Mene, mene tekel

4. Oktober 2011

Vor ein paar Tagen mailte mich ein sehr netter Mann von einem (nach erster oberflächlicher Prüfung real existierenden, legitimen) Verlag an. Er schrieb, dass ihm mein Blog gefiel, und dass er sich freuen würde, wenn ich ihm mal eine Arbeitsprobe für ein Sachbuch schicken würde. Er schilderte mir grob, wie er sich das Buch vorstellte: Ein ganz genaues Konzept hatte er nicht, aber es sollte sich grob mit den Worten „Ein Nerd erklärt die Welt“ beschreiben lassen und irgendwie lustig sein.

Ich war zwar nicht sicher, ob ich dafür der Richtige wäre, aber dafür war ich mir umso sicherer, dass ich mir so eine Chance nicht entgehen lassen sollte, deshalb schrieb ich mit sehr freundlicher Unterstützung meiner Freundin keoni und meiner Lieblingskommunistin madove – vielen Dank noch mal! – ein erstes Kapitel über das Thema „Liebe“.

Ungefähr eine Woche später bekam ich die Antwortmail von dem netten Mann. Er hatte meine Arbeitsprobe an sein Lektorat weitergeleitet, und die dort ansässigen Experten haben den Beitrag, den ihr nun gleich lesen werdet, sozusagen offiziell für nicht lustig befunden. Wer also bisher noch Zweifel hatte, ob es an mir liegt, oder an axeage, der kann sich entspannt zurücklehnen, denn es ist jetzt amtlich. Aber weil – wie der nette Mann mir natürlich auch versicherte, ich will ihm hier keinen Vorwurf machen und auch nicht weinerlich klingen, zumal er mir einen zweiten Versuch gestattet hat, an dem ich gerade arbeite, weshalb es auch ganz und gar nicht opportun wäre, hier schlecht über ihn zu reden, was ich aber ohnehin nicht will, denn er war ja sehr nett zu mir – Humor ja auch Geschmackssache ist und sowieso immer schwierig, könnte es ja sein, dass dem einen oder anderen von euch dieser Beitrag trotzdem gefällt.

Außerdem will ich ihn auch nicht ganz umsonst geschrieben haben, das war nämlich Arbeit. Bitte schön:

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Einfach nur, um TakeFive zu ärgern

27. September 2011

Ziemlich wörtliche Wiedergabe eines Gesprächs zwischen mir und einem Christen:

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If I didn’t have you, I’d probably have somebody else.

28. März 2011

Zu den Dingen, auf die ich nicht so stolz bin, gehören neben meiner Faulheit, meiner Neigung zur Besserwisserei und meiner nicht selten schlecht verborgenen Arroganz die Tatsache, dass ich Freude an der – nein, es ist keine Seifenoper, glaube ich, aber vielleicht rede ich mir das auch nur ein – US-amerikanischen Serie One Tree Hill habe.

Und damit ihr das schnell wieder vergesst und wir in den Kommentaren nicht lange über meinen Fernsehgeschmack diskutieren müssen, komme ich schnell zum eigentlichen Thema dieses Posts:

Wenn man zusieht, wie Menschen miteinander umgehen und wie sei ihre Beziehungen zu anderen managen, dann kann man kaum glauben, dass wir evolutionsbedingt auf sexuelle Fortpflanzung und Paarbildung ausgerichtet sind. Naja, das erste vielleicht schon noch, aber mit der Paarbildung klappt’s doch nicht besonders.

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Sanella ist Backen

23. März 2011

Ich habe gerade zufällig bei kath.net einen Text gefunden, der meiner Meinung nach hervorragend einige Dinge illustriert, die an Religionen allgemein und namentlich der christlichen nicht stimmen.

Er trägt die vielsagende Überschrift „Die Ehe – Realsymbol des neuen und ewigen Bundes“ und stammt aus dem Schreiben „Familiaris Consortio“ des letzten Papstes Johannes Paul II.

Um es gleich zu Anfang kurz zusammenzufassen: Das Christentum

  • fördert erstens eine Weltsicht, die nicht auf unvoreingenommener Erforschung der Wahrheit basiert, sondern auf dem mehr oder weniger blinden Glauben an Autoritäten wie Jahwe, die Bibel oder die Kirche,
  • behauptet zweitens unter Berufung auf diese Autoritäten, dass ihr Gott nicht nur existiert, sondern außerdem noch ganz klare Vorstellungen dazu hat, wie wir uns zu verhalten haben und mit wem wir wie kopulieren dürfen,
  • ermöglicht damit drittens eine moralische Bewertung von Fragen, die eigentlich nichts mit Moral zu tun haben und einer Bewertung als „falsch“ oder „richtig“ gar nicht zugänglich sind und
  • gibt auf dieser Basis unsinnige Regeln heraus, deren Befolgung erhebliches Leid und Unglück verursachen kann.

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