Frucht-Alaaarm!!!!

23. August 2010

Wenn ihr dieses Blog schon etwas länger lest, dann habt ihr sicher schon öfter von Keoni gehört. Und vielleicht habt ihr euch dabei, genau wie ich, gelegentlich gefragt, ob sie eines Tages auch einmal einen eigenen Beitrag verfassen würde. Heute kann ich euch voller Stolz verkünden, dass die vielen Stunden, die ich sie mit diesem Wunsch genervt habe, jetzt endlich Früchte tragen, wenn auch etwas merkwürdige.

Am vergangenen Wochenende haben sich Muriel und ich nicht vom kein bisschen sommerlichen Wetter verdrießen lassen. Während dicke, tief blaugraue Wolken über den Himmel walzten, haben wir also einen Spaziergang durch eine Kirschbaumallee, zwischen Schafweiden hindurch und an surrenden Windrädern vorbei zu unserer Lieblingsdrachensteigwiese gemacht.

Unser Drachen misst zwei Quadratmeter und ihn zu fliegen, lassen wir als sportliche Betätigung für den Tag gelten. Tatsächlich beschert uns der kleine Rabauke immer einen ordentlichen Muskelkater in den Schultern und es ist schon vorgekommen, dass ich – würde Muriel mich nicht festhalten – Sätze über die Wiese machen würde, als trüge ich Siebenmeilenstiefel.

Aber wenn man von diesen beglückend erhebenden Augenblicken einmal absieht, hat das Drachensteigen etwas Poetisches, Meditatives wie er dort oben im Wind flattert und seine Kreise zieht.
Ihr solltet es auch unbedingt einmal wieder ausprobieren, wenn ihr Gelegenheit dazu habt.

Den eigentlichen Anstoß zu diesem Beitrag gab aber etwas völlig Anderes auf einer ganz anderen Wiese. Es ist mir beim Joggen aufgefallen, und diese Entdeckung schien mir immerhin spektakulär genug, mich zum Stehenbleiben zu bewegen. Am Rande einer Streuobstwiese stand dieser kleine, hübsch gewachsene Baum, der nie gesehene, kurious flauschige Früchte trägt.

Habt ihr dieses Obst schon einmal gesehen und könnt uns vielleicht auf die Sprünge helfen?

Weil die Früchte so eine idealtypische Birnenform haben, denken wir, dass es keine Quitten sind. Die sind ja so komisch buckelig verformt und Fell haben die auch nicht, oder?

Gleich gegenüber lädt übrigens eine offene Pforte zum Kosten und Ernten ein. Eine sehr sympathische Geste, auch wenn die Bäume auf der Obstwiese noch arg weit verstreut stehen und es gerade gar nichts Reifes zu ernten gab.