuh nach dem anderen traf. Es würde mich sehr wundern, wenn er nicht mehrere Blutergüsse davongetragen hätte.

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