Die beste Medizin

24. Februar 2019

Heute mache ich es mir mal etwas weniger leicht als sonst, denn ich befasse mich mal mit 1 Thema, bei dem es nicht ausreicht, sicher über den Quellentext lustig zu machen, sondern für das tatsächlich 1 paar Hintergrundkenntnisse und Recherche erforderlich sind.

Ich gehe deshalb davon aus, dass das nicht gut gehen kann und freue mich ganz besonders über Korrekturen und nützliche Hinweise von allen, die sich besser auskennen als ich.

Placebo

Es geht um den FAZ-Artikel

Ein Placebo ist die beste Medizin

von Martin Andree, der mir immerhin eine sportliche Chance lässt, denn er ist keineswegs irgendwie Experte für … naja, Medizin zum Beispiel, wie man vermuten könnte, wenn man nur weiß, dass es jemand ist, der in 1 Zeitung 1 Beitrag über das Thema schreibt, sondern Martin Andree ist International Marketing Director bei Henkel und Medienwissenschaftler.

Klingt fair?

Dann schaut doch mal, wie der Kampf David gegen David so läuft.

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Third time’s the charm

21. Februar 2019

We have dealt with James Kirchick before. Twice, actually. So you’re probably wondering why would ever want to deal with him again. But as you know, I’m the blogger you deserve, but not the blogger you need right now. Because I can take it, because I’m not a hero. I’m a silent guardian, a watchful protector, a Dark Knight.

Who’s with me?

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Von wegen dumpf!

18. Februar 2019

Jasper von Altenbockum hat was in die FAZ geschrieben, und was so beginnt, kann kein gutes Ende nehmen.

Wollt ihr trotzdem dabei sein?

Natürlich wollt ihr.

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Die Süddeutsche Zeitung macht Carolin Emcke zum Horst

17. Februar 2019

oder so. Weiß nicht, wie viel sie selbst dazu beigetragen hat. Ich traue ihr einiges zu. Egal. Zur Sache:

Facebook macht Moral zum netten Accessoire

titelt die Süddeutsche Zeitung, und ich muss euch gleich jetzt enttäuschen: Es geht nicht um 1 neuen Profilbildeffekt, sondern um was ganz anderes.

In beschleunigten Zeiten, in denen Ereignisse medial verbreitet und kommentiert werden, bevor sie wirklich erlebt sind, ist die Entdeckung der Langsamkeit opportun.

Ja, nee, aus dem ersten Satz des Artikels kann man das natürlich noch nicht entnehmen, denn alle Artikel über Themen, die irgendwas mit Internet zu tun haben, müssen in deutschen Tageszeitungen immer gleich schwammig-labernörgelig anfangen, so will es das Gesetz, da kann bestimmt auch Frau Emcke nichts dafür.

Nicht immer ist die erste Intuition verlässlich, und nicht immer ist die erste Erregung angemessen. Allzu häufig erweist sich das Skandalisierte beim zweiten Blick als weniger skandalös.

Für Zeitungen ist das leider schwierig, weil die halt irgendwann Redaktionsschluss haben. Aber für den Rest von uns ist das womöglich ein guter Rat. Wollen wir also gemeinsam mal gucken gehen, ob sich das Skandalisierte beim zweiten Blick als weniger skandalös erweist?

Natürlich wollen wir das!

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Einen neuen Fricke braucht der Spiegel

8. Februar 2019

Freie vs. regulierte Marktwirtschaft

Überschreibt Thomas Fricke seine Kolumne und zeigt damit schon grob, wohin die Reise geht.

Schlagloch

Dieser Weg wird kein leichter sein, nehme ich an.

Ihr könnt euch denken, dass neoliberale Vollpfosten wie ich da nicht die Klappe halten können?

Ihr denkt richtig! Wer das Desaster ganz miterleben will, folgt mir bitte hinter den Trennstrich, alle anderen malen sich das ganze Ausmaß meiner schon in jungen Jahren diagnostizierten frühkapitalistischen Arschlochhaftigkeit nur still schaudernd aus.

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Die FAZ sollte die Neutralisierung der Welt doch eigentlich toll finden!?

18. Januar 2019

Wolfgang Krischke hat eine Meinung zu gerechter Sprache in die Welt gekotzt, und die FAZ hat entschieden, das Ergebnis in seiner ganzen Köstlichkeit ihren Lesern (sic!) zu kredenzen.

Habt ihr auch so Appetit? Dann folgt mir hinter den Vorhang!

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Kann man vom Journalismus „Die Wahrheit“ erwarten?

2. Januar 2019

Ja gut, das mit dem Was-anderes-probieren hat sich nicht bewährt. Mach ich halt wieder, was ich immer mache:

Es gibt Bemerkungen, die komplett der Wahrheit entsprechen, aber trotzdem absolut nicht in Ordnung sind, etwa wegen Kontext und Formulierung, weil alles, was wir sagen, immer auch etwas impliziert, das über den reinen Wortlaut hinausgeht, zum Beispiel durch den Kontext oder die Wortwahl, oder so.

Normalerweise nehme ich dafür als Beispiel:

„Es gibt Migranten, die deutsche Frauen vergewaltigen.“

Das ist eine völlig zutreffende Bemerkung. Niemand kann das vernünftigerweise bestreiten. Aber es ist trotzdem ein Satz, der nach meinem Kenntnisstand selten von jemandem gesagt oder geschrieben wird, der kein Armleuchter ist. Das hat verschiedene Gründe. Einer der wichtigeren ist meines Erachtens, dass ich mit dem Sagen so eines Satzes nicht nur seinen nackten Inhalt zum Ausdruck bringe, sondern zum Beispiel auch, dass ich finde, es wäre wichtig, ihn zu sagen, weil er eine Information enthält, die nicht nicht genug Leuten bekannt ist, und oder weil ich will, dass bestimmte Konsequenzen daraus folgen. Wenn ich sage: „Ich habe Hunger!“, wird das üblicherweise ja auch nicht nur mit „Aha“ quittiert.

Ergibt das Sinn? Finde ich auch. Dann schauen wir uns doch jetzt mal 1 anderes Beispiel an. Stephan Hebel titelt seinen Leitartikel bei der Frankfurter Rundschau mit

Der Fall Claas Relotius – Absolute Objektivität gibt es nicht

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