Aber das haben wir schon immer so gemacht!

27. Juni 2012

Gestern noch kannte ich ja nur die Stellungnahme des Zentralrats der Juden zum Beschneidungsurteil des LG Köln, und den Zentralrat der Muslime hätte ich sogar beinahe noch gelobt, weil er vor seiner Äußerung die Urteilsgründe lesen wollte. Ich habe mich des Lobs trotzdem enthalten, weil ich ahnte, was noch kommt, und das war natürlich auch nicht schwer zu ahnen:

Der Zentralrat der Muslime nannte die Entscheidung „einen eklatanten und unzulässigen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften und in das Elternrecht“

Nein, lieber Zentralrat, eure Selbstbestimmung ist nur dann betroffen, wenn ihr euch selbst etwas abschneiden wollt. Worüber ihr euch beklagt, das ist ein Eingriff in euer Fremdbestimmungsrecht. Und Eltern haben Rechte, aber ihre Kinder ohne vernünftigen Grund zu verletzen, gehört glücklicherweise schon lange nicht mehr dazu.

Auch nicht schlecht diese Äußerung eines anderen muslimischen Verbandes:

„Das Urteil empfinde ich als integrationsfeindlich und diskriminierend für die Betroffenen“, sagte der Vorsitzende der Religionsgemeinschaft des Islam, Ali Demir

Genau. Und § 242 StGB ist integrationsfeindlich und diskriminierend für Leute, die anderen Leuten gerne was klauen. Aber wisst ihr was? Wir wollen Leute, die anderen gerne was klauen, nicht integrieren, und wir wollen sie gerne diskriminieren (im Sinne von: anders behandeln), weil wir uns nicht gerne beklauen lassen. Und genauso liegt der Fall auch hier: Wir wollen Leute, die anderen gerne ohne deren Zustimmung Körperteile abschneiden, diskriminieren. Und bevor das hier zu sehr in die PI-Ecke abdriftet: Ich habe nichts gegen Muslime. Die paar, die ich kenne, sind total nett. Meine Abneigung gegen Leute, die ihre Kinder verstümmeln, ist total unabhängig von deren Religionszugehörigkeit.

Überdies werde ein Verbot nichts bringen: „Dann werden wir Beschneidungstourismus in die europäischen Nachbarländer bekommen.“

Ich fürchte, da hat er Recht, aber dadurch wird das Verbot nicht falsch. Es gibt ja auch wenig Terrorcamps in Deutschland, dafür aber relativ viele in Pakistan. Hab ich gehört. Sollten wir die legalisieren, um Terrorcamptourismus zu vermeiden? Die Frage, ob etwas woanders auch verboten ist, beantwortet nicht direkt die Frage, ob wir es verbieten sollten. Im Übrigen kann eine Beschneidung auch dann in Deutschland bestraft werden, wenn sie im Ausland durchgeführt wurde. Just sayin. [Woran man erkennt, wie gefährlich es sein kann, etwas einfach mal sagen zu wollen. Das war Quatsch, und ich danke Alien für den Hinweis.]

Kritik kam auch von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Religionsfreiheit und das elterliche Erziehungsrecht seien unzureichend gegen das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit abgewogen worden“

Was meint ihr? Bin ich unfair, wenn mir dazu zuerst mal einfällt: Geht’s noch? Die EKD fordert eine Abwägung zwischen Erziehungsrecht und dem Recht eines Kindes auf körperliche Unversehrtheit? Wenn ich losgehe und jemanden zusammenschlage, weil mir die Farbe seines T-Shirts nicht gefällt, wägt das Gericht dann ab zwischen meiner allgemeinen Handlungsfreiheit und dem Recht dieser Person au körperliche Unversehrtheit? Nein. Weil mein Recht auf Handlungsfreiheit nicht das Recht umfasst, andere zusammenzuschlagen. Und genausowenig umfasst die Religionsfreiheit oder das Erziehungsrecht einen Anspruch darauf, Körperteile anderer Leute abschneiden zu dürfen. Ende der Abwägung.

