Projekt 52 Bücher (20-26)

14. Juli 2013

Na logo. Lebt Frank Zander eigentlich noch? Ich habe ihn ja mal persönlich kennengelernt. War profund gruselig.

Ich wette, ihr dachtet, ich hätte aufgegeben. Keineswegs. Es war einfach so, dass mir zum 19. Thema kein befriedigendes Buch einfiel, und dass ich deshalb beschloss, zu warten, bis ich mal wieder da bin, wo die meisten meiner Bücher stehen. Heute ist es nun so weit, und ich habe auch tatsächlich was gefunden zum Thema:

“Wenn der Vater mit dem Sohne…”

Nämlich „Der Sturm des Jahrhunderts“.

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Projekt 52 Bücher (12)

14. April 2013

Vampir

ist diese Woche das Thema, und zuerst war ich so: Klar, dann nehm ich natürlich Fevre Dream

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Das ist ein Vampirroman, und es ist sogar irgendwie clever, denn heute kennt jeder George R.R. Martin, aber niemand weiß, dass er auch mal sowas geschrieben hat, und Schaufelraddampfer sind sowieso unfassbar cool.

Aber dann war ich mehr so: Na gut, aber wer braucht eigentlich noch ein Buch, in dem Vampire als schwermütige und romantische Gestalten im 19. Jahrhundert dargestellt werden, auch wenn es echt gut geschrieben ist?

Deshalb war ich schließlich dann mehr so: Hey, nehmen wir doch mal was ganz anderes und was furchtbar Progressives, das trotzdem echt gut ist, und außerdem auch von Vampiren handelt?

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“In the deepest places, where physical norms collapse under the crushing water, bodies still fall softly through the dark, days after their vessels have capsized. They decay on their long journey down. Nothing will hit the black sand at the bottom of the world but algae-covered bones.”

Ja, Kraken war nicht gut, und was er davor gemacht hat, ging mir mit seiner manchmal arg aufdringlichen Gesellschaftskritik und schon sehr ostentativen Kommunismussympathie hart auf den Geist, am schlimmsten zum Beispiel Iron Council (madove, merkst du was? Empfehlung.), aber das ändert nichts dran, dass seine ersten paar Bücher einfach wahnsinnig gut waren. Perdido Street Station zum Beispiel. Oder eben The Scar.

In The Scar versuchen die Liebenden, die Herrscher über Armada, eine treibende Stadt aus ein paar hundert Schiffen, den Avanc zu wecken und in ein Geschirr zu spannen, damit er ihre Stadt ziehen kann, wohin immer sie wollen. Armada ist unterteilt in verschiedene Distrikte, und einer davon wird vom Brucolac regiert, einem sehr alten Vampir, der seinen Bürgern die größte Freiheit und Sicherheit bietet und im Gegenzug nicht mehr verlangt als ein paar Deziliter von ihrem Blut. Klar, dass das für einen wie mich nach der idealen Gesellschaftsordnung klingt, oder?

Es gelingt Mieville hier geradezu vorbildlich, eine vielfältige, riesige Welt zu zeichnen, die lebt und atmet, und die der Leser auch lange nach dem Zuklappen nicht vergessen wird. Mit dem Ende bin ich nicht so ganz glücklich, aber wann ist man das schon? Unbedingte Empfehlung.


And I could go on and on and on…

19. Juni 2009

Ich lese gerne. Nicht nur im Netz, gerne auch mal offline, richtige Bücher. Und ich lese auch gerne Serien, die aus mehreren Büchern bestehen, weil es mir schwerfällt, mich von liebgewonnen Charakteren zu trennen und weil mir die etwas großräumigere (um den Ausdruck „episch“ zu vermeiden) Erzählstruktur gefällt, die mehrbändige Serien ermöglichen. Es gibt da aber ein paar Dinge, die mir an diesen Serien überhaupt nicht gefallen, und über die möchte ich heute sprechen. Das wird mal wieder eine Weile dauern, deswegen bitte ich alle ungeduldigen Leser mit niedriger Labertoleranz, einfach weiterzugehen, für euch gibt es hier nichts zu sehen. Die anderen folgen mir bitte hier entlang…

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