Restebloggen (95)

12. Juli 2013

Wir haben echt lange keine Reste mehr gebloggt. Einige davon sind deshalb jetzt schon etwas älter, aber das kennt ihr ja sowieso schon. Außerdem ist dies

  1. Wann wir dem siebten Sinn vertrauen können,
    sagt uns unser gesunder Menschenverstand.
    Und ich kenne Leute, die das lesen würden, und einfach nur zustimmend nicken. Es ist so furchtbar.
  2. Ihr wisst ja, dass ich Game One mag. Zusammen mit einer gewissen Nostalgie und Schadenfreude führt das dazu, dass dieser Kampf von Simon und Dennis gegen Another World mich ziemlich begeistert hat. Videospiele können so gemein sein.
  3. A propos Videospiele: 
    Falls es noch jemanden interessiert: Ich habe The Last of Us nun entnervt verschenkt. Blödes Ding, soll jemand anders mit Spaß haben, mir gelingt es jedenfalls nicht. Dafür finden Keoni und ich gerade The Unfinished Swan sehr gelungen. Und Trine kann ich ebenso wie die Fortsetzung Trine 2 jedem ans Herz legen. Das möglicherweise (optisch) schönste Spiel aller Zeiten.
  4. Noch mal Game One, aber diesmal nicht Videospiele. Triggerwarnung: Wer vom Tod eines Haustieres traumatisiert ist, sollte sich das vielleicht nicht ansehen. Ansonsten aber sehr schön bitterlustig:
  5. Ja, heute ist irgendwie Video-Restebloggen. Ich weiß auch nicht.

  6. Und der Prism-Skandal weitet sich aus. Anscheinend ist die NSA nicht der einzige Geheimdienst, der geheime Überwachungsprogramme unterhält. Wer hätte das ahnen können?
    Ganz ehrlich: Es fällt mir zunehmen schwer, bei dem Thema keinen Schaum vor dem Mund zu kriegen. Wie soll ich denn irgendeinem Menschen glauben, dass er nicht wusste, dass Geheimdienste heimlich Leute überwachen? Ja Himmel noch mal, was dachtet ihr denn, was die machen? Ach ja, klar, nur die Bösen, aber uns doch nicht. Boah.
  7. Das ist mir entgegen meiner sonstigen Gewohnheit einen Punkt 8 wert:
    Muriel is badass
    Thank you fichtenstein, happy birthday, we love you too!

Ich weiß, Sie haben langelangelange darauf gewartet,

14. Juni 2013

aber heute Morgen ist es endlich so weit: Ich habe die allseits unbeliebte Kategorie „Let’s Play“ wiederbelebt, zu Ehren der Veröffentlichung des nach meiner Wahrnehmung meisterwarteten Spiels des Jahres „The Last of Us“ und bin, ähnlich wie ihr bestimmt, eher unterbegeistert, erkenne aber gewisse Hoffnungsschimmer.

Da entschied dann die Kamera, mal die Aufnahme zu beenden. Zum Glück habe ich es zügig bemerkt, und ihr nichts verpasst.

Und nach dem Prolog:

Inzwischen habe ich eine knappe Stunde weitergespielt und kann einerseits sagen, dass es zwar tatsächlich gleich nach der Stelle, an der ich aufgehört habe, wieder viel interessanter wird, und dass die Möglicheit, sich an Gegner anzuschleichen und sie mit geworfenen Flaschen oder Backsteinen abzulenken, schon irgendwie nett ist, dass aber andererseits auch weiterhin nichts gekommen ist, das mich richtig umgehauen hätte. So gesehen ist es einerseits schade, dass ich nicht weitergefilmt habe, weil euch dadurch einige wesentliche Features des Spiels entgangen sind, andererseits ändert sich am vorläufigen Ergebnis nicht viel: Ich weiß noch nicht. Zwar liegt es mir fern, vorschnell zu urteilen, aber nach diesen knapp zwei Stunden weist für mich doch vieles darauf hin, dass das Spiel leider nur so ist, wie ich erwartet hatte, nicht wie gehofft.

