Er ist’s! (Schnappt Shorty 3)

4. April 2017

Ich dachte, vielleicht machen wir einfach eine Kategorie draus? Mal sehen, wie viele Beiträge es werden. Aber da das schon der dritte oder so ist, dachte ich, einen Versuch wäre es wert. Mein nächster Kurzblogbeitrag:

„Frühling, ja, du bists! Dich hab ich vernommen!“ rief die CIA-Agentin zufrieden, während sie sich von dem Behandlungsstuhl mit den blauen Fixiergurten abwandte. Vorsichtig zog sie die kontaminierten Handschuhe aus und verließ den dunklen Raum mit den schallisolierten Wänden. Das Wimmern und Schluchzen des Inhaftierten verstummte sofort, als die schwere Tür sich hinter ihr schloss, aber sie wusste, dass die Bilder und die ahnunsgvollen Düfte des Verhörraums sie noch lange begleiten würden.

Der Rest des Teams wartete bereits im Flur auf sie, mit fragend gehobenen Augenbrauen.

„Und?“ fragte der Teamleiter.

Sie nickte ihm zu. „Er ist’s!“

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Teaser: Fernbeziehung

6. August 2013

Nein, hier geht es nicht um Keoni und mich. Wenn ihr darüber mehr wissen wollt, müsst ihr schon fragen. Hier geht es um meine Teilnahme an einer Blogparade – aus mir nicht ganz einsichtigen Gründen kann ich dieses Wort sehr intensiv nicht ausstehen, igitt – von „Blogg dein Buch“ – die eine oder andere von euch wird sich daran erinnern. Die Parade trägt den Titel

BLOGGER SCHREIBEN GESCHICHTE

und basiert auf der crazy Idee, dass man als rezensierender Blogger auch mal die andere Seite kennenlernen und selbst eine Geschichte schreiben soll, namentlich eine Kurzgeschichte von maximal 15.000 Zeichen zum Thema

ungewöhnliche Freundschaft

Leider darf man die dann nicht gleich mit allen seinen Lesern teilen, sondern darf zunächst mal nur einen winzig kleinen Teaser von maximal 600 Zeichen veröffentlichen und die ganze Geschichte bei den Veranstaltern einreichen. Wenn die sie für gut befinden, kommt sie in eine Anthologie, die ihr kaufen könnt. Für mich selbst ist sie dann weg, denn ich gebe sämtliche Rechte an dem Ding ab, um die fantastischen Gewinnchancen nutzen zu können. Wenn nicht, dann werdet ihr sie natürlich hier nachgeliefert bekommen. Hier ist der Teaser meines Beitrags mit dem Titel – womöglich ahnt ihr’s schon – „Fernbeziehung“

Überhaupt hatte Ben in letzter Zeit beängstigend viel Glück gehabt.

Sein Boss hatte sich doch noch jemand anderen gesucht, der nach Moskau reisen musste, der Renault-Vertretung war bei der Berechnung seiner Leasinggebühren ein für ihn sehr vorteilhafter Fehler unterlaufen, und womöglich hatte er die Frau seines Lebens kennengelernt.

Es war geradezu unheimlich.

Einsendeschluss ist der 15. August. Wenn ihr also selbst noch eine Idee zum Thema ungewöhnliche Freundschaft habt, ist es nicht zu spät.

Ach so, die Erlöse aus der Aktion sollen übrigens an die Hasenschule gehen. Ich kenne die nicht, deswegen kann ich mich nicht dazu äußern, ob das gut, schlecht, oder egal ist, aber ich bin sicher, es ist gut gemeint. Und ihr wisst ja, dass das für mich das einzige ist, was zählt.

Nachtrag, 19. August: Wer mag, kann hier die Teilnehmerliste einsehen, und wer sich hinzugesellen will kann das noch eine ganze Weile, denn der Einsendeschluss wurde auf den 9. September verschoben, auch wenn davon auf der Homepage nirgends was steht.


