Mann, ist der Diekmann

4. Dezember 2009

So, heute geht es mal nicht um die Schweiz, aber keine Sorge, dafür wahrscheinlich morgen wieder. Überschaubare Relevanz hat aus streng geheimer Quelle das nächste Interview der FAZ (Überschaubare Relevanz berichtete) mit Kai Diekmann vorab ergattert, und jetzt veröffentliche ich es schnell, bevor es jemand anders tut:

FAZ: Tag, Herr Diekmann, schön, dass Sie wieder hier sind.

Diekmann: Ja, ich freue mich auch.

FAZ: Neinnein, ich meine das nicht nur als Floskel. Ich empfinde es tatsächlich als eine ganz besondere Ehre, dass ein so vielbeschäftigter, erfolgreicher, überall beliebter und – wenn ich das sagen darf – unverschämt gutaussehender und charmanter Mann wie Sie sich bereit erklärt hat, unsere Fragen zu beantworten.

Diekmann: Gerne doch.

FAZ: Herr Diekmann, was ist das Geheimnis Ihre unfassbaren Erfolges? Ist es Ihre überragende Intelligenz, Ihr unschlagbares Führungstalent, Ihre immer wieder beeindruckende Eloquenz, oder vielleicht – wie manche Kritiker sagen – vor allem Ihr Wagemut und Ihre Bereitschaft, auch mal die Dinge zu sagen, die sich sonst keiner zu sagen traut?

Diekmann: Ich denke, es ist von allem ein bisschen. Und natürlich die Unfähigkeit der taz. Wenn die taz auch nur ein bisschen journalistisch arbeiten würde, dann hätten wir es sicher ein bisschen schwerer. Zum Glück sind die total unfähig, und Humor haben sie auch keinen. Voll blöd, die von der taz.

FAZ: Da haben Sie Recht. Gelegentlich wird Ihnen vorgeworfen, dass die von Ihnen geleitete BILD-Zeitung sich eher an die, sagen wir, einfacher gestrickten Mitbürger wendet, hin und wieder wird im Zusammenhang mit Ihrem unverzichtbaren publizistischen Organ sogar der Begriff des „Boulevardmediums“ verwendet. Das ist natürlich Unsinn, aber vielleicht wollen Sie sich trotzdem dazu äußern?

Diekmann: Klar. Sehen Sie, Boulevard ist ja auch wichtig, die Leute wollen das ja. Aber es muss Niveau haben, so wie bei uns. Nicht so wie in diesem Schmuddelblatt, der taz. Das kann ja nichts werden.

FAZ: Stimmt. Haha, das haben Sie schön gesagt. Würde es Ihnen eigentlich etwas ausmachen, wenn ich Sie jetzt küsse?

Diekmann: Ih, sind Sie schwul oder was? So wie die von der taz? Ich glaube nämlich, die sind auch alle schwul da.

FAZ: Wenigstens die Füße vielleicht?

Diekmann: Na gut, das geht.