Einerseits überraschen mich all diese Äußerungen natürlich nicht, die waren ja vorhersehbar, aber andererseits bin ich doch immer wieder sprachlos angesichts der schieren Bräsigkeit und Dummdreistigkeit, mit der Menschen ihre lieb gewonnene Gewohnheit verteidigen, andere Menschen misshandeln zu dürfen.

Der einzige Einwand, der mich wenigstens kurz zum Nachdenken brachte, stammt von Max Steinbeis. Ich will nicht ausführlich auf seine gesamte Stellungnahme eingehen. Ihr könnt euch sowieso denken, was ich davon halte, sobald ihr wisst, dass er es offenbar für angemessen hält, zu fragen, wozu das LG Köln es für wichtig hält, Eltern zu untersagen, ohne medizinische Indikation Stücke von ihren Kindern abschneiden zu lassen. Aber er sagt auch etwas Bedenkenswertes, nämlich:

 Wenn ich meiner kleinen Tochter die Ohrläppchen stechen lasse, schreit doch auch keiner nach dem Staatsanwalt.

Ich glaube, er hat damit einen sehr validen Punkt angesprochen, wenn auch anders, als er denkt.

Ich schrieb schon mehrfach, dass Kinder für mich schwierig sind. In vieler Hinsicht, aber (und das ist hier nun einmal gerade das Thema) auch in rechtspolitischer. Kinder haben in meinen Augen im Prinzip die gleichen Rechte wie alle Menschen, aber andererseits müssen wir das realistisch gesehen dahingehend einschränken, dass sie (bis zu einem gewissen Alter) nicht vollständig dazu in der Lage sind, vernünftige Entscheidung für sich selbst zu treffen, weshalb wir ihren Eltern – sagen wir mal: nicht ganz abwegiger Weise – das Recht zugestehen, innerhalb gewisser Grenzen über sie zu bestimmen. Deswegen dürfen Eltern zum Beispiel ihre Kinder mit körperlicher Gewalt davon abhalten, über eine viel befahrene Straße zu rennen. Das Kind erkennt nicht die Gefahr, und die Eltern schützen es vor den Konsequenzen seiner eigenen Dummheit mangelnden Einsicht in das Funktionieren dieser Welt. Es ist in Grenzfällen oft schwer zu entscheiden, wie weit dieses Recht der Eltern reichen sollte, aber ich würde als grobe Faustregel sagen, dass Eltern nur dann das Recht haben sollten, über ihre Kinder gegen deren Willen zu verfügen, wenn es eindeutig zu ihrem Vorteil ist und sie nicht in der Lage sind, die Sache selbst zu beurteilen.

Wie ist das nun bei Ohrlöchern?

Fangen wir ganz einfach an: Wenn mir jemand gegen meinen Willen Löcher in die Ohren (oder einen anderen Körperteil) stäche, dann wäre das eine Straftat, und das ist wohl unstreitig auch richtig so. Es wäre unter Umständen keine besonders schwerwiegende Straftat, und die Strafe könnte dementsprechend milde ausfallen, aber ich denke, wir sind alle dagegen, dass Menschen andere Menschen ohne deren Zustimmung durchlöchern.

Was ändert sich nun, wenn die durchlöcherte Person ein Kind ist? Erst mal gar nichts, oder? Soweit ich das überblicken kann, ist es auch nicht üblich, dass Eltern ihre Kinder gegen deren Willen zum Ohrlochstechen zerren. Meistens ist das Kind einverstanden oder fordert die Prozedur sogar von sich aus. Wir können nun darüber streiten, ab wann der Wille des Kindes beachtlich ist und unter welchen Umständen Eltern diesen Wunsch verweigern sollten, weil das Kind noch nicht reif ist, diese Entscheidung zu treffen. Aber wenn das Kind nicht will, oder wenn es (wie bei der Beschneidung üblich) noch so jung ist, dass es überhaupt keine Entscheidung über die Sache treffen kann (obwohl ich vermute, dass auch das jüngste Kind schon einen gewissen Widerwillen dagegen empfinden und äußern würde, beschnitten zu werden, auch ohne ganz zu verstehen, was da passiert), dann habe ich durchaus ein Problem damit, wenn die Eltern einfach trotzdem entscheiden, dass das Kind nun für alle Zeiten mit durchlöcherten Ohren durchs Leben gehen muss. Ich fordere natürlich keine Haftstrafe dafür. Aber ich halte es schon für legitim, den Eltern diese Verfügung über den Körper ihres Kindes zu untersagen. Und das sehe ich nicht nur deshalb so, weil Keoni ihrer Mutter immer noch nicht verziehen hat.