Sapere Aude

13. November 2012

Nee, ich muss euch enttäuschen, es geht hier nicht um Aufklärung, und ich habe auch nicht mal wieder einen antireligiösen Rant geschrieben, oder sonstwas Tolles.

Gibt nur eine notdürftig angehübschte uralte Nichtmehrganzkurzgeschichte von mir.

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Yours to keep – wie alles begann – wie alles begann

16. Januar 2011

Ich weiß schon gar nicht mehr, ob ich es angekündigt habe, aber jedenfalls habe ich für euch jetzt noch eine Vorgeschichte zur Vorgeschichte der Kurzgeschichte „Yours to keep“ geschrieben, diesmal ohne Daniel, aber dafür mit Kim Il-Sung.

Es war ungewohnt für mich, weil ich noch nie eine historische Geschichte geschrieben habe, und für meine Verhältnisse habe ich mir auch große Mühe mit den Details gegeben, nicht dass das viel heißen würde.

Ob ihr davon nun was merkt oder nicht, ich wünsche euch viel Spaß, und falls die Kim-Il-Sung-Experten unter euch mich auf Fehler aufmerksam machen möchten: Nur zu. Ich verspreche nicht, dass ich das dann in der Geschichte ändere, aber ich würde es auf jeden Fall gerne erfahren, falls ich irgendwo was falsch gemacht habe.

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Yours to keep – wie alles begann

21. Dezember 2010

Obwohl die Reaktion auf meine Frage, wer mehr über die Figuren aus meiner letzten Kurzgeschichte „Yours to keep“ wissen möchte, eher durchwachsen war, konnte ich doch nicht anders, als eine Vorgeschichte zu den Ereignisse zu verfassen. Ich hoffe, sie gefällt euch.
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Home of the brave

12. Dezember 2010

Ich nahm einen Schluck Kaffee und blickte nachdenklich in die widerwärtige kalte Brühe mit darin schillernden Milchflocken – warum passierte das immer nur mir? -, bevor ich nach einem letzten freien tiefen Atemzug die steife Sitzhaltung annahm, die von mir erwartet wurde, und in meinem besten Offizierston „Herein!“ bellte.

Die Tür öffnete sich, und Seaman Deb Felting und ihr Kumpel Chief Petty Officer Glen Cena traten ein. Während sie salutierten, rollte ich mit den Augen, ohne den geringsten Versuch zu unternehmen, das vor den beiden zu verbergen. Sie kamen abwechselnd einmal die Woche zu mir, um sich über irgendeinen schwachsinnigen Verstoß zu beschweren, den Ensign Peebles angeblich begangen hatte.

„Rühren!“

Peebles war lesbisch. Alle wussten das, und Felting und Cena waren nicht die einzigen, die das störte. Aber sie waren meines Wissens die einzigen, die deshalb Zettel mit ausgefallenen Synonymen für weibliche Geschlechtsorgane an ihren Spind klebten, und von ihnen stammte auch der so subtile wie fantasievolle Spitzname „Butch“.

„Seaman, CPO“, knurrte ich, „Wenn einer von Ihnen gleich den Mund aufmacht und ich die Worte ‚Ensign Peebles‘ höre, bei Gott, dann können Sie…“

Ich verstummte, als Felting mit einem mühsam unterdrückten Grinsen vortrat und einen kleinen Stapel handbeschriebener Blätter Papier auf meinen Schreibtisch legte. Ich starrte für einen Moment mit gerunzelter Stirn auf die Briefe, bevor mir klar wurde, worüber sie sich so freute.

Ich spürte, wie meine Lippen einen schmalen, waagerechten Strich formten und meine Augen sich weiteten. Es waren Briefe von ihrer Freundin. Ich überflog sie hastig und erkannte schnell, dass es eindeutige Briefe waren. So eindeutig, dass ich nach wenigen Sekunden aufhören konnte, und dass ich mich für mein Land schämte, weil diese Briefe von jetzt an Beweismittel waren.

„Woher haben Sie das?“ fragte ich, und ich hätte in diesem Moment aufspringen und die beiden würgen können, so wütend machte mich der dummdreiste selbstzufriedene Ausdruck in ihren Gesichtern.

