Restebloggen am Sonntag (77)

6. November 2011
  1. Gerade bei Facebook irgendsoeine sonderbare Alternative gelesen: „RIP Arbeitslosigkeit. Vollbeschäftigung gelingt, wenn alle mitmachen“
    Solche Sprüche machen mich immer schmunzeln. So ziemlich alles gelingt, wenn alle mitmachen. Es machen nie alle mit. Vorhaben, die nur dann gelingen, wenn alle mitmachen, sind von Arsch.
  2. Sagt mal, ihr Vollpfosten vom „Allgemeinen Krankenversicherungsvergleich“ oder wie immer ihr euch das nächste Mal nennt, wenn ihr mich anruft, um mir einzureden, dass ich mit euch total viel Geld sparen kann: Welchen Sinn hat es, dass eure Mitarbeiter jedes Mal, aber auch wirklich jedes Mal, wenn ich mich deutlich und unmissverständlich mit meinem vollen Namen an meinem Mobiltelefon melde, das Gespräch mit dem Satz eröffnen: „Kann ich bitte mit Herrn Muriel Silberstreif sprechen?“ Ihr sprecht schon mit mir, ihr Dumpfnasen, das habe ich euch gerade eben gesagt! Wie saudämlich kann man sich eigentlich anstellen, wenn man jemandem was verkaufen will, ohne dass man durch die schiere Gewalt der eigenen Dummheit zerrissen wird?
  3. Zuerst wollte ich hier einen Diskussionsbeitrag von mir drüben bei Unwise Sheep veröffentlichen, aber dann hat meine gute alte Freundin Christina damit zusammenhängend, aber unter einem anderen Beitrag, einen Kommentar abgegeben, der so dermaßen den Vogel abschießt, dass nichts, was ich jemals schreiben werde, da auch nur annähernd heranreichen könnte. Sie hat mir leider nicht gestattet, ihn hierher zu übernehmen, deswegen müssen die, die es interessiert, sich rüber begeben und ihn dort lesen.
    (Den ursprünglichen Hauptpost sowie den Rest der Diskussion darunter zu lesen lohnt sich übrigens auch für alle Sammler christlicher Argumente und unglaubhafter „Seht mal, was für dumme Armleuchter Atheisten sind“-Anekdoten.)
  4. Boah. Wie konnte Valve jemals groß werden mit so einem Schund wie „Half-Life“ am Start? Ich kann immer noch nicht fassen, dass das dieselben Leute sind, die Portal gemacht haben. Das Spiel beginnt nicht nur mit einer gefühlten halben Stunde Langeweile, es macht auch danach einfach keinen Spaß. Wenn ich einen Raum betrete und dann ohne jede Vorwarnung oder Chance, auszuweichen, von einem umfallenden Schrank (!) erschlagen werde, dann mag das realistisch sein, aber deshalb noch lange kein gelungenes Designelement in einem Spiel.
  5. Liebes Internet:

    Wenn du unsere Preise schon kopierst, kopier‘ die 14.496 Mitarbeiter gleich mit.

    Die lustige Antwort auf Media Markts erbärmliches Plakat gibt es schon bei Alexander Kluge, deswegen bleibt mir nur noch die unlustige:
    Lieber MediaMarkt,
    das Internet kopiert deine Preise nicht, sondern unterbietet sie konsequent, und deine 14.996 Mitarbeiter sind ohne mir bekannte Ausnahme bei Bedarf nicht auffindbar, und wenn doch, dann sind sie entweder unwillig, mir zu helfen, oder unfähig, und meistens beides, deswegen nagel dir doch bitte eine Frikadelle an’s Knie und geh sterben, statt uns noch die Ohren vollzujammern. Bitte. Jetzt.

  6. Da Feminismus auch hier gerade en vogue ist, interessiert euch vielleicht eine kleine Vergewaltigungsdebatte, die ich drüben gerade mit Nicklas Vegas führe. Überhaupt ist sein Blog lesenswert.
  7. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass der einzige Mann, für den ich das mit meiner Heterosexualität eventuell überdenken würde, einen Podcast hat? Gleefully Macabre. Vielleicht wollt ihr ja auch mal reinhören. Ich sag ja nur.