Ich bin Max Steinbeis also dankbar, dass er mich auf eine weitere Tradition hingewiesen hat, von der wir uns befreien sollten. Ganz im Ernst. Wenn Eltern ihre Kinder ohne Not verletzen, dann ist das nicht in Ordnung. Egal, wie lange es schon üblich ist, und egal, wie schick sie es finden.

Ist es nicht sonderbar, dass man darüber diskutieren muss?


Ich weiß auch noch nicht, worum es hier gleich gehen wird, aber wir merken das dann schon. Auf jeden Fall wird es ziemlich lang.

10. Mai 2011

madove (Schon wieder. Das muss für Unbeteiligte so aussehen, als wäre ich total dicke mit ihr, dabei sind wir in Wahrheit als fast Libertärer und Quasi-Kommunistin natürliche Feinde, und ich zumindest warte nur auf eine Chance… Naja, egal, für einen Klammereinschub ist das hier jetzt auch wirklich schon lang genug, oder?) hat mich letztens auf die Idee gebracht, mir mal den Podcast „Heiter scheitern“ anzuhören, der mir schon länger irgendwie ein Begriff ist, mit dem ich mich aber noch nie näher befasst hatte. Nach eigener Auskunft handelt es sich dabei um ein queeres Stößchen aus den Zonen der Unbewohnbarkeit.

Naja. Der Begriff „Stößchen“ macht mich krank, das war also erst mal abschreckend. Ich meine das auch nicht nur so umgangssprachlich. Dieser Ausruf verursacht mir wirklich körperliches Unwohlsein. Trotzdem beschloss ich dann nach kurzem Stöbern durch das Angebot, mal in den Cast „homophob über die Blümchenwiese“ reinzuhören, und weil ich ein bisschen manisch veranlagt bin, habe ich wenig später den zweiten Teil ebenfalls noch angehört. Es geht dort so ungefähr um die Frage, welche Medien warum wie und unter welchen Umständen für Kinder geeignet sind, natürlich mit dem Schwerpunkt auf Genderfragen und, naja, Homophobie.

Wie soll ich sagen, es hat mir gefallen. Es geht nämlich um ein Thema, über das ich auch viel nachdenke.

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Plain Wrong

8. März 2011

Ich lese gerade einen Roman über die Amish. Das ist eine christlich orientierte Gemeinschaft von sehr streng gläubigen Menschen, die viele Aspekten des technischen Fortschritts ablehnen (Elektrizität, Autos, und so weiter) und möglichst wenig mit Menschen interagieren, die nicht dazu gehören. Sie sind meines Wissens ausschließlich in den USA und in Kanada zu finden.

Soweit ich das beurteilen kann, stellt die Geschichte das Leben und die Bräuche der Amish sehr wirklichkeitsgetreu dar, und in gewisser Weise spricht es für sie, dass sie aus einer neutralen Perspektive erzählt wird, die weder die guten Seiten dieser Lebensweise verschweigt, noch die weniger guten. Die Autorin zeigt uns sowohl, wie zufrieden und glücklich die Amish mit ihrem Leben sind, als auch, wie sehr die Regeln sie einschränken, die ihre Religionen ihnen auferlegt.

Das ist einerseits lobenswert, aber andererseits stört mich die Haltung, die nach meiner Wahrnehmung nicht nur in diesem Roman, sondern in der Öffentlichkeit allgemein gegenüber den Amish vorherrscht: Sie sind zwar ein bisschen sonderbar, aber es ist schließlich ihre Entscheidung, und am Ende sind sie doch richtig gute Menschen, die niemandem etwas zuleide tun.

Nein! Es ist nicht einfach ihre Entscheidung, und sie schaden sehr wohl anderen Menschen. Ich erkenne an, dass die Amish in gewisser Weise sehr sympathische friedliche Leute sind, die es bestimmt gut meinen, aber ich finde ihre Lebensweise nicht nur ethisch inakzeptabel, ich finde sogar, dass sie ein Eingreifen des Staates erfordert.

