Das glaube ich nicht, Tim

4. Januar 2013

Brace yourselves

Wenn in einer Diskussion mit gewissen Leuten die Kommunikation zusammenbricht, irritiert mich das kaum noch. Ich weiß zum Beispiel, dass ich mit religiösen Menschen zur Religion keine Verständigung erreiche, und mit Objektivisten keine zum Objektivismus, und wenn ich es doch versuche, dann kann ich mich von vornherein darauf einstellen, dass sie früher oder später persönlich werden und mir unterstellen, dass ich sie einfach nicht verstehen will.

Tim und Thomas gehören nicht zu diesen gewissen Leuten, und deshalb gibt es mir zu denken, dass mit Tim hier gerade zum zweiten Mal jemand mit großem Nachdruck behauptet hat, wir müssten irgendwas unüberprüfbar voraussetzen, um die Welt empirisch beschreiben zu können, und dass diese Diskussion zum zweiten Mal zur beiderseitigen Unzufriedenheit genervt abgebrochen wurde, wie auch schon die mit Thomas.

Wie jeder weiß, markiert das zweite Ereignis einen Trend, weshalb ich jetzt doch noch einmal alle Proponenten dieser mir so schwer zugänglichen These aufrufe, mir meinen Irrtum aufzuzeigen, möglichst kleinschrittig und ausführlich und von Anfang bis Ende, denn mit anderen Varianten sind Tim und Thomas bereits gescheitert. Und um euch diese Aufgabe ein bisschen zu erleichtern, will ich euch besagten Irrtum noch einmal möglichst klar darlegen.

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Restebloggen zum Wochenende (70)

25. Juni 2011
  1. Ihr glaubt ja gar nicht, wie ich mich gefreut habe, als ich erfuhr, dass es noch jemanden gibt, der in seinem Blog eine Art Fortsetzungsroman veröffentlicht. Und noch mehr habe ich mich gefreut, als ich feststellte, dass Ron sogar richtig schreiben kann. Ich empfehle deshalb dringend den sofortigen Besuch bei ihm und die umgehende Lektüre der bisher erschienenen Teile seiner Geschichte „Die Schattenkrieger„. Aber dass ihr mir nachher wieder zurückkommt, um die nächsten sieben Punkte noch zu lesen!
  2. Der Nebel (nach einer Geschichte von Stephen King) ist kein überwältigend guter Film. Aber das Ende ist das Größte und Mutigste (und ich benutze diesen Begriff nur sehr ungerne und zögerlich), das ich seit Langem gesehen habe. Wenn nicht sogar überhaupt. Falls das für euch ein Argument ist, betrachtet dies hier also ruhig als eine sehr, sehr verhaltene Empfehlung.
  3. Wer sich noch gute Plätze für die morgige Nuklearexplosion in Berlin sichern will, kommt gewiss zu spät, kann sich aber immerhin noch bei Astrodicticum Simplex vorab informieren, was er verpassen wird.
    Am 26. Juni 1974 wurde erstmal ein Strichcode im Supermarkt eingesetzt – und jeder weiß ja, dass in diesen Strichcodes jede Menge geheime Botschaften der Weltverschwörung zu finden sind. Am 26. Juni 1472 wird in Bayern die Uni Ingolstadt eröffnet. Und wer wurde in dieser Stadt geboren und hat an dieser Uni studiert? Richtig, Adam Weißhaupt, Gründer des Geheimbundes der Illuminaten! Er starb übrigens am 18. November 1830. Könnt ihr es nicht sehen? 18. November. Der 18.11. 1+8=9. 9.11!!!!
  4. David von Mentalschnupfen hat ein erfundenes Interview mit Frau Koch-Mehrin geführt. Warum ist mir das nicht eingefallen?`
    Mentalschnupfen: Frau Koch-Mehrin, am 15. Juni …

    Silvana Koch-Mehrin: Das war ja klar, daß sie darauf gleich zu sprechen kommen würden, ohne auch nur ein Wort über meine neue Frisur zu verlieren.

    MS: Die ist nett, aber wir haben sowas schon gesehen.

    SKM: Das ist dann die Schuld des Friseurs.

  5. Für die Person, die mir die nette Anfrage über die Suchbegriffe geschickt hat: Ja, ich lese die, und ich freue mich immer, wenn jemand so eine lustige Idee hat, aber ich habe keine so richtig sinnvolle Möglichkeit, auf derartige Zurufe zu antworten. Seid also bitte nicht traurig, wenn keine Reaktion erfolgt.
  6. Ich persönlich war mir ja in der Schule schon sicher: Immanuel Kant war entweder ein Troll, oder sehr, sehr dumm. Wer trotzdem gerne ein bisschen was über die schräge Philosophie des Herrn lesen will, der kann das sehr schön bei Fingerkuppenweitspucken, wo eine dreiteilige Tour de Force durch die Kritik der praktischen Vernunft veröffentlicht ist:
    Freiheit und praktisches Gesetz, so Kant, verweisen wechselseitig aufeinander, und aus einem von beiden kommt unsere Erkenntnis des Unbedingt-Praktischen (des was? Egal). Freiheit ist allerdings ein negativer Begriff, und aus Erfahrung sei auch nicht darauf zu schließen, denn erfahren werden kann nur das Gesetz der Natur, also gerade Nicht-Freiheit. Also kommt auf einmal das moralische Gesetz daher, das weder durch irgendeine sinnliche Bedingung zu überwiegen sei, noch davon überhaupt abhängt, und das ist auf einmal VOR allen anderen Bestimmungsgründen liegt, wenn wir erstmal die pathologisch anklebenden Willensbelästigungen losgeworden sind.
  7. Ich bin noch nicht sicher, ob ich ihm völlig zustimme, aber das Video fand ich jedenfalls echt gut:

    (Ihr habt nicht gedacht, dass es ein Restebloggen ohne antireligiösen Inhalt gibt, oder?)