Die Zeit ist zu dumm für Marx

6. Mai 2018

Zu den journalistischen Genres, die ich trotz natürlich bereits eingetretener Gewöhnung immer noch als ein bisschen empörend und beleidigend empfinde, gehört neben dem Non- und Konsensinterview auch der Besinnungsaufsatz aus der siebten Klasse im Entwurfsstadium. Einen solchen durfte Lisa Nienhaus gerade in der Zeit veröffentlichen, unter dem naheliegenden Titel

Marx war zu schlau fürs Grundeinkommen

In Marx‘ Büchern steht allerlei krudes Zeug. Dennoch kann man von ihm noch viel lernen – etwa über Zölle, die Donald Trump so mag, über Hartz IV oder die Ungleichheit.

verspricht der Teaser, und wenn ihr mich kennt, könnt ihr euch denken, dass mich das natürlich reizt, weil ich immer noch vergeblich Beispiele für Dinge suche, die man von Leuten wie Karl Marx lernen kann. Nach wie vor bin ich sicher, dass es irgendwo welche zu finden gibt, aber ich spoilere sicher nicht ernsthaft, wenn ich verrate, dass Lisa Nienhaus‘ Beitrag dabei leider keine Hilfe ist.

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And yes, I have all of the usual objections to the miseducation of children who in tax-exempt institutions get taught to externalise blame, and to feel ashamed, and to judge things as plain right or wrong.

7. November 2013

Donnerstag ist der neue Freitag, Grün ist das neue Pink, Links ist das neue Liberal, und Religiös ist das neue Schwul, so jedenfalls Maria Lesser vom Blog Flaminnesota. Also, das letzte. Die anderen Sachen sind von mir. Und weil ihr Artikel einige für diese Art Artikel repräsentative Argumente enthält und dabei noch relativ angenehm zu lesen ist, habe ich mir gedacht, es könnte sich lohnen, ihn als Diskussionsgrundlage zu nehmen und diese besagten repräsentativen Argumente hier einmal aus meiner Sicht durchzugehen.

Warnhinweis: Ihr habt gesehen, ich schrieb „relativ angenehm zu lesen“. Kenner ahnen deshalb schon, dass nun keiner meiner putzigen schwungvollen Rants folgen wird, sondern eher eine ruhige, meist sachliche Auseinandersetzung mit dem Artikel. Wer nur meine Krawallposts mag, muss sich also noch ein bisschen gedulden, und Katja darf mir freudig überrascht hinter den Trennstrich folgen.

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