„Gefunden, Sir.“, antwortete Cena, und Felting nickte enthusiastisch. „Die müssen ihr aus der Tasche gefallen sein. Lieutenant Marston war auch dabei, Sir, er kann das bestätigen.“

Ich musste mich zwingen, ruhig weiterzuatmen.

„Ist das wahr, Seaman?“ fragte ich an Felting gewandt. „Überlegen sie sich gut, was Sie sagen, solange Sie noch die Möglichkeit haben.“

„Ja, Sir“, antwortete sie, „Wir haben die Briefe auf dem Boden gefunden, vor der Tür zur Offiziersmesse.“

Fuck. Natürlich logen die beiden. Und?

„Gehen Sie mir aus den Augen“, brummte ich, „Und schicken Sie mir Lieutenant Marston her.“

Ich wusste schon, was er sagen würde. Marston war wahrscheinlich der konservativste, bornierteste, selbstgerechteste Schwachkopf auf dem Schiff, und es gab wahrhaftig genug davon auf der USS Milton.

Nachdem die beiden Wanzen die Tür hinter sich geschlossen hatten, vergrub ich seufzend mein Gesicht in beiden Händen und schüttelte langsam meinen Kopf.

Peebles hatte ihre Fehler, und es würde mir nicht schwer fallen, Ersatz für sie zu finden, aber ich mochte sie. Sie war fair, sie war loyal, und sie tat nie weniger als ihr Bestes. Ich hatte gedacht, dass eine gute Offizierin aus ihr werden könnte.

Sie war erfrischend, wie ein kühler Luftzug in der muffigen Atmosphäre der Offiziersmesse, und sie hatte einen sehr angenehmen, subtilen Humor. Und sie war hübsch, ja, das auch. Ich bin ein Mann, verklagen Sie mich. Außerdem war es einfach nicht richtig, verdammt. Es war einfach unwürdig.

Für einen Moment dachte ich darüber nach, wie schnell es passieren konnte, dass ein paar Briefe verloren gingen. Tut mir Leid, Admiral, ich hätte schwören können, ich hätte sie in der Akte mit abgeheftet.

Nein. Es gab drei Zeugen, und um meine eigene Karriere mit diesem Scheiß zu belasten, war ich auch wieder nicht Idealist genug. Ich wollte nicht bis zu meiner Pensionierung einen mickrigen Nachschubdampfer kommandieren.

Ich schlug mit der Faust auf meinen Schreibtisch und erschrak mich selbst fast ein bisschen über das laute Krachen, bevor ich zähneknirschend die Schublade neben meinem rechten Knie öffnete und die Formulare mit dem Titel „Unehrenhafte Entlassung“ daraus hervorzog.

„Don’t ask, don’t tell“ bezeichnet ein Militärgesetz der USA, das es Soldaten verbietet, öffentlich homosexuelle Beziehungen zu führen und im Gegenzug Vorgesetzten untersagt, die sexuelle Orientierung ihrer Untergebenen zu ermitteln. Am Donnerstag hat der Senat im Wesentlichen mit den Stimmen der Republikanischen Partei ein Gesetz abgelehnt, das diese Regelung beseitigt hätte.

Seit seiner Einführung im Jahr 1993 hat „Don’t ask, don’t tell“ als Grundlage für die Unehrenhafte Entlassung von rund 13.000 Mitgliedern der Streitkräfte der Vereinigten Staaten gedient.


Jenny

7. Dezember 2010

Leser, Freunde, Mitblogger!

Ihr müsst jetzt ganz, ganz stark sein.

Ich habe einmal eine Vampirgeschichte geschrieben. Eine ganz konventionelle sogar.

Zu meiner Verteidigung kann ich nichts weiter vorbringen, als dass ich sie schon lange vor Twilight verfasst habe, zu einer Zeit, als ich es noch sagenhaft cool fand, meine Geschichten mit Fremdzitaten einzuleiten, und dass sie ziemlich kurz ist.

Ich hoffe, ihr könnt mir verzeihen.

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