Die Amish haben nämlich Kinder. Und diese Kinder wachsen in einer Gemeinschaft auf, die sie völlig von Menschen isoliert, die ihren Glauben nicht teilen. Sie werden nicht nur in ihren Familien, sondern auch in ihren Schulen religiös indoktriniert. Sie lernen nichts über Biologie oder sonstige aktuelle Wissenschaft, und es ist ihnen unter Strafandrohung untersagt, nach ihrer Amish-Schulzeit andere Bildungseinrichtungen zu besuchen.

Dawkins hat sich mit seinem bekannten Zitat weit aus dem Fenster gelehnt und Missverständnisse geradezu herausgefordert, aber ich gebe ihm Recht: Religiöse Indoktrination ist Kindesmisshandlung. Und die Gemeinschaft der Amish indoktriniert ihre Kinder ungefähr so gründlich, wie es möglich ist, ohne sie im Keller einzusperren, bis sie volljährig sind.

Jeder hat das Recht, auf Elektrizität und Verbrennungsmotoren zu verzichten. Jeder hat das Recht, zu glauben, was auch immer er glauben will. Und jeder hat das Recht, sich von anderen Menschen zu isolieren und nach seinen eigenen Regeln zu leben (solange er nicht anderen damit schadet). Ich persönlich finde das alles nicht richtig, aber es steht mir nicht zu, andere zu zwingen, nach meinen Vorstellungen zu leben.

Doch wer seine Kinder zwingt, dieses Leben mit ihm zu teilen, und ihnen dazu noch die Informationen vorenthält, die sie brauchen, um eine qualifizierte eigene Entscheidung darüber zu treffen, wie sie leben wollen, der misshandelt sie dadurch, egal, wie liebevoll er oberflächlich betrachtet mit ihnen umgeht. Und die Gesellschaft, die so etwas zulässt, macht sich mitschuldig.

Das bedeutet nicht, dass wir den Amish sofort ihre Kinder wegnehmen sollten, um sie zwangsweise in die US-amerikanische Mainstreamgesellschaft zu integrieren. Ich denke aber zum Beispiel, dass der Staat verpflichtet ist, Bildung für alle Kinder zu gewährleisten, und zwar nach rational entwickelten Standards, die für alle gelten: Für öffentliche Schulen, für private Schulen, und für Leute, die ihre Kinder zu Hause selbst unterrichten wollen. Und mehr als heute sollten diese Standards auch Epistemologie beinhalten, und Grundlagen der wissenschaftlichen Methodik, um Kindern Werkzeuge in die Hand zu geben, mit denen sie selbst herausfinden können, was wahr ist, und was nicht.

Die konsequente Durchsetzung solcher Standards wäre schon ein erster Schritt, um es (zum Beispiel) Amish-Kindern zu erleichtern, auf vernünftiger Grundlage zu entscheiden, ob sie gerne leben möchten wie ihre Eltern, oder ob sie lieber Zugang zu moderner Medizin haben wollen, zu moderner Technologie und zu modernen Medien und all dem Wissen, das sie uns zugänglich machen. Zugang zur Wirklichkeit.


Vorurteile, oder nicht

3. Mai 2010

Letzten Freitag Abend habe ich etwas gesehen, über das ich seitdem nachdenke. Nicht ununterbrochen, aber immer wieder.

Ich war auf dem Weg zum Hamelner Bahnhof und sah am gegenüberliegenden Straßenrand einen dieser Pseudo-Sportwagen stehen, keine Ahnung, vielleicht war es ein alter Honda Civic, mit allerlei geschmacklosen Anbauten und einem riesigen Spoiler. Der Kofferraumdeckel des Honda Civic war aufgeklappt, und darin eingebaut waren zwei große Lautsprecher, die einen Technorhythmus in die Welt hinausdröhnten, der im Wesentlichen aus fünf sich stetig wiederholenden Tönen bestand. Auf der Kante des Kofferraums, halb sitzend, halb angelehnt, sah ich einen Mann ohne Oberbekleidung, der in der linken Hand eine Zigarette hielt und mit der rechten eine Dose Bier an seine Lippen. Ich schätzte, er müsste irgendwas um Ende zwanzig sein. Ich konnte sehen, dass er einen Ohrring trug, und so einen fürchterlichen Vergewaltigerschnurrbart. Über seinen Hosenbund quoll ein für sein Alter schon beeindruckend zu nennender bleicher Bierbauch.

