Liebe Leute von Bose

1. Januar 2010

zuerst mal das Einfache: Ich finde eure Ohrhörer nach wie vor toll. Der Klang ist fantastisch, sie tragen sich angenehm, und meiner Meinung nach sehen sie auch gut aus. Eigentlich wollte ich aber über was anderes reden:

Schon die Tatsache, dass ihr mir gefühlt mindestens einmal wöchentlich Post schickt, in der ihr mir euer Klangwunder zu wirklich umwerfenden Konditionen anbietet, beeindruckt mich außerordentlich und zeigt mir, dass eure Kunden euch wirklich am Herzen liegen.

Klangwunder (Bei Interesse klicken, dann wird's groß.)

Durch diese Art aufdringlicher verzweifelter nachhaltiger Kundenkommunikation zeigt ihr mir, dass ihr meine Bedürfnisse und Interessen wirklich verstanden habt und bereit seid, mich als Individuum zu behandeln, statt als Teil einer zu bearbeitenden breiigen Konsumentenmasse.

Neuerdings legt ihr mir nicht mehr bloß eure großartigen Produkte dringend ans Herz, sondern übermittelt mir darüber hinaus auch wichtige Nachrichten mit limitierten Angeboten, die meinen Wunsch nach mitreißendem Klang an jedem Platz in meinem Haushalt erfüllen, wenn ich nur jetzt sofort ganz schnell mit meiner persönlichen Kennziffer bei euch anrufe.

Wichtige Nachricht (Genauso.)

Das begeistert mich nun endgültig und festigt in meinen Augen euer Image als seriöses, vertrauenswürdiges Unternehmen, von dem ich mich ernst genommen und verstanden fühle.

Herzlichst

Euer Muriel Silberstreif

PS: Hoppla, ich sehe gerade hier auf meinem Schreibtisch noch ein paar „nicht“s herumliegen, die ich eigentlich in diesem Brief verwenden wollte, aber anscheinend vergessen habe. Naja. Ihr werdet mich schon verstehen. Ihr habt das ja drauf.


Äh… Im Ernst?

6. November 2009

Ich habe da so ein schickes kleines Mikrowellen-Backofen-Kombigerät von Samsung, das sogar Testsieger bei der Stiftung Warentest war und bei „Handhabung“ eine 1,4 bekommen hat. Ich bin sowohl mit dem Design als auch der Funktion sehr glücklich. Mit einer nebensächlichen, aber dennoch für mich unfassbaren Ausnahme.

Heute wurde es mir zu dumm, im Kopf immer eine Stunde abzuziehen, und ich beschloss, dass es Zeit wurde, die Umstellung auf Winterzeit an meinem Mikrowellenherd vorzunehmen. Ich betrachtete eine Weile nachdenklich das Tastenfeld, fand keine geeignete Taste und begann daher, willkürlich auf den anderen herumzudrücken. Irgendwann wurde mir klar, dass ich nicht weiterkam, und ich kramte die Betriebsanleitung hervor, um nachzuschlagen. Dort steht drin, wie man nach Stromausfällen und bei der ersten Inbetriebnahme die Uhrzeit einstellt, nämlich durch einfaches Drehen des Bedienungsrädchens und abschließenden Druck auf die Starttaste. Wie es im Normalbetrieb geht, wird nicht verraten. Und dann steht da noch, wie zum Hohn, dass man bitte nicht vergessen soll, die Umstellung auf Sommer- und Winterzeit von Hand vorzunehmen, weil das Gerät die nicht automatisch durchführt.

Ich nahm Google zu Hilfe und stellte fest, dass ich mit meinem Problem nicht alleine bin, und dass es offenbar wirklich nicht anders geht, als den Stecker rauszuziehen und kurz zu warten. Was ziemlich blöd ist, wenn man das Ding im Schrank stehen hat.

Es ist also nicht einfach so, dass Samsung nicht erkannt hätte, dass man gelegentlich die Uhr umstellen muss. Das belegt ja der Hinweis auf die Sommer- und Winterzeit. Offenbar hat irgendjemand bei Samsung einfach trotzdem entschieden, dass es total unnötig ist, eine entsprechende Funktion in das Gerät einzubauen. Um es mit Stefan Raab zu sagen: Was war da denn los? Man weiß es nicht.