Meinen Hauptkritikpunkt habe ich in den Videos nicht deutlich genug zum Ausdruck gebracht, weil ich nicht gleich wusste, dass es so ist, und später dann von anderen Dingen abgelenkt war: Für mich eine unglaublich ungeschickte Entscheidung, Ellie so früh wegzunehmen und durch diese völlig egale taffe Schießbudenfigur zu ersetzen. Ich fand Joels Tochter als Figur und die Beziehung zwischen den beiden sehr interessant, und sie war für mich einer der Kaufgründe. Soweit ich das aus dem Prolog einschätzen kann, hätte mich das gefesselt. Warum man mich vergraulen muss, indem man mich gleich nach einer halben Stunde mal zwingt, ohne sie, dafür aber mit einer anderen Partnerin, die mir völlig gleichgültig ist, etwas zu tun, dessen Motivation mir nicht einleuchtet, hätte ich von den Designern wirklich gerne mal erklärt bekommen.

[Nachtrag: Wer gerne ein professionelles Let’s Play und eine fundierte Meinung zum Spiel lesen will, findet beides nun bei den geschätzten Sexy Cripples. Ob die wirklich mehr wissen als ich, oder sich nur vom Hype haben mitreißen lassen, kann ich euch sagen, wenn ich selbst durch bin. Also in zwei, drei Monaten, wenn es garantiert auch wirklich niemanden mehr interessiert.]


Rund siebeneinhalb Zwölftel Stunden mit: Ico

31. Oktober 2011

Ja… Ich dachte, ich versuch’s noch mal, und wie so oft, wenn man das denkt, hab ich mich diesmal tatsächlich noch dämlicher angestellt als beim ersten Mal. Den ganz Harten unter euch wünsche ich trotzdem viel Vergnügen, den anderen empfehle ich diesmal dringend, einfach auf den nächsten Post zu warten und so zu tun, als hätte es niemals ein „Let’s Play“ bei überschaubare Relevanz gegeben.


Muriel jumps the shark

22. Oktober 2011

Ja, liebe Leser, der Niedergang dieses Blogs (wie auch der ganzen Welt, wenn wir Ayn Rand glauben können, und nur ein weltfremder Naivling wird bezweifeln, dass es da einen Zusammenhang gibt) ist unübersehbar, und aus diesem Grund dachte ich mir, was soll’s?, ich mach es amtlich und veröffentliche ein „Let’s play“, das ich mit einer Kamera von meinem Fernseher abgefilmt habe.

(Kommentare von Leuten, die mir sagen, dass ich ja wohl der letzte N00b bin und dass das so jawohl mal überhaupt nicht geht, und dass ich Screenshots wahrscheinlich mit einer Polaroid mache, werden ignoriert, wenn sie nicht Hinweise dafür enthalten, wie ich ein besseres Resultat ohne zusätzliche Kosten und nennenswerten Aufwand hätte erreichen können. Ach so, und für die Puristen unter euch: Bei ziemlich genau 15 Minuten endet das Intro, und das eigentliche Spiel beginnt. Aber echt jetzt mal: Wer das Intro überspringt, weil es ihm zu langweilig ist, der sollte am besten gleich dieses ganze Video überspringen und auf bessere Zeiten warten.)

Ja. Und an der Stelle ging der Akku meiner Kamera in die Knie, und obwohl ich die ganze Zeit über dran gedacht habe, dass ich ein Auge auf die Kamera haben muss, damit ich merke, wenn der Akku in die Knie geht, hatte ich kein Auge auf die Kamera und habe deshalb nicht bemerkt, dass der Akku in die Knie gegangen war. Soweit zu den schlechten Nachrichten. Die gute Nachricht ist, dass ich nur ungefähr fünf Minuten lang weiter gespielt und wie ein Depp mit mir selbst geredet habe (was übrigens nicht daran lag, dass ich das mit dem Akku nicht gemerkt habe; das mache ich sowieso viel), und dass in der Zeit zwar ein bisschen was passiert ist, dass ich aber am Ende doch wieder… naja, am Ende war. Ihr habt also nichts verpasst, und es ginge das nächste Mal wieder von vorne los mit diesem Koloss.

Aber bevor ich euch mit weiteren 37 Minuten meines erbärmlichen (und bis dahin wahrscheinlich arg repetitiven) Rumgestümperes beglücke, wüsste ich zunächst mal gerne, ob ihr überhaupt noch ein solches Video sehen wollt, oder ob ich euch doch bitte in Zukunft mit solchem Kokolores verschonen soll.

Also, was meint ihr?