Aufs Maul?

17. Januar 2015

Das Staatsoberhaupt des Vatikans kann offenbar ein paar Dinge nicht auseinanderhalten, und Rainer Hermann pflichtet ihm in der FAZ freudig bei. Das soll mir reichen, um selbst auch kurz und kompakt Stellung zu beziehen.

Viele Menschen ziehen über Religion her, das kann passieren, hat aber Grenzen

sagt der oberste Brückenbauer, was ja vieles heißen könnte, er erklärt aber auch gleich, was er damit meint:

Jede Religion habe eine Würde, über die man sich nicht lustig machen könne.

Naja. Doch. Und damit wäre dieser Teil auch komplett beantwortet. Wer mehr will, wird bei Recotard fündig, den ich euch übrigens auch generell und immer ans Herz legen würde, denn wer sein Blog nicht abonniert hat, dem entgeht was. Aber Franziskus (Ich würd ihn ja mit vollem Namen schreiben, aber ich habe den Eindruck, dass er das nicht will, und kenne den außerdem gar nicht.) hat damit immer noch nicht aufgehört:

Zur Veranschaulichung zog der Papst daraufhin Parallelen zu seiner Mutter.

Nein! Nein, nicht so! Anders! Anders!

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Warum Homophobiephobie unchristlich ist. Oder zumindest manchmal sein kann. Wenn sie schlecht gemacht ist. Ach was weiß ich, ist mir auch egal, ich lass das jetzt so.

20. Februar 2014

Okay. Ich denke, wir sind uns einig, dass es genug Reaktionen auf die jüngste Menschheitsbeschämung von Herrn Matussek gab. Ich werde deshalb keine weitere hinzufügen.

Aber an Reaktionen auf die Reaktionen herrscht meines Erachtens noch ein gewisser Mangel, insbesondere an solchen, die Herrn Matussek verteidigen. Klingt nach einem Job für überschaubare Relevanz, oder?

Um die Menschheit zu beschützen!

Warum Homophobie unchristlich ist

will uns Lucas Wiegelmann erläutern, und dieses Unterfangen wirkt auf den ersten Blick schon so ulkig (nicht etwa, weil Homophobie meines Erachtens unbedingt christlich wäre, sondern eher, weil schon die Frage, ihr wisst schon, oder?), dass ich die Finger nicht davon lassen mag, auch weil der Teaser so schon mutig daherkommt:

Wer sich der Homophobie rühmt, verletzt nicht nur den Konsens der Gesellschaft. Er kann sich auch auf keine christlichen Grundsätze berufen.

Uiuiui, nicht wahr? Keine, schreibt er. Bis auf diese zahlreichen klar homophoben Ansagen in der Bibel, halt, aber wer zählt die schon? Das mit dem Konsens der Gesellschaft würde ich übrigens auch sehr in Zweifel ziehen, aber hier gilt das gleiche wie für so ziemlich alle Meinungsstücke in so ziemlich allen mir bekannten Zeitungen: Wenn wir wahllos jede offensichtlich unfundierte Äußerung kritisieren wollen, sitzen wir morgen noch hier, und das kann ja nun wirklich keiner wollen. Konzentrieren wir uns also auf Wiegelmanns Kernaussage.

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