Bei mir ist das was ganz anderes!

20. Januar 2014

Ich habe einen Leser(innen)brief bekommen, mit Kritik zu meinen vorletzten beiden Beiträgen (also denen zu Lobo und Morozov und NSA und so). Und weil ich erstens arg selten Leserbriefe bekomme, weil die Kritik zweitens hier sehr sympathisch und sachlich verpackt ist, weil sie drittens wiedergeben dürfte, was viele Leserinnen bei vielen derartigen Artikeln von mir denken, und weil sie schließlich sogar nicht ganz unberechtigt ist, will ich in einem eigenen Beitrag darauf eingehen. Der wird natürlich nicht wahnsinnig interessant für viele von von euch, aber zumindest die, die die beiden Beiträge auch kritisch gesehen und sich gefragt haben, was ich mir dabei denke, interessieren sich vielleicht dafür.

Dies ist dieser Beitrag.

Den Rest des Beitrags lesen »


Bitte vergib mir, Sascha!

15. Januar 2014

Oh Gott. Ohgottohgott.

Also, ich hab ja diesen Post über diesen Post von Sascha Lobo geschrieben. Und gesagt, dass ich den doof finde.

Jetzt fühle ich mich ein bisschen schlecht dafür. Irrationalerweise. Ich finde Lobos Artikel nämlich immer noch doof, ziemlich sogar, und das zurecht. Aber wenn ich ihn jetzt mal mit dieser Replik von Evgeny Morozov vergleiche, dann … steht er plötzlich doch ziemlich gut da. Das ist nicht überraschend, denn mit Herrn Morozov hatte ich mich hier schon mal befasst und dabei für mich erkannt, dass seine Schreib- und meine Denkweise auf sehr vielen Ebenen sehr inkompatibel sind, um es so diplomatisch zu formulieren, wie ich es in diesem Kontext noch hinkriege.

Aber überraschend oder nicht, ich fühle mich aus verschiedenen Gründen dazu getrieben, auf Morozovs Antwort an Lobo zu antworten. Trotzdem will ich, auch im Interesse meiner eigenen Zeit und Nerven, versuchen, das nicht in allzu epischer Länge zu tun. Mal sehen. Manche von euch haben ja wahrscheinlich in den letzten Tagen schon schmerzhafte Erfahrungen mit der Natur und Verlässlichkeit guter Vorsätze gemacht. Aber ich bin ein bisschen naiv, also mit besten Absichten ans Werk, wie lange kann das schon dauern?

Die NSA-Enthüllungen haben die Utopie des Internets als eines demokratischen Emanzipationsmediums zerstört.

Den Rest des Beitrags lesen »


Es gibt keinen Löffel

24. Juli 2013

Wie das so geht im Leben, da fragt mich gerade gestern noch jemand, wann ich das nächste Mal über die FAZ herziehe, und dann liefert die mir wie bestellt eine Vorlage, von der ich geradezu zu sabbern anfange, aber vielleicht interessieren euch die Details meines Metabolismus nicht so sehr, deswegen kommen wir doch lieber zu den hehreren Inhalten der menschlichen Existenz. Das ist allein deshalb schon angezeigt, weil wieder einmal eine Katastrophe droht,

und wieder einmal jemand den aber wirklich ganz sicher hundertprozentig einzigen Weg kennt, sie abzuwenden:

Nur wenn wir den Verlockungen des Datenkonsums widerstehen, können wir die Katastrophe doch noch verhindern.

Genau so sieht es nämlich aus, liebe Leserinnen. Wir kennen sie alle, die kurz- und langfristigen Folgen überzogenen Datenkonsums. Wir sehen sie Abends auf dem Weg nach Hause in den Ecken liegen und stöhnen, die Datenleichen, wir sehen die hungrigen ausgemergelten Gesichter der vernachlässigten Kinder von Datenjunkys in den Nachrichten, und wir … Na gut, ich nehme an, ihr habt verstanden, worauf ich hinaus will.

Überlassen wir die peinlichen Albernheiten lieber den Spezialisten:

Den Rest des Beitrags lesen »