Was draufsteht, und was drinsteckt

1. April 2011

Während „Atheist“ so ein Etikett ist, das viele Leute aus Harmoniebedürfnis vermeiden, obwohl es eigentlich auf sie passen würde, ist „Skeptiker“ ein Etikett, mit dem sich so ziemlich jeder identifizieren würde, in der Regel auf diejenigen, auf die es nun wirklich gar nicht passt. Und „Christ“ ist ein Etikett, mit dem man meiner Erfahrung nach wenig bis gar nichts anfangen kann, weil die Bandbreite hier von eigentlich total vernünftigen Leuten reicht, die sich einfach nur gerne vorstellen, dass nach dem Tod noch was kommt, bis hin zu denen, die jeden Tag darum beten, dass das Jüngste Gericht doch bald kommen möge, und die genau wissen, dass die Erde nur 6219 Jahre, vier Monate und elf Tage alt ist.

Deshalb macht Matt Dillahunty es auch ganz richtig mit seiner mantrahft wiederholten Frage: „Was glaubst du, und warum?“, denn die Antwort darauf ist endlos viel aufschlussreicher als ein Etikett wie „Skeptiker“, „Atheist“, „Hindu“, oder was immer einem gerade so einfällt.

Worauf ich damit hinauswill: Heute mal nicht auf Religionsbashing, das mache ich ja oft genug. Heute geht es mir darum, dass auch Atheisten und selbst ernannte Skeptiker manchmal genauso religiös und vernagelt sein können wie Christen, Muslime oder Scientologen. Nicht selten wird „Skeptizismus“ als Vorwand verwendet, um alles, was nicht ins eigene Weltbild passt, abzulehnen und alle Belege, die dafür sprechen, nicht zur Kenntnis zu nehmen, während man die von Medien und Politik gelieferte Wahrheit unkritisch akzeptiert, ohne zu hinterfragen, wie plausibel sie ist und warum man sie überhaupt glauben sollte.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Vielzahl von Menschen, die davon überzeugt ist, dass Astronauten auf dem Mond waren. Warum? Weil sie es eben so gelernt haben, und weil es überall so steht.

Aber wie überzeugend ist die Annahme eigentlich, wenn man all die Indoktrination mal weglässt, der wir diesbezüglich von Kindheit an ausgesetzt waren? Wenn wir die Annahme einfach mal ganz objektiv nur auf Basis der Beleg begutachten?

Die erste Mondlandung soll am 21. Juli 1969 stattgefunden haben. So haben wir es alle gelernt. Und kaum jemand denkt mal darüber nach, was das bedeutet. 1969! Das war, bevor es Sicherheitsgurte in Autos gab. Von Airbags hat damals noch niemand geträumt. Computer waren einfamilienhausgroße Maschinen, die Lochkarten verarbeiteten und Mobiltelefone oder das Internet wären sogar in einem SF-Roman ziemlich unglaubhaft gewesen.

Und jetzt schauen wir doch zum Vergleich mal, was es heute für einen Aufwand bedeutet, eine Sonde zum Mars zu schicken, trotz unserer heutigen Technologie. (über 40 Jahre später! In Worten: Vierzig Jahre!) Und das obwohl Mars eine viel höhere Gravitation hat und obwohl man natürlich mit einer unbemannten Sonde viel weniger vorsichtig sein muss als mit einem Raumschiff, das nicht nur Menschen transportiert, sondern außerdem nach der Landung noch einmal starten und dann zur Erde zurückkehren soll(!). Dass das damals möglich gewesen sein soll, erfordert also echt gute, überzeugende, zwingende Belege. Und nun wollen wir sehen, was wir haben:

Ein paar Bilder und Funksprüche und Videos. Und was für welche?

Bilder, auf denen keine Sterne zu sehen sind, und auf denen die Schatten zufällig genau so fallen, als würden sie von Studioscheinwerfern ausgeleuchtet. (Achtet mal drauf. Wenn die Sonne die einzige Lichtquelle wäre, müssten alle Schatten parallel sein. Sind sie aber nicht. Außerdem sind die Schatten hell genug, dass man Objekte darin noch erkennen kann. Auch das kann im Sonnenlicht ohne Atmosphäre nicht sein.) Bilder, auf denen die Landefähre auf einer ebenen Mondoberfläche steht – und wo ist der Krater, den sie bei der Landung verursacht hat?

Videos, die angeblich an verschiedenen Orten auf dem Mond aufgenommen wurden, aber genau denselben Hintergrund zeigen. Videos, die zeigen, wie das Landemodul wieder vom Mond abhebt, ohne Flammen aus dem Raketentriebwerk!

Und trotzdem wird man ausgelacht, wenn man bezweifelt, dass die Mondlandung stattgefunden hätte. Wird man verspottet, weil ja schließlich jeder weiß, dass „wir“ auf dem Mond waren.

Aber woher eigentlich? Woher wissen wir das, und warum glauben wir es? Eine Frage, die sich ein echter Skeptiker stellen sollte.

Aber es ist eben nicht jeder ein Skeptiker, der sich selbst so nennt.