Ich wollte mich gerade mit einem Kopfschütteln und einem Lächeln abwenden und sowas denken wie: „Naja, soll jeder sein Wochenende so verbringen, wie er möchte“, aber dann sah ich das kleine Mädchen auf dem Rücksitz des Autos. Es war vielleicht vier oder sechs Jahre alt, ich kann so etwas nicht gut schätzen, und schaute gelangweilt durch das Fenster in meine Richtung.

Mit Lächeln war nichts mehr. Ich weiß nicht, ob mich das zu einem bornierten, bigotten, elitären Spießer macht. Ich denke schon, dass der erste Anschein durchaus sehr täuschen kann. Ich weiß, dass ich aus dem kurzen Blick, den ich in das Leben dieser beiden Menschen geworfen habe, eigentlich keine sinnvollen Schlüsse ziehen kann. Aber ich könnte weinen, wenn ich darüber nachdenke, dass der Mann wahrscheinlich der Vater dieses Mädchens ist. Und dass es wahrscheinlich nicht nur ein außergewöhnlicher Sonderfall war, dass er sein Kind zu seiner kleinen Straßenrandsession mitgenommen hat.

Ich bin ein nachdrücklicher Befürworter individueller Freiheit, und niemand sollte anderen ungefragt in ihr Leben hineinreden, schon gar nicht der Staat Eltern in die Erziehung ihrer Kinder. Aber verdammt noch mal, Kinder sind in meinen Augen eine heilige Verpflichtung, und wer welche hat, und so mit ihnen umgeht, der gehört geschlagen.


Von wegen Sommerloch

29. Juli 2009

Alle reden vom Sommerloch. Wir nicht. Die Leser von „überschaubare Relevanz“ können sich über einen Mangel an spannenden Themen nicht beschweren. Zum Beispiel:

Kinder hat ein neues Produkt herausgebracht! Es heißt Kinder Breakfast. Vielleicht rächt sich hier jetzt, dass ich kaum noch fernsehe, und das ist für euch alle schon ein alter Hut. Ich war jedenfalls völlig verblüfft, als ich es im Süßwarenregal sah.

So sieht die Verpackung aus:

Packung

So das Ding an sich:

Riegel

Und so das Ganze von innen:

Innen

(Bessere Bilder werden nachgeliefert, sobald ich wieder zu Hause bin.)
Edit, 30. 07. 2009, 11:00 Uhr: Voilà bessere Bilder.

Und jetzt sagt doch mal selbst: Ist das nicht die lustigste Süßigkeit, die ihr seit Langem gesehen habt? Ich fand es jedenfalls wahnsinnig lustig, und habe es deshalb auch sofort gekauft.

Nach dem ersten Beißen legt sich die Begeisterung jedoch ein wenig. Erinnert ihr euch noch an diese „Kinder Country“-Fernsehwerbung, in der gesagt wurde: wir hätten Kinder Country auch staubtrocken machen können, und dann wurde gezeigt, wie ein Kind in so einen furchtbar trockenen Cerealienriegel beißt, dass es richtig staubt? Das ist ein Kinder Breakfast. Auf der Verpackung ist ein Glas Milch abgebildet, und der aufgebrochene Riegel darauf sieht auch ein bisschen so aus, als wäre er extrem cremig gefüllt. In Wirklichkeit ist aber -wie auf dem Foto vielleicht zu erkennen- nur so ein trockener Krümelkram drin. Man kann es kaum essen, ohne eine Riesenschweinerei anzurichten. Deshalb ist der Name auch ganz treffend gewählt.

Das Ganze schmeckt dann entsprechend eben wie ziemlich süßes Knuspermüsli ohne Rosinen direkt aus der Packung ohne Milch. Ich mag das manchmal, aber ich bin auch komisch.