Ode an die Staude

7. September 2017

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Flammenblume, Rittersporn,

Akelei, Windröschendorn,

Hosta siebboldii undulata

Cultivar variegata!

 

Oh Staude, dich zu ehren,

ist, unverholzte Pflanze,

Mein höchstes Begehren,

Du füllst mein Herz – das ganze!

 

Perenierend und pollakanth

bist du landauf, landab, bekannt.

Pflanzenteile krautig weich,

so zart – doch winterfest zugleich!

 

Rhizomen, Zwiebeln, Knollen –

Kryptophoten und Stolonen!

Euch gilt mein ganzes Wollen –

bei euch will ich stets wohnen!

 

Von Sukkulenten bis zu Farnen

Zwergsträuchern bis Bananen,

Kann deine Vielfalt reichen,

Sie endet erst bei Eichen.

 

Auf allen Kontinenten,

Staude, bis du daheim!

Nie sollst, Staude, du enden.

Du sollst für immer bleim!

 

Aus der Wurzel ausschlagen

sollst du an allen Tagen,

du Jupiter der Blüten

und der Chamaephyten!

 

Salbei schmeckt mit Nudeln

Katzenminze dem Tier!

Kann nicht genug lobhudeln,

oh meine Staude, dir!

 

Ich ehr dich alle Tage,

schütz dich vor jeder Plage,

Und ruf Sapere Aude,

Wagt euch an die Staude!

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Rock gegen Links

10. Juli 2017

Mein bescheidener Vorschlag zu Heiko Maas‘ Konzept.

Ja gut, mehr so Schlager gegen Links, ich weiß. Aber fiel mir halt als erstes ein. Na gut, als zweites. Meine Güte. Ihr seid aber penibel heute.

Zu dieser Melodie bitte:

So wie ein Startup an der Börse beginnt,
So wie man mit Geld auch Wahlen gewinnt,
Wie die Deutsche Bank, wenn sie keiner mehr mag,
fühl ich mich an manchem Tag!

Dann seh ich Floating Caps, die über uns sind,
Und höre die Schreie, wenn der Kurs noch gewinnt,
Ich singe als Beitrag für das Casting mein Lied,
und schau, wer am meisten biet‘!

Ein bisschen Marge, und viel Disruption,
Für diese Wirtschaft, dann komm’n die Jobs schon,
Ein bisschen Marge, ein bisschen Win-Win
Und Deregulierung, das wünsch ich mir!

Ein bisschen Fertigung in der Drittwelt,
Dass die Regierung sich da raushält,
Ein bisschen Marge, und viel Disruption,
Dass ich den Mindset nie mehr verlier!

Ich weiß meine Lieder, die ändern nicht viel,
Ich bin nur ein Bonze, der sagt, was er fühlt,
Allein bin ich hilflos, ein Investor im Grind,
der spürt, dass die Hausse beginnt!


La ballade des gents acharnés

4. März 2012

Es ist weniger Joans bemerkenswerter Comic als vielmehr ihre gar nicht so passende Überschrift, die mich darauf brachte, was die epische Story von den beiden Erzfeinden Thomas und Muriel noch braucht: Eine epische Ballade. (Und wer die Vorlage, „Die Vergeltung“ von Annette von Droste-Hülshoff, noch nicht kennen sollte, der hat das schleunigst zu ändern. Das ist eines der verdammt besten Gedichte, die jemals in deutscher Sprache geschrieben wurden.)

Bitte sehr:

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What A Friend We Have In Jesus

27. Dezember 2010

8 Jan 2000:  Statue of Christ the Redeemer during the FIFA Club World Championship in Rio de Janeiro, Brazil. \ Mandatory Credit: Tom Shaw /Allsport

What a friend we have in Jesus, all our sins and grief to bear!
What a friend we have in Jesus, our hurt and pain to share.

Jesus gives us all his blessing, brings joy and pleasure everywhere,
And whatever doubts we’re having, we take them to him in prayer.

For good fortune we give thanks to him upon his heav’nly throne,
Even if, to be quite honest, we had to make it on our own.

Although Jesus never answers, we know that he is always there.
And we know he loves us deeply, though he never answers prayer.

Jesus never gives us counsel, nor does he protect or heal,
he won’t even talk to us or pat our shoulders while we kneel.

Jesus is all-powerful, but still he does not lift a hand,
to save a child or feed the hungry, or help bring peace to any land.

We talk to him, he does not listen, we pray, he does not do a thing.
He does not even have the grace to thank us for the hymns we sing.

Jesus won’t lend us a hand, even if we cry and bawl;
What a friend we have in Jesus – almost like no friend at all.


Jesus liebt alle Zygoten

2. Dezember 2010

Neulich hörte ich den unvergleichlichen Matt Dillahunty ein Lied vorlesen, das ihr zum Beispiel hier transkribiert findet.
Mir persönlich gefällt es nicht so gut wie den Nonprophets, aber die Idee fand ich schön, deswegen habe ich eine eigene deutsche Fassung geschrieben.

Jesus liebt alle Zygoten,
alle auf der ganzen Welt.
Abtreibung gehört verboten,
weil sie Jesus nicht gefällt.

Jesus liebt auch Blastozysten,
Er ist gegen PID.
Wenn die Ärzte doch nur wüssten,
Was sie tun, tut Jesus weh.

Jesus liebt doch alle Kinder,
auch wenn er‘s manchmal seltsam zeigt,
Ob Franzose oder Inder,
Er ist allen zugeneigt.

Jesus gibt Kindern Trisomie,
Lupus und SIDS,
Mumps und Muskeldystrophie,
Bronchitis, HIV, MS.

Jesus macht die Kinder blind,
er gibt ihnen Diphterie,
und manchmal gibt er einem Kind
Bandwürmer oder Leukämie.

Jesus liebt die Kinder sehr,
Polio hat er für sie gemacht,
Doch Pocken gibt Jesus nicht mehr,
Die Ärzte haben sie umgebracht.

Jesus liebt fast alle Leute,
doch die Ärzte nicht so sehr,
Krankheiten gibt er uns noch heute,
doch Pocken gibt Jesus nicht mehr.